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    Curare 
 

 
 Mein ewiger Wunsch war es, irgendwann auch einmal eine echte Curare von
 Hanno Prettner zu besitzen. Nun, beim HSV Burg Kreuzenstein war ich nicht der
 Einzige mit diesem Wunsch, sodass in einer Gruppenarbeit gleich mehrere Bau-
 sätze des Modells hergestellt worden sind. In meinem Hirn wollte ich immer einen
 kleinen Unterschied zu den Curare's der anderen haben. Also baute ich meine
 Curare mit gepfeilten Flächen und nannte sie "Mystere". Es gab auch einen Erst-
 flug mit dem flotten Modell mit dem HP Gold Cup und einer neuen Multiplex 27FM
 Fernsteuerung. Leider dauerte der Flug nicht sehr lange, da der Empfänger den
 Geist aufgab. Beim Service bestätigte man den Fehler und baute als Wiedergut-
 machung die Anlage auf 35 Mhz um. Nett, oder? - Der nur kurze Flug blieb mir in
 Erinnerung und passend zu meinem heutigen Nostalgiefimmel, musste ich mir so-
 fort einen Bausatz der neuen Curare beschaffen.

 Allerdings gibt es heute kleine Unterschiede zur damaligen Ur-Curare, zB bei dem
 Motoreinbau. Ich habe ich keinen passenden 10 ccm Webra-Motor, - die sind alle
 zu groß. Also musste ich mir über den Lagerbestand anderer 10er-Typen hinaus,
 doch einen neuen Motor kaufen. Es ist das ein Evolution 60 NX, der in seinen Ab-
 messungen einem 40er-Motor entspricht und leicht ist. Er hat genau die Abmessun-
 gen des empfohlenen OS 55 FX, der mir zu teuer war.

 Technische Daten vom fertigen Modell:
 Spannweite: 1,64m, Länge: 1,40m, Fluggewicht trocken: 2900g, Motor: 10ccm
 (Kurzhuber) mit Resorohr, Prop 11x10 APC,Tank: 500ccm.

 Der Baubeginn ist frühestens nach dem Ende eine Bauvorhabens für einen
 Freund möglich und wenn es die Gesundheit zulässt - und zwischenzeitlich ist das
 Modell sogar fertig geworden.

 


meine erste Version :"Mystere"

der Bausatz

meine neue Curare
 
 Die Curae wird gebaut...


 Der Motoreinbau

 Wie immer steht bei mir der Motoreinbau an erster Stelle. Zu begutachten war, in wie weit der Evolution
 10 ccm-Motor  wirklich in den genau vorgearbeiteten Motorträger und die -aufnahmen hinein passt. Ja, er passt
 haargenau in das Modell. Ein Vergleich mit einem extra ersteigerten Webra Speed 61 fiel zu dessen ungunsten
 aus, da man den Motorträger hätte erheblich umändern müssen, da der Webra echt um eine Nummer zu groß
 gewesen wäre. Schade, aber was solls, eine ganz originale Curare wird das Modell ohnedies nicht.

 
 Und schon der erste Klagepunkt: Es ist kein Abstandsmaß Rumpfspant bis Motorhaubenabschluss, beim Spin-
 ner, in der Bauanleitung angegeben. Natürlich, mit etwas Messarbeit bekommt man das aber schnell hin und
 kann den Motor einrichten.

 Übrigens einige Worte zum Rumpf im Bereich Motorträger: Sehr wenig Holz und das noch dazu von weißen
 Pappeln. Ich werde wohl eine dünne Lage Glasgewebe einlegen und verharzen. Das schadet sicher nicht und
 macht das Modell nicht wirklich schwerer. Aber, ich habs nicht gemacht und es hält doch alles; - schließlich
 handelt es sich ja hier auch um kein Anfängermodell.


 Der Fahrwerkseinbau im Rumpf und andere Einbauten

 Das Fahrwerk, das zum Modell empfohlen wird, ist durchaus akzeptabel, klein und gut, soll das fertige Modell
 ja laut Katalog sehr leicht sein (stimmt). Allerdings gibt es bezüglich der Lenkbarkeit des Bugfahrwerks keine
 für mich ausreichenden Angaben oder nur eher abratende Aussagen in der Bauanleitung. Man sieht zwar in
 Baufotos wie es gehen könnte, genaue Angaben fehlen aber. Wenn man die Lenkung dennoch aktivieren
 möchte merkt man bald, weshalb die Geradeausfixierung sooo angepriesen wird.


 Zu dieser meiner obigen und unten stehenden Darstellung kam von einem, offenbar der Fa. Schgweighofer
 nahestehenden Herrn das Ersuchen, meinen Text doch abzuändern, denn meine Darstellung träfe nicht zu, weil
 in der Bauanleitung alles genau gezeigt würde.

 Dumm wie ich offenbar bin, weis ich nicht was ich abändern sollte, denn auf den, der Bauanleitung beiliegen-
 den Korrekturzettel enthaltenen Bildern, sind zwar, wie er meint, 4 Fotos zu dem Thema zu sehen. Das stimmt,
 doch die Dinge die für die Radanlenkung von Bedeutung sind fehlen dort aber. Allerdings sieht man nur in
 einem Bild, der Nr 21, wie die aktive Anlenkung erfolgen soll. Meine Kritik richtet sich an die Bauanleitung, weil
 sie doch nicht so klare und exakte Angaben zur Realisierung der Übertragung der Servokraft auf den
 Fahrwerkslenkhebel enthält. Deshalb finde ich auch die Aussage in der Bauanleitung akzeptabel, dass die
 Anlenkung auch von Hr. Prettner nicht verwendet worden ist.

 Vermutlich wieder dumm von mir, ich möchte aber die mir im Bausatz angebotene Einziehfahrwerkslösung
 nutzen. Ich bin eben (leider) nicht Herr Prettner oder einer der Testpiloten, die, wie vom Beschwerdeführer
 behauptet, mit dem Modell auch ohne lenkbarem Bugrad auf die Piste fahren können. Ich will mein Modell, - wie
 vielleicht auch andere Modellflieger die meine Beschreibung lesen-, auch am Boden lenken können. Das zu
 realisieren ging bei mir leider nur in der Weise, wie ich es beschrieben habe und worüber nix in der sonst
 brauchbaren Bauanleitung erwähnt wird:

 Nämlich erstens, das Anbringen des vorgesehenen Sicherungsclips für das Fahrwerksbein, zur Verhinderung
 des Herausfallens des ausgefahrenen Fahrwerks aus der Fahrwerksmechanik, kann nicht montiert werden. Das
 ist eine unmöglich zu lösende Aufgabe, da eine dafür wesentliche Nut im Federbein fehlt. -  Und genau davon
 steht in der Bauanleitung eben gar nichts, was ich unbedingt kritisieren möchte wiel: "Aber das ist ja Sache
 des Fahrwerksherstellers...", so sagen es die Schöpfer der Bauanleitung/des Bausatzes, deren Standpunkt ich
 verstehen kann. Dennoch ist das kein Kundendienst und hilft mir bei meinen Problemen nicht.  


 Es fehlt, wie schon erwähnt, nämlich die sonst für diese Sicherung übliche Nut für den, dem Fahrwerk beiliegen-
 den Sicherungsring. Den Ring über den Stahldraht ohne der nötigen Nut zu bekommen, ist für mich (und sicher
 alle anderen Modellbauer) unmöglich. Ohne Nut verrutscht der Ring ja! Und an diese Stelle komme ich nicht
 wirklich gut heran. Doch mit etwas Nachdenken und probieren kommt man auf eine andere funktionelle Lösung.
 Ich habe anstelle des Sicherungsringes eine kleine Beilagscheibe am Fahrwerksdraht direkt angelötet, fertig!
 War auch nicht gut erreichbar, aber deutlich besser als den an sich cleveren Sicherungsring (wenn eine Nut da
 ist) zu montieren. - Ich habe von Schweighofer eben ein "Lander-Montags-Fahrwerk" bekommen; Pech gehabt!


 Beim Anlenkhebel des Lander-Bugfahrwerks, wie gesagt bei meinem, gibt es ein weiteres Problem. Nämlich
 bedingt durch die kurze Führungslänge des Gleitstiftes am Anlenkhebel kommt es zum Verkanten des Anlenk-
 Gleitsegments auf dem Stahlstift, wenn das Fahrwerk zB eingefahren wird. Auch Öl hilft hier nichts, also muss
 selbst ein neues Anlenkungs-Gleitsegment geschaffen werden.

 Den im Aluminium des Fahrwerkslenkhebels beinhart befestigten Gleitstift konnte ich mit Geduld entfernen.
 Danach wurde ein M2 Gewinde geschnitten und ein neuer Gleitstift angefertigt. Dieser ist jetzt geschraubt,
 gesichert und mit UHU-Endfest eingeklebt. Das Anlenkungs-Gleitstück wurde aus einem Messingrohr mit fast
 vierfacher Länge der Originalanlenkung (ca. 8mm) gefertitg, und von mir mit einem Messingwinkel verlötet.
 Wie auch bei der Originalanlenkung wurde auch in dem  neuen Teil ein Gleitschlitz für den Gabelkopf hergestellt.
 Damit diese Anlenkung nicht verloren gehen kann, wurde am Gleitstift oben ein M2-Mutter zur Sicherung
 festgeschraubt und mit Loctite gesichert. Die Funktionsprobe konnte mit einem optimalen Ablauf abgeschlos-
 sen werden, sowohl die Lenkung im ausgefahreren und eingefahrenen Zustand bewegt sich wie gewollt. (Und
 das auch im Flugbetrieb, wie die spätere Erprobung zeigte.)

 Zu dem/meinem zum Modell angebotenen Lander-Fahrwerk ist noch wichtig zu erwähnen, dass ich es nicht
 wirklich fest zusammenschrauben durfte, denn dann hat es geklemmt. Die Schrauben waren nur sehr wenig
 angezogen und ich habe sie daher mit Lack gesichert und hoffe das widersteht den Vibrationen.

 Auch die Montage der Räder mit den beiliegenden Bauteilen wirkt für mich eigenartig. Sie wird bestimmt fest
 genug sein. Aber das Aluminium für die Radaufnahme ist eben leichter als Stahl und daher adequat. (Es ist
 wirklich fest genug, wie die Flugerprobung am Rasenplatz zeigte).


 Der Tank passt sehr genau in den Rumpf, steht aber etwas über den unteren Kabinenrand hinaus, sodaß man
 ihn ein wenig von durch die Kabinenhaube sehen kann. Das hat den Vorteil beim betanken, dass man sieht,
 dass der Tank voll wird. Würde man den Tank nicht sehen, weil einige Millimeter zu hoch, dann würde das
 optisch das Cockpit verschönern. - Rasch waren alle Tankeinbauten fertig, ein Sinterpendel-Filter montiert und
 schon konnte der Tank im Rumpf untergebracht werden. Über die Befestigung muss ich noch nachdenken, doch
 ist wird kein Problem sein. Der endgültige Tank- und Kabinenhaubenanbau war wieder eine kleine Bastelpartie.
 Die Kaninenhaube läßt sich nicht montieren, wenn der Tank so weit als möglich nach vorn geschoben ist. Folg-
 lich wurde ein schmales Distanzstück an der Motorträgerrückwand angeklebt und am Kabinenhaubenrahmen
 vorne einige Millimeter abgefräst. Mit zusätzlich verkürzten Führungsbolzerln klappt jetzt die Montage der
 Pilotenkanzel perfekt. - Nachtrag zum Tankeinbau: Ja der Tank wurde von mir mit einem Schlauchbinder an der
 Bodenplatte befestigt und ein kleiner Winkel gegen wegrutschen nach hinten am Boden angeklebt.


 Der Einbau der Servos im Rumpf wurde danach begonnen und fertig gestellt. Für das Seitenruderservo muss
 man die im Bausatz enthaltenen 10x10 Kiefernleistenstücke für die erhöhte Montage verwenden. Das verhin-
 dert gegenseitige Behinderung des Seitenruder- und Höhenruderservos. Das Gasservo wurde als erstes mit
 dem Gestänge versehen und es funktionierte alles perfekt. Die Befestigung des Resorohres macht mir im
 Moment Kopfzerbrechen, doch wenn ich dann im Arbeitsfortschritt an der Stelle angelangt bin, dann fällt mir
 schon eine Lösung ein. Der nächste Schritt wird die Anlenkung des Bugfahrwerks an das Seitenruderservo
 sein. Schließlich erfolgte der Einbau der Servos in den Tragflächenhälften.


 Der nächste Arbeitsschritt war die Verklebung der Flächenhälften. Abschließend wurden noch die Führungs-
 dübbel und die Verstärkungsplatte bei der Flügelbefestigung mit Epoxi geharzt. - Der nächste Tag erlaubte dann
 die Herstellung der Bohrungen für die Flächenbefestigungsschrauben. Eine optische Prüfung der exakten
 Flügeauflage am Rumpf verlief befriedigend; auch die Vermessung der genauen Mittigkeit der Flügelmontage
 ergab nur wenige Millimeter Unterschied, der leicht ausgeglichen werden konnte. Schließlich wurden die
 Ruderscharniere mit PVH-Leim einseitig am Flügel verklebt. Die Querruder werden erst später angeklebt.


 Der Flügel, das Höhenruder, die Motorhaube usw., usw....

 Die nächste Arbeit betraf die Anpassung der Motorhaube. Durch den Krümmer für das Resonanzrohr muss ein
 nicht unübersehbarer Ausschnitt hergestellt werden; auch beim Vergaser muss für die Beweglichkeit des
 Kückens leider auch  viel ausgeschnitten werden. Schließlich passt irgendwann alles und der Abstand von der
 Spinnerplatte zur Haube ist ca.  2mm groß. - Noch zum Rumpf gehörig ist der Einbau der Stahldrähte für die
 Betätigung der Höhenruderblätter und des Seitenruders. Die Durchdringung der bereits im Rumpf eingebauten
 Bowdenzüge durch die Rumpfwand ist eine kleine Schwachstelle, da nur wenig Holz da ist an denen die
 Bowdenzugrohre fixiert sind. Bis endlich der Stahldraht leichtgängig im Bowdenzug hin und herflutscht, das
 dauert und man braucht reichlich Geduld dafür. Aber mit zwei Kunststoffhutzen konnten die Austrittsstellen der
 Stahldrähte optisch gut kaschiert werden.


 Nach einer Unterbrechung wegen einem 10-tägigen Spitalsaufenthalt, konnte das für den Einbau vorbereitete
 Höhenruder endgültig mit dem Rumpf verleimt werden. Mit dem PVH-Leim und dessen längerer Aushärtezeit
 hat man ausreichend Zeit die Leitwerkshälften in den richtigen Winkel an den Rumpf heran zu bringen. Mit
 Autoabdeckband kann ausreichend starker Zug erreicht und die Leitwerksstellung beim Aushärten
 dementsprechend beeinflusst werden. Hier hilft allein das "Augometer", welches aus einer Sichtposition in der
 Rumpflängsachse den Abstand der Höhenleitwerkshälften zur Tragfläche gut erkennen läßt. Geht man in
 dieser Position etwas niederer dann decken sich irgendwann die Leitwerksenden mit der Flügelkontour. - Als
 nächstes werden die Ruderanlenkungen montiert und zuletzt die Ruderscharniere eingeklebt.

 Die Montage der Ruderhörner ging gut von der Hand und schwups, waren der Querruder und Höhenruder
 bereits mit dem Flügel verklebt. Die Rudergestänge am Flügel, sowohl die für die Querruder alsauch jene für
 die Klappen hatten genau die richtigen Maße und waren schnell eingebaut.

 Etwas heikler war die Anlenkung der Höhenrudergestänge am Servoarm, denn da muss man im doch relativ
 engen Rumpf die beiden Stellringe so positionieren, dass die Rudergestänge künftig und selbstätig keine
 gegenseitige Verschiebung erleiden könnten. Doch auch diese kleine Hürde konnte locker genommen werden.


 Und schon stand die Curare weitestgehend fertig auf ihren drei Rädern. Sie sieht gut aus. Zusammenfassend
 beurteile ich den Bausatz als gelungene und genaue Arbeit des Herstellers. Die Baubeschreibung ist ja
 eigentlich keine optimale und könnte, trotz meinen doch längeren Erfahrungen im Modellbau, besser und
 vollständiger sein. Man muss dann weniger viel nachdenken und andere Lösungen erfinden. Außerdem sollten
 Fehler wie falsche Längenangaben beim Hauptfahrwerk nicht passieren - leider bin ich unter Einhaltung der
 Bauanleitung darauf hineingefallen und mußte neue Federbeine besorgen.

 Das günstige Gewicht von 2,80 kg, - ohne Empfänger aber mit kleinem Akku -, lässt gute Flugleistungen erwar-
 ten. Derzeit ist wegen des Wetters und meinem Kreuz an einen ersten Motorlauf oder gar Flug nicht zu denken.
 Aber das wird noch....


 Zur Vorbereitung auf den Erstflug und damit des des "Rütteltests", das ist das Einlaufen des Motors und Kon-
 trolle was dabei so alles locker wird oder gar wegbricht, ist noch davor die Einstellung des Schwerpunktes
 erforderlich. nach der Bauanleitung werden 95mm bis zur Nasenlaiste angegeben, weiters jedoch "für Profis"
 bis 110mm. Für mich als Semi-Profi werden also 98mm als erster Test passen. Ja, jetzt muss das Wetter nur
 noch schön werden....


 Der Motor "Evolution 60 NX"

 Es wurde nicht schön. Hochwasser, Jahrtausendhochwasser in Österreich, Deutschland, Tschechien usw., ein
 Chaos. Bei uns regnet es kurzzeitig nur ganz leicht, es war aber dennoch trostlos. Zu diesem Wetter passt das
 Motor einlaufen irgendwie ganz gut dazu.


 Vorweg noch einige Bemerkungen zu dem Motor: Bei der Nachschau nach Schnäppchen fand ich bei unse-
 rem steirischen Modellbaugrosshändler um 98.- den Evolution 60 NX, angepriesen als der 60iger im Gehäuse
 eines 40igers. Noch dazu ist der 60 NX ein Kurzhuber der alten Klasse, also besser zum Nostalgiemodell pas-
 send. Na da musste ich zuschlagen, dass musste ich sehen und testen, was der Motor wirklich wert ist.

 Wie so oft schaue ich dazu auch ins Internet bei einschlägigen Foren nach... naja und auch USA. Was die Leut'
 da alles an Problemen haben, da kann man sich nur wundern. Einige kommen gut zurecht, was ich später auch
 bestätigen kann, andere gehen wieder auf die Chinesen los, dass das alles schlechte Ware wäre. Ich habe
 viele Motore aus Fernost, in den verschiedensten Größen und egal ob 2T oder 4T, ich bin zufrieden. Wohl kann
 ich sagen, dass ich den Unterschied zu OS nicht sooooo gross finde. Richtig ist aus meiner Sicht und nach
 meinen vielen Tests, dass die Chinesen mit den Vergasern nicht immer den besten Griff bei der Bestückung
 haben, das ist bei OS besser. Aber auch dort gibt es Montagsmotore und Pumpenungeheuer aus der ersten
 Stunde dieser Technik. Nun genug davon, jetzt also zur Praxis:


 Also der Motor wieder ausgebaut und mit dem Serienauspuff am Prüfstand montiert und Sprit in den Tank ....
 und los geht es.Nach einigen Minuten Leerlauf wurde mehr Gas gegeben und langsam auch Vollgas. Dazu
 musste die Düsennadel ganz weit herausgedreht werden, damit der Motor fetter wird. Er wurde aber immer
 schneller. Also die Düsennadel ansehen und mit anderen vergleichen. Siehe da, die Spitze ist sehr kurz aber
 as sollte kein Problem sein. Daher verwendete ich eine andere ähnliche Nadel mit flacherer und etwas länge-
 rer Spitze und schon war die Einstellbarkeit wie bei anderen Motoren gleich. (Das gäbe es bei OS kaum).
 Schließlich gab es dann die Vollgasphasen. Mit einer 11x7 Graupner 2-Blatt Nylon ergaben sich alsbald 
 11500 U/Min. Bei Leerlauf geht es etwa mit 2
300 U/Min. Die Drehzahl ist für die Graupner Nylon Latte schon
 grenzwertig am "zerfliegen
" (brechen). Dann erprobte ich die 2-Blatt 11x8 Sonic. Der Motor hörte sich jetzt
 auch
schon freier an und die Gasannahme hatte ich fürs erste
 auch
gut hinbekommen. Als dann Zeit für die Drehzahlmessung war, kam der Motor mit der 11x8 auf beacht-
 liche 12000 U/Min; - und das eben mit dem Normalauspufftopf.


 
Danach kam das Resonanzrohr zum Einsatz. Sehr leise, angenehm. Ohne spezielle Abstimmung ergaben
 sich bei Vollgas sofort erstaunliche
14300 U/Min. Ehrlich, da beginne ich mich zu fürchten, denn meine 91iger
 drehen nur so um die 8000U/Min und hören sich erträglich an. Dann fiel mir ein, dass auf meinem 61iger
 Webra Racing, in einem F3A-Modell, auch aus früheren Zeiten, ein Profi-Prop 2-Blatt mit 11 x 11 oder so ähn-
 lich drauf ist. Nachdem der letzte Racing-Lauf schon lange her ist, weis ich nimmer wie hoch der gedreht hat,
 denke aber es hörte sich nicht so giftig an. - Also suchte ich nach anderen Props und fand, man soll es ja nicht
 gleich übertreiben, eine Graupner Sonic-Luftschraube 11 x 10. Dazu hätte ich auch noch eine 11 x 11 und so
 eine auch von APC, doch die ist dann vielleicht schon zu belastend. - Na eines weiß ich inzwischen, die GR
 11 x 10 erlaubt mit dem Resorohr immerhin noch gut 13000 U/Min.

 Da ich zu dieser Zeit mit meinem Rücken nicht so gerne am Boden herumwerkte, habe ich mir nur wenig Zeit
 für die Einstellung des Überganges  genommen. Es ist oft bei wenig abgestimmten Resorohren, dass es im
 Übergang zur Überfettung kommt. Dennoch geht das jetzt ganz gut, insbesondere dann, wenn man den Gas-
 hebel zuerst zur wenig und langsam nach vorne bewegt. Dann kann man den Vergaser auch "aufreissen" und
 der Motor nimmt schlagartig das Gas an. Beim Flug möchte ich diese Technik aber nicht ständig beachten
 müssen und habe daher die Servolaufzeit auf Vollgas auf 1,5 Sekunden eingestellt. Einwandfrei funktioniert das
 jetzt und die kurze Verzögerungszeit fällt im Flug sicher nicht störend auf. 


 Wie ich ja schon sagte, vor dem Erstflug kommt immer der "Rütteltest" des Modells. Der Testlauf des Motors
 mit der 11 x 10 2-Blatt brachte keine unangenehmen Überraschungen mit sich. Alles ist fest und hat die Dreh-
 zahlspiele ausgehalten. Nachdem ich erstmals nach eineinhalb Jahren wieder zu Boden gehen konnte, um den
 Motor zu starten, war ich dann heilfroh, dass der Motor eher problemlos einzustellen war. Auch der Hebetest
 und die Rückenfluglage verliefen zufriedenstellend. - Hat man sich einmal an das grelle "Schreien" des Antriebs-
 aggregtes gewöhnt, dann traut man sich auch zur ohnedies weit vom Propeller liegenden Düsennadel hinzu-
 greifen und sie zu justieren.

 Noch meine Sicht zum Preis des Motors: Den Motor bekam ich wie gesagt, bei Schweighofer im Abverkauf
 um 98.- Euro. Die Marke Evolution hat bisher keine schlechte Mundpropaganda, was für sie spricht. Ein
 Vergleicheich mit dem Preis des vorgeschlagenen OS 55 AX (auch mit Schalldämpfer): 155.- leß mir die
 Entscheidung leicht fallen, denn die zwanzig Flüge die ich eventuell mit dem Modell mache, hält selbst der
 schlechteste Chinamotor aus.


 Das Einfliegen

 Meinen persönlichen Verbrenner-Erstflug nach der langen schweren Erkrankung habe ich jedoch zuvor mit einer
 Kwick Fly gemacht und kann mich, danach ganz von meinen Flugkünsten überzeugt, der Curare widmen.
 Gesagt getan, der Curare-Erstflug war gelungen, das Fahrwerk hielt dem ungemähten Flugplatz trotz zwei flotter
 Landungen, stand. Und der Motor leistete auch mit dem Coolpower 5% Nitro-Sprit mehr als notwendig ist, um
 mit dem Modell riesig große Loopings zu fliegen. Mit etwas Höhenrudertrimmung und etwas Querrudertrimm
 flog das Model wie "auf Schienen". Etliche Rundflüge dienten der Feststellung der Steuerreaktion und zur
 Gewöhnung an das neue Flugbild. Der Schwerpunkt passte fürs Erste auch.- War auch die Kwick Fly nicht
 langsam, dann ist die Curare doch ein deutliches Stückerl flotter.

 Aber, das macht nix, denn die Curare lässt sich butterweich steuern und fliegt super. Dennoch fehlt mir noch die
 100%-ige Sicherheit mit dem Modell, ganz davon zu schweigen das Können, mit der Curare echten und saube-
 ren Kunstflug zu fliegen. Da muss ich noch viiiel üben! Vorerst war ich jedoch glücklich, dass ich trotz des niedri-
 gen Sonnenstandes und des grellen Vormittagslichtes, die Fluglage gut habe erkennen können und nach etwa
 6-7 Minuten Flugdauer sicher gelandet bin. Die Landung erfolgte ohne Klappen, die wurden noch nicht erprobt.
 Betreffend des elektrischen Fahrwerks von Lander gibt es bisher keine Probleme zu vermelden. Trotz meiner
 flotten Landungen gab es nichts gerade zu biegen oder zu beanstanden. Super, hoffentlich bleibt es so.

 Der Flug etwa zwei Jahre später war erfolgreich. Nur witterungsbedingte (Windstille) geringe Einstellungsän-
 derungen an der Hauptdüse (drei Zähne fett) waren für einen zufriedenstellenden Motorlauf nötig. Da der ABC-
 Motor noch sehr neu ist, wurde er jedoch einen Zahn fetter gestellt. Das tat der Leistung aber keinen Abbruch.
 Nach einigen üblichen Kunstflugfiguren wurden in mittlerer Flughöhe die Landeklappen auf die erste Stellung
 ausgefahren. Das Modell flog dabei noch zu schnell, sodass es ein wenig stieg. Das bedeutet, dass man da-
 durch schon langsamer fliegen könnte. Die Landung wurde flott und perfekt durchgeführt.



Bugfahrwerk eingebaut  Motor montiert    Tank eingepasst 
  Fahrwerk ausgefahren ... ... eingefahren  so sieht das Modell jetzt aus 
Servos eingebaut - enge Sache der Krümmer des OS 55 passt genau Tank eingebaut  
Fahrwerk-Lenkanlenkung
verkantet beim Einziehen
verekantsicherer selbstgefertiger Lenkhebel   die Führungslänge des Anlekhebels passt perfekt
 
Flügel zusammengeklebt und Führungsbolzen eingeklebt  Flügel mit Servos bestückt   Anpassen der Motorhaube an den Rumpf und Motor  
 
 Höhenleitwerk einrichten und verkleben  schon erkennt man die "Curare" Ruderanlenkungen fertig   
 
       
 
das Modell  ist jetzt bautechnisch fertig ...      
 
    der erste Motorlauf vor dem Erstflug.. 
 
... und danach: Alles ist ganz!       
     
Foto der Curare bei  Wr. Modellbaumesse 2013