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   Airfish Standard   (G. Kirchert)
 

 
 Wie schon mehrmals geschehen, bekam ich von meinem Modellflugfreund Peter
 einen noch fertig zu bauenden Segler geschenkt. Auch er kam irgendwie zu dem
 Flugmodell, da es unvollständig war: Es fehlt das Höhen- unmd Seitenleitwerk. So
 lag das Modell lange Zeit herum, bis er zu einer Generalreinigung in seiner Werk-
 statt schritt. Dabei fiel ihm das unfertige Modell auf, er wollte sich die Arbeit aber
 nicht antun es fertig zu bauen, da er ohnedies ausreichend viele hochwertige Mo-
 delle besitzt und so dachte er an mich. Da er meine Vorliebe für solche altertüm-
 liche Holzmodelle kennt und wußte, dass ich gerade für meinen Enkel einen Elek-
 tro-Mini-Airfish baue, trennte er sich vom Segler und überließ ihn mir.
 
 Der Standard Airfish ist ein universeller Segler, der bis zu mittleren Windgeschwin-
 digkeiten eingesetzt werden kann. Das ist genau das, was mir gefällt, denn das
 nur per Seiten- und Höhenruder gesteuerte Segelflugmodell erlaubt unter diesen
 Bedingungen einen stressfreien Modellflug. Daher ist ein Antrieb (vorerst) nicht
 vorgesehen.

 Technische Daten
 Spannweite: 2450 mm, Länge: 1300mm, Fluggewicht: 1180g,
 Profil: Jedelsky
 



Musterfoto Standard Airfish

Flugvideo



 Der Fertigbau des Standard Airfish


 Das Rohbaumodell besteht aus dem sehr schön gearbeiteten Rumpf und dem Flächenpaar, wo ein Flügel
 einen leichten Schaden hat. Das Höhen-und Seitenleitwerk fehlt gänzlich. Wie es aussieht, wollte der Erbau-
 er, abweichend vom Plan, das gesamte Leitwerk abnehmbar ausführen. Bei der Durchsicht der Teile sah ich,
 dass der Bowdenzug für das Höhenruder nicht aus dem Rumpf herausgeführt ist. Das bedingt einen erhebli-
 chen Aufwand zur Reparatur. Weiters ist das Fehlen der Flächenstähle problematisch; aus Deutschland habe
 ich mir 10x1mm Stahlzungen schicken lassen, die aber vorerst nicht freiwillig in die Messing Formrohe hin-
 ein wollen. Hier wird Bastelei gefordert, damit das Befestigungssystem auch so wird wie es geplant ist. 
 Na gut, ich bastle und tüftle ja gerne.

 Mir ist bekannt, dass der Airfish in seinen diversen Versionen immer ein tragendes Höhenleitwerk hat, doch
 werde ich hier ein Brett-Leitwerk bauen. Auch das Seitenruder wird so gebaut. Der Bau besteht aus 5mm
 leichten Balsabrettern. Die zuvor überlegte Version, die Leitwerke quasi in Rippenform zu bauen, ließ ich fal-
 len, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass diese Version wesentlich leichter gelingen würde.

 Das Höhenruder wird mittig festgeschraubt. Der Vor-Erbauer hat eine ebene Auflage aus Sperrholz angefer-
 tigt, in der die Befestigungsschraube enthalten ist. Diese Methode erlaubt die einfache Änderung der EWD.
 Gegen die seitliche Verdrehung des montierten HLW wird mittig ein Stück Kiefernleiste an Stelle der Nasen-
 leiste an das HLW angeklebt. Dieses Teil liegt am Anschlag am Rumpf an und verhindert eine grobe Verdre-
 hung des Höhenleitwerks.

 Um die Seitenruder flosse im Rumpf einzubauen, ist ein Schlitz zum Einfädeln der Flosse herzustellen. Leider
 hat der Erbauer vergessen, das Bowdenzugrohr für das Seitenruder aus dem Rumpf herausstehen zu lassen,
 daher musste der Rumpfboden aufgeschnitten werden, um einen neuen Bowdenzug einfädeln zu können.
 Letztendlich musste auch der funktionierende Bowdenzug ersetzt werden, da das alte Rohr beim Einfädeln
 der Seele gebrochen ist. Gut dass der Rumpf noch offen war. - Nach Fertigstellung der Anlenkungen der Leit-
 werke wurde der Rumpfboden wieder geschlossen.
 
 Im Rumpf waren bereits zwei Servos montiert und der Rumpf war für die Verwendung eines Motoraufsatzes
 vorbereitet worden. Der vorhandene Deckel aus Birkensperrholz (für die Motorträgeraufnahme ehemals not-
 wendig) wird durch ein Balsateil ersetzt.
 
 Misere Flächenstahl

 Zu dem halbfertigen Modell gab es keine Flächenstähle und keine Stückliste mit den Abmessungen des
 Flächenstahls. EInfach nachgemessen müsste der Stahl 10x1mm dimensioniert sein. Nachdem im Modell-
 bauhandel nur Stahl mit 10x1,2mm zu kaufen ist, der natürlich garnicht passt, musste über Internet ein pas-
 sender Stahl 10x1mm zugekauft werden. Der Stahl passt auch nicht in die Halterung im Rumpf, die kleiner als
 1mm ist. Daher musste die Flächenstahlhalterung ausgebaut werden und die Vertiefungen für den Flächen-
 stahl nachgefeilt werden. Mühsam, aber es hat funktioniert und mit einem Tropfen WD 40 flutschen die Stähle
 sogar in die Halterungen hinein.

 Die Messingprofile in den Tragflächen werden noch zum Problem werden, denn beim ersten Versuch konnte
 das Stahlband nicht eingeschoben werden. - Mangels Stückliste mit Maßangaben des Flächenstahls, musste
 auch mit dem 1mm starken Flächenstahl etwas geschehen, damit er in die Flügelaufnahmen hineinpasst. Nur
 durch kräftiges Abschleifen der Stähle von 1mm auf ca. 0,8mm, auf Länge der Flächenaufnahme, konnten
 die Stähle in die Messingaufnahmen eingeschoben werden. Der Teil  der im Rumpf steckt ist nicht abgeschlif-
 fen worden. Das sieht nicht sehr professionell aus, da das Schleifen auf der Flachbandschleifmaschiene nicht
 sooo einfach war, denn der Stahl wurde heiß. Nur mit einem kleinen Schraubstock konnte der Stahl gehalten
 werden, was jedoch zu ungleichmäßigem Abschliff führte. Die Festigkeit der Stähle ist in jedem Fall aus-
 reichend und werden sie den Airfish sicher tragen. - Um die Flügel im Flug mit einander zu verbninden, benötigt
 man einen Gummiring mit 40mm Durchmesser, ca. 4mm Breite und 1mm stark.
 
 Zwischenzeitlich wurden alle Holzteile mit Porenfüller gestrichen und geschliffen. Leider konnte an einigen
 Stellen  das Holz nur nach oftmaligem Nachpinseln geschlossen werden. Damit ist das Holz etwas gegen Ein-
 dellungen und Feuchtigkeitsaufnahme geschützt. Später wird auch eine eine dezente Farbgebung erfolgen, die
 vor allem zur besseren Sichtbarkeit beitragen soll.

 Fertigstellung

 Endlich sind die stinkenden Lackierarbeitenbeendet und der Flieger kann fertig gestellt werden. Beim Aus-
 wiegen wurde ein 35Mhz Empfänger und der Akku untergebracht. Der vierzellige Eneloope 200mAh-Akku
 konnte direkt im Rumpfbug eingeschoben werden. Ein kleiner Ein-/Ausschalter wurde ebenfalls eingebaut.
 Damit planmäßigeSchwerpunkt bei 100mm eingehalten wird, wurde ein Styroporklotz im Rumpf eingebracht
 und verhindert er das Verrutschen des Akkus. Dadurch ergibt sich ein Fluggewicht von 1,18kg. Das erscheint
 mir brauchbar, nota bene, da das Modell am Hang eingesetzt werden wird und bei uns ohnedies immer Wind
 weht. Etwas mehr Gewicht im Bug ist da kein Fehler.

 Bevor der Flieger eingeflogen werden kann, musste ein Flügel wärmebehandelt werden, um die gleich große
 Schränkung wie der andere Flügel zu erhalten. Zuletzt wird die EWD geprüft und 2,5 Grad gemessen. Gemäß
 eines Tips von Hr. Czepa wurden 3,5 Grad empfohlen. Das Einwerfen wird zeigen ob soviel EWD notwendig
 ist.

 
       
Standard Airfish fertig     Flügel untersicht: Jedelsky-Profil
     
       
der Bauplan des Airfish mein konstruiertes Höhen-u.Seitenleitw. die Flügelbeschädigung ist repariert die Teile des Airfish  
Seitenleitwerksflosse wird eingeklebt    der aufgeschnittene Rumpfboden  Ansicht der Bowdenzugrohre 
fertig geschliffenes Höhenleitwerk  nach Porenfüllung erster Schliff die nachgefeilte Flächenstahlhalterung Ansicht ohne Flächenstahlhalterung 
endlich Flächenstähle einsteckbar  Anlenkung Seitenruder  Anlenkung Höhenruder   das fertige Höhen- und Seitenleitwerk
Frontansicht Airfish Standard  Blick auf die Steuerung  ein Schleter wurde noch eingebaut   Bilder.rohbaufertig ...