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   Marauder  Motoryacht  (Robbe)   -   Umrüstung Brushless, Schnellfahrversion       (zurückgegeben)
 
 
Die Yacht Marauder mit dem Robbe Navy 6V Getriebeantrieb wurde von mir
 nach der Instandsetzung für einenFahrbetriebn zuerst  brav mit einem 6V Blei-
 akku gefahren, wobei die Fahrleistung nicht sehr überzeugte. Da die Yacht
 zwar kein Rennboot ist, aes wünschenswert wäre , wenn sie etwas agiler unte-
 rwegs sein könnte,  wurde auf 2S Lipo Akkus umgestellt. Beim Fahrtag im
 Werfthafen sah das Fahrbild schon besser aus und würde auch Anfängern
 wohl gefallen.

 Doch die eingetrudelte und fahrtbereit gemachte Yacht Jaguar C 66 motiviert
 und da entstand Idee, die Yacht Marauder mit einem Brushlessantrieb auszu-
 rüsten und weiters sie nur auf ein Ruderblatt umzubauen. Dadurch sollte das
 künftige Fahrbild sportlicher aussehen und das Fahren mehr Spaß machen.

 Um die Yacht optisch mehr aufzuwerten, muss nach den ersten Fahrtetst der
 Rumpf und der Aufbau neu lackiert werden. Als Problemquelle erwies sich die
 Materialqualität des Aufbaus. Der Aufbau ist ein großes Pressteil, welches in
 20 Jahren vergilbt und sehr brüchig geworden war. Bei den Arbeiten brachen
 zahlreiche Stellen ab, die nur mit dünnem Sekundenkleber repariert werden
 konnten.

 Über die Umbauarbeiten und die diversen Schwierigkeiten wird nachfolgend
 berichtet. Insgesamt gesehen, macht die Marauder jetzt einen guten EIndruck.


 
Gegenüber Vorversion geänferte technische Daten des neuen Antriebs:
 Neues Gewicht: 3400g
 Motor: Brushless EVO TURBO 3548-1150kV, max. 623W,
 Rennprop 2 Blatt 45 Dm, (vorher 40 Dm)
 Regler: NN 60A BEC,
 Antriebsakku: 2 x 3 S 5200 Lipo parallel,
 Fernsteuerung: Flysky i6X (5), Funktionen: Motor und Ruder, -
 Sensoren für Motortemperaturüberwachung und Akkuspannung
 Später wurde auf einen Exmitter EX 7 Sender umgestellt, aber nicht erprobt.


Marauder (Robbe)
Fahrvideo







 Die Umrüstung auf Brushless Antrieb etc.

 
Am Modell wurde der Aufbau abgenommen und alle technischen Einbauten im Rumpf ausgebaut.
 Auch die Doppelruderanlage wurde zerlegt und die Ruder entnommen. Danach wurden beide Ruder-
 rohre ausgebohrt und entfernt, da auf ein Einzelruder umgebaut wird. Um die Löcher zu verschließen
 wurden Holzstopfen mit 5 Minuten Epoxy eingeklebt und grob verschliffen.
 Das anschließende heikle Herauslösen des Stevenrohres wurde nach Demontage der Propeller in
 Angriff genommen. Mit der Dremel Trennscheibe wurde entlang dem Stevenrohr so weit eingeschnit-
 ten, bis das Rohr lose war und ausgebaut werden konnte.
 
 Inzwischen wurde ein Compact-Stevenrohr mit Motorbefestigung bestellt und der Brushless Motor.
 Wie angenommen wurde, musste die Schraubenwelle um 3 mm gekürrzt werden, damit die Wellen-
 kupplung am Stevenrohr anliegt. Da der Motor eine 5mm Welle hat, musste die Wellenkupplung auf
 halber Länge auf 5mm Durchmesser aufgebohrt.werden. Die Montage der Wellenkupplung auf der
 Welle zeigte, dass die Motorwelle ebenfalls um 3 mm gekürzt werden musste. Nun konnte der Motor
 mit der Montageflansch am Stevenrohr verschraubt werden und das Stevenrohr ist damit für den
 Einbau fertig,

 Bevor das Stevenrohr eingebaut werden konnte, war der Einbau eines neuen Ruders erforderlich.
 Um eine bessere Abdichtung zu erreichen, wurde vor dem Einbau das Rohr am unteren Ende mit
 einem Körner aufgeweitet, wo es als Auflage für einen O-Ring dient.- Um das Ruder Führungsrohr
 einzubauen, muss am Heck uauf gleicher Höhe mittig eine Bohrung eingebracht werden. Nach Kon-
 trolle der genauen Einbaulage des Ruderrohres, wurde es mit Stabilit eingeklebt.Zur Verbesserung
 der Festigkeit wurden Stützwinkel an drei Seiten des Rohres angeklebt. Zuletzt wurde zur Abdich-
 tung des Rohrdurchgangs am Rumpf  mit 5 Min Epoxy vergossen.

 Der nächste Schritt war dem Einbau des Stevenrohres gewidmet. Damit die Neigung des Stevens
 so flach als möglich wird, wurde die 40 Dm Rennschraube montiert, sodass der Abstand zum
 Rumpf nur gering ist.  Auch der Abstand zur Ruderfinne wurde kurz gehalten, wodurch künftig beim 
 Propellertausch das Ruder ausgebaut werden muss! - Um die Welle flach zu bekommen, wurde im
 alten Motorspant eine Einfräsung für den Motorflansch eingebracht und so lange vertieft, bis der
 Wellenwinkel zum Rumpf möglichst flach war. Eine vorbereitete Sperrholzscheibe wurde mit einem
 Durchbruch für den Motorflansch versehen und verklebt. Diese nicht üppigen Klebeflächen sollten
 ausreichen, da das Stevenrohr mit dem Rumpf mit 5 Minuten Epoxi Harz vergossen wurde.
 
 Motor- und Welleneinbau

 Vor dem Einbau des Motors mussten im eingeklebten  Motorspant zwei Öffnungen eingefräst wer-
 den, damit man die Motorschrauben festziehen kann. Danach wurde das Stevenrohr mit Pressluft
 gereinigt und motorseitig Öl in das Wellenrohr geträufelt, damit es über das Sinterhager zum hinte-
 ren Lager rinnen kann. Danach konnte die Schiffschraubenwelle eingeschoben werden. Anschlies-
 send wurde der Motor am Flansch aufgesetzt und die Welle in die Kupplung gesteckt. Der Motor
 wurde mit den Schrauben befestigt, sodass weiters die Welle in der Wellenkupplung festgeschraubt
 werden konnte. -  Mangels Möhlichkeit zum EInbau eines Wellenölers, muss küftig bei Nachölung
 die Welle ausgezogen werden. Dazu muss vorher dass Ruder entfernt werden.
  
 Der nachfolgende Testlauf des Motors konnte mit dem neuen Regler erfolgreich durchgeführt wer-
 den. Die Anbringung eines Flysky-Temperatursensors wird zum Schutz des Motors  verwendet.
 Die derzeitige Sender-Wegeinstellung beträgt Vorwärts 100% und Rückwärts 55%. Damit ergeben
 sich folgende Leerlaufdrehzahlen:   mit 3 S: ~14.000/10000U/Min,  mit 2 S:  ~9000/7000U/Min.
 Der Fahrversuch wird zeigen, welche Akkus zum Einsatz kommen.


 Diverse Arbeiten am Schiff
 
 Rumpf:  Im Zusammenhang mit dem Einbau eines neuen Stevenrohrs und der Verkittung des Wel-
 lendurchbruchs und der ehemaligen Ruderbohrungen, stand nun die Lackierung des Rumpfes an.
 Er wurde abgeschliffen und mit Filler bzw. Grundierspray weiß gespritzt. Nachdem das Zuviel an 
 Filler abgeschliffen worden war, konnte der Rumpf weiß lackiert werden. Die Lackierun ist nur 
 durchschnittlich gut gelungen. Schließlich wurde am Folgetag der Unterwasserrumpf mit Rot
 lackiert. Dabei wurde im Bugbereich von der Wasserlinie abgewichen; im Heckbereich passt sie.
 Zuletzt bestimmt das Fahtrbild die Gewichtsverteilung im Boot.

 Aufbau:  Bedingt durch die Alterung des Kunstsoffs des Aufbaus, ist dieser sehr bruchgefährdet 
 und bricht  bereits bei geringen Spannungen. Die Klebung mit Sekundenkleber dünn funktioniert
 gut. Um bei Reparaturen besser ins Innere des Aufbaus zu gelangen, wurde die Inneneinrichtung
 entnommen und durch einen Holzrahmen ersetzt. Der Werkstoff des Pressteiles "Aufbau" ist  in 20
 Jahren sehr spröde geworden und vergilbt, sodass die Fenster unschön in oranger Farbe hervor-
 stachen. Um die Optik zu verbessern, wurden die Scheiben zuerst innen mit Mahagoni Beize ge-
 strichen, wodurch sie einen Rauchglaseffekt bekommen sollten. Mangels Haftung der Beize gelang
 das nur ungenügend. Als Verbessetrung des Deckeffekts wurde eine transparenten Besprayung
 mit Schwarz  durchgeführt, die gut passt. Auch die obere Fensterpartie konnte nach dem Abbau
 des Armaturenbretts derart eingefärbt werden. Das Ergebnis ist gefällig.
 Bedingt durch die Brüchigkeit ist am unteren Ende der Hecktüre Material ausgebrochen. Das wurde
 nicht ersetzt, da sich daurch eine Abluftöffnung aus dem Rumpf ergibt.
 
 Der Aufbau musste an vielen unschön aussehenden Stellen mit Schnellspachtel ausgebessert,
 geschliffen und mit weißem seidenmattem Lack gestrichen werden. Leider war das keine gute Ent-
 scheidung, da man danach die Pinselstriche sehen konnte. Somit musste nochmals nachgeschliffen
 werden und  wurde der Entschluss gefasst, den Aufbau zu lackieren. Zuvor mussten jedoch alle
 Fenster und Öffnungen abgedeckt werden. Als Lack wurde der gleiche wie am Rumpf verwendet.
 Das Ergebnis ist zufriedenstellend und die Marauder sieht wesentlich gefälliger aus als ursprünglich.

 Fahrbericht

 Am 28. 9. 2024 wurde die erste Testfahrt mit dem neuen Motor im Werfthafen durchgeführt. Der
 Wasserstand war während dem Hochwasser sehr hoch, wie man durch die Anschwemmungen
 sehen konnte. Inzwischen ist das Hochwasser bereits um ca.5m gefallen, sodass einer probefahrt
 nichts im Wege stand.

 Zuerst wurde die Triimmung geprüft und gesehen, dass das Akkupack zu weit beim Bug lag. Der
 Versuch es zu verschieben gelang wegen fehlender Befestigungsmittel nicht. Enige Zentimeter
 hinter dem Motorspant wurden ca. 250g Bleiplatten provisorisch untergebracht und mit Isolierband
 zu befestigen versucht. Das klappte nicht, wie nach der Testfahrt zu sehen war.
 Dennoch erfolgte der Start und es kam wie erwartet, das Modell ist sehr schnell geworden. Mit 100%
 Gasweg begann das Boot zu hüpfen und glich dem Fahrbild der ungedrosselten Jaguar Yacht.
 Mit dem einprogrammierten Gasweg mit 50% fährt die Marauder sehr flott und man darf auch jetzt
 die Kurven nicht zu eng fahren. Jetzt ist das Fahren mit der Marauder spannend geworden.

 Beim Anlanden am Fahrtende wurde der Propeller selbsttätig abgeschraubt, da er durch einen
 Kontakt mit einer Schiene der Slipanlage losgeschraubt wurde. Zum Glück konnte ich das Boot im
 Wasser aufnehmen und an Land bringen. Schlimm, wenn es abgetrieben wäre, denn  das Schub-
 schiff war aus Platzgründen nicht mitgenommen worden.

 Wassereintritt war nicht gegeben. Ein neuer Propeller mit 45 Dm wurde montiert. Der nächste Fahr-
 test wird zeigen, wie der größere Propeller wirkt.

 
       
       
 
       
 Die Umrüstung auf Brushless Antrieb 
     
Anischt Getriebeantrieb Ansicht Robbe Navy Antrieb der Getriebeantrieb ist ausgebaut  Ruderstandorte zugeklebt 
Srevenausschnitt und Ruderrohr neu  Blieck auf neue Ruderrohrmontage  der Compact-Antrieb mit  3548-1150kV bei roter Marke ist der Werllenstoß 
Compact-Welle befestigt  Verbindungsscheibe zum Motorspant Blick auf die Klebestelle Stevenrohr  
Blick Motor bis Heck  der neue Rahmen im Aufbau  Fenster verdunkelt  Aufbau schwarz getönten Scheiben
der lackiere Rumppf  Rumpfunterseite auch lackiert    der Antrieb mit den Akkus 
fertig bis auf Kleinigkeiten