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Nachdem
ich bereits einen Zerstörer (HMS Kelly) und für
meinen Freund eine Fregatte (HMS Zulu) von Deans Marine
und die Ben Ain und andere, restauriert habe,
bekam ich von ihm ein
anderes, mehr oder weniger repa- raturbedürftiges Schiffsmodell aus
seinem Lagerbestand. Ich entschied mich
zuletzt für das Modell Yamato von Nichimo. Das
Modell kam in leicht schadhaftem Zustand und mit vielen losen
und fehlenden Teilen zu mir. Mit Abstrichen an der
Vorbildtreue werde ich ver- suchen, das Modell bestmöglich
zu restaurieren, vor allem fahrbar zu machen. Das Modell
war von jemand als Standmodell gebaut worden, geriet jedoch in Vergessenheit und verstaubte enorm. Soweit
ersichtlich war das Modell mit allen im Bausatz beinhalteten
Teilen (ausgenommen die Antriebe für die Geschütztürme
etc.) gebaut worden, doch scheinen einige
Details zu fehlen. Fast möchte man meinen, das
Modell wäre dem geringer bewaffenten Schwesterschiff Musashi nachgebaut worden.
- Der Antrieb mit einem
zentralen Motor, der mittels Getriebe vier Wellen
antreibt, ist im ebenfalls Bausatz beinhaltet
und wurde vom Erbauer eingebaut. Von
Beginn an war für mich klar , dass die Umrüstung der
Yamato zum Fahrmodell, einige Knackpunkte
beinhaltet. Kurz gesagt, also ein Modell für mich
ist, welches mir wieder einige Wochen als
Arbeitstherapie und inter- essante Beschäftigung
bringt, und damit ein neues Schiff in unserer Flotte einläuft.
Eine Umsicht auf Dreiseitenansichten der
Yamato ergab, dass auf meinem Modell einige
Flak-Türme fehlen, speziell die seitlichen am
Mitteldeck. Die vorhandenen je nur zwei
seitlichen Flak-Stellungen würden jedoch zum ehe- mals spärlicher
ausgerüstreten Schwesterschiff Musashi passen. Gleichgültig wie
auch immer, ich habe ich ein selten zu sehendes Schiffsmodell zur Verfü- gung,
auch wenn es nur in "Minderausführung" von mir renoviert wurde. Es
entstand daher
daraus kein Museumsmodell, dennoch ein imposantes
und am Wasser ansehnliches Modell.
Technische Daten
Yamato, M 1: 200
Länge 1315mm, Breite 188mm, Höhe: 271mm, Tiefg.:
60mm,
Gewicht: 7,6kg Antriebsakku: 6V 12 Ah,
Regler: New Rain 60A, Propeller: 2 x 2 3Bl MS
Dm 25mm Typ 156, gegenläufig, Fernsteuerung:
Flysky FS-i6X (Nr.6) Funktionen: Ruder,
Geschwindigkeit und Fahrtrichtung vor-stop-zurück
Gewichtsangaben:
Antirebsakku 6V 12Ah: 1650g, Rumpf ohne
Deck (mit kpl- Antrieb): 1930g, Rumpf
ohne Deck, mit Regler,
Empfänger, Servo: 2080
g, Rumpf wie zuvor, mit Akku (3730g) und Zusatzblei
(2640g): 6370g. Deck
ohne Aufbau: 870g, Deck mit kpl. Aufbau: 310g
Gesamtgewichtl fahrfertig: 7600g
Farbenwahl: Aufbauten:
Silbergrau RAL 7001, Überwasserrumpf: bleibt
kunsstofffarbig, Unterwassserrumpf: Rostbraun
RAL 8012 (nur Ausbesserungen erforderlich),
braunes Deck: bleibt kunsstofffarbig, wird übersprayt
mit Klarlack seidenmatt
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Yamato fertig
Fahrtvideo Werft, 26.8.25

das Vorbildschiff

Yamato / Musashi (Nichimo)


 derzeitiger Bauzustand |
Kurze Schiffshistorie aus Wikipedia:
Die Yamato (japanisch 大和)
war ein japanisches Schlachtschiff,
das in den 1930er-Jahren für die Kaiserlich
Japanische Marine geplant wurde. Sie war das Typschiff der Yamato-Klasse.
Das Schiff wurde von 1937 bis 1941 auf der Marinewerft in Kure gebaut
und in der Folge wie auch das Schwesterschiff Musashi und
die zum Flugzeugträger umgerüstete Shinano im Pazifikkrieg eingesetzt.
Keines der beiden Schlachtschiffe geriet je
in die Situation, für die sie konstruiert waren – ein
Artillerieduell mit einem feindlichen Schlachtschiff –,
sondern beide fielen den Angriffen von
dutzenden Flugzeugen zum Opfer. Die Shinano ging bei
einem U-Boot-Angriff verloren. Die Yamato wurde
am 7. April 1945 rund 300 Kilometer südlich
der japanischen Insel Kyūshū von
US-amerikanischen Trägerflugzeugen versenkt.
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Yamato (Nichimo) fertig |
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Yamato auf Fahrt |
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Fahrvideo
Erstfahrt |
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Fahrt im Werfthafen, 26.8.25 |
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Der Baubericht mit
Bildern |
Bestandsaufnahme, Reinigung und erste Arbeiten
Nachdem mein Freund mir das Modell übergeben hatte, konnte
mit ihm gleich eine genaue Beschau stattfinden.
Massenhaft vorhandenen Kleinteile sind vorhanden, deren
Zugehörigkeit trotz Bauanlei- tung kaum ermittelt
werden kann. Da
der charakteristische Kran am Heck fehlt, darum brachte mir
mein Freund einen kompletten Bausatz mit,
bei dem ich die Möglichkeit hätte, von den Plastik
Einzel- teilen die Größe und das Aussehen der Teile
zu sehen und sie zwecks Nachbau abmessen zu können. Da das japanische Kriegsschiff mit vielen Dingen
anders als übliche Kriegsschiffe aus dieser Zeit aus- gerüstet
war, ist mir das Zuordnen von losen Kleinteilen
unmöglich. Selbst die magere Bauanleitung
kann keine Klarheit schaffen. Infolge des
Fehlens von Teilen bzw. der Zuordnung von Kleinteilen
wird meine Yamato nur ein eher grober und an Kleinteilen
unvollständiger Nachbau werden. - Dennoch wird
das Modell als Yamato oder Musashi erkannt werden.
Bei
dem interessanten Modell gelingt es mir nicht mehr genau
genug zu arbeiten, denn ich komme mit den
vielen Kunststoff-Kleinststeilen nicht mehr zurecht.
Vieles ist beim Maßstab M 1:200 schon sehr
klein, zu unhandlich, und für mich schon schwer
zu sehen und zu handhaben. Es folgen daher Abstriche
bei der Vollständigkeit und Nachbaugenauigkeit meines
Modells. Darüber hinaus ist das Modell von mir
als Fahrmodell angedacht, bei dem man beim Fahrbetrieb
und Transport immer mit dem Verlust oder der
Beschädigung von Kleinstteilen an Deck und Aufbau- ten rechnen
muss. - Der für mich störendste Abstrich ist das Fehlen
der Reling. Die nur 6mm hohe zweizügige Reling
kann ich nicht mehr aufbauen, das schaffe ich nicht
mehr.
Reinigung
und erste Arbeiten Rasch wurde auch klar, dass das Modell
ursprünglich als Standmodell gebaut worden war, denn
zum Ruder gab es nur Zugang nach tatkräftigem Abbau
des Heckdecks.
Um Zugang in den Rumpf zu
bekommen musste mitHilfe meines Freundes und mit dezenter Gewaltanwendung (Stanley
Mes- ser und Spachtel) das gesamte,
lange, zum Glück nicht optimal angeklebte Deck des 1,3m langen
Modells, entfernt werden. Am Modell war der
Schmutz und Staub von Jahrzehnten nicht zu übersehen und die vielen abge- brochenen
Teile und Geschütztürme etc, lagen am Deck.
Die
Reinigung vom Staub war insofern schwierig, da
massenhaft viele Teile schon "beim Ansehen" abbrachen.
Die Klebekraft des Kleb- stoffs war zu gering, oder hat
sich im Lauf der Zeit abgeschwächt. Daher wurde
mit einem Pinsel vorsichtig der Staub weggepinselt und
weggeblasen. Trotzdem blieb reichlich Schmutz
auf den Teilen. Daher wurde auf den abgebauten Decks und
den einzelnen Aufbautengruppen eine
Waschung mit Seifenlösung durchgeführt, die zu einem
annehmbaren Reinigungsergebnis verhalf.
Rumpfarbeiten:
Antriebs- und Dichtheitsprobleme
Nach
Abnahme des Decks war zu
sehen, dass der serienmäßig vorgesehene
Getriebenantrieb mit einem Mittelmotor, auf die vier
Schraubenwellen wirkend, eingebaut war. Sofort kam der Gedan- ke
auf zu prüfen, ob die Wellen sich drehen
und dicht sind und ob sie weiterverwendet werden können.
Da trat ein Problem zutage, dass die Wellen über
Federkupplungen mit dem Getriebe verbunden sind.
Dabei ergab sich, dass die Federn auf den Naben
nicht fest "aufgeschraubt" waren.
Sie wurden auf die Naben aufgeschraubt und mit Sekundenkleber dünn vorsichtshalber angeklebt. Der Antrieb mutet
nicht an, sehr gut verwendbar zu sein, doch aus Erfahrung weiß ich
inzwischen, dass für den Zweck der
vorbildgetreuen, eher seltenen und langsamen Fahrten, diese
Technik ausreicht. Man könnte auch das
Viermotoren-Set nachrüsten, doch ist der Aufwand und die
Kosten dafür zu hoch und bringt für den Fahrbetrieb
des Modells nach meinen Vorstellungen, keinen Vorteil.
Da die natürlich vorhandene Geräuschbildung des Geriebes
vermindert werden sollte, wurden in einem eigenen
Arbeitsschritt alle Lagerstellen der Zahnräder
des Getriebes mit Öl
geschmiert. Kurze Laufzeiten in beiden Richtungenn
ließen eine Besserung hörbar werden.
Den
Rumpf selbst sehe ich von großer
Festigkeit. Der Kunststoff lässt keine Bedenken
aufkommen, er müßte zusätzlich verstärkt werden. Ich
habe jedoch später einige 10x10mm Balsaverbinder
ein- geklebt, die den Rumpf an besser an die Deckkante
heranbringen sollen, für die Festigkeit jedoch nicht erforderlich sind.
Zu
dem Modell gibt es diverses Zubehör für die Bewegung der
Geschütztürme etc. zu kaufen, bzw
sind sie im BAusatz enthalten, doch ist das für
mich nicht erforderlich, denn ich freue mich, wenn das
Modell ordentlich fährt.- Denn wenn das Modell 50m weit
entfernt fährt, sind die Bewe- gungen und Details kaum mehr zu erkennen.
Weiters wurde das eingeklebte Ruder
verwendbar gemacht und ein Zugang zur Anlenkung
über- legt. Doch hat sich der Hersteller das überlegt und
mit drei Schrauben konnte das mit kräftigem Aufwand
abgenommene Heckdeck später angeschraubt werden. Begonnen wurde mit der
Herstellung einer Anlenkung des Ruders mit einem geeigneten Servo.
Ein starkes Servo wurde auf einer
Sperrholzplatte mit Doppelklebeband aufgeklebt und am Ruder selbst ein
passender Ruderhebel angeschraubt, der ausreichenden Ruderweg
ermöglichtt. Durch das abschraubbare Deck ist
jederzeit Zugriff zur Ruderamlenkung möglich.
Die für mich grundlegend wichtige
Entscheidung zur künftigen Befestigung des Decks bestand
darin, dass das Deck in seiner
ganzen Länge auf der Bordwandkante aufliegt und verschraubt
wird. Das
genügt als Abdichtung gegen Wassereintritt durch
Spritzwasser, was bei der zu erwar- tenden niedrigen
Fahrgeschwindigkeit kaum der Fall sein wird. Um eine genaue Deckauflage zu ermöglichen, mussten die
Klebstoffreste in den Eckbereichen der
Seitenwände des Rumpfes, ausgefräst werden. Die
sinngemäße Prozedur musste
auch am Deckrand erfolgen. Weiters
werden zwischen den Rumpfwänden Verbinder eingeklebt,
die als zusätzliche Augflage des Decks dienen
sollen. Ein Anheben
des schweren Rumpfes ist an denb Verbindern nicht möglich.
BeimTragen des Modells muss es immer unten am Rumpf
aufliegen!
Für
die erste Fahrerprobung im Pool erfolgte der
provisorische Einbau des Reglers und Empfän- gers. Um den ersten Fahr- und
Dichtheitstest zu ermöglichen, wurden zufällig
vorhandene Graupner Dreiblattpropeller Paare
für Rechst- und Linkslauf mit 20mm Durchmesser und M2
montiert. Der nachfolgende erste Testlauf am
Bautisch verlief gut, doch mit hörbarem Laufgeräusch.
Dichtheitstests Das Ergebnis des
ersten Dichtheitstests war unbefriedígend, da aus den
Wellenschächten sofort Wasser in den Rumpf eindrang.
Je tiefer das Heck eingetaucht wurde, umsomehr
Undichtigkeit trat auf. Offenbar hatte der
Erbauer die Wellenschächte ohne zu bedenken
zusammengeklebt, dass sie auch dicht sein
müssen. Daher wurde von mir mit der Nachklebung
der Wellenschächte begonnen. Auch die "Stopfbuchsen" am
inneren Ende der Schächte wurden an denen angeklebt und
auch deren "Deckel". Neuerlich erfolgte ein
Test im Pool, doch noch immer trat eine kleine Menge
Wasser ein, doch war zu sehen wo. Ich hatte
nämlich an jedem Schacht vergessen, eine Klebestelle zu
verkleben. Ebenso war erkennbar, dass Wasser
auch beim (nicht aktiven) Notruder des Schiffs eintrat.
Also nochmals ins Trockendock und alles nachkleben.
Im
Zuge der Abdichtarbeiten
wurde kontrolliert, ob die Stevenrohre mit Fett gefüllt
sind. Dem war nicht so, denn nur eine geringe
Menge Fett war zu finden. Daher wurden alle Wellen
ausgebaut und die Stevenrohre mit Wellenfett
gefüllt. Danch konnten die Wellen wieder eingebaut
werden und noch- mals eine Dichtheitsprobe erfolgen.
Diesmal war nurmehr wenig Wasser eingedrungen
und keines bei den Schraubenwellen. Um
sicher zu gehen, mussten die Wellenschächte
zusätzlich noch mit 5 Minuten Epoxy überstrichen
werden, damit kein Wassereintritt mehr möglich ist.
- BeimTest am Folgetag war kein Wassereintritt feststellbar.
Bei der Testfahrt im Pool wurde sichtbar, dass
die Ruderwirkung zu gering ist, und die Ruderfläche vergrößert
werden muss. Das geschah in dem das Ruder wurde um etwa
1,5cm verlängert wurde. Der Rudereinschlag
wurde auch elektronisch im Sender auf das Maximum vergrößert
und beträgt etwa 45 Grad je Seite. Nur mit
langsamer Fahrt kann im 4m-Pool eine Umkehrschleife
gefahren werden.
Deck und Aufbauten
Nachdem im Pool und bei länger laufenden
Wellen kein Wassereintritt feststellbar war, konnte mit der Vorbereitung der Deckauflage begonnen
werden. Wie bereits erwähnt, musste an zahlreichen Stellen
die Deckauflage an der oberen Rumpfwand von Klebstoffresten
freigefräst werden. Danach waren auch am Deck
Angleichungen erforderlich, bis es
schließlich passend auflag. Das gesamte lange Deck wird
mit weinigen Schrauben am Rumpf befestigt. Eine
Abdichtung gegen Wasserein- tritt durch Spritzwasser ist
nicht vorgesehen!, und aus meiner Erfahrung
betrachtet, auch nicht erforderlich. Grundsätzlich
war zu erkennen, dass Nichimo, der Hersteller des Bausatzes,
sehrwohl mit Bedacht die getrennte Abnahme
der Deckbereiche vorgesehen haben dürfte. Meine Absicht
ist, dass das Deck bei Bedarf als Einheit, jedoch mit
zuvor abgenommenem Aufbau, entfernt werden kann. Damit ist
später die immer Möglichkeit gegeben,
im Rumpf areiten zu können. Auf der
Heckabdeckung mit dem Kransockel wurden die vorgesehenen
Bohrungen zur Befstigung mittels Schrauben
gebohrt. Damit kann man jederzeit zur Ruderanlenkung
gelangen, falls dazu Not- wendigkeit besteht. Da
die Abnahme dieses sehr fest angeklebten Teils sehr schwierig war, erga- ben sich leichte Bruchstellen, die
nur bei genauem Hinsehgen sichtbar
bleiben werden.
Der schon zuvor vom Deck
abgetrennte große Aufbau wurde einer intensiven Reinigung mit
Seife- wasser unterzogen. Entgegen der
Standversion ist der Zugang ins Rumpfinnere notwendig.
Nach Abnahme des Aufbaus war zu klären, wie
künftig ein Akku in den Rumpf gelangen kann und wie und wo er positioniert wird. Es bot sich an, den
vorhandenen, neuen und schwergewichtigen 6V 12Ah Bleiakku zu
verwenden. Damit wird die Erreichung der
Wasserline des grundsätzlich tief im Wasser liegenden Rumpfes
er- leichtert. Voraussichtlich wird zusätzlich
noch Blei zur Austarierung des Modells erforderlich
werden. Daher ist es günstig, dass man das
lange Deck
abnehmen kann, um Blei etc., an den notwendigen Stellen
unterbringen zu können.
Viele Teile am großen
Aufbau sitzen sehr lose und mussten wieder angeklebt
werden, damit der Istzustand erhalten bleibt.
Später müssen alle weiteren losen Teile neu
angeklebt werden, damit sie beim Hantieren im
Zuge der Abnahme und des Aufsetztens des Aufbaus nicht
neuerlich verloren gehen. Viele vorhandenen
Kleinstteile können trotz Bauanleitung nicht zugeordnet
oder angeklebt werden, da sie unweigerlich
selbst bei vorsichtigemn Umgang mit dem Modell,
verschwinden würden.
Es ist
bedauerlich, dass es am Modell tausende sehr kleiner
Bauteile wie zB Maschinengewehre oder die
vielen dünnen Rohre der Flak-Stellungen etc. gibt, die ich
nurmehr schlecht sehen und noch schlechter angreifen
und ankeben kann. Das Ankleben erfolgt mit der Pinzette und dickem
Sekun- denkleber, was oft nur problematisch
durchführbar ist. Die abgebrochenen Kanonenrohre der
Flak- Türme sollten später ersetzt und mit dem Lötkolben in erhitztem Zusand, in den Plastikteil einge- drückt
werden. Doch so ein Versuch gelang nicht, weshalb dieser Punkt
der Restaurierung gestri- chen werden musste. - Die normaler Weise am Deck befindlichen
zahlreichen Maschinengewehr- stände werden nicht mehr aufgeklebt. Sie wären
ohnedies nur aus einer Entfernung von unter 2m zu sehen gewesen. Das heikle Handling des Modells ist auch der Grund
dagfür, dass ich mich dazu entschieden habe, zB. die
Farbgebung des Modells nur gering zu ändern und
die Nachrüstung der meterlangen, 6mm hohen zweizügigen
Reling, entfallen zu lassen. Mangels klarer Angaben über die Farbgebung, bleibt für mich die dunkle Farbe des Rumpfes und
des Unterwasserrumpfes bestehen. Und sie passt auch zum Modell,
zumindest so wie ich das sehe. Das Deck mustes
seidenmatt gesprayt werden, damit der Glanz des
Kunsttsoffes verschwindet. Der Aufbau und die
Geschütztürme etc, werden in der Farbe Silbergrau
RAL 7001 gespritzt
und verlieren damit den dunklen Kunststoffglanz. Die
restlichen Aufbauten, Stellungen usw., wurden
silbergrau gestrichen.
Um den großen
Aufbau Abnehmbar bzw. befestigbar zu machen, musste eine
möglichst einfache Lösung gefunden werden. Die
Befestigung muss ermöglichen, dass der Aufbau auf seiner
ganzen Länge optisch gut aufliegt, was durch eine
Feder am hinteren Ende ermöglicht wird. Vorne wird ein
Riegel montiert, der den Aufbau ans Deck zieht.
Er wird mit einem 3mm Inbusschlüssel gedreht. Beim
Befestigen des Aufbaus ist er leicht ans Deck zu
drücken, damit der Riegel leichter gedreht werden
kann.
Durch die Gewichtszunahme des
Rumpfes ergibt sich der Bedarf eines einfachen
Modellständers, der verhindert, dass Propeller
und Ruder aufliegen und Schaden (Federkupplungen) nehmen könnten.
Testfahrt
im Pool und ihre Folgen
Im Pool wurde der als dicht eingestufte Rumpf
mit allen Einbauten zu einer Probefahrt gewassert. Zuerst
war sícht bar, dass die probeweise zusätzlich zum 1650g
schweren Antriebsakku als Ge- wichtszugabe im
Rumpf 3 Bleiakkus mit 2280g eingelegt wurden, was dazu führte,
dass er Rumpf etwa 2cm über der Wasserlinie
schwamm. Die Kurvenfahrversuche ergaben, dass das Modell
trotz verlängertem Ruderblatt nur Kurven mit
mehr als 2,5m Radius fahren kann. Die Vergrößerung des Ruderausschlages
wurde mechanisch und elektronisch im Sender optimiert.
Nach etwa 15 Minuten Fahrzeit war wieder
ein wenig Wasser im Bereich detr Wellenschächte aus- getreten.
Am Bautisch wurde nach der Ursache geforscht, aber
nichts gefunden. Nach Auflage des Rumpfes am
Deck, waren am Rumpf außen, an den Eintrittsstellen der
Stevenrohre in den Rumpf und an den Wellenabstützungen
einige ungenügende Klebestellen entdeckt worden, an
denen Wasser einsickern könnte. Diese
unklaren Klebestellen wurden nachgeklebt. Auch im Rumpfinne- ren
wurde an den kritischen Stellen bei den
Wellentunneln und den Wellenabstützungen mit 5 Minu- ten
Epoxyharz nochmals abgedichtet.
Fahrtechnik: Das inzwischen mehr als
6kg schwere Modell benötigt Zeit für Bremsmanöver,
denn die kleinen 25mm Dm-Propeller wirken schwach. Zur Fahrt
auf großem Gewässer wird die volle Leistung
eine Zeit lang anstehen müssen, bis das Modell die
Höchstgeschwindigkeit erreicht hat. Diese Fahrgeschwindigkeit
passt zum Maßstab und der erhöhte (?) Stromverbrauch ist
wegen der riesigen Kapazität des 6V Akkus
vernachlässigbar. Zum allfällig notwendigen Schutz des Motors
vor Überhitzung wird bei der Erstfahrt am
Motor ein Temperatursensor angebracht.
Nach
dem Einbringen des Probe Zusatzgewichtes von rund 2500g wird
die Wasserlinie noch nicht erreicht. Man wird
sehen, wie sich das Modell bei der Erstfahrt
hinsichtlich Krängens verhält und ob und
wieviel Blei noch zugefügt werden muss.
Es
wird weitergearbeitet
Um das Schiff auf Wasserlinie zu bekommen, war
die Einbringung von zusätzllich 2780g Bleiplatten erfolgt,
die anstelle der beim Test eingelegten Akkus verwendet
wurden. Sie wurden in Palketen zusammengehalten,
wobei die Platten unterienander mit einem Tropfen PVH-Leim verklebt
werden, um Verrutschen zu verhindern. Die
Pakete wurden schließlich mit Leim
am Boden des Rumpfes an- geklebt. Der Leim hat ausreichend
Klebekraft und lässt die Platten im Bedarfsfall
beschädigungsfrei entfernen. Mit Sekundenkleber
oder Epoxydharz wäre das nicht gefahrlos möglich.
Nach der neuerlichen Dichtheitsprobe und der
Trimmung des Rumpfes im Schwimmbad, mussten seitlich
neben dem Empfänger noch 310g Bleiplatten (5Stk)
eingelegt werden. Jetzt passt die Seiten- lage
und die Wasserlinie scheint zufriedenstellend erreicht
zu sein. Der vergrößerte Ruderausschlag erlaubt
inzwischen eine mit Bedacht und nur langsam ausgeführte
Umkehrfahrt im Schwimmbecken. Der fahrbare Rumpf mit Einbauten und Zusatzblei wiegt
jetzt 6820g.
Nun konnte die Komplettierung des Aufbaus mit den zig
Geschützen usw. beginnen. Der Anblick der glänzenden Bauteile
ist ungefällig. Es bleibt nichts übrig, als den
gesamten Aufbau, die Türme und Kleinikeiten
wie befürchtet zu streichen. Beim Deck wird mit
Seidenmatt Spray übersprüht. An das Erscheinungsbild
des Decks muss man sich gewöhnen; .... und wer kennt den
Farbton schon genau, denn Japan ist weit weg.?
Schließlich kam der Zeitpunkt, an dem die
vielen in einem Schachtelboden aufgelegten Kein- und Kleinstteile
aufgelegt waren, irgendwo platziert werden mussten. Die
Unkenttlichkeit mancher Teile erleichterte es
nicht, sie in der Bauanleitung zu finden unsd so ihren
Aufstellungsort zu finden. Viele dieser Teile
wurden daher nicht mehr aufgeklebt. Dadurch hat sich das
charakteristische Erschei- nungsbild meiner
Yamato nicht wesentlich verändert. In mehr als 2m
Entfernung, hätte man diese Kleinteile ohnedies
nicht mehr gesehen. Die noch zuordenbaren
Teile wurden angeklebt, der Kran für die
Wasserflugzeuge, wird später
ergänzt. Zwei Wasserflugzeuge konnten am Deck
angejklebt werden. Zwei Rettungsbarkassen wurden
mittschiffs angeordnet, werden aber beim Fahrbetrieb und
Transport abgenommen,um
den Verlust zu vermeiden.
Bei günstigem Wetter wurde das Deck mit
seidenmattem Klarlack nur dezent
besprüht, damit zumindest der spezielle Glanz der
Kunststoffoberfläche verschwindet. Beim
Aufbau wurde entgegen früherer Überlegungen zur
Spraydode gegriffen und ich bin mit dem Ergebnis
zufrieden. Matter könnte der Lack sein, denn das Seidenmatt
glänzt doch noch merklich. Die großen
Geschütztürme wurden aus dem Deck getrennt und ebenfalls
mit Spraylack Silbergrau besprüht. Die kleinen Aufbauten am Deck wurden
mit Silbergrau gestrichen. Auch das Flugzeug- deck und am Bug das Kettendeck wurde gestrichen.
Um den Aufbau und die lackierten Großge- schütztürme matter erscheinen
zu lassen, wurden sie samt dem Deck in montiertem
Zustand mit mattem Klarlack dezent
übersprüht. Die
Optik des Modells hat sich dadrch gebessert.
Nun
wurden die zu reparierenden Katapulte und die
Wasserflugzeuge so gut es ging instandge- setzt und gestrichen. Die
Katapulte sind drehbar und nur am Rumpf eingesteckt und
sollten beim
Transport abgenommen werden, um nicht in
Verlust zu geraten. Die am Flugzeugdeck angekleb- ten
zwei Wasserflugzeuge lassen das Modell interessanter
erscheinen. Der fehlende Kran zur Verladung der Wasserflugzeuge
wurde, vereinfacht und angenähert an das Aussehen
des Kranes in der Bauanleitung, nachgebaut. Der Kran wird
das Erscheinungsbild des Modells dem
charakteristischen Aussehens der Yamato näher bringen.
Wegen fehlender und nicht zuordenbarer
Teile werden die am Heck unter dem Rand des Flug- decks befindlichen, wohl einzigartigen Hängebahnen
der im Rumpf geschützt untergebrachten Ret- tungs-
und Motorbarkassen, an der Deckunterseite nicht angeklebt.
Bei einem Standmodell wären sie von Interesse, bei
meinem Fahrmodell sind sie nicht sichtbar.
Die Anbringung der, wie beim Vorbildschiff massenhaft
vorhandenen Antennen, entfällt. Es werden nur
einige Antennenverbindungen angebracht, da mehrere beim
Fahrbetrieb den Umgang mit dem Aufbau
wesentlich erschweren würden. Um das Modell
optisch Japan zuordenbar zu machen, wurden zwei
Kriegsflaggen angefertigt und am Modell
befestigt.
Die roten Graupner
Dreiblattpropeller erschienen wenig tauglich und auch
zur optischen Verbesse- rung wurden
Messingpropeller beschafft. Um die Propeller zu
tauschen, muss das gesamte Deck ab- gebaut
werden, damit die Schraubenwellen im Rumpf gehalten
werden können, wenn die Propeller ab- oder
aufgeschraubt werden. Die neuen 25mm Messingpropeller
werden ein wenig mehr mehr Vortrieb
ermöglichen.
Fahrbericht
Die erste Testfahrt im Pool war zu Beginn nicht
auf die feine Trimmung des Schiffs auf Wasserlinie
ausgerichtet. Nachdem nach mehreren Nacharbeiten der
Rumpf weitestgehend ohne Wassereintrtt und mit
3,09kg Zusatzblei fast auf Wasserlinie
schwamm, wurde der Aufbau fertiggestellt und das Modell für eine
Testfahrt am Waldteich vorbereitet.
Am
13.8.2025 war es um 7 Uhr morgens so weit, dass das
Schiff im Waldteich auf Wasser gesetzt werden
konnte. Wie angenommen, wird aus dem 8kg schweren Modell
kein Schnellboot und das Modell glitt
majestätisch durch das Wasser. Es geht auch flott, doch
die bisher montierten 3Bl MS 25mm Props laufen nicht rund genug, wodurch
sich die Schwingungen der dünnen Schraubenwellen drastisch
verstärken und erhebliche Vibrationen entstehen, durch
die sich sogar die beweglichen Geschütztrürme
selbsttätig verdrehten. Die
Ruderwirkung ist gut und es wurden 50% Expo
einprogrammiert. Bei der etwa halbstündigen Fahrt
stieg, wie erwartet, die Motortemperatur nicht über
35Grad hinaus.
Daheim angekommen wurde der Empfänger
gegen einen ohne Telemetrie
ausgetauscht. Nach dem dazu erforderlichen Öffenen des Rumpfes waren
waren einige Tropfen Wasser zu sehen. Es scheint, als
würde zumindest bei einem Stevenrohr Wasser
durchgesickert sein. Da die unrund laufenden 25mm gegen
rund laufende 2mm Props ausgetauscht wurden,
erfolgte eine neuerliche Fettung der Stevenrohre und der
Schrauibenwellen. Wie anfangs bei der Wasserung zu sehen
war, dass die linke Seite des Schiffs einen Hauch geringer tief im Wasser
lag, wurde eine Bleiplatte (65g) provisorisch auf der rechten
Seite auf Höhe des Akkus eingelegt, wodurch
sich die Schiffslage
besserte. Daheim wurde letztlich die Bleiplatte aber auf Höhe des Getriebes befestigt, damit das Rumpfheck etwas tiefer zu
liegen kommt. Ein weiters kleines Blei- gewicht
(50g) wurde auf Höhe des Akkus angeklebt, um es lecht
entfernen zu können, falls die Seiten- lage
nicht passt.
Bei dere nächsten Fahrt am
24.8.2025 passte an der Trimmung des
Modells alles, abgesehen davon, dass es tief im
Wasser lag und die rote Wasserline bereits unter Wasser
lag. Ansich fährt das Schiff zufriedenstellend,
aber doch irgendwie tief, sodass man zu fürchten könnte,
es sinkt. Erfreulich: trotz tiefer Schiffslage
kein Wassereintritt . Nach der Fahrt wurden 450g Blei
bugseits entnommen, der Akku und die darunter liegenden
Blei- platten um 15mm in Richtung Bug
verschoben. Bei der nächsten Fahrt wird das Schiff etwas höher liegen, aber
die Seitentrimmung wird bei Bedarf
nachzubessern sein.
Die probeweise
montierten 20mm Propeller
bedingten immer Fahrt mit Höchstdrehzahl, was sich durch
unangenehm lautes Laufgeräusch bemerkbar machte. Daher wurden wieder die Dm 25mm
Propeller
montiert. Da das Laufgeräusch zum Teil
auch durch
die bei hoher Drehzahl stark schwingenden mittleren
langen Schraubenwellen entsteht, wurde nach
Abhilfe gesucht. Es fiel auf, dass zwischen den Wellen
ein unbenützer Befestigungspunkt besteht, der
Möglicherweise für eine notwendige Wellen- führung dienen
könnte.
Unter Nutzung des Befestigungspunktes wurde
daran ein 1,5mm ABS-Winkel hergestellt und bedesftigt.
In diesem Winkel wurden zwei Bohrungen für die
Führung der Wellen einge- bracht. Das Schwingen
der Wellen damit wurde gebannt und die Laufgeräusche
sind leiser geworden. In Verbindung mit den größeren Propellern
kann auch die Wellendrehzahl vermindert werden, was sich ebenfsalls positiv auf Fahrgeräusche
auswirkt.
Nachtrag: Da auf den
Bildern aus den Kriegstagen, sowohl auf der Yamato und
der Musashi die für die Radar- antenne
später verwendeten "Maikäferflügel-Radarantennen" nicht
zu sehen sind, wurden sie bei meinem Modell
nachträglich entfernt. So gefällt es mir besser.
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Bilder von der
Restaurierung |
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die Misashi |
derBausatz, dahinter meine Yamato |
Ausgangsbasis meiner Yamato |
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mit Grauper Props aus Restbestand |
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der Getriebenantrieb |
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vor der Dichtheitsprobe |
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Öffnung am Heck |
Öffnung geschlossen und dicht |
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vordere Befestigungsfeder am Aufbau |
Deck liegt gut und passend auf |
Fahrprobe mit zusätzl. Bleic Akkus |
Einbau Akku, Regler, Empfänger |
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Bohrung für Aifbau-Verriegelung |
Sperrriegel |
Ansich mit vermehrten Teilen
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2 x 370g Bleiplatten unter dem Akku |
2040g Bleiplattenvor dem Batteriefach |
Blick auf Schalter (grün) und Empfänger |
der Aufbau vervollständigt |
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Trimmung passt |
Wasserlinie mit zus. 312g erreicht |
der Bug mit Ankern und dem Wappen |
zwei abnehmbare Rettungsboote
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Antennen werden gespannt |
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Heckansicht mit neuen Propellern |
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Akku Richtung Bug verschoben |
der "Schwingungsdämpfer" aus ABS |
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mit Radarantennen |
ohne Radarantennen |
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