Meine
Erfahrungen mit Antriebsakkus Wahl
der Akkutypen
Zu einem motorbetriebenen Modellschiff braucht man
Stromquellen, die Akkus. Nachdem ich vom
Modellflug her einige Lipo Akkus habe, war der erste Ge- danke,
diese nach Möglichkeit auch für meine Schiffe zu verwenden.
Damit werden sie öfter benützt und
liegen nicht unnütz im Blechkasten herum. Nun
muss ich sagen, dass mir die Forum-Experten immer eher
abratend zu den Lipos geantwortet haben.
Besser wären LiFePo Akkus oder gar die alten Blei Akkus.
Blei Akkus Oft
von den Vätern des Schiffe-Forums darauf hingewiesen,
anstelle der Lipos doch Blei
Akkus zu verwenden, ergab sich erst spät die Einsicht,
dass sie recht haben. Blei Akkus haben auch den Vorteil, dass ich mir das
Einkleben von Bleiplatten zum Teil ersparen
könnte. Doch die Lipos können baugrößenbedingt einfacher und
tief am Rumpfboden in leichten Schiffsmodellen
untergebracht werden. Zu- sätzliche Bleiplatten
(je 65g) sind auch leicht am Rumpfboden zu platzieren.
Das Argument "pro Blei Akku" stimmt natürlich,
und bei den größeren Modell- en, wie in meinem
Feuerlöschboot Düsseldorf und bei der Wassertor sind je
4 Akkus parallel geschaltet und liefern gut
13Ah in jedem Schiff. Die alte Theodor Heuss,
M 1:25, wird von zwei parallel geschalteten 6V
3,4Ah Akkus (schon Standardtype bei mir) im
Rumpf versorgt und bei der Yamato (Nichimo) , passt ein
großer 6V Blei Akku mit 12,5 Ah und 1650g Gewicht
optimal in den Plastik- Rumpf.
Für
den Blei Akku Einsatz entschied ich mich aus erstem Grund, wegen der
6V Motor-Nennspannung bei den alten Modellem, wegen der Baugröße
und der Kapazität (etwa gleich wie
meine Lipos) und speziell dem fallweise gewünsch- tem
Gewicht, der relativen Ungefährlichkeit und dem
niedrigen Preis . Als Luxus lestete ich mir
ein Vierfach-Ladegerät zur gleichzeitigen Ladung von 4
Akkus mit je 2A Ladestrom pro Akku. Damit kann ich
leben. und die Ladung dauert nicht lange.
Regler umstellen
Als Ergänzung hier die Erkenntnis, dass 6V- /
12V Akkus fallweise bei elek- tronischen
BEC-Reglern infolge Versorgung mit Unterspannung, zu
deren Ausfall führen können. Die
Ursache ist einfach zu beheben, denn es muss die
Reglereinstellung LIPO auf NIMH umgestellt /
umprogrammiert werden. Und schon läuft wieder alles
wie es soll.
LiFePo Akkus habe ich wegen
der Typenvielfalt nicht in Verwendung.
Gefahrenquelle
Lipo Mit
meinen Lipo Akkus habe ich gute Erfahrungen gemacht,
allerdings auch ihre Gefährlichkeit kennen
gelernt, als beim Ladevorgang ein Lipo explodierte und
in Flammen aufging. Mir half nur das Glück, dass mein
Garagentor offen war und ich ohne Rücksicht auf meine Haut, mit der Hand den brennenden Akku samt dem dran hängenden kleinen Akkulader,
aus dem Bauraum ins Freie werfen konnte. Durch die
Explosion wurden kleine glühenden Metallteile und massig Ruß in
der Umgebung herumgeschleudert und
beschädigten abgestelle Modfellflug- zeuge bzw. deren Staubschutzfolien.
Erst nach drei Monaten war meine Innen- hand wieder verheilt. Die Zeit, Lederrhandschuhe oder
Tücher zum Schutz der Hand zu suchen, die gab es
nicht, denn dannen hätte es einen größeren Brand
gegeben. Blitz- artiges Handeln war notwendig!
Die
Explosions-Ursache war lapidar. Ich
habe in den Schiffen immer 2 Akkus parallel
angeschlossen, wobei die Akku Pakete mit Gummiringen zusammen- gehängt sind.
Auch bei der Ladung ließ ich das Akkupack
beisammen, steckte einen Akku am Lader an,
ebenso einen Balancer Anschluss. Leider erwischte ich
den falschen Balancer des noch nicht
aufzuladenden Akkus. Der Lader konnte das,
trotz der sonst einsetzenden Zeitabschaltung, natürlich
auch nicht erkennen und lud felißg weiter, bis es
dann krachte. Die Explosion war eigentich leise
und begann mit einem Fauchen. Erst dann drehte ich mich
um, um nachzusehen, was dieses Geräsuch verursacht. Doch
dann kam der Krachund die Stichflamme. Dabei
denke ich, dass ich zusätzlich Glück
hatte, dass das es nur
ein 2S 2700 Lipo war. Seither werden nur einzelne Lipos
geladen und ständig überwacht, wie der
Ladevorgang abläuft.
Akkuentladung troz
abgeschaltetem Regler-Schalter Wenigher drastisch
und gefährlich, aber ärgerlich war, dass sich ein Lipo von alleine
entlädt. Das geschah während zwei Tagen und leider bis unter die Entladegrenze. Die Ursache war, dass ich den
Akku nicht vom Regler-Stecker abgezogen hatte, obwohl
ich das sonst immer mache. Zur
Entladung kann es vermutlich durch das BEC des Reglers kommen,
denn vielleicht arbeitet der Telemetriekanal
des Empfängers noch weiter (?), obwohl keine
anderen Verbraucher aktiv sind. Vermutlich werden es
andere Modellbauer besser wissen, was die Entladung
verursacht, ich sehe es so. Irreführend ist der kleine Schalter an dem Regler,
siehe Bilder, der
ihn für den Fahrbetrieb "aktiviert",
aber den Stromzufluss nich unterbricht, wenn ich das so
richtig verstehe. Es ist mir aber auch
aufgefallen, dass ein, mit dem Akku verbundener, aber
"scheinbar abgeschalteter Regler" lauwarm wurde. Daher
scheint mir ratsam, nach
dem Fahrbetrieb immer sofort die Akkus abzustecken. Misslungener Versuch
der "Rettung" eines tiefentladenen LiPo-Akkus Doch neulich
hatte ich wie zuvor erwähnt, vergessen den Lipo Akku im Schiff
abzustecken, was zum Verlust des neuen LiPo-Akkus, in folge Tiefentladung führen
musste, wie man immer ließt. Der Akku
sieht noch immer unverformt und schön aus, sodass ich
etwas verzewifelt
war. Es ließ mir keine Ruhe und ich
versuchte, den tiefentladenen Akku
doch vielleicht irgendwie noch retten zu können.
- Nachdem der moderne Lader
aber sofort erkannte, dass mit dem 3S-Akku etwas nicht
stimmt, veruchte ich alle möglichen Akku-Typen
am Lader einzustellen,
um vielleicht doch Strom in den Akku hinein zu
bekommen. - Aber der Lader sagte NEIN!
Gelungen ist es
mir erst durch die Verwendung eines Doppelsteckers,
bei dem ich mit einem aufzuladenden gleichen
3S-Akku, den defekten Akku parallel, aber
natürlich ohne Balancer, anschloss und mitladen konnte. Ich
fuhr mit 2C
in die Akkus hinein und beachtete mit Argusaugen den Span- nungszuwachs bis
3,9V erreicht waren. Dann schaltete ich ab und ließ
beide Akkus über Nacht liegen.
Am Folgetag schloss
ich den defekten Akku wieder an und siehe da, die
Ladung hielt und die Überlistung des Laders ist
gelungen.
Nach einigen Tagen Lagerung wurde eine Entladung auf
Lagerspannung versucht, doch der Lader schrie
wieder Alarm .Tatsächlich zeigte er eine Zelle mit nur
3,0V an, die dem Air8-Lader zu gering erschien.
Um etwaige Gefahren bei weiteren Experimenten zu vermeiden, entschloss ich mich, den
schönen neuen Akku nun doch auszuscheiden.
Zähneknirschemnd
muss ich es hinnehmen, es stimmt, dass ein tiefentla-
dener Lipo nicht mehr verwendbar
ist! Mein anfangs gut
aussehender Versuch ist somit fehlgeschlagen
und ist daher nicht zu empfehlen!. Daher
ist es notwendig, Lipos immer von Verbrauchern
abzustecken!
In meinem Wiesel
(siehe Bilder) sind drei Brushlessmotore und daher drei
Regler Ezrun 18 eingebaut, die via
Verteilerleitung durch zwei parallel ge- schaltete
LiPos versorgt werden. Auch diese Regler haben die
kleinen Schalter, die ich zusammengeschlossen
habe und sie nur mit einem Schalter aktiviere.
Hier müssen beide Akkus immer abgezogen
werden, denn die
drei Regler
ziehen wie festgestell.leider Strom, auch nach "Abschaltung" des Haupt-Regler-Schalters!
Bei kurzen Fahrtunterbrechungen bis zu 15
Minuten, müssen die Akkus noch nicht von den
Reglern getrennt werden.
|
 ein
New Rain Regler für Gleichstrommotore

New Rain für zwei DC-Motore

New Rain - kein Programmieren, nur umschalten erforderlich

Brushless Rehler mit Gebläse

Blick auf 3 EZRUN 18 Regler für Brushlessmotore

Blick auf meineLipos und die 3 Regler im Wiesel

vier 6V 3,2AH Bleiakkus im Feuerlöschboot

der Vierfach-Lader |