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   Fiesta SF  (Multiplex)  -  ein Oldtimer entsteht  -  und die Reparatur
 
 
 Der Segler Fiesta war schon vor vielen Jahren ein bekannt sehr  gut fliegendes
 Modell. Er war preislich angehoben und für mich daher eher leider kein Zielobjekt;
 ich musste mich mit kleineren Finanzausgaben für Modelle zurechtfinden. Jahr-
 zehnte danach bringt mein Sohn einen kompletten Bausatz samt Störklappen mit
 nach Hause und das noch zu einem Superpreis: 50.- Euro! Die ehemalige Rech-
 nung des Bausatzes stammt aus dem Jahr 1986!

 Aber die Box geöffnet, .... brrr, das sieht nach viel Arbeit aus. Daher lag der Bau-
 satz nun auch schon gute 5 Jahre am Dachboden und wurden ihm zahlreiche War-
 birdbausätze vorgezogen. Doch jetzt kommt der Zeitpunkt des Baues des Modells,
 denn es kann sein, dass ich den Segler zu einer Flugwoche in die Berge mitnehme.
 Schon heute steht aber fest, dass er eine Aufstiegshilfe eingebaut bekommt, damit
 man auch auf unseren heimatlichen flachen Hängen zu schönen Flügen kommen
 kann.

 Technische Daten
 Spannweite: 3,24m, Länge: 1,36m, Fluggewicht: 2,36 kg (Werksangabe: 1,8 kg
 ohne Motor), Schwerpunkt: 90mm, Motor: Joker (Lindinger), KV: 850 RPMV,
 Spitzenleistung: 650W, Prop: Cam Prop 13x7 (später 14x6)

 Fiesta SF, Multiplex

Fiesta nach Reparatur
 

 Baubeschreibung

 
Höhen- und Seitenleitwerk
 Nach dem Studium der Bauanleitung begann ich zuerst mit dem Bau von Höhen- und dem Seitenleitwerk. Die
 Schalenbauweise stellt für mich eine eher unangenehme Arbeit dar, darum sollte sie zuerst abgearbeitet
 werden. Noch dazu ist es für den Einbau der Pendelrudermechanik wichtig, das Leitwerk zu haben, um sie im
 rechten Winkel zum Seitenruder ausrichten zu können. Im Anschluss an die HLW-Hälften wurde auch das Sei-
 tenruderblatt gebaut. Nach der Schleifarbeit waren die drei Ruder grob fertig und müssen nurmehr geringfügig
 an die Einbausituation angepasst werden. Damit ist die erste heikle Arbeit abgeschlossen.

 Störklappeneinbau
 Wieder nicht entsprechend der Bauanleitung. wollte ich die Gewissheit haben, dass ich hier die elektrischen
 Störklappen einbauen kann. Sie sind in der Länge kleiner als die von MPX, doch messe ich dem nicht so
 Entscheidendes bei. Das Kriterium lag darin, dass ich anstelle des im Flügel liegenden Bowdenzugrohres
 ein dickeres für die Aufnahme der Kabel einbringen muss. Beim ersten Flügel versuchte ich den Kanal des
 Bowdenzuges mit einem verlängerten 4mm-Bohrer zu erwischen. Das gelang zwar,  aber schwierig. Bei der
 anderen Fläche schob ich das Sullivan Bowdenzugrohr über das bereits eingebettete Rohr drüber und es ge-
 lang gut.

 Die elektrischen Klappen sind breiter als der im Styropor von MPX vorgesehene Kanal ist. Mit dem Dremel-
 Handfräser wurde der Kanal verbreitert und für den Klappeneinbau angepasst. Nach dem Verlöten des Servo-
 kabels wurde mit wenig 5-Min-Kleber die Klappe befestigt.
 
 Anschließend musste für jede Klappe die Abdeckung zugerichtet werden. Mit viel feiner Schleiferei konnte
 eine genaue Passung mit kleinbem Spalt hergestellt werden. Erst vor dem Bebügeln wird die Klappe endgül-
 tig fertig gestellt.

 Flächenarbeiten
 Die Wurzelrippen wurden an die Stahlzungen und den Stahlstift angepasst und schließlich mit 5-Min-Epoxy
 angeklebt. Danach konnten die zugekauften Nasenleisten geschägftet werden, damit sie dann auf den Flügeln
 angeklebt werden können. Erst nach den die Nasenleisten verklebt waren konnte überstehendes Holz abge-
 hobelt werden. Dabei musste man darauf achten, nicht auch die Beplankung mitzuhobeln. Zuletzt wurden die
 Leisten verschliffen. Nun konnten die Umrandungen der Störklappen eingeklebt und später verschliffen werden.
 Die Herstellung der Querruder erfolgte etwas anders als im Plan dargestellt. Da sollten die Ruder entsprechend
 der vorgefrästen Ausschnitte im Flügelaussenbereich verlängert und entsprechend ausgeschnitten werden. Am
 Plan ist dann die Aufleimung von je zwei Leisten übereinander, - um Durchbiegen zu verhindern -, vorgesehen.
 Leider entspricht das nicht der Realität, denn man kann nur eine Leiste am Flügel und am Querruder aufkleben.
 Die Anlenkung der Querruder wird später hergestellt.

 Flächenaufnahme
 Der schwierigste Teil ist unumstritten die Montage und Verklebung der Flächenstahlaufnahmen. Ganz so wie
 es sein sollte, habe ich es nicht gemacht, denn da sollten die Wurzelrippen erst später aufgeherzt werden. Das
 ist jedoch nicht das Hauptproblem.

 Es beginnt damit, dass entgegen den Markierungen am Rumpf die Aussparungen für den Flächenstahl nicht
 hintereinander versetzt sind, was aber nötig ist. Das hätte ich vorher messen sollen! EIn Fragezeichen ist auch
 die Flächenstahlaufnahme in den Flächen. Die Stahlzungen haben in der Höhe sehr viel Spiel in ihrem Zungen-
 kasten. Gut sie werden ja später eingeharzt, aber bei der Einrichtung der Flächenaufhängung ist das ein
 zusätzliches schweres Foul.

 Nachdem ich, beginnend bei den Messingprofilen mit den Messing-Passstücken die V-Form einstellte und die
 Passtücke provisorisch anklebte, konnte ich die Flächenstahlhalterungen erstmals in den Rumpf einfädeln.
 Dann steckte ich die Fächen an und mir kamen die Tränen. Alles wackelte umher. Nach der Messung der ge-
 nauen Position der hinteren Stahlstifte sah ich, dass beide Ankörnungen am Rumpf gleichweit von den End-
 leistenanformungen am Rumpf entfernt waren. Also nahm ich das als ersten Fixpunkt. Die Stahlstifte wurden in
 den Flügeln eingeschoben und die Flächen  versuchsweise erstmals am Rumpf angesteckt. Es war chaotisch,
 denn alles wackelte. Es ergab sich jedoch, dass die Flächenstahlaufnahme eine andere Position braucht als
 die am Rumpf angebrachten Marken. Es wurde gefräst, gefeilt, X-Mal neuerlich die Flächen angesteckt, bis
 endlich eine brauchbare Stellung gefunden wurde.

 Meinerseits sehe ich hier einen kleinen Fehler im MPX-System. In der Bauanleitung steht, das die Flügel eine
 leichte Pfeilung haben. Das Abmassen am Rumpf bestätigte, dass die Wurzelrippen hinten enger liegen als an
 der Nasenleiste. Dumm nur, dass die Zungenkästen  in den Flächen diese Pfeilung nicht aufweisen, es also
 eine Vorspannung gibt, die leider an der Endleiste einen kleinen Spalt zum Rumpf mit sich bringt. Natürlich habe
 ich versucht die Zungenkästen auszufeilen, aber nicht die optimale Position erreicht.

 Nun galt es, die mit vielen Kompromissen gefundene Position des Flächenstahlhalterung zu finden. Davor war
 es noch notwendig die Halterung an die Wurzelrippenaussenseite des Rumpfes anzupassen. Schließlich
 musste die Halterung in dem gewordenen "Loch" für die erste Kontrolle der V-Stellung irgendwie fixioert werden,
 ohne dass Klebstoff in die Halterung zu den Stählen gelangen kann. Nach viel Krampferei gelang es die richtige
 Position zu fixieren. Nun wurden die Ausnehmungen neben der Halterung mit kleinen Hartbalsaklötzchen aus-
 geglichen. Die Füllstücke wurden auch eingeklebt, mit der ständigen Sorge, dass auch die Stahlstücke festge-
 klebt werden könnten. Nun, es ging gut aus. Die provisorisch fixierte Halterung wurde mit Stabilit Express in
 mehreren Schritten eingeharzt. Einmal die eine, dann die andere Seite.

 Nach dem Aushärten wurden die Flächen angesteckt, um einzeln die Stahlzungen in den Zungenkästen einzu-
 kleben. Wieder das Klebstoffproblem, denn der beim Einschieben der in der Halterung ja fixierten Stahlzungen,
 wird das Harz. Daher habe ich auf die Stahlzungen vor dem EInschieben in den Zungenkasten ein wenig 5-Min-
 Epoxy aufgetragen. Um Verklebungen mit dem Rumpf un der Halterung zu vermeiden, wurde vor dem Aufschie-
 ben der Flächen der Rumpf mit Tixoband abgeklebt.

 Unmittelbar nach dem Aufschieben der Fläche wurde sie eingerichtet, sodass die Flügelwurzelrippe parallel
 zur Wurzel am Rumpf zu liegen kommt. Ebenso wurde darauf geachtet, dass der Flügel an der gesamten
 Wurzelrippe aufliegt und die Kontur der Oberseite der Fläche mit der der Rumpfwurzel fluchtet. In dieser Stel-
 lung wurde der Flügel eine halbe Stunde belassen und die zweite Fläche ebenso bearbeitet. Die Pfeilung von
 35 mm habe ich noch nicht überprüfen könne, da brauche ich einen Helfer. Wie es aussieht wird es hinkommen.
 Um die Stahlzungen in den Zungenkästen noch besser zu befestigen wurde Epoxyharz in die Spalte gespritzt.
 Darüber hinaus wurden die Abdeckstreifen auf die Störklappen aufgeharzt, später gehobelt und verschliffen.
 Detailanpassungen zur endgültigen Nivellierung werden bei den Bügelarbeiten noch anfallen.

 Rumpfarbeiten
 Nachdem die Hauptarbeiten an der Flügelbefestigung fertig waren, musste geprüft werden, ob der Winkel der
 Seitenruderflosse zu den Tragflächen stimmt. Meinem Auge nach musste die Seitenruderflosse geringst nach
 links gedreht werden. In der Baubeschreibung wird beschrieben, dass man das mit thermischer Einwirkung
 auf den Rumpf vor dem Leitwerk schafft. Diese Methode wurde erfolgreich angewandt.

 Die notwendigen Schritte zum Erreichen der richtigen Schwerpunktlage standen nun am Plan. Da ist zuerst die
 Pfeilung der Flächen, die lt. Baubeschreibung rumpfmittig 35mm ab Nasenleiste betragen soll; bei meinem
 Modell nachgemessen ergaben sich bei mir 45 mm. Das bedeutet einen etwas anderen Schwerpunkt als er im
 Plan markiert ist!

 Durch den geplanten Einbau eines E-Motors fallen noch weitere Gewichte an, die den Schwerpunkt deutlich
 beeinflussen. Deshalb muss vor dem Weiterbau geklärt werden, wo Platz für den Regler, den geplanten Akku
 und dessen Tauschbarkeit besteht, ohne dass der Einbau der Servos für Quer-, Seiten- und Höhenruder ge-
 hindert wird.
 Da der Akku (2200mAh/3S) erfahrungsgemäß in die Nähe des Schwerpunktes rücken wird, muss in diesem
 Bereich der  notwendige Abstsand zu anderen Einbauten erreicht werden. Das gelang beim Querruderservo
 nur unter Verwendung eines von mir bereits mehrfach gebrauchten flach bauenden Servos (wie Ezfwk-Servo).
 Anschließend nahm ich den Motoreinbau dran. Dazu wurde die Rumpfspitze auf etwa 47mm Durchmesser
 abgesägt. Jetzt wurde ein Motorspant aus 4mm Flugzeugsperrholz hergestellt und eingepasst. Nach der Her-
 stellung von Lüftungsöffnungen konnte der Spant mit Stabilit eingeharzt werden. Danach stellte sich heraus,
 dass der Spinnerdurchmesser ein wenig zu klein ist und dadurch ein unschöner Ringspalt entsteht. Daher wurde
 ein 50mm-Spinner bestellt, der samt Propaufnahme auf das endgültig notwendige Maß abgedreht wurde. Dann
 wurde noch die Kabinenhaube gebaut und montagefertig gemacht. - Passst!
 
 Technische Daten für Schwerpunkt und Ruderausschläge fand ich inzwischen im Internet und verwende sie für
 den Erstflug:
 S = 90 - 93 mm hinter der Nasenleiste,
 Querruderweg = +30/ -15 Grad (bei Mischung Q-S Seitenruder gegenwirkend !),
 Seitenruder = +/- 45 Grad,
 Höhenruderausschlag = +/- 4mm (wurde nach detr Reparatur auf +/- 7mm erhöht)
 EWD: +1,5 Grad (wurde nach dem Einfliegen auf 2 Grad erhöht)
 Schwerpunkt: 90mm von der Nasenleiste weg gemessen (wurde beim Testflug auf 88mm verlegt)

 Die Klärung der Lage der Servos für Seiten- und Höhenruder kann erst erfolgen, wenn das Höhen- und Seiten-
 ruder provisorisch montiert ist, wenn der Motor samt Regler und Akku in ihrer vorläufigen Position liegen. So
 geschehen ergibt sich ein schwierige Entscheidung, nämlich wo werden welche Servos eingebaut. - Die erste
 Feststellung des Schwerpunktes mittes Waage ergab, dass der Regler seitlich im Anschluss an das Querruder-
 brettchen montiert werden könnte. Wenn die beiden Nano-Servos (12,5g) gegenüber untergebracht werden,
 ergibt sich der Schwerpunkt mit angenommenen 93mm. Dazu muss der Akku (3S/2200) fast ganz nach hinten
 zurückgeschoben werden.

 Inzwischen habe ich mich zu einem Kompromiss durchgerungen, der dazu führen könnte, dass eventuell am
 Heck einige Gramm Blei dran müssen. Es kommen Hitec HS 125 MG- Servos zum einsatz. Sie können liegend
 eingebaut werden, so dass die Bowdenzüge nahe den Rumpfwänden verlaufen können. Die Einbauhöhe wird
 so gewählt, dass beim ein- und ausschieben der Akkus keine Engpass besteht. Der Regler wird zwischen dem
 Querruderbrett und dem Servobrett an der Seitenwand lösbar angeklebt. Die Kabel zum Motor werden gekürzt.
 Die Position des Empfängers wird gegenüber dem Regler sein. I(nsgesamt sind dann alle notwendigen Kom-
 ponenten gut zugängig untergebracht und sie behindern auch nicht beim bei Akkutausch.

 Die Schwerpunktwaage zeigte die künftige Positionierung des Akkus nach vorn an. Nach mehreren Versuchen
 war der richtige Punkt gefunden. Eine Akkuhalterung wurde angefertigt und in den rumpf eingeschoben und an-
 geklebt. Nun kann mit dem provisorischen Einbau des Reglers und Empfängers begonnen werden. Endgültig
 werden beide erst nach der Lackierung des Rumpfes befestigt.

 Der neue Tag beginnt mit der Verbesserung der Parallelität des Höhenruders zu den Flächen. Danach wurde
 der Rumpf an einigen Stellen leicht gekittet, verschliffen und lackierfertig gemacht. Mit Paletti Reinweiß wurde er
 lackiert, was nicht ganz ohne Tränen gelang. Der Lack benötigt an die zwei Tage biss er griffest ist. Um das zu
 beschleunigen wurde er in die Sonne gehängt, was beim rascherem Trocknen half. - Damit der Baufortschritt
 weiter geht wurden die Bowdenzüge und die Querruderumlenkhebeln eingebaut und verklebt. Die Querruder-
 anlenkung samt dazugehörigem Gestänge folgte nach. Schließlich konnten die Querruder mit einem Folienstrei-
 fen an der Tragfläche angebügelt werden, wie es in der Bauanleitung empfohlen wird.

 Weiter ging es mit der Bebügelung der Flügelunterseiten. Gemäß Empfehlungen der Bauanleitung klappte das
 auch sehr gut. Dann wurde begonnen, die Anlenkungen an das Querruderservo herzustellen. O Graus, das was
 kein Honiglecken. Da ich die Wurzelrippen schon aufgeklebt hatte, gestaltete sich das auf der Seite mit der
 kurzen Anlenkung besonders schwierig. Es war notwendig, den Bowdenzug zum Umlenkhebel auszubauen, um
 ihn dann herausziehen zu können, damit die Löthülse mit Gabelkoppf angelötet werden kann. Dazu war zuvor
 noch die Ausweitung des Kanales des Bowdenzuges im Flügel vor der Wurzelrippe herzustellen. Dann folgte
 die Kürzung des Bowdenzuges und das anlöten des Gabelkopfes. Die zweite Tragfläche war deutlich einfacher,
 da dort in der Fläche nichts ausgeweitet werden musste.

 Das Bügeln verlief weitgehend unproblematisch. Das Einstellen der EWD klappte auch so halbwegs, doch bei
 der Erprobung der Empfangsanlage und der Servos, gab mitten drinnen das Querruderservo den Geist auf. Da
 das Servo ja auch schon aus früheren Zeiten stammt, konnte ich ein gebrauchtes Servo dieser Type gebraucht 
 bei ebay kaufen. Allerdings legte ich mir auch zwei ähnliche Flachservos von Hitec zu; die sind jüngeren Datums
 und noch keine Altertümer, also wird es in den nächsten Jahren noch Ersatzteile geben. Da mir ein Freund ein
 JR 7421 Low Profile Servo schenkte, wurde dieses eingebaut.

 Dann folgte die Schwerpunkteinstellung. Zuvor wurde der Motor samt Propeller eingebaut Regler und der
 Empfänger im Rumpf befestigt. Anschließend wurden alle gebügelten Flächen montiert. Der zusammengebau-
 te Segler wurde auf die Schwerpunktwaage gelegt, die auf 90mm eingestellt war. Entgegen der ersten Aus-
 wiegung musste der Akku weiter vorne platziert werden. Um das nach hinten rutschen zu verhindern wurde ein
 Streifen eines festen Schaumstoffes eingelegt. Vorne wird der Akku mit einem Klettband am Verrutschen gehin-
 dert. Der Schwerpunkt konnte derart auf 90mm eingestellt werden. Das Einwerfen wird zeigen inwieweit er
 richtig ist.
 
 Abschließend wurden auf den Flügeln noch Verzierungen in Rot-Weiß-Rot aufgebügelt und die Wiegung vorge-
 nommen. Es ergab sich ein Fluggewicht (mit Akku) von 2, 36 kg.

 Die erste Flugerprobung
 Das Einfliegen des Modelles ging problemlos vonstatten. Zuerst wurde der Segler zweimal "geworfen", um die
 Gleiteigenschaften feststellen zu können. Mit 1 Grad EWD war es zuwenig, sodass wohl ein guter halber Grad
 dazukommen musste, damit das Modell einen längeren flachen Gleitflug schafft, ohne dass mit dem Höhenru-
 derknüppel nachgeholfen werden musste. Der Flug mit Motorkraft gelang nach einem etwas turbulenten Start,
 bei dem das Höhenruder mein Ohr streifte. Das Modell flog in einem mittleren Steigwinkel nach oben, doch
 musste ich drücken, damit der Winkel nicht zu steil wird. Die Flugleistung scheint vielversprechend zu sein, da
 der Segler kleine Aufwindbereiche zum Steigen nutzte. Da ich jedoch kein Interesse hatte, länger zu fliegen,
 wurde getestet, wie die Bremsklappen wirken. Zu dem Steuerbefehl für die Bremsklappe wurde Höhenruder
 beigemischt; das Flugbild zeigte, dass es ein wenig zu viel ist, denn das Modell stieg, bevor es in den Sinkflug
 überging. Fest steht, dass die 255mm langen Bremsklappen nicht übermäßig wirken. Längere wären besser
 gewesen.
 Um die Maschine bestmöglich zu fliegen, wird es noch einiger Optimierungen bei den Steuerfunktionen bedür-
 fen. - Grundsätzlich bestätigt sich für mich, das Multiplex Modelle sehr gute Flugleistungen erbringen.
 MIt großer Freude sehe ich der Flugerprobung im alpinen Gelände in Kärnten entgegen. Siehe unten.

   
technische Daten der Karton voll Arbeit    
Baubegionn HLW-Aufnahme   Rippen auf Beplankung geleimt obere Beplankung aufgeleimt
Störklappe eingepasst  hier bereits mit Übergangsstück  eigentlich fertig  die Wurzelrippen werden aufgeklebt 
Wurzeltrippen grob verschlieffen ein Blick auf die Flächen mit den Bremskl.   V-Winkel wird eingestellt
provisorisch fixierte V-Form Halterung wird eingepasst Halterung wird provisporisch fixiert endgültige Verklebung mit Stabilit
es passt erster optischer Eindruck des Modells Abdeckung auf Störklappe fertig das Querruder-Flachservo ist eingebaut 
Motorspant eingeharzt  Kabinenhaube fertig und eingepasst fertiger Motorspant Spinner musste um 3mm im Durchmesser
verkleinert werden
die fertige Rumpfnase Kompromiss: die Servos sind eingebaut   Seitenrudersteg wird eingeharzt 
die SRE-Anlenkung ist OK  die Querruderumlenkhebel sind eingebaut, die Querruder anfoliert  einhängen des Anlenkungsgestänges die endgültige Einbautensituation nach dem Bebügeln
ein kritischer Betrachter?       
fertiges Modell  Konstantin hält damit der Flieger nicht wegfliegt   Bilder nach dem Erstflug
       
 
 Die Reparatur

 Beim ersten Start des Modells am Flugplatz des Hotels Glocknerhof hatte ich mangels meines Klubkollegen
 einen schweizerischen Hubi-Piloten als Werfer. Er meinte es gut und warf das Modfell steil naach oben. Alles
 Nachdrücken nützte bei der niedrigen Fahrt senkrecht nach oben nicht, sodass ich in der Hoffnung etwas retten
 zu können, das Höhenruder voll durchzog. Der Looping ging sich nicht aus und der Flieger steckte mit der Nase
 im weichen Flugplatzboden. - Vorbei der Traum von schönen Flügen am Rottenstein-Hang.

 Die Schäden betrafen vor allem den Rumpf, wo der Motorspant samt Motor in den Rumpf geschoben worden
 ist. Dadurch wurde auch das Servobrett nach hinten ausgebrochen und demolierte den dort liegenden Li-Akku.
 Am rechten Flügel wurde die Bremsklappe mit einer Anlenkung beschädigt und ein nicht erfolgter Flügelbruch
 ist bei der Durchsicht auch sichtbar geworden. Die Kabinenhaube wurde eingerissen und sie hat sich vom
 Rahmen abgelöst.

 Nun zur Reparatur. Da der Motorspant mit Stabilit eingeklebt war, hat es ihn komplett mit einer glatten Bruch-
 fläche ausgerissen. Lediglich ein Einriss des Rumpfes war zuerst mit Sekundenkleber zusammengeklebt und
 dann mit einer kleinen Galsmatte repariert worden. Bei dieser Arbeit wurde auch der Motorsturz deutlich sichtbar
 vergrößert; vielleicht hilft das später die Senkrechtstarts zu verhindern?

 Um mehr Ruderweg am Höhenruder zu bekommen, werden die Schlitze für den HLW-Stahldraht um je 4mm in
 jeder Richtung verlängert. Mit mehr Expo wird das Mehr an Weg ausgeglichen werden.
 
 Die Reparatur der Tragfläche wurde durch Einspritzen von Epoxyharz in eine Vielzahl von Bohrungen entlang
 des Risses in der oberen Beplankung bewerkstelligt. Da EIndellungen vorlagen wurde dünnes Balsaholz aufge-
 harzt. Nach dem Aushärten wurde es verschliffen sodass wieder eine glatte Oberfläche entstand. Nach Kittung
 mit Balsarite und dem neuerlichen Feinschliff konnte wieder bebügelt werden. Um die beschliffene Folie neben
 der Schadstelle zu kaschieren wurden gelbe Leuchtfoliestreifen aufgebügelt. Anschließend wurde die neue
 Landeklappe getestet und dann eingebaut.

 Nach aushärten des Klebers wurden die Abdeckungen der Landeklappe hergestellt und aufgeklebt. Nach der
 Härtung wird die Abdeckung abgehobelt und danach feingeschliffen. Zuletzt wurde der Bereich der Bremsklap-
 pe mit Folie bebügelt. Um optisch den Schaden an der Tragfläche reparierten Tragfläche zu kaschieren, wurde
 ein kleiner Schriftzug Fiesta SF aufgeklebt. Auf der unbeschädigten Tragfläche wurde auf Höhe des Schadens
 an der anderen Fläche, der große Schriftzug Fiesta FS aufgeklebt.

 Jetzt wurde mit der Vergrößerung des Höhenruderweges begonnen. Dabei stellte sich heraus, dass sich bei
 dem Absturz der Gabelkopf aus dem Ruderarm des Höhenruders ausgeklinkt hat. Das Wiedereinhängen
 war ein Geduldspiel, welches mit Glück gelang.

 Als nächster Arbeitsschritt wurde der Motorspant revitalisiert und neu mit Stabilt eingeharzt. Danach begann ich
 die Kabinenhaube zu reparieren, da kurzfristig keine Chance für Ersatz sichtbar ist. Kleine Anpassungen waren
 dennoch notwendig.

 Schließlich konnte mit dem Feinschliff des Rumpfes und der nachfolgenden Lackierung begonnen werden. Bei
 der Lackierung traten wieder die üblichen Probleme auf: Welcher Filler kann verwendet werden, wenn mit einem
 Einkomponentenlack gearbeitet wird? Ich verwendete den preiswerten Belton Hochglanzlack (Fetter) der leider
 vermutlich wegen der hohen Lufttemperatur schon beim Sprühenm hart wurde und nicht verleif. Wenn er verlief,
 dann gab es Tränen. Da einige stärkere Tränen entstanden sind, musste nach Aushärten des Lackes der
 Rumpf neuerlich geschliffen werden. Danach wurde mit einem Duplicolor Autolack weiß überlackiert; wie ein
 Wunder klappte das, obwohl auch hier raue Stellen entstanden sind. Das kann man aber abpolieren.
 Abschließend wurde die Rumpfnase wie zuvor Rot lackiert. Bedingt durch die hohe Lufttemperatur war der Lack
 sehr rasch handfest ausgehärtet.

 Um die Zeit zu nützen konnte der Motorund die Servos für Höhe und Seite eingebaut und die Servowege ein-
 gestellt werden. Dann musste noch das Querruderservo montiert werden. Zuletz wurde der Regler wieder mit
 Heißsiegelkleber befestigt und alle Servokabel verstaut. Abschließend erfolgte die EWD-Einstellung und die
 Kontrolle des Schwerpunktes bei 90 mm. Damit ist der Weg für den Flugtest frei.

 Flugtest

 Der Flieger stieg leicht nach oben und erst nach Fahrtaufnahme musste leicht nachgedrückt werden. Schwierig
 ist für mich, die richtige Fluggeschwindigkeit einzustellen, bei der das Profil die optimalen Flugeigenschaften
 bringt. Schon die Auswiegung ergab, dass das Modell leicht schwanzlastig war. Beim Flug bestätigte sich das
 auch, sodass 15g Blei in Motornähe angeklebt wurde. Auch die Querruder bedurften einer EXPO-Einstellung
 mit 25%, wodurch mit beiden Maßnahmen das Steuerverhalten wesentlich besser geworden ist. Auch die
 Reduzierung der Höhenruderbeimischung auf 3% bei ausgefahrenen Bremsklappen bewährte sich. Offen ist
 die Frage, ob eine Seitenruderbeimischung notwendig ist oder nicht. Die Beimischung wurde beim zweiten
 Flug auf 15% reduziert; sie ist abschaltbar.
 Obwohl keine günstige Wetterlage vorlag konnten kleine Thermiken ausgenütz werden und verlängerten sie
 die Flugzeit merklich. Optimal eingeflogen ist der Fiesta noch nicht, jedoch für normale Flüge passen die
 Einstellungen jetzt ausreichend. Es ist ja auch abzuwarten, wie sich der Flieger bei Wind verhält, ob mehr Blei
 in der Nase eingebaut werden muss.

  breits äußerlich reparierter Riss  die neu eingebaute Bremsklappe  der ausgebesserte Flügel 
die Bremsklappe wird abgedeckt    fertig abgedeckt  Motorspant wieder eingeharzt 
Ruderweg Höhenruder vergrößert  Servobrett wieder eingebaut neue Servos montiert Kabinenhaube lackiert
und so sieht das jetzt aus wieder fertig zum Flug    
   
nach dem Flug  Fiesta und Föhn