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   HMS Kelly, Zerstörer  F 91  (Deans Marine) - Reparatur, Restaurierung (getauscht)        
 
 
 
Kürzlich führten meine Kontakte dazu, dass mir nach der Verschenkung von
 einigen Flugmodellen samt einer Steuerung, zwei britische Kriegsschiffmo-
 delle überlassen wurden. Beide Schiffsmodelle waren offenbar schon in Ver-
 wendung gewesen und gelangten ramponiert von einem Flohmarkt in Eng-
 land nach Korneuburg. Der Transport verursachte zum Teil schwere Beschä-
 digungen, besonders an den sehr detailliert ausgebildeten Aufbauten. Das
 wird lange Zeit für Beschäftigung sorgen.

 Speziell weist die Restaurierung des Modells HMS Kelly, mangels Plan, ge-
 wisse Schwierigkeiten auf, die nur mit Infos aus dem Internet und dem
 Forum > rc-schiffe.de< schaffbar wurden. Etwas später wandte ich mich an
 Deans Model und erhielt auch von dort die notwendigen Informatrionen. Zu
 den Modellen erhielt ich noch massenhaft Zubehör im passenden Maßstab
 M 1:96, um ggf. Einzelteile zur Komplettierung zu haben.

 
Zurückblickend auf den Bau meiner Radetzky und der von mir hergestellten
 Details des Schiffs, schlagen die Deans Modelle meine relativ magere Bau-
 ausführung bei weitem. Doch sowohl die Details am Rumf, an den Decks,
 sen Aufbauten und den Kanonen, handelt es sich dabei um bereits fertig
 geformte Bauteile aus Zinn oder Kunststoff.
 Selbst die Railing besteht aus beachtlich hauchdünn gestanztem Messing-
 blech. Das alles erleichtert den Bau eines Scale-Modells natürlich erheblich,
 trotzdem ist der Bau ein Batzen Arbeit.

 
Technische Daten HMS Kelly:
 Länge: 109m, Breite:10,8m, Tiefgang: 2,7m, max. Geschwindigkeit: 66,7km/h
 Antrieb: 2 Wellen und 2 Turbinen, insgesamt 40.000PS

 
Technische Daten Modell,  M 1:96:
 Länge: 1130mm, Breite: 114mm,  Fahrgewicht: 2960g,
 Motor: 2x Mabuchi RS 385 SH, Propeller: Ms 3 Blatt 25Dm, Steigung 45°.
 Akkus: 2x 2S LiPo 3200mAh Ovonic oder Qauntum 2700 - parallel,
 Regler: New Rain 60A.
 Fernsteuerung: Flysky FS-i6X (8)

HMS Kelly, M 1:96  (Deans Model)
Fahrvideo Werfthafen




meine HMS Kelly
Fahrvideo Erstfahrt


 Historie zur HMS Kelly

 
Nachstehend zusammengefasst, was ich an ersten Informationen zum Schff im Internet fand:
 
Bereits ab 1905 wurden die ersten gleichnamigen Zerstörer der Tribal-Klasse gebaut und im
 ersten Weltkrieg eingesetzt. Diese Schiffe wurden nach zehn Jahren abgewrackt und durch
 neu konstruierte gleichnamige Schiffe ab 1936, mit vielen technischen  und geschützbezoge-
 nen Änderungen, auf Stapel gelegt.
 Die HMS Kelly Type K, lief 1939 vom Stapel und war vor der britischen Küste, in Norwegen
 und im Mittelmeer eingesetzt worden. 1941 wurde sie vor der nordafrikanischen Küste mit
 drei anderen Zerstörern von einer Ju 87-Staffel versenkt.
 Kanada und Australien verwendeten eigene Versionen dieser Schiffstype.
 Ab 1960 wurde eben eine ganz neue modernisierte Serie von Tribal-Schiffen gebaut, die auch
 mit Luftabwehrraketen und einem Hubschrauberlandeplatz ausgerüstet worden sind. England
 setzte die neue Serie der Schiffstype noch bis 2000 und im Falklandkrieg ein. Durch die vielen
 Einsatzmöglichkeiten konnten diese Schiffe universell verwendet werden und wurden zuletzt an
 andere Staaten weiterverkauft.

 

 Die Reaktivierung des Zerstörer HMS Kelly

 Als das Modell der Kelly am Bautisch lag, wurde ein erster Augenschein unternommen. Damit
 kann  man für's Erste abschätzen was alles zu tun ist. Nach einer Reise vom Flohmarkt aus Eng-
 land nach Korneuburg sind natürlich einige Transportschäden entstandenen, die nicht zu überse-
 hen sind. Die Arbeit begann mit dem Freiräumen des Rumpfes von Einbauten und Abbruchteilen,
 sowie einer tiefgehenden Reinigung aller Teile und Aufbauten.
 
 Die ersten wichtigen Arbeiten am Schiff betrafen den Bau eines Schiffsständers, damit künftig die
 Propeller und das Ruder bei der Abstellung des Modells geschützt sind und die späteren Arbeiten
 an den Aufbauten problemlos durchgeführt werden können. Anschließend wurde der leicht ge-
 knickte obere Mast gerade gerichtet und mit Klebstoff befestigt.

 Dan ging es an die Reinigung des Modells, die mit einer Spülwasserlösung und zwei mittelharten
 Pinseln, mit denen man auch in kleinen Ecken reinigen konnte, durchgeführt wurde. Mit einem Tuch
 wurde nachgewischt. Das Schiff und seine  Aufbauten sehen jetz wesentlich besser aus. Einzig die
 Farbe auf den Seitenteilen der Aufbauten ist nicht durchgehend gleichfarbig graugrün. -  Mit Hilfe
 aus dem Forum >rc-schiffe.de< wurde ich auf das Revell Modell hingewiesen. In der Baubeschrei-
 bung befindet sich ein Farbschema, welches zwei Versionen zeigt. -  Nach der Reinigung wurde klar,
 dass die Farbschemata zu überdenken sein wird, da das Aussehen des Schiffs einem bestimmten
 Ausstattungszustand entsprechen soll. 

 Nachempfunden wird die Variante der
HMS Kelly, der 5. Zerstörer Flottille, aus 1941:  
 (nach Revell Farbvorschlag, B
ild Nr 27)
 Farbe A: dunkelgrau, seidenmatt 378, RAL 7012, Farbe B: teerschwarz, matt 6, RAL 9012,
 Farbe C :grau,seidenmatt 374, RAL 7001, Farbe D: blaugrau, matt 79, RAL 7031,
 Farbe E: Erde dunkel, matt 82, keine RAL Nummer,
 vom Unterrumpf keine Angabe.

 Mangels relativ umständlicher Beschaffung dieser Farben wurde eine andere Version vorgezogen:
 Nach einer anderen Darstellung (siehe unten Bilder) wird schließlich die Lackierung vorgenommen.
 Die Aufbauten und der Rumpf werden in einem hellen Grauton gehalten. Der Farbton ist identisch
 mit dem der Surcouf. Die dunklen Deckbereiche wurden mit gemixtem dunklen Grau gestrichen.

 
Stevenrohre und Motore - alles nicht so einfach als angedacht

 Der nächste Schritt war die Sanierung der Stevenrohre, die den Ausbau der alten Motore erforderte.
 Jetzt zeigte sich, dass der Erbauer des Schiffs alle Einbauten im Schiff unterbrachte und danach das
 Deck aufgekklebt hat, so als ob er zB. nie einen Akku oder Motor tauschen müsste, oder am Ruder
 etwas zu reparieren sein könnte. Um die rasselnden Motore ausbauen zu können, musste das Deck
 oberhalb der Motore ausgeschnitten und eine lösbare Motorraumabdeckung montiert werden.

 Das Herausziehen der Motore gelang durch die neue Öffnung halbwegs gut, weil die Wellenkupp-
 lungen von den Mitnehmern leicht abgegangen sind. Meine Meinung, die Mitnehmer auf den Wellen
 wären auch  mit einer Wurmschraube befestigt, bewahrheitete sich nicht, denn sie sind auf den
 Wellen aufgeschraubt. Ohne die neue Decköffnung wäre das Demontieren nicht möglich gewesen.
 Im Zuge der Arbeiten an den Stevenrohren wurde ein angelöteter Wellenöler abgebrochen. Er wurde
 wieder angelötet und der zweite nachgelötet. Zur Verstärkung der Lötstellen wurde zusätzliche Fes-
 tigkeit durch eine Stabiltit-Vertärkung um die Lötstellen geschaffen.

 Die vorhandenen Kardangelenke wurden voresrt durch Wellenkupplungen mit einem elastischen
 Gummischlauch ersetzt. Damit die leisen Wellenkupplungen verwendet werden können wurden
 auch neue M4 Stevenrohre gekauft, deren Stahlwellen im Rumpf die alten Wellen ersetzten und
 man daran die leisen Wellenkupplungen befestigen konnte. Der geradlinige Anschluss an die rie-
 sigen Deans Motore bedingte neue Motorauflagen und eine ordentliche Befestigung. Diese Deans-
 Lösung war brauchbar, aber die trotzdem noch vorhandenen Laufgeräusche waren zu laut.

 Daher wandte ich mich wieder ans Forum und erhielt eine Antriebsberechnung, in der kleinere und
 modernere Motore verwendet werden sollten. Bei der Duchsicht meiner Lagerbestände fanden
 sich die vorgeschlagenen kleineren Mabuchi RS 358 SH-Motore, die mit meinen Akkus bestens
 bedient werden können. Der Motortausch bedingt neue Wellenkupplungen, die ich nun in Starraus-
 führung verwende, denn dafür muss auch eine neue Motorbefestigung gebaut werden. Damit wer-
 den die Laufgeräusche verringert. Der Antriebsvorschlag sieht vor, die bisherigen 25mm-Propeller
 wieder zu verwenden.

 Die Montage der Motore erfolgt nun auf einem Motorträgerspant, an dem beide Motore befestigt
 sind. Um den Spant mit den Motoren notfalls ausbauen zu können, wurde ein zentraler Befestigungs-
 sockel im Rumpf eingeklebt, in dem eine Gewindestange befestigt ist. Ein festschraubbarer Quer-
 bügel der auf den Motoren aufliegt, drückt sie auf den Befestigungssockel. Der Motorbügel wird mit
 einer Stopp-Mutter festgezogen. Mit dem Druck der Schraube auf die Motore können sich eventuell
 die Drehzahlen ändern, sodass der Anpressdruck so einzustellen ist, damit die Motore mit der höch-
 sten Drehzahl laufen. Nachträglich wurden zur besseren Dämpfung Gummistücke an der Rumpf-
 wand angeklebt.

 Ein allfälliger Ausbau der Motore kann erst nach dem Zurückziehen der Wellen aus den Wellenkupp-
 lungen erfolgen. Danach wird der Motorquerbügel abgenommen, um den Motorträger mit den Moto-
 ren nach oben ziehen zu können. Mit einer gewissen Drehung des Motorspants mit den montierten
 Motoren ist danach deren Herausheben möglich.

 Für die Probeläufe der Motore wurde bereits ein 60A New Rain Regler und 2S Lipo Akkus herange-
 zogen, Der 6K-Empfänger reicht für die Funktionen des Schiffs vollkommen aus und er würde die
 Verwendung eines Spannungs- und Temperatursensors ermöglichen.

 Nachdem in Videos zu sehen war, dass das Modell zum Auskrängen und Schlingern neigt, wurden
 die auch beim Vorbild vorhandenen Schlingerkiele am Modell nachgerüstet.

 
Die Ruderanlage - auch nicht problemlos zu reparieren

 Nachdem für's erste die Motore eingebaut waren und Probeläufe und Zuversicht auf lärmarmen
 Lauf aufkam, wurde das Ruder eingebaut. Diese Arbeit war nicht leicht umzusetzen, da der Erbauer
 diese Einbauten vor der Verklebung des Decks und der Aufbauten vorgenommen hatte. Er hat nicht
 bedacht, dass man dort einmal etwas reparieren können müsste. Außerdem hat er das Ruderfüh-
 rungsrohr nur sehr kurz ausgeführt, sodass das Eindringen von Wasser zu befürchten war. Daher
 waren diverse Maßnahmen zur Abdichtung notwendig.
  Zum Einen wurde eine Nut in die Ruderwelle eingeschnitten, die einen 1mm O-Ring aufnehmen kann.
 Die gefettete Welle wird auch dazu beitragen, den Wassereintritt zu erschweren. Um den kurzen Rohr-
 stutzen des Ruderführungsrohres "zu verlängern", wurde ein Stück Silikonschlauch am Stutzen aufge-
 schoben, der auch an der Ruderwelle abdichtet.

 Nachdem das Ruder fehlte, konnte ein vorhandenes Graupner Ruder modifiziert werden. Der Ein-
 schub des Ruders, speziell die Montage des Ruderhebels, konnte nur komplett mit dem vorbereite-
 ten Gestänge und mit Tricks aus der Erfahrungskiste erfolgen. Diese Stelle ereicht man normaler
 Weise nicht zerstörungsfrei, daher muss künftig mit dem Ruder vorsichtig umgegangen  werden.
 Leichter war der Einbau eines ausreichend starken Kleinservos mit geringem Gewicht (HS 85 MG).
 Der Ruderausschlag ist beidseitig mit 45° möglich.
 
 Weiter unter dem Bilderblock.

       
  HMS Kelly Jungferbnfahrt     Fahrvideo
fertig -HMS Kelly       
       
     
  Baubeginn 
       
Übernahmebilder der "Kelly"       
die bisherige technische Ausrüstung  der eingebaute Fahrakku  Blick auf die ungewöhnliche Wellenabdichtung mit einem Kitt der Deans-Motoreneinbau im Altbestand
mechamische Fahrtregler (Deans ?) Akku und Futaba-Empfänger  Ansicht der Wellenkupßplungen  neue Öffnung für Motorzugang
Wellenöler neu angeklbet und mit  Stabilitverstärkung Stevenrohre mit 4mm Gleitlagereinsätzen die möglichen Farbcodes (Revell) das nachempfundene Vorbildschema
gereinigt sieht alles schon besser aus    Motoreinbau mit großen Deans Motoren  Motoreinbau mit Mabuchi RS385SH
kurzes Ruderrohr, Ruderanlenkung  Blick auf das Heck mit dem Ruderservo  das neue Ruder  Motorraumabdeckung schraubbar
Beestigung´f+r den Mittelaufbau Geschütztürme manuell drehbar Vergleich der Geschütztürme Neumontage der Flak auf der Motorabdeckung
Ansicht der montierten Geschütztürme Miottelaufbau mit geöffneter Stellung der Torpedostation, Aufbau ist abnehmbar der hintere Geschützturm
derzeitiger Zustand      Heck mit Rollbahnen 
neue Aufbauten-Farbe und Reling 
  
 Aufarbeitung der Aufbauten

 Bevor mit der Instandsetzung der Aufbauten begonnen werden konnte, mussten die losen Deckab-
 schnitte neu verklebt werden. Ich verwendete dazu Sekundenkleber dick.

 Nachdem Anschluss des Motoren- und Rudereinbau, wurde mit der Überarbeitung der Aufbauten
 begonnen. Zuerst wurde der Zugang zu den Motoren mit einer ABS-Platte hergestellt, die zwecks
 Entfernbarkeit geschraubt ist. Auf dieser Abdeckung wurde die Plattform mit der jetzt drehbahren
 Flak-Kanone angeschraubt.
 Achtung: Um zu den Motoren zu kommen muss zuerst die Flak-Plattform und dann die Motorab-
 deckung abgeschraubt werden.


 Anschließend war der nicht gut am Deckrand aufliegende Mittelaufbau an der Vordserseite mit
 zwei ABS-Niederhalternasen versehen worden, die den Vorderteil niederhalten, um eine gute und
 möglichst abdichtende Auflage zu erreichen. Damit der Mittelaufbau gut am Deck aufliegt, wurde
 auch eine Befestigungsvorrichtung hergestellt.
 Nun kann man durch Drehung der Torpedostation um ca. 60° den Aufbau abnehmen oder befesti-
 gen. Zum Befestigen wird der Aufbau mit seinem hinteren Teil unter die Motorabdeckung geschoben
 und dann auf die Auflage niedergelegt und nach vorne gezogen, sodass die Niederhalter unter das
 Deck rutschten. Durch die Drehung der Torpedorohre parallel zur Rumpfachse, wird der Aufbau
 befestigt.

 Die heiklen Geschütztürme mussten eine Bohrung ín deren Drehauflage bekommen, damit sie künftig
 drehbar und befestigt sind. Der obere Turm am vorderen Aufbau wurde mit einer Blech Schraube an-
 geschraubt. Der untere Turm am Vordeck bekam ein M3 Gewindestück eingeklebt und wird mit einer
 im Rumpf befindlichen M3 Stopp-Mutter gehalten. Beide Türme sind drehbar, die Geschützrohre fix.

 Die eingehende Beschäftigung mit diesem Schiffstyp ergab, dass am hinteren Aufbau ein Geschütz-
 turm vorhanden war, der jedoch bei den erhaltenen Einzelteilen des Schiffs fehlte. Er musste aus zwei
 kurzen und verklebten Stücken Balsaholzleisten angefetrtigt werden. Die Kanonenrohre wurden aus
 Messingrohren hergestellt. Der neue Turm ist ebenfalls drehbar befestigt worden.

 Eine weitere Aufgabe war das Finden oder mischen einer Farbe für das Deck. Da die Beschaf-
 fung der erforderlichen Farben für die Lackierung nur nach dem Plan von Revell erfolgen sollte,
 wurde versucht die empfohlenen Farben käuflich zu erhalten. Die Deckfarbe konnte erst nach länge-
 rer Wartezeit beschafft werden. Um eine ungewiss lange Wartezeit nicht abwarten zu müssen, wurde
 eine dunkelgraue Farbe aus vorhandenen wasserlöslichen Lacken zusammengemischt. Nach dem
 hellgrauen Anstrich der Aufbauten mit dem Restlack der Surcouf wurde die Farbe später auch für
 den Rumpf verwendet.

 Als der Anstrich der Aufbauten fertig war, wurde mit der Ebnung und Anpassung und Aufklebung der
 Relingabschnitte begonnen. Die alten und in Mitleidenschaft gezogenen Abschnitte wurden ausge-
 richtet, was nicht ganz befriedigend endete. Schlimm sind die Klebestellen der Relingsteher am Deck,
 denn die Klebstoffdosierung ist unberechenbar. Wenn die teilweise zu üppigen Klebestellen mit farb-
 lich passendem Lack überstrichen werden können, wird das für die Optik besser sein.

 Inzwischen sind alle Relingabschnitte montiert / aufgeklebt und gestrichen. Nun müssen alle Deck-
 bereiche mir dunkelgrau gestrichen werden, wobei die selbst gemischteFarbe angewendet worden
 ist. Nach dem streichen der diversen Deckflächen mit Dunkelgrau gefällt mir der Zerstörer schon
 besser. Das Streichen der Relingabschnitte mit der hellgrauen Farbe bedarf danach dem Ausbes-
 sern der angekleckerten Deckbereiche und nachfolgend, wieder Ausbesserungen an der Reling.
 Auch die Aufbauten wurden stellenweise mit der dunklen Farbe gestreift und mussten hell ausge-
 bessert werden.
 
 Der Rumpf wird bis zur Wasserlinie mit der Farbe der Aufbauten gestrichen! Dazu wurde ein 3mm
 Revell Abdeckband verwendet und danach ein normales Abdeckband am Unterrummpf. Mit dem
 schmalen Abdeckband wurde auch entlang die Deckkante der oberen Bordwandteil unter der Reling
 abgedeckt. Dort wurde später mit einem schmalen feinen Pinsel der Rand lackiert. Es hat funktio-
 niert, die Oberfläche sieht gut aus.  
 Nun konnten auch die Bullaugen schwarz angemalt, wofür mit einem wasserfesten Filzschreiber in
 den Bullaugen Punkte gemacht wurden.

 Auf fremden Modellbildrern sah ich, dass die Kelly Stevenrohr Abstützungen hatte, die ebenfalls
 nachzubauen und anzukleben waren. Mit Humbrol dunkelrot seidenmatt wurden die Abstützungen
 überstrichen. Die schadhafte Stelle an der Rumpfhaut war bereits gekittet  und beschliffen worden
 und konnte ebenfalls mit dunkelrotem mattem Humbrol Lack überstrichen werden.

 Die Befestigung der Barkassen und des Rettungsbootes wurde mit 0,3mm Stahldrähten bewerk-
 stelligt, die im Boot eingeklebt sind. Auf den Abspannungen der Davits können die Boote einge-
 hängt und beim Fahrbetrieb abgenommen werden.
 Abschließend wurden die Kriegsfahnen der Britischen Navy auf Papier ausgedruckt, ausgeschnitten,
 mit Farblos Lackspray gefestigt. Sie sind auf den Flaggenstehern aufgeschoben und können beim
 Fahrbetrieb abgenommrn werden.

 Akku-, Regler- und Empfängeranordnung

 Nachdem ein 6V 4Ah Akku ehemals im Schiff untergebracht war, können die 2S 3200 Lipo Akkus
 liegend am Rumpfboden im vorgesehenen und mit Holzstücken eingegrenzten Bereich eingelegt
 werden. Bei abgenommenem Aufbau ist das Einlegen der Akkus gut möglich. Die Akkus liegen
 auf 3 Bleiplatten Paketen zu je 125g (insges. 375g), damit sie horizontal aufliegen und die bord-
 wandig liegenden Kabelanschlüsse Platz haben.
 Der Regler wurde zwischen den Motoren und den Akkus untergebracht.  Am Regler wurde der Reg-
 lerschalter befestigt.
 Der Empfänger wurde im vorderen Rumpfteil untergebracht, um von Störungen der Motore und des
 Reglers weniger betroffen zu werden.

 Nach dem die Steuerungsteile eingebaut waren zeigte sich, dass das Ruderservo bei Volllast
 gering zu zittern beginnt, aber voll ansteuerbar ist. Bei geringeren Drehzahlen ist das Servo ruhig.
 Das Servokabel wurde durch einen Magnetring durchgezogen, hoffend das es  hilft. Mir scheint, dass
 das Zittern iein Servoproblem ist und es ausgetauscht werden sollte. Nachdem es bei der Probe im
 Wasser in Ordnung war, bleibt es vorläufig.

 
 
Auswiegen

 Damit das Modell eingesetzt werden kann, musste noch die Trimmung, das Auswiegen, erfolgen.
 Soweit man das vom Wannenrand weg sehen konnte, ist die obere Kante der schwarzen Wasserlinie
 erreicht. Insgesamt mussten ca. 500g Bleiplatten bugseiteig und heckseitig verteilt eingeklebt (PVH
 Leim) werden.  Verglichen mit der Herstellererangabe, müssten noch 150g im Schiff verteilt werden.
 Das wird sich bei der ersten Erprobung am Teich zeigen.
 
 Betreffend die Erprobung des Antriebes war zu sehen, dass die beiden kleinen Motore mit den Pro-
 pellern aus dem Bausatz, große Vortriebskraft aufbringen. Im Hinblick auf die künftige Fahrt von Kurven
 wird die  zu erreichende hohe Fahrgeschwindigkeit zu starkem Krängen führen. Da das Schiff mit dem
 schmalen Rumpf zum Krängen neigt, werden wohl noch ausreichend große Schlingerkiele am Rumpf
 ergänzt werden müssen.

 
Fahrerprobung

 Am 27.5.2025 konnte die Erstfahtrt durchgeführt werden. Die Auswiegung in der Badewanne war er-
 folgreich und das Modell lag einwandfrei im Wasser. Die langsam gesteigerte Fahrgeschwindigkeit
 konnte bis zur flotten Fahrt anstandslos erfolgen. Selbst die in weiter Entfernung gefahrenen Kurven
 konnten mit nur geroinger, dem Vorbildschiff nahe kommender Weise erfolgen. Um die Kurvensteue-
 rung zu testen war am Sender die Trimmung des Ruders angepasst werden.
 Nach einer halben Stunde überwiegend flotter Fahrt wurde das Schiff aus dem Wasser genommen
 und geöffnet. Der Griff auf die Motore zeigte, dass sie bei ständig flotter Fahrt ziemlich warm werden.
 Am Ende der Fahrt wurde auch nach Wassereintritt nachgesehen, doch das Modell war vollkommen
 trocken.
 
 Am 15.6.2025 konnte die zweite Fahrt im Werfthafen in Korneuburg durchgeführt werden. Wie schon
 bei der Erstfahrt gab es keine Auffälligkeiten, was zur Freude Anlass gab. Durch die Größe der Was-
 serfläche konnte das Modell längere Strecken mit Höchstgeschwindigkeit zurücklegen und entstand
 bei mir das Gegfühl, dass die Geschwindigkeit zu hoch ist. Das Modell hat damit keine Probleme. Mir
 fehlt der optische Vergleich zum Vorbild, welches mit fast 67km/h nicht gerade langsam war.

 Zusammengefasst kann ich sagen, dass das Modell hervorragend fährt, dabei schön und interessant
 aussieht und bestimmt sehr selten zu sehen ist. Wie man ebenfalls bemerkt, wurden die Reparaturen
 am Modell einwandfrei durchgeführt worden, was letztlich Spaß gemacht hat.
 Das tolle Fahrbild wiegt die Mühe bei der Restaurierung vollkommen auf.  Ich hätte nicht gedacht, dass
 die Überarbeitung des Modells so gut gelingt.

 Vielen Dank an meinen Freund Franz, der mir das Modellschiff zukommen ließ!
 
       
einseitig Reling angeklebt      
  Wellenabstützungen angebracht Schiff mit neuer Deckfarbe  
die Rettungboote montiert   Rumpf jetzt gestrichen   
fertig -HMS Kelly       
die Lage der Akkus Reglereinbau neue Ansicht des Bugs  
 
  mit Flagge     
  HMS Kelly Jungfernfahrt, Waldteich     Fahrvideo
   
Fahrt im Werfthafen  Fahrvideo Werft