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   ZIL 157  -  RUS-LKW mit Sechsradantrieb   M 1:16  (JJRC Q60, China) 
 
 
 
 Zur Ergänzung der russischen LKW-Sammlung konnte ich einem Sonderangebot
 für einen ZIL 157 von JJRC nicht widerstehen. Wohl wissend, dass es bei dem
 Fahrzeug keine Proportionalsteuerung gibt, so kann das Fahrzeug trotzdem ein
 wenig Fahrspaß bereiten. Zwar ist der Motor des Vehikels bekannt schwach,
 doch kann man einen etwas stärkeren Motor einbauen, der zu etwas mehr Steig-
 leistung verhilft. Der Aufbau des Fahrgestells ist dem des M 35 6x6 ähnlich aber
 einfacher aufgebaut.  - Es wird sich beim Betrieb zeigen, ob dieses Modell auch
 einen Fahrtag überstehen kann.
 
 Technische Daten:
 Länge:  41,5cm, Breite:  14,5cm, Höhe:  15cm, Gewicht: 1,2kg,
 Fernsteuerung 2,4Ghz, Antriebsakku: 6V 700mAh
 Nachgerüstet wurde ein 2-Gang-Getriebe, Fernsteuerung: FS-GT3C

ZIL 157 , RUS LKW
Fahrvideo

 
 Das Modell ist gefällig, was durch die Fahrerhausinneneinrichtung mir Lenkrad, Armaturenbrett und Schalt-
 hebel, sowie durch die öffenbaren Türen, unterstrichen wird. Die bescheidene Steuerungstechnik, fernab von
 einer Proportionalsteuerung, ist aber kein Superding. Aber um 29.- € darf man nicht mehr verlangen, denn da
 kostet schon ein Ersatzantriebsaggregat für das Auto mehr. -  Interessant ist, dass beim Q 60 wirksame
 Differentiale vorhanden sind. Die wären bei Geländefahrten kein Gewinn, wohl aber auf ebenen Flächen.

 Der bisherige Fahrtest war im Rahmen der Fernsteuerung und der Fahrzeugmechanik erfolgreich. Allerdings
 ist einzuschränken, dass man das Lenkrad bei Linkskurven deutlich an das Sendergehäuse drücken muss, da-
 mit das Auto auch abbiegt. Die Fahrgeschwindigkeit ist relativ hoch und der mit dem Taster zu reduzierende
 Geschwindigkeitsunterschied ist minimal. Für Fahrten im Gelände, wie zB in Gras, kommt der LKW rasch an
 seine Grenzen; ebenso fehlt Kraft für Steigungen von mehr als 15°. - Wie gesagt, für die Enkelkinder ist der
 LKW brauchbar.

 Wegen eines Elektronikschadens bei dem kleinen M 35 wird die Steuerung des Zil als Ersatz verwendet. Für
 den Zil kommt die neue FlySky-Fersteuerung  FS-GT3C zum Einsatz. Es wurde ein 20SA BEC-Regler und
 ein Lenkservo eingebaut. Dann kann der Zil ordentlich proportional gesteuert werden, wenngleich er mit der
 bestehenden Motorisierung im Gelände schwach bleiben würde. Ein stärkerer Motor mit Zweiganggetriebe
 wird zur Verbesserung der Fahrleistungen eingebaut. 
 
 Der Einbau des Zweiganggetriebes erfordert den Ausbau der Vorderachse und dann des vorhandenen An-
 triebes. Nur dann lässt sich der Rahmen etwas aufweiten und man kann die Vorderachse und den Antriebsteil
 herausziehen. Danach wird das mit dem Schaltservo schon im "Trockentraining" erprobte Zweiganggetriebe
 so weit eingeschoben, dass das Schaltservo bereits unter der Ladefläche zu liegen kommt. Die Befestigungs-
 bohrungen sind vorhanden und das Getriebe kann angeschraubt werden. Danach wird die Vorderachse wie-
 der eingeschoben und befestigt.

 Jetzt folgt der kritische Teil der Umbauarbeit, der EInbau der neuen Gelenkswellen. Dazu müssen die Kunst-
 stoff Gelenkstücke, die an den Trieblingen angeschweißt sind, entfernt werden. Dazu ist der Ausbau des Trieb-
 lings erforderlich, damit er beim Zerschneiden nicht beschädigt wird. Anschließend müssen die Gelenkwellen
 angepasst werden. Die vordere Gelenkwelle aus dem Sortiment von WPL kann unverändert verwendet werden.
 Die Gelenkwelle zur die Hinterachse ist um einige Millimeter zu kurz und muss verlängert werden, da es
 keine längeren Gelenkwellen zu kaufen gibt.

 Die Verlängerung erfolgte durch absägen des Gleiststückes am Gelenk. Im Gelenk ist ein M4 Gewinde
 geschnitten worden. Als neues Gleitstück wurde eine M4x40 Schraube mit kurzem Gewinde verwendet. Die
 Schraube wurde vom Kopf befreit und an diesem Ende eine 2mm Bohrung für den Mitnehmerstift gebohrt.
 Danach konnte die Schraube auf die erforderliche Länge abgelängt werden. Anschließend erfolgte der
 Zusammenbau und das Gleitstück wurde mit Loctide gesichert und in das Kardangelenk eingeschraubt.
 Danach wurde das Gleitstück eingeschoben und der Mitnehmerstift in das neue Gleitstück eingeschlagen.
 Ganz rund läuft die Kardanwelle nicht, aber das tun auch die gekauften Wellen nicht.

 Da die Länge der Trieblinge an der Vorder- und Hinterachse zu kurz für die Befestigung der Kardangelenke
 waren, mussten die Differentiale geöffnet und die Trieblingszahnräder entnommen werden. Mit Vorsicht
 konnten die Trieblinge in dem breiten Schaft der Kegelräder je ca. 3mm herausgeschlagen werden, wodurch
 danach ausreichend Platz zur Befestigung der Kardangelenke entstanden ist.

 Bedingt durch die Umrüstung auf eine andere Empfangsanlage musste im Fahrerhaus Platz für Empfänger
 und Kabel geschaffen werden. Zu dem Zweck wurde im Fahrerhaus der Boden teilweise herausgeschnitten.
 Weiters mussten zur Befestigung des Fahrerhauses an der Hinterseite zwei Alubleche verwendet werden, da
 die originale Befestigung am Getriebeteil des Motors wegen des Umbaus weggefallen ist.

 Fahrtest

 Am Testhang für unsere Allradfahrzeuge ließ ich den Zil hochfahren. Die Steigung stellte kein Problem dar,
 wohl aber fehlender Grip der Räder auf dem Boden mit vielen Fichtennadeln. Leider sind die Achsen nicht
 starr durchverbunden und besitzen ein Differential, sodass bein Durchdrehen eines Rades auf dieser Achse
 der Vortrieb wegfällt. Dabei hilft auch die optimale Achsaufhängung des Zil auch nichts. Zusammengefasst
 ist der Getriebeumbau sinnvoll, da in Steigungen der langsame Gang deutlich bessere Fahrleistungen erbringt.
 
     
       
       
neu: Lenkservo, BEC Regler, Empfänger Draufsicht mit neuem Sender Vorderachse wird ausgebaut  die komplette Vorderachse 
Geöffnetes Vorderachsdifferential  fertig zur Fahrerhausmontage  Auschnitt im Fahrerhaus  das Getriebe und die Haltelaschen für das Fahrerhaus 
 
Blick auf den Empfänger  Unteransicht mit Zweigangetriebe  Einsatzbereit mit GT 3 C - Fernsteuerung