Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekte
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   Regent
 

 
 Eines der ersten Hangflugmodelle Stefans war der Regent. Ausgestattet mit
 einem E-Motor der früher üblichen Bürstenmotorengeneration, einem Graupner
 700 BB Neodym, hatte er, bestückt mit 8 - 10 NiCad Zellen ein beachtliches
 Fluggewicht, deutlich mehr als heute.

 In der Ebene und am Hang konnte man damit ganz gut fliegen, wenngleich keine
 besonders hervorragenden Flugleistungen in Erinnerung sind.  Insbesondere das
 Fehlen eines gesteuerten Seitenruders macht den Flieger nicht zum Flugspaß-
 erzeuger. Jedoch wurde das später geändert und ein Seitenruder eingebaut.


Regent
Flugvideo

  
 Das jahrelang verschwundene Modell wurde bei der Dachbodenräumung gefunden und jetzt reaktiviert.
 Obwohl das Modell tiefe Flächen hat, ist die Profildicke aus meiner Sicht eher gering. Das würde darauf hin-
 weisen, dass der Flieger eher schnell zu fliegen ist, da dann geringerer Ruderausschlag zum Kurven genügt.
 Fliegt man langsam, dann reicht die eingestellte Ruderwegdifferenzierung kaum aus, das negative Wendemo-
 ment am Beginn jeder Kurve auszugleichen. Darauf aufbauend wird noch dem nächsten Testflug ein kleines
 Seitenruderservo am Heck montiert und das Seitenruder angelenkt. Damit schaut die fliegerische Zukunft
 wieder deutlich besser aus.

 Aus meiner Sicht ist auch schade, dass keine Störklappen vorhanden sind, denn die würden das Landen am
 Hang deutlich leichter machen. Das Aufstellen der Querruder hat erfahrungsgemäß meist nicht die gewünschte
 Bremswirkung. Dennoch wurde diese Funktion eingerichtet. Die Wirkung wird sich beim Fliegen zeigen.

 Bei der Modernisierung wurde der altbackene Bürstenmotor ausgebaut und ein verbleibender Motor aus der
 "verunglückten" Hercules zum Antrieb ausgewählt und eingebaut. Um den Schwerpunkt ohne Bleizugabe zu
 erreichen, musste auf einen schweren vorhandenen Lipo-Akku zurück gegriffen werden. Auch ein gebrauchte
 60A-SBEC-Regler war vorhanden und wurde hier wieder verwendet. 

 Technische Daten:

 Spw: 2,40m, Länge: 1,25m, Fluggew.: 1,95 kg, Akku: Lipo 4S 3600, Regler: HobbyKing 60 A (BEC, 5,5V 4A)
 Motor Turnegy 4235/1000,  Prop: 12 x 6, Stromaufnahme: 36 A

 Flugerfahrungen:

 Der Segler wurde aus der Hand gestartet und er zog in angenehmem Winkel nach oben. Getrimmt wurde
 danach der Flieger, da er deutlich flotter unterwegs war als meine anderen Modelle. Nach einigen Kurven und
 Überflügen ergab sich, dass mit Höhenrudertrimmung in Neutralposition geflogen werden kann. Die Einstellung
 der Querruder im Hinblick auf deren Differenzierung, sowie die Beimischung von Seitenruder, ergab schön
 geflogene Kurven ohne Schiebeeffekt. Nach einigen elektrischen Steigflügen wurde flott geflogen und eine
 Rolle versucht. Damit sie schön wird, muss jedoch künftig mehr Fahrt aufgenommen werden, doch drehte das
 Modell die Figur durch. Der Test der mit nach oben gestellten Querrudern zeigte, dass das Modell etwas lang-
 samer wird und mit händisch gegebenem Tiefenruder in einen leichten Sackflug geht. Da werden noch weitere
 EInstellflüge erfolgen müssen, um die Wirkung zu optimieren. Die Landung verlief problemlos.

 Zusammengefasst ist der Regent ein unkritisch und sehr angenhem zu fliegendes Modell, das auch Wenig-
 flieger beherrschen können.


 Flugtest:  Um beim nächsten Einsatz bei hochgestellten Querrudern nicht Tiefenruder steueren zu müssen,
 wurde dafür ein Mischer mit 20% Tiefruder eingerichtet. Es ist besser, den Sinkflug durch Höhenruderkorrek-
 turen vorzunehmen als Tiefenruder steuern zu müssen. - Ein neuerlicher Test wird zeigte, dass noch etwas
 mehr Tief beigemischt werden. Ebenso kann das Mischverhältnis Querruder<>Seitenruder noch ein wenig
 vergrößert werden, damit in langsam geflogenen Kurven der noch bestehende geringe Schiebeflug eliminiert
 wird.

 Beim zweiten Flug herrschte nur Wind mit max. 5km/h und Thermikbereiche. Gegenüber dem Erstflug habe ich
 das Modell langsam geflogen und hoch getrimmt. Damit musste ich nicht ständig ziehen, um den Segler nach
 oben zu bringen. Die Lehre daraus: Falls wieder bewußt thermisch geflogen werden muss, denn den leichteren
 Lipo-Akku 4S 3300 verwenden, damit der Schwerpunkt nach hinten rückt. Damit könnte man sich das Hoch-
 trimmen sparen. Doch der Gewichtsunterschied zwischen den Akkus beträgt 30g. - Bei mehr Wind ist vielleicht
 doch der schwerere Akku günstiger.

 Bei dem  48 Minuten langen Flug wurde das Modell  aus großer Höhe genügend schnell gemacht und eine
 Rolle geflogen. Diesmal sah die Figur schon wie eine Rolle aus. Das heißt, der Flieger kann auch Kunstflug.
 Die Testtung der hochgestellten Querruder zur Verlangsamung und um zu sinken, funktionierte nicht befríedi-
 gend, da noch mehrTiefenruder beigemischt werden muss. Dennoch war eine Wirkung feststellbar. Durch
 die ungünstige Lage des Schalters für die Klappen am Sender ist das System nicht optimal nutzbar, da in der
 Landefase der Schalter nicht gut erreicht wird, wenn die Ruder wieder normalisiert werden sollten.
 
 Bei den oft erheblichen Steigflügen in der Thermik wurde klar, dass das Modell nicht gut sichtbar ist. Daher
 wurden an den Oberseiten der Tragflächen und am Höhenruder Leuchtfolien aufgeklebt. Das Modell lässt sich
 hervorragend kreisen und verliert dabei kaum Höhe! Für optimale Landungen besonders im engen Gelände
 bei Hängen, würde sich der Einbau elektrischer Störklappen lohnen.

 Beim dritten Flugversuch ging etwas Wind der sich mit Thermiken ablöste. Es konnte rasch Höhe erflogen
 werden und weite Flüge hinaus vor den Hang. Ein Looping und eine Rolle weit draußen gelangen sehr gut.
 Und wenn es schon recht hoch geworden ist und der Segler kaum mehr sichtbar war, half der Kurvenflug, bei
 dem sich die Leuchtfolie doch gut erkennen ließ. Die Tiefenbeimischung bei ausgefahrenen Klappen funktio-
 nierte schon, wird aber noch auf 30 % vergrößert. Das Modell wird bei hochgestellten Querrudern schon sicht-
 bar langsamer und verliert dabei auch gemächlich Höhe. Die Ein- und Ausschaltung der Hochstellung muss
 mit einem anderen Geber erfolgen, damit im Landeanflug der Aufsetzpunkt besser erreicht werden kann.
 
 Und wieder muss ich sagen, der REGENT ist ein tolles (altes) Modell aus den 80ziger Jahren!


       
Regent (noch ohne Seitenruder)      
die neue EInbaulage des HR-Servbos  Rumpf mit Akku und Regler  der neue Spinner  das Servo und die Montagesituation
   
neues Seitenruder angebaut Seitenruder fertig    nach dem erfolgreichen Erstflug 
nach dem Erstflug, 22.08.19 zweiter Flug am Hang, 23.08.19 nach Flug am 27.08.2019