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    Supermarine Spitfire (Nr 2)   -    die erste Restaurierte             (verkauft)
 

 
 Meine erste Spitfire kaufte ich als komplett fertiges Gebrauchtmodell und bekam die
 Überreste der ersten Spitfire des Verkäufers dazu. Nun nach bald 10 Jahren
 Zwischenlagerung im Tankraum fiel mir die Maschine wieder in die Hände und -
 wurde  mein neues Zwischendurch-Projekt. Ich muss versuchen das Modell in
 einem Monat eingeflogen zu haben, doch bis dahin ist noch einiges zu tun. Wie
 man aus den folgenden Bildern sehen kann, ist der Rumpf brauchbar, denn es ist
 hauptsächlich nur der Motorspant ausgerissen. Das bedeutet, dass er  in China
 vielleicht nicht  gut genug eingeklebt worden ist?  Das werde ich jedenfalls verbes-
 sern. Das Höhenleitwerk ist auf einer Seite angebrochen und muss saniert und mit
 Zugstreben gegenüber dem Rumpf abgestützt werden.



Video Spitfire 2

 
 Erinnerungen an die Reparatur

 Der Tragflügel ist die große Herausforderung, da gibt es, wie man sehen kann, einiges zu rekonstruieren. Und
 wenn irgend möglich soll ein mechanisches Einziehfahrwerk eingebaut werden. Zu diesem Zweck verwende ich
 das mechanische Einziehfahrwerk aus der vor kurzem verendeten Kwick Fly. Dazu noch zarte Federbeine und
 das müsste dann schon passen. Zuerst muss aber das fixe und wirklich fix eingebaute Fahrwerk herausgetrennt
 werden. Mit etwas Schweiß ist das gegangen und auch die Schrägstellung der Fahrwerksbeine, - um das
 "Kopfstandmoment" zu verringern -, konnte hergestellt werden.
 
 Die nächsten Schritte wenden sich zur Rekonstruktion der besonders durchlöcherten Tragflächenhälfte. Zu
 dem Zweck muss ich mittels dünnem Pappendeckel die Rippenform der guten Flächenhälfte abnehmen, um sie
 als Passform für die neu herzustellenden Rippen nützen kann.

 Zwischendurch wurde der Kopfspant mit dem Rumpf verklebt. Leider habe ich mit der Mischung für die
 Zusatzklebungen im Rumpf vom Epoxy einen sehr alten Härter erwischt und das dauert dann ..... Auch bei der
 Motorhaube müssen alle alten Öffnungen für den Zylinderkopf usw. geschlossen werden, da der neuen Motor
 anders eingebaut wird.

 Langsam schreiten die Reparaturen fort und das Fahrwerk wurde eingepasst. Anschließend erfolgte der Ein-
 bau der Querruderservos. Danach wurde die Bespannung aufgebracht, doch das war wegen der nicht
 aufzutreibenden olivfarbenen und der blauen Folie auch nicht ganz einfach. Na für die Trainingsmaschine soll
 das aber auch kein Problem darstellen.

 Der letzte Schritt war der Motoreinbau und der Einbau der Servos im Rumpf. Kein Problem, es waren ja schon
 mal welche eingebaut. Dann wurde der Schwerpunkt eingewogen und so der Aufbewahrungsort für den Akku
 festgelegt. Die Schwerpunktlage lt. Plan ist bei 110mm, was auch bei der Spitfire 1 vom Vorbesitzer eingestellt
 worden ist. Durch die Gegebenheiten im Rumpf und um für den Beginn auf der sicheren Seite zu liegen, wurde
 von mir der Schwerpunkt auf 105mm eingestellt.
 Die Vermessung des Modells ergab, dass die EWD zwischen 0,75 und 1 Grad beträgt. Eine geringe Schrän-
 kung von ca.0,5 Grad liegt vor.
 
 Technische Daten:
 Spw: 1660mm, Gewicht: 4,04 kg, Motor:15 ccm Hype-Coolfire-91.

 Der Bericht vom Erstflug fällt sehr positiv aus. Bis auf ein bis zwei Zacken beim Querruder und Höhenruder hat
 alles gepasst; das Modell fliegt wie auf Schienen. Quer fliege ich mit 40% Expo, Höhe mit 30%. Interessant war,
 dass meine Bestrebungen das Fahrwerk so einzubauen, dass das Kopfstandmoment beim langsamen Rollen
 auf der Graspiste verringert wird, von Erfolg waren. Das Modell lässt sich gut mit voll gezogenem Höhenruder
 auf dem relativ hohen Rasen manövrieren. Beim Start ist das übliche Problem des Rollens des Modells nur am
 Hauptfahrwerk. Gibt man zu viel Höhe, dann kann es zum Strömungsabriss kommen. Doch die zwei ersten
 Starts verliefen zufriedenstellend wenn man davon absieht, dass ich den Querwind mit dem Seitenruder nicht
 genügend ausgesteuert habe um genau in Pistenachse zu fliegen.
 Der billige Hype-91-Motor selbst hat ausreichend Kraft und verleiht dem Modell eine passable aber beherrsch-
 bare Reisegeschwindigkeit. In angedrücktem Zustand beginnt auch diese Spitfire (wie meine 1-ser Spit) leicht
 zu schwänzeln. Alles in Allem bin ich froh dass ich das Modell wieder repariert und reaktiviert habe. Damit kann
 man gut üben und muss nicht auf Kwick Fly etc. zurückgreifen.
 Nachsatz: Bei mehreren Flügen ergaben sich immer wieder vergaserbedingte Motorprobleme, die sich auch
 beim Rückenflug sehr störend zeigten. Nun entschloss ich mich, einen neuen OS 91 FX einzubauen, dessen
 Verläßlichkeit und noch etwas mehr Leistung, mehr Flugspaß brachten. Inzwischen ist es so, dass mein
 Modellflugfreund und Experte mir im Training sagt, langsamer zu fliegen, da andernfalls die Wenden zu weit-
 räumig würden und das Einfliegen auf die Pistenachse dadurch schwieriger sei. - Er hat recht, also Vollgas nur
 bei extremen Steigflügen und natürlich in der  Start-Roll-Endphase.

 Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich habe die Spitfire als Motorenversuchsträger wieder aktiviert. Ich
 habe wieder einen Hype 91 eingebaut, diesmal mit einem nagelneuen Webra Dynamix-Vergaser und einem
 Alu-Distanzring für die Vergaserbefestigung. Die Rechnung ist bisher bei vier Flügen aufgegangen, denn der
 noch immer nicht vollständig eingelaufene Motor bringt nun auch schon fast die Leistung des OS 91 FX.
 Fliegerisch hatte ich heute in der Runde nach dem Start, bei einem langsamen Vorbeiflug über dem Platz, ein
 Rad verloren. Ein Fliegerkamerad fand es im Gras und ich fabrizierte nach einem schönen Flug eine perfekte
 Bauchlandung. Hier bewährte sich der die Silouette der Spitfire entstellende Auspufftopf. Die Maschine landete
 mit Speed und flach wie ein Segler. Nach ca. 30m mit Bodenkontakt versuchte ich das Heck zu Boden zu
 drücken um zu stoppen, was aber Zum Abheben des ausgleitenden Modells führte. Glücklicher Weise verlief
 die Rutschbahn dann an zwei Modellflugkollegen und an den Tischen vorbei und endete kurz vor einem
 Absperrungssteher. - Das Rad montiert und ein neuerlicher und schöner Flug konnte absolviert werden.
 
 Zu den Flugeigenheiten des Modells ist zu sagen, dass das Schwänzeln nich nur bei Vollgas auftritt. Es ist
 auch bei langsam geflogenen Kurven ein sehr deutliches Schwänzeln zu verzeichnen, wonach nicht das Spiel
 der Anlenkungen daran Schuld trägt, sondern vermutlich die aerodynamische Konzeption des Modells (Flügel-
 form, Rumpflänge,...). Egal,  als Trainingsmodell ist die alte restaurierte Spitfire für mich heute sehr wertvoll.
 
 Letzter Flug: 20.09.2010

 Bei einem neuerlichen Flug im Jahr 2011 trat ein Kurbelwellenbruch auf, der mit dem Absondern des Propel-
 lers einherging. Der schwere Metallspinner mit dem Dreiblattprop sauste davon und in einen Baum, bei dem er
 viele Blätter abriss. Der Landeanflug mit Landung stellte sich als problemlos heraus. Ein lieber Freund verfolgte
 den Einschlag und fuhr den Propeller von der Einschlagstelle neben der Straße holen. Er fand ihn sofort.
 Nachdem eine Ersatzkurbelwelle vorhanden war, musste kein anderer Motor eingebaut werden. Beim zerleg-
 ten Motor zeigten sich weiters keine anderen Schäden. Beim Zusammenbau wurde das Hauptlager auch neu
 gegeben und danach der Motor wieder im Modell eingebaut. Da beim Vergaser und der Hauptdüse keine
 Änderungen vorgenommen worden sind, dürfte der "neue Motor" wieder problemlos betreiben lassen.
 

das geschenkte Restlmodell - der Beginn glatt herausgerissen - Spitze für die Reparatur Motorspant mit Motor wieder eingeklebt ... und mit Motorhaube und Spinner
der doch etwas "durchsichtige" Flügel Einblicke zur Fahrwerksbefestigung    
dieses Fahrwerk wird eingebaut bereits herausgetrenntes Starrfahrwerk mit dem neuen Ezfwk so wird's dann sein jetzt geht es an den Neuaufbau des Flügels
Mitte oben fertig der linke Rand neu die Flügelunterseite ... mit eingebautem Fahrwerk
nun auch die Flügelunterseite neu beplankt   Servoeinbau fertig bespannt, mit Fahrwerk und Servos
und jetzt das fertige Modell ... bei dem nurmehr die Auspuffstutzen fehlen    
nach dem Erstflug      
Vergleich: Spitfire 2 zum Vedrgleich: Spitfire1 Start  Video Spitfire 2
  Landeanflug     
  Landung     
   
...es gibt zwei Spitfires vorn Nr 1, hinten  die Nr 2 die gebrochene Kurbelwelle