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      1020.46 ÖBB (Kleinbahn)  -  Restaurierung eines Altmodells  
      1020.17 ÖBB (Liliput) - Reparatur, Renovierung und Komplettierung                           
 

 Irgendwann kam ich zu einer älteren grünen 1020.46, die ich schließlich gegen
 meine rote 1020.43 eintauschen konnte. Die alte Lok wurde vom Vorbesitzer
 jedoch mit beidseitiger Dreilichtspitzenbeleuchtung umgebaut. Da diese Lok
 auch umgepolt wurde, entspricht sie nicht mehr dem Originalzustand.
 Nun hatte ich Lust zu einer originalen Version zu kommen, an der noch keine
 Verändertungen vorgenommen worden sind. Endlich fand ich so eine  Lok und
 begann mit deren Aufarbeitung.

 Ungeachtet dieser Restaurierung wurde eine bereits früher restaurierte 1020.46
 auf Wechselstrombetrieb umgerüstet. Siehe Seite dazu: 1020.46  AC

 2023 erhielt ich von einem freund eine unkomplette alte 1020.17 von Liliput. Man
 erkennt die Marke an der Motorbauart, da ansonsten keine Firmenlogos sichtbar
 sind. Die Restaurierung der Lok konnte nur mit Vorbauten aus späten Produk-
 tionsjahren umgesetzt werden. Zuletzt konnte die Lok wieder fahrbereit gemacht
 werden, wie unten im Bericht zu sehen ist.
 
 Technische Daten 1020:
 L.ü.P.: 200mm, Gewicht: 520g, 2 Rundmotore, Zinkal Räder
 Produktionszeit:  ab ~1955


1020.46 (Kleinbahn)
Fahrvideo 


1020.17 (Liliput)
Fahrvideo

 Und los geht's mit der 1020.46 von Kleinbahn

 Im Internet fand sich wieder eine alte 1020.46, die offenbar im Originalzustand von ~1960 ist. Gegen-
 über meinen anderen alten 1020 weist sie die Loknummern noch in Schiebeschildausführung und den
 erhabenen Schrriftzug KLEINBAHN auf. Die Radschleifer sind an einem Halter angelötet und wirken auf
 zwei Achsen. Die Lok wird technisch überarbeitet, bleibt jedoch im Originalzustand und wird auch nicht
 umgepolt.

 Nach Erhalt der Lok gelang der Fehrtest nicht, denn die Lok stand still aber die Lichter leuchteten. Zur
 Lockerung der Motore wurden die Lager mit einem Tropfen WD 40 versorgt wonach sie sich langsam
 zu drehen begannen. Es wurde klar, dass das Fahrwerk ebenso verdreckt ist wie die Motore und daher
 wurden alle Achsen ebenfalls vorerst mit einem Tröpfchen WD 40 bedacht. Siehe da nach wenigen
 Momenten setzte sich die Lok, immer schneller werdend, in Bewegung. Nach einigen Testrunden
 begann ein Motor zu quietschen. Er wurde sofort mit Märklin Öl beruhigt. Damit  wurde die dringende
 Reinigung der Lok deutlich unterstrichen. Sie wäre ohnedies durchgeführt worden, da die Lok offenbar
 jahrelang nicht gereinigt worden ist. - Hinsichtlich Originalzustand ist das vorteilhaft, da nix umgebastelt
 worden ist.
 
 Fahrgestellarbeiten
 Nach einer weitgehenden Zerlegung werden alle Fahrwerke ausgiebig mit Waschbenzin gereinigt. Die
 abgenommenen Drehgestellblenden, der Lokrahmen und die vier Metallpuffer werden mit Nitrover-
 dünnung blank gewaschen und mit Beltron Schwarz seidenmatt neu lackiert. Um den Lack zu schützen
 werden die Teile zusätzlich mit KRICK-Transparent seidenmatt überlackiert. Die Räder und die zugäng-
 lichen Teile des Fahrgestells werden mit dem originalen Rotton gestrichen. Die  gereinigten Fahrgestelle
 wurde dezent geölt. Bei einem Fahrgestell war der Schleifer zimlich abgenützt und musste mit einem
 Streifen Berylliumblech ersetzt und neu angelötet werden.
 
 Motore
 Die abgebauten Motore wurden gut gereinigt, die Schleifkohlenführungen wurden mit einem Bohrer
 nachgebohrt, um allfällige harte Rückstände zu entfernen. Nach dem Einsatz neuer Märklin Schleif-
 kohlen (eine Kohle und eine aus feinem Kupfergewebe), kam noch ein Tröpfchen Märklin Öl auf die
 Motorlager. Jetzt war Zeit für die Probeläufe der Motore. Jeder Motor lief, wobei einer sehr leise und der
 zweite eher kernig lief. Offenbar hängt das mit dem Zustand der Kollektor Stöße zusammen. Mag sein,
 dass sich das nach längerer Laufdauer bessert.

 Da sich keine Besserung einstellte, wurden die Motore am Lager des Lagerschildes mit einem Mineral-
 mit Maschinenöl Gemisch leicht geölt. Siehe da, der kernig laufende Motor läuft jetz gleich leise wie der
 zweite Motor. Der Langzeit Fahrtest wird zeigen, ob dieses Öl für diese lager besser geeignet ist.
 (Schon einmal bemerkte ich, dass Märklin Öl manchmal scheinbar zu "dünn" ist.)
 Die Mechanische Belastung des Lagers im Lagerschild ist höher als im Magnet Lager, da dereseitlich
 auftrtende Druck von der Schecke das Lager stärker belastet.
 Anmerkung:
 Sollte der etwas lautere Motor laut bleiben, müsste der Motor gänzlich zerlegt und die Schnecke ab-
 gezogen werden. Danach kann der Kollektor auf der Drehbank überdreht und geglättet werden.
 Eventuell könnte das Lager im Lagerschild erneuert (?) werden.
 

 Fahrbericht
 Vor dem Einbau der Motore wurden an den Fahrwerken die Drehgestellblenden eingepresst. Danach
 konnten die Motore mit dem Lokrahmen zusammengeschraubt werden. Danach wurden im Gehäuse
 neue Scheiben eingeklebt, damit anschließend die mit dem Gehäuse verbundenen Kabel wieder an den
 Motoren angelötet werden konnten. Ein Lauftest am Gleis war erfolgreich, die Verdrehtung passt.
 Schließlich konnten die Lämpchen eingesetzt und der Lokvorbau am Fahrgestell verschraubt werden. Mit
 montioertem zweiten Lokvorbau erfolgte die erste Probefahrt.

 Nun ist die Lok schon sehr alt und ein Motor läuft etwas Härter, was sich auf das Gehäuse überträgt. Da
 die Fahrgeräusche relöativ laut sind, wurde versucht, mit dem Variieren der Festigkeit der Verschraubung
 Verbesserungen zu erzielen. Das gelang halbwegs. Um noch leisere und angenehmere  Fahrgeräusche zu
 erreichen, wurde ein Klotz aus härterem Schaumstoff angepasst und im Lokgehäuse eingeklemmt. Mit
 dem Festziehen des Gehäuses verricnhgert sich der Geräuschpegel, doch ist er immer noch störend.

 Die Lokomotive wurde noch an den Lokvorbauten mit Lack ausgebessert und ist wieder schön geworden.
 Sie läuft verlässlich und es macht mir Freude, dass ich die alte Lok wieder in Ordnung bringen konnte.


  1020.46  Kleinbahn 
       
1020.46 nach Restaurierung Video 
       
die Lok wird zerlegt    Bilder von einer verschmutzen Lok   
      Zerlegtes Fahrgetsell 
die Teile vor der Reinigung die verschmutzen Motor3e  gereinigtes FahrwerkFahrgestell    
  1020.17  Liliput 
  
 
Als Sammler alter Lokomotiven aus österreichischer Produktion freue ich mich, wenn ich ein altes
 Modell aus dem Hause Liliput Wien in die Finger bekomme. Mein Modellbahn Freund Gerhard
 kennt meine Liliput- und Bastelleidenschaft und er bekam diese Teile-Lok in die Hände. Er schickte
 mir diese Lok und etwas später dazu noch ein Gehäuseset, mit Vorbauten einer jungen 1020.32.
 Um die Lok zu komplettieren können/müssen diese Vorbauten verwendet werden.

 Zuvor muss jedoch die Lok mit dem Motor und den beiden Fahrwerken gründlich gereinigt werden,
 um wieder in Bewegung zu kommen. Soweit ersichtlich muss bei einem Vorbau ein Teil angefer-
 tigt werden, der die Distanz zum Fahrgestell herstellt. Auf einer Seite ist die Beleuchtung an dieser
 Stelle befestigt, was jedoch nicht der Originalzustand sein dürfte.

 
Inzwischen sind zwei Gehäuse Sätze eingelangt. Einer mit der Betriebsnummer ÖBB 1020.32 und
 von der E 94-Version. Das Set der ÖBB werde ich mit dem meiner Liliput E 94 austauschen. Beide
 Sets haben neue Vorbauten und nach erster Beschau sollte es möglich sein, die Aufbauten verwen-
 den zu können
. Die Mittelgehäuse passen nicht auf den alten Lokrahmen.

 Nach einer anfänglichen Reparatur und Instandsetzung wurden auch die farblich unterschiedlichen
 Drehgestellblenden lackiert und so weit möglich farbliche Verbesserungen versucht. Neu wird die
 Lok nimmer, doch sieht sie gut aus und dreht gut ihre Runden am Testoval. Die Zugkraft ist über-
 schaubar, wenn nicht mehr als vier schwere Blech Schnellzugwagen angehängt werden. Sollen es
 mehr sein, muss der Trafo voll aufgedreht werden. Aber: So schwer sind Liliput Schnellzugwagen
 nie gewesen, daher ist das nebensächlich. Ich freue mich, dass die Lok wieder gut und mit annehm-
 barer Lautstärke ihre Runden drehen kann.


 
       
      Video 
 
       
Ausgangszustand der 1020.17, (Liliput)