Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   Sagitta   (Carrera)
 

 
 Die Sagitta war immer schon ein Modell nach dem ich Ausschau gehalten habe.
 Schon etwa 1979-1980 hatte
ein Freund das Modell gekauft, gebaut und selten
 geflogen. Sein Flugspass hielt sich in Grenzen und trug nicht dazu bei, dass ich
 mir damals dieses Modell gekauft habe; es war mir auch zu teuer. Nach dem Tod
 des Freundes erbte das Modell ein anderer Modellflugfreund. Auch er flog nur
 selten damit; nur einmal. -  Bei einem Besuch bei ihm sah ich den Rumpf liegen
 und fragte nach ob er das ganze Modell hätte oder nur den Rumpf. Er bejahte
 meine Frage und schenkte mir einige Zeit später das Modell. - Als Carrera-Fan
 habe ich mit diesem Oldtimer eine riesige Freude und werde, irgendwann, auch
 damit fliegen.


Sagitta, (Carrera)
Flugvideo

 
 Daheim angekommen sah ich, dass es in sehr gutem Zustand war, wohl mit einigen alten Dellen im hinteren
 Rumpfbereich. Bei der Reinigungsaktion musste ich die Rumpfspitze rot lackieren und die Dellen durch rote
 Klebefolie optisch kaschieren. Zuletzt wurde die silber lackierte Kabinenhaube in dunklem Blau ünerlackiert.
 Fertig. So gefällt mir der Flieger noch besser.

 Der Einbau eines Jeti-Empfängers-R5 EX gelang mit geringem Aufwand. Der Musterakku, eine Li-Ion-Akku
 wurde durch einen NiMh-5-Zeller ersetzt. So wie zuvor wurde er auf einem kleinen Brettchen angeklettet. Nach
 den Angaben zum Schwerpunkt sollte das Modell also einsatzbereit sein. In den Tragflächen befinden sich
 noch alte graue Graupner-Schieberservos für die Querruderanlenkung. Um die Servos mit moderneren Anla-
 gen steuern zu können, hat mein Freund zwei Signalkonverter gebaut, die perfekt ihrem Zweck dienen.

 Zuletzt wurde die Programmierung des Modells vollendet. Die händisch übertragenen Einstellwerte meines
 Freundes passten sehr genau. Lediglich die Einstellung der Querruder als Bremsklappen musste auf meinem
 Sender aus der ersten MC 24-Serie etwas anders vorgenommen werden, doch das Ziel wurde erreicht. Künf-
 tig wird das Modell mit der MC 20 Hott in Verbindung mit der Jeti-Profi-Box geflogen werden.

 Technische Daten

 Spannweite: 2200 mm, Länge: 1280 mm, Gewicht: 2,15 kg, EWD: ~ +0,6 Grad, CG: 84mm
 Ruderwege: Querruder:+20/-10mm, Höhe: +/- 10mm, Seite: +/-25mm, Bremsstellung (oben): +20mm


 Mein vorerst erster Flugversuch
 
 Auf dem flachen Südosthang in Obergänserndorf versuchte ich bei durchschnittlich 24 km/h Windgeschwindig-
 keit meinen Erstflug. Der erste Start erfolgte mit ein wenig zu geringem Höhenruderausschlag und die Sagitta
 landete einige Meter vor mir am Feldweg.

 Da die Starttechnik des Modells eine Sache für sich ist, man kann den Rumpf nur hinter der Fläche halten und
 auf einer Fläche, daher dauert es einige Sekunden, bis die Hände an den Steuerknüppeln sind. Beim zweiten
 Start wartete ich auf stärkeren Wind, damit der Flieger genügend Fahrtwind nach dem Start hat, um steuerbar
 zu sein. Nun, mit 5m Flughöhe kam ich nicht wirklich weit. Ich kurvte so gut es ging, um auf dem flachen Hang
 irgendwo ein wenig Aufwind zu erhaschen, damit ich höher hinauf und dann weiter hinaus vor den Hang hätte
 fliegen können. Es war verflixt, im nächsten Moment war der Wind wieder schwach.  Es folgte daher eine
 Aussenlandung im Acker. Der Acker war zwar umgeackert, aber es ragten noch dicke harte Gewächsstummel
 aus der Erde heraus. Fazit, einige starke Kratzer auf der Flügelunterseite, deren spätere Behebung etwas
 Bügelarbeit erforderte.

 Beim Rückweg von der Modellbergung nach oben, bließ der Wind plötzlich wieder kräftig, so wie ich meinte,
 dass er für die Sagitta ausreichend stark wäre. Also sofort noch ein Start. Diesmal flog ich etwa drei Minuten
 lang. Fliegen ist zu viel gesagt, ich krebste wieder erfolglos in der stark verwirbelten Luft umher. Leider ist die
 Luftströmung am flachen Hangrücken bis in ca.15m Höhe sehr verwirbelt. Da geht es von einer auf die andere
 Sekunde nach oben und dann gleich wieder nach unten. Es beutelte den Flieger schrecklich. Kann man die
 Höhe halten und vor den Hang hinaus fliegen, dann beruhigt sich die Sache und der Flieger steigt und fliegt
 herrlich. Doch so weit kam ich nicht, denn nach 3 Minuten war das herumsuchen nach Aufwind  zu Ende.
 Wiederum Außenlandung im Acker, diesmal aber etwas näher.
 Vielleicht hätte ich versuchen müssen, den Flieger weiter vor den Hang hinaus in ruhigere Aufwinde zu fliegen
 und dabei einen vorübergehenden Höhenverlust und gegebenenfalls lange Rückholwege in Kauf zu nehmen.
 Bedingt durch meine körperlichen Schwächen verzichtete ich auf diesen Versuch, denn ich hätte den Flieger
 nicht den Hang nach oben bringen können.

 Zusammengefasst denke ich, dass die Sagitta ab 25km/h Windgeschwindigkeit fliegt, wenn der Hang genug
 steil ist und günstigen Aufwind bringt. Bei dem flachen Hang in Obergänserndorf reichte es heute nicht. Erfreu-
 lich ist für mich, dass das Modell gut steuerbar ist, aber die Zumischung des Seitenruders zum Querruder
 deutlich verstärkt werden muss. Vielleicht muss man auch den Ruderweg der Querruder nach unten deutlich
 verringern, denn die Standarddifferenzierung lässt noch immer ein merkliches negatives Wendemoment zu.
 Natürlich tritt das besonders in Erscheinung, wenn man zu langsam fliegt. Die Steuerbarkeit des Modells fand
 ich bei diesem Flugversuch insgesamt gut und unkritisch.

 

Sagitta von Carrera (1979)      
  das einfache Innenleben   eingebauter Empfanger und Akku
   
Umpolelektr.f ehemal. Graupner Servos Kanalbelegung Sagitta