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   PA 39 - Piper Twin Comanche (Segull)
 
 
 Die angekaufte Seagull Piper PA 39 Twin Comanche bringt neuen Elan in meine
 Modellfliegerei. Bedingt durch meine Beschwerden im Rücken wird der Start und
 das Hantieren mit am Boden stehenden Modellen mit Verbrennermotoren schon
 langsam nahezu unmöglich. Trotz meiner schmerzlichen Erfahrungen mit dem
 Rücken und dem daher beabsichtigten Verkauf meiner Verbrennertwins, werde
 ich hoffentlich weiterhin noch ein zweimotoriges Modell betreiben können, welches
 alleredings mit Elektromotoren angetrieben sein wird.

 Damit wird mein Modellflug zwar noch "synthetischer" und für mich unschöner,
 denn die Geräuschkulisse der E-Motormodelle ist weit von der Realität und weit
 vom Klang der Verbrennermodelle entfernt. Auch die Vernbrennermotore sind nur
 sehr bedingt in der Lage, ähnlich wie ein Flugmotor zu klingen. Aber es geht nicht
 anders, also muss ich zufrieden sein.

 Mit diesem ARF-Bausatz kaufte ich mir, den Internetforen nach, bewusst reichlich
 Arbeit zu, denn es sind etliche kleine Dinge zu montieren, zu verkleben, nachzuar-
 beiten, umzuarbeiten usw., damit alles gut aussieht, funktioniert und hält. Der Ein-
 bau von Motoren Reglern und den Antriebsakkus zu verwirklichen, stellt ein aus-
 reichendes Betätigungsfeld dar. Am Ende soll ja ein lmöglichst leichtes und form-
 schönes Modell auf der Piste stehen.

 Da ich von der abgestürzten Hercules die Akkus, Regler und Motore übrig hatte,
 war der Entschluss das Modell zu kaufen und zu bauen, rasch gefasst. In der dunk-
 len Jahreszeit, in die für mich noch dazu einen Spitalsaufenthalt hineinfiel, war die
 Aufgabenstellung, das Modell zumindest halbwegs ordentlich und schön zu bauen,
 eine Motivation. 

PA 39 - Piper Twin Comanche
Flugvideo



 Technische Daten:
 Spannweite: 1950mm, Länge: 1330mm, Gewicht: Modell mit Servos 4,95kg, Fluggewicht: 5,95kg,
 Motore:Turnegy 3542/1000kV, Prop 11x5,5 (Standschub je Motor 2,0kg),
 Regler: 2 x Hobbyking 60 SBEC (6A), Akkus: 2x 4S 5200mAh (500g)



 Bau der Seagull/SimpropTwin Comanche

 Meine bereits seit zwei Monaten bestehenden Rückenbeschwerden führten letztlich zu einem dreiwöchigen
 Spitalsaufenthalt mit OP, samt nachfolgenden Schwächen, welche den Baubeginn vorerst nicht zuließen. Doch
 nach den Weihnachtsfeiertagen im Jänner 2019, nach dem Abbau der Modellbahnplatte meiner Enkel am
 Bautisch, konnte endlich mit den Bauarbeiten am Modell begonnen werden.

 Nach dem Öffnen der Lieferkartons findet man gut aussehende Bauteile und viele Zubehörteile, die zur Fertig-
 stellung des Modells notwendig sind. Doch das Studium der Bauanleitung fällt schwer, denn in einigen Punk-
 ten ist sie teilweise realitätsfremd bzw. unvollständig. Aber das ist für mich ja der Grund, weshalb ich dieses
 Modell ausgewählt habe, da ich es liebe wenn etwas Hirmarbeit notwendig ist, damit man ein schönes und gut
 fliegendes Modell auf das Fahrwerk stellen kann.

 Schon jetzt erkenne ich, dass durch die Situierung der zwei relativ schweren Lipo-Akkus, die EInhaltung des
 Schwerpunktes noch großes Kopfzerbrechen bereiten wird. Cleverer Weise, oder weil die Bauart des Modells
 es bedingt, befindet sich am Rumpfheck eine "Bleikammer," in der reichlich Blei zum Ausgleich der Kopflas-
 tigkeit Platz hat.

 Gemäß Bauanleitung wurde also mit dem Einkleben der Ruderblätter begonnen. Danach wurde probeweise
 ein Querruderservo montiert, um zu sehen wie genau die Teile alle gefertigt sind. Schließlich wurde mit der
 offensichtlich schwierigsten Aufgabe, dem EInbau von elektrischen Einziehfahrwerken in den Flächen und im
 Rumpf begonnen.

 Einbau der elektrischen Einziehfahrwerke

 Grundsätzlich ist das Modell mit einem Fixfahrwerk und schönen Federbeinen ausgestattet. Der EInbau
 eines elektrischen oder pneumatischen Einziehfahrwerks ist nicht vorghesehen worden, jedoch die Verwen-
 dung eines mechanischen Einziehfahrwerks. Da jedoch ein elektrisches Einziehfahrwerk eingebaut werden
 soll und die beiliegenden Federbeine auch verwendet werden sollen, ergibt sich daraus einiges an Bastelar-
 beit, wie man das auch im Internet lesen kann. Eine umfangreiche "Umkonstruktion" der Fahrwerksschächte
 steht also ins Haus, insbesondere beim Bugfahrwerk.

 Mit der Bauanleitung in der Hand, begann ich mich mit dem Einbau eines Einziehfahrwerkes auseinander zu
 setzen. Kurz, - von der Einbauhöhe des Fixfahrwerkes ausgehend -, würde die Höhe mit dem elektrischen
 Fahrwerksantrieb auch annähernd passen. Jedoch passt die im Bausatz vorgefertigte Ausnehmung im Flügel
 nicht für die Länge des Federbeines mit dem Rad, wenn das Einziehfahrwerk eingefahren ist, denn dazu
 müsste die Öffnung für die Radmulde ca. 3cm näher zur Wurzelrippe wandern. Zufällig fand ich in meinen Er-
 satzteilschätzen vorgefertigte Kunststoff Radmulden, welche für die Länge des Einziehfahrwerksbeines passen.
 Da sie neu und unbeschnitten sind, lässt sich damit auch die bestehende Ausnehmung in der Beplankung über-
 decken, sodass von den originalen Radmuldenöffnung nichts mehr sichtbar ist. Allerdings müssen diese derzeit
 roten Radmulden mit weißem Lack überlackiert werden.
 
 Eine Geduldprobe wäre die Anfertigung der "Montagekeile", die sich zwischen den im Flügel eingeharzten
 Holzklötzen zur Fwk-Befestigung und den Befestigungsplatten der Einziehfahrwerke befinden. Die Keile die-
 nen zur Erreichung richtigen Schrägstellung der Fahrwerke, die wegen der Flügel-V-Form nicht einfach nur
 eingeschraubt werden können. Die original vorgesehene Fahrwerksaufnahme ist nicht richtig konstruiert und
 ausgeführt. Der Passklotz am Fixfahrwerk hat diese Differenz durch Keile ausgeglichen und bereits aufgeklebt
 und das Fahrwerk steht richtig. Von der Stellung des Fixfahrwerks wurden Schablonen angefertigt, die beim
 Einbau der Einziehfahrwerke für die richtige Einstellung verwendet werden.

 Als Vereinfachung werden anstelle der "Keile" 10mm Kieferleisten auf die originalen Auflagen aufgeklebt. Da-
 raus ergibt sich, dass das Fahrwerk auf der Flügelhinterseite etwas über die Flügelunterseite heraussteht,
 vorne ein wenig unter der Kontur bleibt. Daraus resultiert, dass die Fahrwerke leicht ausgestellt (zur Flügel-
 spitze hin) stehen. Das bleibt vorerst so und kann nach einem erfolgreichen Erstflug behoben werden, falls es
 stört. Wichtig ist hingegen, dass die Fahrwerksgrundplatte beim Festschrauben nicht verspannt wird.
 Zur Verstärkung der Fahrwerksaufnahmeklötze im Flügel, können auf deren Unterseite zusätzlich Kieferdrei-
 kantleisten angeklebt werdern (bisher nicht durchgeführt).

 Nachdem mir Fliegerfreund Berti bei der Entscheidungsfindung zum Fahrwerkseinbau geholfen hat, kann
 das vorhandene elektrische EInziehfahrwerk verwendet werden, da der Fahrwerksaufnahmebolzen entgegen
 meiner Meinung, doch entfernbar ist. Dadurch können mittels neu angefertigter Aufnahmebolzen die Federbei-
 ne nun  in der Fahrwerksmechanik eingebaut werden. -  Die Verwendung von Stahlfederbeinen wäre auch
 möglich, doch sind sie aus optischen Gründen ausgeschieden. Auf den Bildern unten erkennt man den Ände-
 rungsbedarf, da entsprechend der Markierung die Beplankung entfernt werden muss.
 Eine um 1 bis 1,5cm höhere Standposition des Modells ergibt sich nun aus der Verwendung der Pichler-Ein-
 ziehfahrwerke, welche eine Auswirkung auf die Montage des Bugfahrwerks hat, um die gleiche Anstellung des
 Rumpfes und der Flächen, am Boden zu gewährleisten.
 Am Bugfahrwerk musste das Federbein auf 5 mm Durchmesser aufgebohrt und außen teilweise abgedreht
 werden, damit es nicht am Fahrwerks-Getriebegehäuse anliegt und Getriebeschäden verhindert werden.

 Nach dem Einbau der Hauptfahrwerke wurde der Einbau des Bugfahrwerks in Angriff genommen. Auch hier
 geht es  im vordersten Rumpfbereich nicht ohne baulicher Änderungen ab. Da die Einbaulage einige Grade
 geneigt erfolgen sollte, damit das Federbein etwas nach vorne geneigt steht, bedarf das eines tiefen EInbaues
 der Fahrwerksmechanik im Schacht, damit das eingefahrene Rad die Rumpfkontur nicht/kaum überragt. Der
 provisorische Einbau des Bugfahrwerks ergab, dass die Einbauhöhe annähernd passt. Nach einem Flugver-
 such kann eine Erhöhung der Bugfahrwerkshöhe nachträglich vorgenommen werden.

 Unbedingt musste die Bugradanlenkung umgebaut werden, da der am E-Fahrwerk befindliche Lenkhebel zu
 lange ist und in Konflikt mit der Fahrwerksschachtwand kommt. Daher mus die Anlenkung zu einer Seilanlen-
 kung umgebaut werden. Ein Aluanlenkhebel aus Restbeständen passte auf den Fahrwerksstift. Der Einbau
 des Lenkservos und die Herstellung der Anlenkseile stellte kein Problem dar.

 Und was ist beim Praxistest geschehen?

 Nach Fertigstellung des Modells wurden die Servo- und Fahrwerksfunktionen sehr oft überprüft, ob alles in
 Ordnung ist. Leider fiel ein Fahrwerk oft unregelmäßig aus, es konnte nicht ausfahren. Die erste Vermutung
 war, dass die hölzerne Aufnahme das Servogehäuse beim Festschrauben verzieht. Tatsächlich spielte das
 eine gewisse Rolle, war aber nicht die Ursache der Fehlfunktion. Es wurde eine neue Fahrwerksmechanik
 eingebaut und siehe da, der gleiche Fehler trat auf. - Logische Folge, es kann nurmehr am Servokalbel und
 den Steckern liegen. Tatsächlich ist ein Kontaktfehler im Servostecker aufgetreten, der möglicher Weise durch
 einen nicht zur Gänze eingeschobenen Servostecker verursacht wurde.

 Mit Sorge sehe ich der Festigkeit der Fahrwerke (Pichler) entgegen. Zwar funktionieren die Federbeine sehr
 gut, ob sie alle Belastungen für die Fahrwerksmechaniken abfedern klnnen, wird sich zeigen.


Motorträger und Motorhauben die Standard-Fixfahrwerke im Bausatz die Tragflächen der Rumpf
die Ruder sind eingeklebt Ansiocht des Bausatz-FRixfahrwerkes wegen Verlängerung infolge Fwkme-chanik Spezialabdeckung nötig Federbein hat Kontakt mit FWK.Gehäuse
EZFW um 5mm länger die neuen Stahlstifte Federbeineauf Fahrwerken montiert Fedrebein am Bugfahrwerk montiert
die einbau-Ausgangssituation die vergrößerte Fahrwerksöffnung provisor. Fahrwerk mit Radmulde eingebaut
Fahrwerke provisorisch eingebaut  Lenkhebel Bugfahrwerk muss gekürzt werden  Bugfahrwerksschacht vor Umbau neue Fahrwerksaufnahme 
Fahrwerk provisor. montiert  der Lenkhebel muss entfernt werden und eine Seilanlenkung eingebaut werden  der neue Lenkhebel der Seilanlenkung
Seilanlenkung mit Servo fertig Ansicht Einbaulage    
Auflage und Befestigung für Spitze  Rumpfspitze montiert  Ansicht Rumpdunterseite mit Servokabeln  
  
 Montage der Rumpfspitze

 Nach der Bauanleitung wird die Rumpfnase über das Rumnpfvorderteil aufgeschoben und "irgendwo" ange-
 schraubt. Es gibt keine weiteren Angaben, wie die Nase einzurichten ist, daher wurde auf die von mir sonst
 übliche Variante mit einer Auflage und Befestigungsstücken für die Schrauben zurückgegriffen. Das Anpassen
 der Länge und Position Rumpfspitze war eine heikle Arbeit. Zuletzt wurden die Zierstreifen abgezogen und
 neu positioniert, da sie mit den vorhandenen Streifen am Rumpf nicht mehr fluchteten. Das Endergebnis ist
 gerade noch akzeptabel geworden.
 

 Montage der Motorträger, Elektromotoreneinbau und Montage der Motorhauben


 Im Anschluss an die Herstellung der Verdarahtung der Servos in der Tragfläche wurden die Motorträger in
 die vorgesehenen Schlitze eingehängt und eingeharzt. Nach dem Aushärten konnte das Kabel für die Regler,
 die in jedem Motorträger untergebracht sind, eingezogen werden. Gleichzeitig wurden die verzogenen Seiten-
 teile des Motorträgers durch einleimen einer Verstärkungbegradigt und verstärkt. Weiters werden zur Erhö-
 hung der Festigkeit Dreikantleisten bei der Einharzung des Motorträgers und den folgenden Spanten einge-
 harzt. Danach war es möglich, die Kabel für die Regleransteuerung und die Stromkabel so zu verlegen, dass
 nach dem Einbau der Radmulden, die Kabel geordnet geführt sind.

 Schließlich wurden die Motorhauben angepasst und provisorisch montiert. Dabei war zu sehen, dass die
 Seiten der Hauben nicht ganz auf der Flügeloberfläche aufliegen, sodass sie bearbeitet werden mussten.
 Eine zusätzliche Befestigung am letzten Spant des Motorträgers erlaubt die Niederhaltung der Hauben zu
 optimieren.

 Nun folgte die Einrichtung des ersten Motors. Da ersichtlich war, dass anstelle der in der Bauanleitung ange-
 gegebenen 108mm es 118mm sein müssen, konnte der Motorspant ganz nach vorne geschoben und provi-
 sorisch angeklebt werden. Um die 10mm-Differenz auszugleichen wurde ein 10mm Balsastück hergestellt auf
 dem der Motor provisorisch angeschraubt wurde. Nun wurde der Motor in die Motorhaube hineingeschoben
 und die Spinnergrundplatte montiert. Jetzt wurde der Flügel hochkant gehalten, sodass der am Balsklotz mon-
 tierte Motor am Spant verschoben werden konnte. Vorsichtig wurde durch die Lufteinlässe die Lage des
 Klotzes markiert. Nach Abzug der Haube wurde der Motor wieder ausgebaut und auf den Markierungen am
 Motorspant eingerichtet, sodass die Bohrungen der Motorbefestigung markiert werden konnten. Danach wu-
 den die Bohrungen im Motorspant hergestellt.

 In Motorbefestigungsvariante 1 sollte der Motor auf vier Schrauben, die im Motorträger festgezogen sind. 
 befgestigt werden. Das sollte die Möglichkeit bieten, dass der Motor mit Muttern in die richtige Lage gestellt
 werden kann. Leider stellte sich heraus, dass die Montagemethode des Motors nicht funktioiniert. -  Daher
 wurde auf die herkömmliche Methode mit Einschlagmuttern umgestellt. Nun wurden 10mm dicke Distanz-
 blöcke aus Sperrholz angefertigt, die nach der Einrichtung des Motors am Motorspant angeklebt werden.
 Durch die unterschiedliche Dicke der Klötze wird die Stellung des Motors an die Motorhaubenöffnung ange-
 glichen. Geduld ist hier sehr gefragt!

 Bis jedoch der Motor in der richtigen Lage war, dauerte es und der Motorspant musste zweimal von der provi-
 sorischen Verklebung gelöst und neu eingerichtet werden. Das Dilemma entstand dadurch, daß sich die dün-
 nen Seitenwände des Motorträgers im vordersten Bereich nach außen wölbten. Um das bei der Neuein-
 richtung des Motorspants zu unterbinden, wurden mit Kabelbindern die Seitenwände zusammengezogen,
 sodass der Spant nahezu fest saß. Zusätzlich wurde auf der sonst offenen Oberseite zwischen den beiden
 ersten Spanten eine Sperrholzplatte eingeklebt, welche einen Verzug des vorderen Bereiches verhindern soll.
 Nun konnte wieder die Haube montiert und durch neue Heftklebungen der Motorspant befestigt werden.
 Abschließend wurden die vorgeschriebenen Dreikantleisten an den Motorträger und die Seitenwände geklebt.
 Mit geringer Abweichung passt jetzt die Motorstellung genau und ist die Spinnerrückwand parallel zur Hauben-
 kontur.

 Die Frage ist, ob die von der Motorhaube vorgegebene Motorstellung in puncto Sturz und Seitenzug ent-
 spricht. Genau ist meine diesmal angewandte Motormontage nicht; ich verlasse mich auf den Bausatzher-
 steller, dass er das "so lala genau" gebaut  hat. Im Flug wird eine grobe Fehlstellung der Motore bestimmt
 bemerkbar sein, jedoch wird sie durch geringe Trimmung ausgleichbar sein.

 Nach den Anpassungen der Hauben und Motore wurden die Spinner montiert. Schreck kam auf, denn die
 Spinnergrundplatten sind stark verzogen und unverwendbar für den Flugbetrieb; für ein Foto kann man sie ge-
 rade noch verwenden. Doch da tut sich schon wieder ein kleines Problem auf, denn Spinner mit dieser Länge
 (Zuspitzung) sind nicht verfügbar. Daher muss wieder ein Kompromiss eingegangen werden, in dem um fast
 13mm kürzere Spinner verwendet werden müssen.

 Bei der Gelegenheit der Montage der neuen Spinner werden die Motorhauben abgenommen und der Motor-
 träger im Sichtbereich durch die Kühlluftöffnungen grau gestrichen wird. Außerdem wird ein Motor getauscht,
  da er raue Laufgeräusch macht.

 Akkueinbau und Stromversorgung

 Dann wurde die Positionierung der Akkus und ihre Befestigung für den Flugbetrieb vorgenommen. Da der
 hinterer Teil der Akkus /4S5200 Wellpower) unter dem Tragrohr gut hineinpassen wurde für die vordere Befes-
 tigung eine Sperrholzplatte vorgesehen, die unter zwei seitlichen Halterungen an der Rumpfwand eingescho-
 ben wird.

 Betreffend die Stromversorgung der Motore und Regler wurde folgende Lösung gewählt:
 Beide Akkus werden mittels V-Kabel verbunden und beide Motoren beziehen darüber auch den Strom. Ein
 Regler wird als Masterversorger für den Empfänger und die Servos eingesetzt (6A), beim zweiten wurde der
 Pluspol aus dem Servostecker herausgezogen, sodass Regler 2 den Impuls und Minus via V-Kabel vom
 Empfgänger bekommt.

 Die Servokabel aus den Tragflächen (Quer, Klappe, Fahrwerk, Regler) und die Stromkabel werden beim
 Zusammenbau in den Rumpf geschoben und mit den Gegensteckern der Empfängerzuleitungen zusammen-
 gesteckt. - Nach der Einbringung der Akkus in den Rumpf werden diese mit dem V-Kabel verbunden und da-
 nach können die Akkus angesteckt werden. Nach dem Anstecken dauert es einige Sekunden, bis die Regler
 die Zellenzahl und die Betriebsfähigkeit signalisieren.

 Zu beachten: Zuerst Sender einschalten, danach die Reglerkabel am Empfänger anstecken, dann erst die
 Akkus anstecken. Darauf achten, dass die mit rotem Punkt versehenen Stecker zusammengesteckt werden.
 Am Flugende genügt das Abschalten des Senders, um den Anlauf der Motore beim Akkutausch zu 
 verhindern


 Kanalbelegung:

 Empfänger Jet R8 - 2,4Ghz, K1: Regler (Motore), K2: Querrurder 1, K3: Höhe, K4: Seite, K5: Querruder 2,
 K6: Bugradlenkung, K7: Einziehfahrwerke, K8: Landeklappen

 Einbau von Höhen-, Seitenruder und zugehörigen Servos und Abschlussarbeiten

 Nachdem die besonders kritischen Bauabschnitte erledigt sind, kann die Verklebung des Höhenruders und
 Seitenruders erfolgen. Dazu müssen die Tragflächen angesteckt sein, damit die "Paralleität" des anzukle-
 benden Höhenleitwerkes verglichen werden kann. Zuerst wird das Höhenruder mit 5-.Min Epoxy angeklebt.
 Das Einrichten des Leitwerkes ist schwierig, da durch die Motorgondeln keine eindeutige optische Schnitt-
 stelle entsteht, an der man eine Schräglage erkennen könnte. Da in der Härtungsfase das Kommando "essen
 kommen" erschallte, konnte nicht die notwendige Ausdauer beim "optischen Vermessen" aufgebracht werden,
 was promt zu einer heiklen Nacharbeit ausartete. Mühevoll musste eine Seite ein wenig angehoben werden,
 was durch schwieriges Aufschneiden der Klebung möglich wurde. Um bei der neuerlichen Klebung das Harz
 tiefer in den Spalt eindringen zu lassen, wurde es mit dem Fön angewärmt, sodass es flüssig wurde.

 Das Einkleben der Seitenruderflosse war dagegen nicht so schwierig, obwohl mir meine "optische Messung"
 sagte, dass der rechte Winkel nach dem Aushärten um einen Deut doch nicht so der rechte Winkel war. Im
 Flug wird man das aber kaum bemerken. 

 Mit dem Einbau der Steuerstangen zu den Ruderblättern ergab sich, dass sich die Betätigung des Stahldrah-
 tes für das Höhenruder nicht in das Bowdenzugrohr einbringen ließ. Mit einem langem Bohrer konnte vom
 Heck her ein Zugang hergestellt werden. In der Folge ließ sich der Stahldraht´nur schwer bewegen, sodass
 weitere Maßnahmen notwendig waren. Letztlich half eine leichte Krümmung des Drahtes, sodass er leichter
 beweglich wurde. Als Servo für das HR wurde ein 8,5kg-Servo eingebaut, welches wohl die notwendige Kraft
 für die ordentliche Betätigung des Höhenruders aufbringt.

 Es geht dem Bauende zu. Nun mussten die Servos auf die richtige Mittelstellung und Funktuionsrichtung ge-
 prüft werden. Anschließend wurden alle Anlenkungen für die Servos hergestellt und montiert. Um die Optik zu
 verbessern wurde der Bugfahrwerksbereich  weiß gestrichen; es werden keine Bugfahrwerksklappen einge-
 baut. Zuletzt wurden die Randkeulen aufgeklebt.

 Schwerpunkteinstellung

 Am Ende von Bauarbeiten an einem Flugmodell steht die Bestimmung des Schwerpunktes bzw. seine Her-
 stellung. Es zeigte sich bei den ersten Auswiegeversuchen zu dem im Plan angegebenen Schwerpunkt von
 110mm ab Nasenleiste, dass das Modell hecklastig ist. Daher musste zum Ausgleich am Bugfahrwerksspant
 ein alter Motorträger montiert werden, auf dem 280g (!) Bleiplattenstücke befestigt wurden.
 Wie sich das mit der Gewichtsangabe des Herstellers ausgehen kann ist mir ein Rätsel. Das fertige Modell
 hat ein Fluggewicht von

       
Motorträger eingeharzt    die Motorhauben provi. aufgeschoben   
Ansicht Regler 60A und Stromkabel  Ansicht Motorträger mit Motorhauben  Ansciht Fahrwerk mit spez. Radmulde  zusätzliche hintere Haubenbefestigungen
Motorbefestigung Variante 1 der Motor wird angepasst   Motorbefestiigung Variante 2 
  endlich  nahezu genau im Mittel Kontur passt   Arbeiten für Motor 2 
erster Zusammenbau mit Motoren   Ansicht Fahrwerke   
Akkueinbau    Höhenleitwerk angeharzt Ansicht mit Seitenleitwerk
Ansicht mit gebrauchsfähigen Spinnern  
die Unteransicht nun auch HR- und SR-Servos eingebaut alle Servoanlenkungen montiert  
 
 Die Flugvorbereitung  -  der Rütteltest

 Bei jedem fertigen Modell wird bei mir ein "Rütteltest" durchgeführt. Insbesondere bei den Verbrennerfliegern
 sind ja Vibrationen oft eine Fehlerquelle. Das fertig gebaute und aufgerüstete Modell wird im Hof aufgestellt
 und die Motore auf Volllast eingestellt und eine MInute laufen gelassen. Danach folgt eine Kontrolle ob alles
 fest sitzt.

 Diesmal kam es aber zum ersten Schaden am Modell und an der Hauswand. Als ich mit dem Modell eine Runde
 im Hof fahren wollte, merkte ich, dass die Landeklappen ausgefahren sind. Das störte mich und ich betäötigte
 einen Knüppelschalter, betätigte jadoch den Fahrwerksschalter und prompt begann das Fahrwerk einzufahren.
 Vor Schreck griff ich nach dem Gasknüppel um das Fahrwerk mit dem Schalter dort wieder ausfahren zu lassen.
 Dabei Bewegte ich den Gasknüppel und vor Schreck gab ich Vollgas. Der Flieger sauste daraufhin gegen die
 ohnedies nur 1m entfernte Hausecke, es krachte und die Maschine war somit noch vor dem Flug mit gebro-
 chener Nasenleiste beschädigt. Beide Motore liefen auf Vollgas und die Propeller wurden beim Anprall an der
 Hauswand abgebrochen. Der Motor neben dem Nasenleistenbruch hörte zu laufen auf, noch bevor ich den
 Gasknüppel auf AUS stellen konnte.

 Die Schadensfeststellung ergab, dass beim stehenden Motor eine Befestigung des Motorkreuzes gebrochen
 war, was dazu führte, dass die Motorhaube hinter dem Spinner etwas eingerissen ist, dass eine seitliche Hau-
 benbefestigung total ausgerissden ist und die andere aus der Klebeung gerissen worden ist. Weiters sind
 durch den Aufprall am Haussockel beide Randkeulen abgesprungen und eine ist der Länge nach eingerissen.
 Die Reparatur begann mit dem Motor, danach mit der Motorhaube und zuletzt mit der Nasenleiste. Nach dem
 Verschleifen wurde die Folie aufgebügelt und die Motorhaube und der Propeller montiert. Nun konnten die
 Randkeulen aufgeklebt werden und damit das Modell fertig gestellt werden.

 Da ein neuerlicher Rütteltest durchgeführt und einige Runden im Hof probegefahren werden sollten, wurde
 nochmals die Funktion der Ruder geprüft. Nun stellte sich heraus, dass durch den Wechsel zum  MC 24 Gold
 Edition Senders, die Drehrichtung mancher Schalter anders als bei der alten MC 24 ist. Das war auch der
 Grund, weshalb am Vortag der Schaden entstanden ist, als der Schalter für das Fahrwerk falsch stand und ich
 die Schalterstellung falsch fand und umschaltete. Das führte zum Einfahren des Fahrwerks und dem Schrecken,
 der beim Umschalten auf "Fahrwerk ausfashren" den ganzen Knüppel nach vorn drückte, also auf Vollgas
 schaltete. Die Abweichungen wurden behoben und die Probefahrt und der Lauf der Motore war in Ordnung.

 
       
Halterung für Bleiplatten ("88g) Blei montiert bereit für den Rütteltest und Fotos  
nach dem Zusammenstoß Befestigung ausgerissen oben und unten Beschädigung  
die Nasenleiste wird geschäftet   Beplankung wird aufgeleimt wieder bebügelt und zusammengebaut
die flugfertige Twin Comanche ...