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   US Coast Guard Patrouillienboot   (Shantou Chenghai Toybase)
 
 Für meine Enkel, wohl auch  weil es mir gefällt, habe ich ein günstiges, schönes
 Partrouillienboot gekauft. Wie man das Boot samt Fernsteuerung zu diesem
 niedrigen Preis (52.- €) erzeugen kann, ist mir ein Rätsel, aber ich bin damit zu-
 frieden. Das doch immerhin 71cm lange Boot wird in unserem Schwimmbecken
 seine erste Seereise machen und wir sind gespannt, wie schnell es fährt und wie
 es um die Kurven fahren wird usw.

 Anfang Juni 2019 war es so weit und eine Probefahrt im Schwimmbecken war
 zum ersten Mal möglich. Das Boot kann sehrt flott werden. Um langsam zu fah-
 ren dürfen die Fahrtaster nur kurz gedrückt werden. Mit den zwei Antirebsmo-
 toren können auch enge Kurven mit etwa > 5m Radius gefahren werden. Das
 sonst übliche Seitenruder ist für normale Fahrmanöver wirklich nicht notwendig.
 Enge Kurven werden durch gegenläufige Propellerdrehrichtungen ermöglicht.

 Technische Daten:
 Länge: 71cm, Breite: 17cm, Höhe ohne Mast: 21 cm,  Gewicht:  2kg,
 Akkus: 9,6V/700mAh,, 9,6V/2300mAh,
 Regler: 30A, BEC, (original Steuerung 40Mhz Tastensender),
 nach dem Umbau: Steuerung 2,4 Ghz Exmitter EX 6

 Die Akkukapazität des Antriebsakkus mit 700mAh scheint nicht üppig, ermög-
 licht aber bis 15 Minuten Fahrtdauer. Um längere Fahrzeit zu bekommen kann
 man in den beiliegenden Batteriekasten z.B. Eneloope-Zellen mit 2000mAh ein-
 legen, was zu einer Fahrzeit von hochgerechnet bis zu 30 Minuten genügt.

 Fahrbericht 1
 
 Das Boot fährt sehr schön und auch flott, wenn am 4 Tastensender geradeaus
 vorwärts gedrückt wird. Die angewendete Steuerung ist ein Manko für das eigent-
 lich schöne Modellboot, doch lassen sich auch sehr enge Kurven damit steuern.

 Fahranleitung - so muss man die Tasten drücken um fahren zu können:
 Mit der Vor-Zurück-Taste kann man geradeaus nach vorn oder hinten fahren,
 sofern beide Antriebsmotore mit gleicher Drehzahl laufen.
 Möchte man einen weiteren Bogen fahren, muss eine Vor- oder Zurücktaste
 und die Taste für die gewünschte Fahrtrichtung betätigt werden.
 Für engen Kurvenradius (3-5m) muss man die gegengleichen Tasten drücken,
 sodass eine Schiffschraube nach vor, die andere nach hinten zieht. 


Patrouillienboot USA (Firmenfoto)
Fahrvideo



das eigene Boot unterwegs ohne Mast
noch gesteu7ert mit Tastensender


der 2,4 Ghz Sender Exmitter EX6


so sieht es im Boot aus

 Die Steuerung funktioniert grundsätzlich gut, doch ist es nicht schön, ständig mit voller Kraft voraus fahren
 zu müssen. Schlimm ist dabei der Moment, wenn man nach der Fahrt keine mehr Taste drückt, denn dann
 macht das Boot eine Art Notbremsung, so dass der sonst hoch stehend Bug deutlich eintaucht und das Boot
 eher ruckartig stehen bleibt. Daher entstand die Idee und der Wunsch die Steuerung durch eine Proportional-
 steuerung zu ersetzen. - Doch das ist eigentlich keine schwierige Aufgabe, meint man. Welche Erfahrungen
 und Varianten es bei meiner Umbauaktion zustandekamen, darüber wird hier berichtet. Mag sein, dass sich
 Interessierte die Zeit nehmen, meine Aufzeichnungen zu lesen, dann können sie Arbeit und Kosten sparen.

 Einbau einer Proportionalsteuerung

 Um über einen allfälligen EInbau einer Proportionalsteuerung zu entscheiden, erleichtert ein Einblick in den
 Schiffsrumpf die Sache erheblich. Nachschau haltend, wie es im Modellrumpf drinnen aussieht wurde klar,
 dass diese Umrüstung nicht ganz so einfach gelingen wird. Zwar hätte ich eine Heng Long 2,4Ghz Steuerung
 für einen Panzer liegen, deren EInbau unproblematisch wäre, dumm nur, dass diese Steuerung höchstens
 100m Reichweite hat, was mir für ein Schiffsmodell etrwas zu gering ist. Obwohl man mit kleinen Schiffen bis
 1m Größe ohnedies nicht sehr weit wegfahren kann, ist  mir die Sicherheit willkommen, wenn die Anlage
 mehr Reichweite hat.

 Die Idee, der Einfachheit der Steuerung wegen eine antike Fernstreuerung zu verwenden scheitert daran,
 dass man einen Kreuz- bzw V-Mischer benötigt, der zwei Funktionen wechselweise steuern kann. Daher
 muss eine Steuerung mit V-Mischer verwendet werden. Da ich in meiner Sammlung eine neue Exmitter
 EX 6 - 2,4Ghz-Steuerung habe, die zwar einfach und ohne Programmiermöglichkeiten ist, aber einen V-Mixer
 und vier Ruderwegumkehren hat, begann ich mit dieser Anlage meine ersten Versuche, die zwei Motoren und
 die Kurvensteuerung hinzubekommen. Von Beginn an gab es dabei keine guten Erfahrungen.

 Dazu war nötig, für jeden Motor einen Regler zu haben, der mit 20A ausreichend sein sollte. DIese Mini-Regler
 gibt es in den 1:16 Allrad-LKWs. Sie sind einfach und um nur wenige Euros zu bekommen. Naiv gedacht, da
 passen die chinesischen Regler auch bestimmt zum chinesischen Boot. - Grundsätzlich stimmte das, doch die
 Regler haben unterschiedliche "Ansprechpunkte", da die Fertigungstoleranz nicht genügend hoch ist. Wann
 ein Motor nach vorwärts zu laufen beginnt, ist also unterschiedlich. Das ist schlimm, denn auch bei der Lenk-
 funktion gibt es Unterschiede im Ansprechverhalten. Von 4 Reglern konnten nur zwei verwendet werden, doch
 die ersten Testfahrten im Swimmimngpool verliefen chasotisch.

 Als problematisch stellte sich auch noch die Stromversorgung der Regler dar, da diese sonstt nur mit bis zu
 7,4V versorgt werden. Ob sie die 9,6V Nennspannung des Bootsakkus und voll aufgeladen ca. 10,4 V aus-
 halten, wird zu prüfen sein. Offenbar gab es mit den ausgesuchten Reglern im Fahrtbetrieb mit 10V kein
 Problem. Sie überhitzten nicht. Die beiden nicht verwendeten Regler stiegen bei 10V aus und ließen das
 hören und durch nervöses blinken der Betriebsanzeige sehen. Die Toleranzen der Regler sind im Doppelbe-
 trieb viel zu groß, bei einem Regler im LKW spielt das keine Rolle. -  Da nicht riskiert werden sollte, dass der
 Empfänger durch die eventuell nicht verlässliche BEC-Spaqnnung der Empfänger beschädigen könnte,
 wurde vorerst ein 4,8V Akku als Empfängerbatterie verwendet.
 
 V-Mischereinsatz - eine unerquickliche Geschichte

 Die Verwendung eines V-Mischers bei einer eher einfachen Steuerung funktioniert nicht ganz perfekt, da u.U.
 ein Motor etwas zeitverzögert anläuft. Bei der MC 24 u.A. könnte man diesen Effekt wegprogrammieren, bei
 der Exmitter EX 6 nicht. Im Fahrbetrieb, beim langsamen Anfahren, wird es kaum zu bemerken sein, dachte
 ich. Leider ergab der Test im Schwimmbecken, dass die Steuerung nicht richtig funktioniert. Interessanter
 Weise funktionierte die Rückwärtsfahrt immer. Bei der Vorwärtsfahrt war nicht herauszufinden, wie und wann
 beide Props gleichzeitig zu laufen beginnen und die gleiche Drehzahl bringen. Nur bei Vollgas klappt es, doch
 beim langsamen Beschleunigen hängt scheinbar immer ein Prop nach, sodass das Boot eione leichte Kurve
 fährt. -  Insgesamt eine unbefriedigende Sache und nichts für blutige Anfänger wie meine Enkel.

 Der Versuch wurde auch mit einer MC 24 vorgenommen der zeigte, dass es nicht an der EX6 Billigsteue-
 rung liegt, sondern an den Reglern. - Eine andere Lösung, umdie Schwierigkeiten mit zwei Reglern zu umge-
 hen, ist der Einbau eines Seitenruders und der Gleichschaltung beider Motore. -  Der Entschluss zu dieser
 Lösung war rasch gefasst und die 0,14²-Kabel der Motore wurden paarweise zusammengelötet und an nur
 einem einzigen LKW-Regler angeschlossen. Im Trockenbetrieb funktionierte das gut, im Schwimmbad
 machte sich Überlastung des Reglers sofort bemerkbar. Er schaltete nach etwa 15 Sekunden Vollast langsam
 ab. Also wurde ein baulich normalgroßer Auto-Regler mit 10A eingelötet, getestet und wieder ausgebaut, da
 auch er die beiden Motore im Wasser nicht richtig mit Strom versorgen konnte.

 Erst die, nach dem Seitenrudereinbau gefundene Lösung mit einem 30A Regler, verlief erfolgreich. Dieser
 Regler war zuvor im Graupner Boot Condor mit Überspannung unglücklich in Verwendung gewesen und zur
 besseren Kühlung mit einem PC-Kühler versehen worden. Er wurde danach nicht weiterverwendet und kam
 bei diesem Boot zum bisher erfolgreichen EInsatz. Der Regler konfiguriert sich automatisch, sodass das
 Vor- und Rückwärtsfahren nach dem Einschalten problemlos funktioniert. Nur der Gasknüppel muss beim
 EInschalten un Mittelstellung stehen. EIn Fahrtest im Becken bestätigte, dass mehrminütiges herumfahren
 möglich ist, ohne dass der  Regler ausfällt.
 
 Einbau eines Seitenruders
 
 Nun war klar, dass wenn beide Motore nur mehr nach vorn oder rückwärts laufen, dass ein Seitenruder ein-
 gebaut werden muss.Das Boot wurde wieder zerlegt und anschließend beim Akkuraum eine Öffnung herge-
 stellt, durch die ein 4,8V Akku in den Rumpf eingeschoben werden kann, der den Empfänger versorgt. Für
 den Akku  wurde mit Balsabrettstücken eine Lagerraume gebaut damit er nicht im Rumpf herumrutschen kann.
 Weiters wurde anstelle des originalen Schalters ein Schiebeschalter eingebaut, mit dem jetzt sowohl der
 Antriebsstrom alsauch der Empfängerstrom geschaltet wird. Der Exmitter Empfänger wird oben bei der
 Brücke eingeschoben, sodass die Antenne nach oben stehen kann und die Betriebskontrollleuchte des Emp-
 fängers sichtbar ist. Die Verkabelung von den Reglern und den Akkus wurde trennbar gemacht, damit man die
 Aufbauten abnehmen kann.

 Durch das Akkulager wurde der Platz für den EInbau eines Lenkservos verringert. Das Servo musste von
 kleiner Bauform sein, denn es durfte nicht zu hoch sein, damit es nicht am Schiffs-Batteriekasten im Deck
 scheuert. Als Ruderservo wurde ein kleines Corona DS-238MG verwendet, welches ausreichend Ruderkraft
 bereitstellt. MIt einem speziell abgewinkelten Rudergestänge kann das Ruder gut betätigt werden. Bedingt
 durch die Anordnung der Schrauben war der Ruderausschlag vorerst begrenzt und wird die Praxis zeigen, wie
 man damit zurecht kommt. Sehr enge Kurven werden sich nicht fahren lassen, das war schon beim Bau abzu-
 sehen.

 Die beiden Antriebe schließen mit ihren Propellern nämlich mit dem Spiegel, der Heckrückwand des Bootes
 ab, sodass dahinter kein Ruder angebaut werden kann. Bedingt durch die beiden Motortürme der Antriebe
 ergibt sich nur die Möglichkeit mittschiffs ein Seitenruder einzubauen und von innen anzulenken. Bei der
 Dimensionierung des Ruderblattes war die Breite und Länge des Ruderblattes begrenzt, damit das Boot
 auch weiterhin in der Aufbewahrungsbox bleiben kann. Um Fläche zu generieren wurde eine Fläche vor und
 die größere Fläche nach dem Ruderdrehpunkt gewählt. Zum Schutz des Ruders wurde eine Ruderschutz am
 Rumpf angebracht.

 Nach der Montage des Ruders, des Servos und der Anpassung des Gestänges stellte sich heraus, dass nur
 insgesamt 45° Gesamtausschlag ermöglicht. Der Fahrtest im Becken zeigte, dass der Ruderausschlag viel
 zu gering ist. - Die weit am Heck hinten befindlichen Propeller ziehen oft Luft an, was man hören kann. Um das
 zu verringern wurden über jedem Propeller Leitbleche angebracht.

 Ein Gedanke an den EInbau von Stevenrohren und Motoren etc. wurde  ausgeschlossen. Daher musste eine
 Möglichkeit gefunden werden, mehr Ruderausschlag zu erreichen. Als einzige Möglichkeit mehr Ruderaus-
 schlag zu bekommen ist, im Ruderblatt eine Ausnehmung zu machen, die beim Ausschlag über die Propeller
 gleitet, ohne sie zu berühren. Dadurch entsteht ein gelenkter Propellerstrahl, der zusätzlich zu dem neuen
 Steuerwinkel von je Seite 45° das Schiff zum EInkurven zwingen wird. Eine Verlängerung des Ruderblattes um
 2cm wird auch zu mehr Steuerwirkung beitragen. Nun steht einem Fahrversuch im Waldteich nichtsm mehr im
 Wege.

 Fahrbericht 2 -  nach Umbau

 Mit einem schwachen Originalakku ging es hinaus auf den Teich. Bereits beim Auslaufen mit geringer Leis-
 tung konnte das Funktionieren des Seitenruders bereits erfolgreich bemerkt werden. Bei voller Fahrt und vol-
 lem Ruderausschlag lassen sich nun die kleinsten Kreise mit etwa 5m Durchmesser einstellen. Das entspricht
 dem Kurvenverhalten der alten Graupner Yacht Condor. Jetzt wird ersichtlich, dass der Zweischraubenantrieb
 noch kleinere Kreisdurchmesser erlaubt. -  Enkel Konsti kam auch mit dem 2,4Ghz-Exmitter-Sender gut
 zurecht und kann den leichten Sender gut in den Händen halten und mit seinem Daumen den Steuerknüppel
 betätigen.

 Bedingt durch den schwachen Akku konnte die Fahrgeschwindigkeit wie bei der Originalversion nicht erreicht
 werden. Durch die zusätzlich oberhalb der Propeller angeklebten Abdeckungen zogen die Propeller keine Luft
 mehr, doch der Wasserwirbel der Schiffschrauben ist noch immer imposant.

 Fahrbericht 3

 Mit dem aufgeladenen Zusatzakku mit den 2300er NiMh-Zellen lief das Schiff deutlich flotter und in den Kurven
 agiler. Das merkt man dann, wenn der Enkel den Seitenruderknüppel abrupt von einer auf die andere Seite
 bewegt. Das Schiff schlägt nahezu Haken und schaukelt sich flott durch die Wellen.

 Bei meiner Fahrt wurde das Langsamfahren und die Ruderwirkung getestet und ich bin damit voll zufrieden.
 Auch bei Rückwärtsfahrt kann mit dem Seitenruder gut gesteuert werden. -  Die sich durch die Gegebenheiten
 der Konstruktion bedingten Ausnehmungen am Seitenruder haben die Wirkung des Ruders nicht gemindert,
 im Gegenteil, denn eine Schraube strömt bei EInschlag die Ruderfläche direkt an, was die Ruderwirkung stark
 erhöht. Aus der "Notlage" wurde eine gut funktionierende Seitenruderanlage geschaffen.

 Zusammenfassend gesagt, ein tolles Boot. Leider gibt es 09. 2020 dieses Modell nicht mehr zu kaufen, doch
 vielleicht könnte man später wieder nachbestellen. Vielleicht bekommt das Schiff ein Update mit einer 2,4Ghz
 Proportionalsteuerung ??? - Würde ich irgendwo ein zweites Boot auftreiben, würde ich es kaufen und zu
 einem militärischen Schiff umgestalten.

 
       
 Erste Fahrt und der nachfolgende Umbau des Bootes 
       
erste Fahrt am Waldteich ohne Mast      der originelle Sender mit den Tasten
Firmenfotos vom Boot mit Mast      
   Der Umbau und Einbau eines Seitenruders
       
die originale Empfangselektronik  die Motorgehäuse und der Kiel-Ballast  Boot zerlegt für Steuerungsumbau  das Seitenruder Var 1 
  Innenansicht mit Akkufach und Servo    der Regler und die Kabel 
Kabekverbindungen zum Aufbau die Probelmzone beim Prop  Ausschnitt ermöglicht mehr Ausschlag  verlängertes Rucerblatt mit Ausschnitt 
  Ansicht des Antriebes  Propellerschutz angebracht  die neue Anlenkung für mehr Ausschlag 
Ansichten vom Schiff  Brücke demontierbar um Empfänger herausnehmen zu können   der Schlepphaken 
      Sender mir Schiff
Exmitter EX 6 2,4Ghz  Modellschiffhafen Waldteich Würnitz
  Fahrtest mit Seitenruder
       
 Fahrtest mit Seitenruder     alles funktioniert       Fahrvideo