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   Focke Wulf 190  (verschenkt)
 


 Mein neuester Spleen ist der Versuch mit kleinen naturähnlichen Motormaschinen
 aus dem 2. Weltkrieg oder danach, am Hang zu fliegen. Das habe nicht ich
 erfunden, trotzdem möchte ich das mal versuchen. Ich habe vor Jahren bereits mit
 einer Dash 8 mit 2 E-Motoren (umgebaute Dash 7 von Robbe) mehrfach am Hang
 geflogen. Zugegeben eher bei schwachem Wind und oder mit etwas Thermik. Das
 sah ulkig aus. Im Internet stieß ich vor kurzem auf Videobeiträge über PSS
 (= Power Scale Soaring) wobei SemiScale-Motormodelle mit gut 1,5m Spann-
 weite, zB. eine Spitfire, zu Hangflugmodellen umgebaut worden sind und bei
 reichlich Wind (70 km/h, auf den Klippen) ganz tolle Flugleistungen erbracht haben.
 In wesentlich größerem Umfang werden solche Modelle mit bis zu 1,2m (und
 weniger) Spannweite geflogen. 

 Nun also ran an die Herausforderung - wobei diese Dinger eigentlich immer im
 Selbstbau hergestellt werden-, bei mir derzeit zumindest nicht. Ich besorgte mir
 daher ein ähnliches Modell, einen Holzbausatz einer FW 190 mit 1,15m Spann
 weite,  die normal mit E-Motor betrieben wird. Leider habe ich keine Spitfire oder
 Mustang dieser Firma bekommen, die ja wesentlich geringeren Luftwiderstand
 haben würde. Na gut, mal sehen wie sich das Modell bauen und fliegen lassen
 wird. 
 



DER BAUSATZ von Fa. Ultrafly
   

       


 Wie man auf den Bildern erkennen kann, stimmt die Qualität bei diesem Modell. Das Profil ist relativ dünn, was
 eine grundlegende Voraussetzung für gute Flugleistungen am Hang darstellen sollte.
 Mein Baubeginn findet immer mit der Motorgeschichte an. Hier baue ich keinen ein, doch soll die Vorderfront ja
 auch realistisch aussehen. Von irgendwo her meine ich zu wissen, dass die FW 190 eine Kühlerjalousie gehabt
 haben soll und das kam gut, denn so brauche ich keine aufwendige Motorattrappe zu bauen. Die Montage des
 Spinners ist auch keine Hexerei. Dann wurde die Motorhaube auf den Rumpf angepasst und danach ange-
 schraubt. - Aber die Gelegenheit ergab, dass ich das Modell doch fertig gestellt habe. Dazu war noch der Bau
 des Flügels erforderlich. Die Flächenhälften passen sehr genau. Mit Kaltleim wurden die Hälften verklebt und es
 konnte der Einbau des Micro-Servos folgen. Das Einpassen der Tragfläche im Rumpf war schließlich der erste
 neue Schritt und war völlig problemlos. Jetzt konnte ich mit dem Einleimen des Höhen- und Seitenruders begin-
 nen. Die bereits ausgefrästen Rumpfausschnitte für die  Ruderflächen waren alle im Rechten Winkel und
 passten ganz genau. Eine leichte Aufgabe also das Leitwerk einzubauen. Die Servos im Rumpf einzubauen
 ging auch einfach. Die Anlenkungen der Ruder sind wie üblich ausgeführt und leichtgängig.
 
 Schließlich war das Modell dann so weit fertig dass es ausgewogen werden konnte. Anstelle des eigentlich
 vorgesehenen E-Motors usw. konnte ich mir den Luxus eines schweren, weil alten, Empfängers und eines
 Akkus mit Sub C-Zellen erlauben. Schließlich konnte ich die Prozedur abschließen und das komplette Modell
 wiegen: 940 Gramm.
 Nach dem programmieren des Senders zur Beimischung von Seite zum Querruder, hier muss man im Sender
 diverse Stecker umstecken, ist schließlich das Modell für den Erstflug fertig. Den Erstflug der FW 190 muss
 jemand anders für mich machen, denn das wird vielleicht das erste Modell sein, das ich mit dem Big Lift nach
 oben schleppe.

... jetzt geht's los... Herstellung der Kühlerjalousie
Rumpf mit montierter Motorhaube   Querruderservo der Rohbau ist fertig
    fertig ausgewogen und mit Robbe promars rex 434 Mhz Fernsteuerung hier die FW bereits beim Testflug