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   Minimoa 3,40m (Royal)                                                                                D-14-295
 

 
 Begonnen hat die Geschichte mit meiner inzwischen gewachsenen Liebe zur
 Mnimoa (Krick) durch das Geschenk eines Modells mit gebrochenem Flügel.
 Zufällig ergab sich, dass sich bald nach der Reparatur eine zweite gleichgroße
 Minimoa (Pollack) bei mir einfand. Dieses Modell wurde mit E-Motor versehen,
 damit ich auch ohne Schlepppilot damit fliegen kann. Nun ist dieses Modell
 jedoch schon durch mehrere Schäden der Vorbesitzer und von mir selbst (Reich-
 weite fehlte) reichlich "vorbelastet" und ist wundersam, was es alles überlebt hat.

 Der Versuch bei Pollack Ersatztragflächen zu ordern schlug fehl. Nichtmal eine
 Antwort auf die Anfrage gab es und auf die zweite Anfrage wurde verlangt anzuge-
 ben, wann das Modell bei Pollack gekauft worden sei. Diese Frage löste bei mir
 nur Kopfschütteln aus, da es ja bei einem österr. Modellbaugroßhändler irgend-
 wann von einem mir Unbekannten gekauft worden ist. -  Daher ich sah ich mich
 nach einer schöneren und "ungeschundenen" Version um. Im Internat stieß ich
 schließlich auf einschönes Modell einer Minimoa von Royal.

 Das Modell wurde im Internet angeboten und im Mühlviertel, nahe der bayrisch-
 österreichischen Grenze abgeholt. Es befindet sich in einem sehr guten Zustand.
 Lediglich die Kabinenhaube ist beschädigt, Transportschaden, aber es ist nicht
 sehr schlimm. Inzwischen konnte bereits eine Ersatzhaube bei einem Händler
 nachbestellt werden. - Es geht auch ohne Firma Pollack!
 Leider regente es bei der Übergabe sehr heftig, sodass mir nur die wichtigsten
 Fragen durch den Verkäufer beantwortet werden konnten.

 Diese Minimoa hat derzeit noch keine Bremsklappen und bedürfte wegen ihres
 sehr guten Gleitwinkels eine großer Landefläche. Wegen der künftigen Verwen-
 dung auf kleinen Landewiesen auf Hängen und wegen der Möglichkeit, aus star-
 ken Thermiken herausfliegen zu können, müssen Störklappen nachgerüstet
 werden. Diese gibt es in exakt passender Form zu kaufen und der Einbau ist /war
 keine Hexerei, da im Modell schon alles dafür vorbereitet ist.

 Historie Original:
 Gö 3 - Minomoa (Mini-Moazagotl), Hersteller Schemp-Hirth,
 Erstflug 1935 (damals ohne Störklappen),
 Spannweite: 17m, Länge: 7m, Höchstgeschwindigkeit: 219 km/h(!)

 Technische Daten Modell:
 Spannweite: 3400 mm, Länge: 1210mm, Fluggewicht: 3700g, Profil: Wortmann
 Motor max. Stromaufnahme: 43 A, mit Prop 15 x 8", Akku: 4S 3300 (bzw. 3600)
 Schwerpunkt:    ?     ,EWD:   ?
 Maßstab: 1:5, Baujahr: ~2016



Minimoa Royal, Ankaufszustand




Minimoa jetzt mit Störklappen




Minimoa flugfertig      
Flugvideo


 Nachrüstung der Störklappen

 
Da bekannt ist, dass die Minimoa einen sehr langen Gleitweg hat, ist die Nachrüstung von Bremsklappen
 notwendig. Auch beim Original kam es erst später zum EInbau von Störklappen, allerdings auf der Ober- und
 Unterseite der Flügel. - Um Störklappen verwenden zu können, muss ein Empfängerkanal frei gemacht wer-
 den. Bei dieser Minimoa sind ausreichend Kanäle frei, sodass die Kanalbelegung so aussieht: M, Q2 und Q5,
 Höhe 3 und 8, 4 Seite, 6 Störklappen, 7 Schleppkupplung.

 Zur Verwendung kommen 255mm lange, doppelstöckige elektrische Störklappen von CZ-Modellbau/Pichler.
 Diese sind genau passend zu dem bereits im Flügel vorbereiteten Aufnahmeschacht. Der erste Arbeitsgang
 besteht darin, die Folie an den Rändern der Klappenabdeckung in den Rundungsbereichen der vorgefrästen
 Landeklappenabdeckungen mit einem scharfen Stanlymesser durchzuschneiden. Danach werden mit einem
 Metalllinieal die Längsschnitte an der Folie und an den Balsastegen aus der Fertigung durchgeführt. Jetzt kann
 die künftige Klappenabdeckung entnommen werden.

 Wieter geht es so: Um den Motor in den Schacht zu bekommen, muss auf Seite zurrWurzelrippe hin, der
 Boden des Schachtes etwa 15mm auf gesamter Breite verbreitert (Dremel Handfräser o.Ä.) werden. Auch
 die Ausnehmung für den Motor in der daneben liegenden Rippe muss in der Breite vergrößert werden, damit
 die Klappe mit dem Motor voran, schräg unter die Beplankung eingeschoben werden kann. Danach kann die
 Klappe probeweise in den Schacht eingedrückt werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Beplankung 
 beim Einfädeln vom Motor nicht nach oben gehoben wird. Ist das der Fall, muss der Schachtboden tiefer ge-
 fräst werden. Ist der Motor eingefädelt, kann die Klappe in die andere Richtung, knapp unter die Beplankung 
 hineingeschoben werden. Jetzt sieht man bei diesem ersten Passversuch, dass die Klappenoberseite etwas
 zu lange ist. Sie muss an beiden Enden etwa 2 - 3mm  gekürzt werden. Die passend gemachte Klappe wird
 nun in den im Alugehäuse vorgesehenen Bohrungen mit zwei 2mm Senkkopfschrauben am Balsaholz ange-
 schraubt und damit gegen seitliches Verrutschen gesichert. Nach oben kann sie nicht weg, da sie ja von der
 Flügelbeplankung gehalten wird. Zueltzt wird die beim Arbeitsbeginn ausgeschnittene Klappenabdeckung auf
 der Klappe oben zart aufgeklebt. Wem der entstandene Spalt zu groß ist, der muss eine neue Abdeckung
 anpassen.

 Kabelbaum Anfertigung

 Meine Finger sind schon zu unbeweglich, um die Kabel aus den Targflächen durch den Rumpf zum Empfänger
 zu ziehen. Der umgekehrte Weg gefällt mir besser. Daher werden am Empfänger Kabel für die Querruder und
 die Bremsklappen angesteckt und unter dem Servobrett nach oben zu den Öffnungen gefädelt, wo die Kabel
 aus dem Rumpf einige cm lang heraushängen. Wird die Tragfläche aufgeschoben, können die Stecker wesent-
 lich einfacher zusammengesteckt werden.

 Ersatz der Kabinenhaube

 Man möchte meinen, dass man für dieses noch nicht so alte Modell recht einfach eine Ersatz-Kabinenhaube
 kaufen kann. Bei den österr. Modellbaugroßhändlern ist keine Beschaffung zu erwarten. Beim Hersteller selbst,
 nicht allzuweit von der österreichischen Grenze entfernt in Tschechien, wird man auch keine Privatbestellungen
 akzeptieren, da man nur an Großhändler liefert. Also muss man bei einem Unterhändler nachfragen.
 Nachgefragt bei Fa. Pollack, muss man das Datum des Bausatzkaufs bei dieser Firma wissen, sonst geht gar
 nix. Also wie soll ich als Drittbesitzer wissen, wo und wann das Modell gekauft worden ist? Aber bei der Firma
 gibt es oft auch bei anderen Modellpiloten unverständliche Reaktionen, wie man hört.

 Bei Fa. Modellmarkt24.de gab es die Haube prompt auf Lager und sogar für das Royal Modell (ident mit dem
 Pollack Modell)  und sie war alsbald im Haus. Die Haube muss natürlich zugeschnitten und angepasst  werden,
 bevor sie aufgeklebt werden kann. Hernach ist noch ein wenig Lackierarbeit erforderlich, wofür noch der pas-
 sende, hellbeige Lack zu beschaffen sein wird. - Umgebaut wird aber erst nach einigen gelungenen Flügen.
 Die Flügelbeschriftung D-14-295 wurde jedoch schon angefertigt und bereits aufgeklebt.

 Flugerprobung

 
Da die Minimoa bereits eingeflogen worden ist gehe ich davon aus, dass die EWD (nicht nachgemessen) und
 die Lage des Schwerpunktes passen. Nachdem auch alle Ruderausschläge und -einstellungen nach den An-
 gaben des Vorbesitzers vorgenommen und im Sender einprogrammiert worden sind und auch die nachgerüs-
 teten  Störklappen funktionieren, stünde einem Erstflug nichts mehr im Wege. Zuvor möchte ich jedoch mit
 meiner alten Minimoa E noch mehr Flugerfahrung sammeln, damit dieses schönere Modell nach den ersten
 Flügen möglichst weiterhin so schön bleibt.

 Danach wird berichtet wie dieses Modell fliegt.
 
       
       
Bilder von Minimoa Pollak - die Klappen Blick auf das freigelegte Einbauprofil Klappengehäuse unter der Beplankung und befindet sich bereit zur Befestigung Klappengehäuse reicht unter die Beplankung
 
Klappe voll ausgefahren   Klappe eingefahren  
Minimoa mit nachgerüsteten Störklappen      
fertige Minimoa Royal    
Vergleisbilder Minimoa Pololack (vorn)
und Royal (hinten) 
beide Modelle stammen von einem Produzenten