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   E 44 131   (Piko, Bakelit)  -  Reparaturarbeiten
   E 44 0601 (Piko, Bakelit)  -  Instandsetzung der Beleuchtung
   E 44 131   (Piko, Bakelit)  -  Reparatur und Umlackierung zur Angleichung an das Vorbild
 
 
 
DDR-Lokomotiven wie die E 44 0601 oder die E 44 131 (Bakelit) üben schon
 lange einen Reiz auf meine Sammlerleidenschaft aus. Es gibt bei mir schon
 einige Dampfloks, die allerdings jüngerer Produktionszeit (nach 1975) entstam-
 men. Allerdings haben diese Loks nicht zu überhörende laute und unschöne Ge-
 triebe- und Laufgeräusche, die dem gelungenen Aussehen nicht gerade dienlich
 sind. Auch die Laufeigenschaften dieser Dampfloks sind oft nicht überragend,
 die Loks eiern oft, da die Räder nicht ordentlich auf den  Achsen sitzen. Aber das
 ist vielleicht eine Folge des intensiven Spieleinsatzes der Loks.

 Schließlich wuchs mein Inetresse daran, ob die alten Loks von Piko/Gützold bes-
 ser oder schlechter laufen als Modelle aus den 1980iger Jahren. Daher entschloss
 ich mich zum Kauf einer Lok mit Bakelitgehäuse, einer E 44 131. Mit der E-Lok
 wird unsere Loksammlung um ein altes Lokmuster aus den Jahren  vor 1960 
 vergrößert, sodass der Ankauf  dieser Lok zu günstigen Bedingungen eine will-
 kommene Gelegenheit war. -  Der Verkäufer hat Mängel angegeben und daher
 wurde die Lok sehr preiswert angeboten.
 
 Später kam noch eine bauartgleiche E 44 0601 dazu, die optisch kleine Unter-
 schiede zur  E 44 131 aufweist, technisch aber identisch ist. Siehe unten.

 Weil mir die DDR Loks mit den roten Drehgestellrahmen und Achslagern gefallen
 und ich eine KLEINBAHN ÖBB Lok 1020.46 der DR E 94 056 derart nachem-
 pfunden habe, wird nun auch eine der alten Piko E 44 131 Bakelit in dieser Form
 aufgearbeitet werden. - Im Zuge einer Durchsicht und Servicearbeiten werden die
 Drehgestellrahmen etc. rot lackiert. Damit erhält die Lok ein anderes, vorbildähn-
 licheres Aussehen und wird unsere Sammlung erweitern und ein interessantes
 Gegenstück zur zweimotorigen Piko E 44 131 darstellen.


DR E 44 131 (Piko,~1955)
Video

DR E 44 0601 (Piko,~1955)
Video

DR E 44 131 umlackiert (Piko,~1955)
Video
 E44 131 -  Reparatur      
  
 Nachdem die Lok bei mir eingetroffen war, wurde der angegebene Schaden
 sichtbar: Bei einem "Drehgestell"
 war das Getriebe verzogen und drohte zu zer-
 fallen. Weiters gibt es bei der Beleuchtung ein Problem, da dorthin der Kontakt
 fehlt. Das Lokgehäuse hingegen ist sehr schön erhalten und der Gesamtzustand
 ist gut. -  Da die Lokomotive innen sehr sauber ist, muss keine extreme Reini-
 gung durchgeführt werden. Daher konnte gleich mit der, wie sich herausstellte,
 etwas komplizierten Zerlegung begonnen werden.

 Das Gehäuse ist mit zwei Schrauben befestigt, die gleichzeitig die Eisengewich-
 te in der Lok zentrierenen. Zu den Schrauben  gelangt man erst nach Demontage
 der Stromabnehmer. Nach Abnahme des Gehäuses muss der über dem Motor
 befindliche Metallbügel, der die Drehgestelle an den Motor bindet, entfernt werden.
 Danach können der Antriebsmotor und die Drehgestelle entfernt werden.
 


DR E 44 131 (Piko,~1955)
Video
 Am Beginn der Reparatur des schadhaften Drehgestells stand die Herstellunhg eines Bügels, der die Getrie-
 bewangen des Antriebs an der Vorderseite zusammenhält. Die Wangen waren auseinandergeklafft, da die
 Nietungen der Zahnradachsen auf einer Seite aufgegangen sind. Danach konnte das motorseitige Zahnrad
 wieder ordnungsgemäß eingebaut werden. Daneben musste noch ein Fehler am Motor behoben werden,
 indem bei einer Achse die Lager in die vorgesehenen Aufnahmen hineingedrückt werden mussten. Erst da-
 nach konnte der Distanzhalter für diese Lager wieder richtig montiert und justiert werden.

 Der Zusammenbau der Lok ist umständlich, besonders wenn man so eine Lok zum ersten Mal bearbeitet.
 Offenbar liegt hinter dem scheinbar umständlichen Aufbau doch Sinn, denn normaler Weise dürfte der Bügel
 über dem Motor und den Blechgewichten, zur Stromversorgung der Lämpchen dienen. Doch durch Korrosion
 dürfte die Kontaktfreudigkeit gelitten und das Flackern  verursacht haben. Mir war die Arbeit, herauszufinden
 wie es wirklich geht, zu viel und ich verband die Lämpchen mit dem Motoranschluss. Siehe da es funktioniert.

 Nachdem die Drehgestelle am Motorblock eingehängt waren, konnten sie  dem Bügel die Gewichte zusam-
 mengebaut werden. Schließlich wurde das Gehäuse aufgesetzt und festgezogen. Nun wurde eine Probefahrt
 durchgeführt, wobei es anfangs nur eine langsame Fahrt gab, die jedoch zunehmend schneller wurde. Danach
 kamen die Stromabnehmer wieder auf das Dach und die Lok war fertig.

 Überraschend sind für mich die Fahreigenschaften der Lok. Sie fährt sehr ruhig und leise. Es ist eine Freude,
 dass diese Lok wieder fährt und funktioniert.

 Nachreparatur
 
 Da mich der von mir eigentlich provisorisch für den Reparaturvorgang  angefertigte Alu-Bügel am defekten
 Drehgestell nicht gefällt, entfernte ich ihn. Bei einer kurzen Probefahrt kam es wieder zum Defekt und das
 erste Zahnrad sprang wieder aus der Lagerung. Ohne das Lokgehäuse abzunehmen, baute ich das Achsge-
 triebe aus. Dazu müssen die Seitenwangen mit den Drehgestellblenden (einseitig) auseinandergebogen
 werden, damit die Radachse aus den Lagerungen herausrutschen. Das Getriebe wurde wieder zusammenge-
 stellt, wobei erkannt wurde, dass die Achsen der Zwischenräder auf beiden Getriebeblechen vernietet sind.
 Der Defekt entstand dadurch, dass die nur sehr seichte Nietung auf einer Seite, aufgegangen ist.
 Mit viel Zauberei konnte mit dem kleinen Präzisionsschraubstock die Einheit zusammengepresst werden, wo-
 durch die Nieten wieder etwas Halt bekamen. Mit einem Tropfen Sekundenkleber wurde versucht, die zwei
 Nietungen zusätzlich "zu sichern". Damit später nicht wieder das Getriebe zerfällt, wurde trotzdem wieder ein
 neuer Haltebügel hergestellt und montiert. - Das Getriebe konnte wieder im Drehgestellrahmen platziert werden
 und die Drehgestellwangen wieder zusammengebogen werden, damit die Radachsen wieder in ihren Lagern
 aufgenommen werden konnten. Bei der Zerlegung des Drehgestells rutschte es aus der Motorblocklagerung
 heraus. Nachdem der Getriebeblock wieder in Ordnung war, musste das Drehgestell wieder in  der Lagerung
 im Motorblock eingehängt werden. Mit viel Gemurkse klappte es dann doch.

 Die anschließende Probefahrt zeigte jedoch eine ruckelnde Lok mit Kontaktproblemen besonders in einer
 Fahrtrichtung. Es musste also bei den Arbeiten am Drehgestell in der Lok etwas verschoben worden sein,
 was die jetzt auftretenden Störungen verursacht. Trotz Reinigung aller Räder kam es zu keiner Besserung.
 Also musste wieder das Gehäuse abgenommen und der Fehler gesucht werden.

 Gefunden wurde bei einer Probefahrt ohne Gehäuse, dass es zu einem Kurzschluss mit der Gehäuseschraube
 auf Seite des reparierten Drehgestells kommen konnte. Um künftig Fahrtaussetzer durch Mini-Kurzschlüsse
 zu verhindern, wurde je ein ca. 4mm langes Kunststoffröhrchen über der Bohrung für die Befestigungsschraube
 eingesetzt. Danach wurde das Gehäuse wieder montiert und eine erfolgreiche Probefahrt durchgeführt. Jetzt
 läuft die Lok wieder perfekt.

 
Ansicht des Fahrgestelldefekts  diese Seite ist in Ordnung  Untersicht Fahrgestell bei Lieferung  nun können die "Drehgestelle" weg 
Ansicht Seite mit Licht Motoransicht zweite Motoransicht das reparierte "Drehgestell"
probeweiser Zusammenbau  vor dem Zusammenbau   mit neuen Kabeln für Beleuchtung 
  neuer Bügel nach Überarbeitung  jetzt sieht alles wieder wie original aus   
       
  E 44 0601 - Instandsetzung    
 
 
Die Altbau E 44 131 hat mich durch ihr Aussehen unbd ihre Art begeistert. Um
 eine kleine Sammlung der  DDR-E-Loks aus der "Bakelit-Ära" zusammen zu
 bekommen, wurde im nächsten Schritt auch eine E 44 0601 zugekauft. Der Kauf-
 preis war günstig und die Lok optisch in einem sehr guten Zustand, also sprach
 alles für den Kauf. Wie ichz im Internet beobachten konnte, ist die Lok nicht aus
 der frühesten Produktionszeit, doch stört mich das nicht.

 Vielmehr wollte ich ja eine "kleine Aufgabe" bei der Instandsetzung haben und
 weiters wollte ich sehen, wie sich die 44 0601 und die 44 131 ähneln, bzw.welche
 Änderungen sie aufweist.



DR E 44 0601 (Piko,~1955)
Video
 Servicearbeiten an der Piko Altbau E 44 0601 (Bakelit)

 Nach der Lieferung wurde die Lok optisch überprüft und dann am Gleisoval getestet. Sie fährt hervorragend!
 Die Lok ist wenig gebraucht und gut erhalten. Lediglich mit der Frontbeleuchtung stimmt etwas nicht. Entweder
 hat sie ein ´Vorbesitzer falsch herum eingebaut oder sie fehlt.  In jedem Fall werde ich versuchen, die Spitzen-
 beleuchtung zu reaktivieren.

 Betreffend die Ähnlichkeiten der Loks ist anzumerken, dass bis auf die Loknummern nur der Farbton des Ge-
 häuses und Daches bei der 44 0601 dünkler gehalten ist. Technisch sind keine Unterschiede erkennbar.

 Lokbeleuchtung herstellen

 Die Lok lief zwar einwandfrei, doch die einseitige Beleuchtung war finster. Nach der Abnahme des Gehäuses
 war der Fehler gefunden: es fehlte der komplette Lampenhalter samt Lämpchen. Da ich in meinen Restebe-
 ständen kein brauchbares Teil fand, blieb nur die Selbstanfertigung übrig.
 Aus einem Berylliumblech wurde ein Lampenhalter hergestellt, der dem originalen sehr ähnlich geworden ist.
 Wie bei allen diesen Loks habe ich die beiden Pluspole der Lämpchen mit einem Kabel verbunden, welches
 am Pluspol der Stromversorgung am Motor angelötet worden ist. Super, das Licht brennt.

 Allerdings ist der Lämpchenhalter knapp im Lokgehäuse sitzend, sodass zu vermuten ist, dass das die Ur-
 sache von fallweise störenden Fahrgeräuschen bei der Bogenfahrt in einer Fahrtrichtung ist. Die gab es bei
 der ersten Testfahrt auch nicht. Daher ist anzunehmen, dass die am Gehäuse anstehenden Lampenhalter
 die Laufgeräusche übertragen.
 Die Folge davon ist, dass ich versuchen werde, die Lämpchen im Lampenhalter zusammenzubiegen, sodass
 das darunter liegende "Drehgestell" wieder ein wenig Spiel bekommt.

       
E 44 0601 (Piko)      
    li. E 44 0601 -  re. E 44 131  
 
Ansicht des Motors  neu angefertigte Lampenhalter  Ansicht der Anbringung der Lämpchen   
       
  E 44 131  -  Reparatur und Umlackierarbeiten 
 
 Reparaturarbeiten und Umlackierung der Piko Altbau E 44 131 (Bakelit)


 Nach der Lieferung wurde die Lok optisch überprüft und für schön
 empfunden. Dann am Gleisoval, zeigte sich, dass ein Schaden am Antrieb be-
 steht. Die Zahnräder haben nicht ausreichend EIngriff. Weiters ist der Motor sehr
 verschmutzt und muss zerlegt werden. Also steht eine Generalreparatur an!

 Die Gelegenheit bietet sich an, diese Lok dem Original anzunähern. Dazu muss
 am Unteren Rand des Lokgehäuses rundum schwarz lackiert werden und die
 Drehgestellblenden und Pufferbohlen müssen rot werden.

 


E 44 131, an Vorbild angeglichen 
Video
 Motorinstandsetzung

 Begonnen wird die Instandsetzung des Motors mit dessen Zerlegung. Wie festgestellt wurde, ist der ganze
 Motor innen sehr verschmutzt und muss mit Waschbenzin gereinigt werden. Der Anker wurde nach dem Aus-
 bau durchgemessen, ob er intakt ist. Anschließend wurde die Problematik mit dem Antrieb in Angriff genom-
 men und ein Reparaturversuch unternommen.

 Die Antriebsachsen sind (leider) in Kunststofflagerbuchsen geführt, die sich im Lauf langer Benützung ausar-
 beiten, sodass die Achse zahnradseitig immer mehr Raum zum Ausweichen findet. Das geht so weit, bis der
 Eingriff der Zahnräder nicht mehr funktioniert.

 Wie schon einmal bei einem anderen Motor erprobt, wurden die Achsen vertauscht. Leider brachte das auf
 der "schlechten" Seite auch keine Verbesserung. Folglich musste auf der schadhaften Seite die Halterung
 der Lagerbuchsen in Richtung Antriebszahnrad aufgefeilt werden, damit die Achse näher an das große
 Zahnrad rückt und der Eingriff verbessert wird. Damit die Lagerbuchsen der Achse in der neuen Position
 bleiben, wurden sie mit Sekundenkleber mitteldick "hinterfüllt". Wenn es funktioniert und die Klebstellen halten,
 dann können die Buchsen nicht mehr ausweichen und das Zahnrad hat wieder ausreichenden Eingriff. Sollte
 das nicht lange den Anforderungen entsprechen, könnten die Lager mit UHU-PLUS hinterfüllt werden. Das ist
 eine Methode, die wegen der Aushärtungszeit lange dauert. - Öl ist in jedem Fall dabei ganz schlecht, da es
 die Klebstellen hinterwandert und lockert und das Eingriffsproblem ist wieder da!

 Weiters musste die seitliche Achsverschiebung korrigiert werden, da auch das zum Verlust des Eingriffs
 führt. Um die Achsen nicht zu weit einseitig aus der Mitte zu verschieben, wurde das hintere Lagerschild des
 Motors um eine Beilagscheibe weiter vom Eisenkern weg entfernt montiert. DIese Verschiebung bringt das
 Hauptzahnrad einen Deut weiter vom Alublech weg und verbessert sich dadurch die Breite des Eingriffs der
 Achszahnräder. Nach dem Einstellen des bestmöglichen Zahnradeingriffes und damit der endgültigen Achs-
 lage mittels dem Blechbügel und dessen Laschen, waren die Achsen mit geringem Spiel eingerichtet.

 Der Motor war jetzt bereit zur Endmontage und erhielt die Schleifkohle und eine Drahtgewebebürste. Die
 Radschleifer konnten montiert werden und der Motor mit Kabeln an den Rädern getestet werden. Er läuft
 wieder zufriedenstellend und nachfolgende Langzeitfahrtetsts werden zeigen, ob die Reparatur ausreichend
 gelungen ist.

 Es gäbe theoretisch die Möglichkeit, die Räder von der Achse abzuziehen und neue Buchsen einzubauen.
 Leider lässt sich das Rad mit dem Zahnrad daran, nur mit Gewalt entfernen, daher ist diese Methode nicht
 erstrebenswert. Man könnte auch Lagerbuchsen aus Messing herstellen, doch auch bei diesen sind die
 Räder von den Achsen abzunehmen und hinterher mit zweifelhaftem Erfolg wieder aufzupressen. Und neue
 oder neuwertige Ersatzachsen gibt es nicht zu kaufen. - Hiermit ist das Ende der Verwendbarkeit der alten
 Motore erreicht.

 Lackierarbeiten

 Nach der Motorreparatur wurden die Drehgestellblenden und die Pufferbohlen grau grundiert und anschlies-
 send mit Feuerrot lackiert. Mühsam wird die Lackierung des schwazen Lokrahmens, da meine Augen nicht
 mehr so gut sehen und meine Hände nicht mehr ruhig genug sind. Dennoch gelang mir der Anstrich auch
 ohne der Verwendung von Abdeckband. Und das Ergebnis sieht gut aus.

 Erster Fahrtest

 Endlich konnte die Lok zusammengebaut werden. Zuerst ein Drehgestellrahmen, der am Drehbolzen aufge-
 fädelt wurde und mit dem Splint gesichert. Dann wurde der zweite Drehgestellrahmen mit dem Splint befes-
 tigt. Anschließend wurde der Motor ins Lokgehäuse eingelegt. Jetzt konnte auf dem ersten Drehgestellrahmen
 die Achse mit dem Getriebe in den Drehgestellblenden und beim Motor eingeklinkt werden. Bei der zweiten
 Seite wurde das Achsgetriebe in den Drehgestellblenden eingeklickt und mit Mühe das Getriebe in dem
 hochgezogenen Motor eingehängt.  Nun konnte der erste Fahrtest erfolgen, wobei der Motor gut lief..

 Auffällig war zuvor jedoch schon das Verhalten des Lokaufbaues als die Lok auf der Holzplatte stand. Lenkte
 man die Drehgestelle in eine Richtung, legte sich das Lokoberteil zur die Seite, so als würde es der Flieh-
 kraft nachgeben. Am Trix Express Testgleis fuhr die Lok dann, doch der Fliehkrafteffekt des Gehäuses in den
 Kurven war angsterregend. Bei der ersten Beschau war kein Fehler zu finden. Bei der nächsten Fahrt in die
 andere Fahrtrichtung sprang eine Vorderachse aus dem Gleis. Beim Abheben der Lok fiel ein Drehgestell ab.
 Zum Glück war der Sicherungsstift wieder auffindbar. Wieder kein Fehler erkennbar, sodass das Drehgestell
 wieder eingebaut worden ist. Wiederum das schräge Gehäuse in der Bogenfahrt. Dann hängte ich den Schien-
 enschleifwagen an und siehe da, die Lok fuhr scheinbar normal.

 Nacharbeiten

 Um die Lok künftig gut fahren zu können, bleibt also nichts anderes übrig, als die Lok nach meinem üblichen
 Schema, -Bügel weg, Gehäuse weg, Gewichte weg-, ganz zu zerlegen, denn die Drehgestelle und die Beleuch-
 tung muss überarbeitet werden. Der schöne Lack alleine hilft leider nicht.

 Man sieht, dass die Drehgestellblenden auf einerm Drehgestell ungleich stehen.  Daher entschied ich mich, 
 zur Zerlegung der Lok und der Vermessung der Drehgestelle. Sie waren kaum unterschiedlich, daher liegt der
 Fehler anderswo.
 Das Höhenspiel der Drehgestelle am Drehzapfen beträgt 2 mm. Mir ist dfas zu viel und es wurden kleine
 Beilagscheiben untergelegt, um das Spiel zu halbieren.
 Weiters griff ich auf den überholten Ersatzmotor zurück, baute die Drehgestelle an und achtete auf deren
 Fluchtung. Alles OK.
 Danach baute ich die Gewichte zusw. usammen und setzte probeweise das Gehäuse auf. Dabei sah ich,
 dass eine Drehgestellbelnde der unteren Gehäusekante zu nahe kommt. Also kann es noch an der Einstellung
 der Blechzungen auf den Vorderachsantrieben liegen. Die EInstellung des ungünstigen Drehgestells konnte
 verbessert werden.
 Bei der mehrmals für die Kontrolle der Drehgestelllage notwendige Montage und Demontage des Gehäuses
 kam es immer zum Klemmen auf Seite der Beleuchtung. Nachschau haltend sah ich, dass die Lampenhalte-
 rung zu breit war und im Gehäuse eckte. Eine geringe Zusammenbiegung löste das Problem. - Nachdenkend,
 weshalb die Lok zuvor so eigenartig im Bogen kippte, könnte damit zusammenhängen, da die verkanteten
 Lämpchen das Spiel des Drehgestells behinderten.

 Bei dieser Gelegenheit wird auch die Beleuchtung, wie bei meinen anderen Loks dieser Reihe, mit Kabelver-
 bindungen verbessert. Zusätzlich wird der Motor gegen den Reservemotor ausgetauscht, denn die Klebungen
 der Lager beim eingebauten Motor sind vermutlich nicht dauerhaft haltbar. Und das Zerlegen und Zusammen-
 bauen dieser Loktypen ist erfahrungsgemäß doch etwas aufwendig und daher verzichtbar.

 Beim Test des Ersatzmotors im Zusammenhang mit der Beleuchtung lief dieser nur sehr schlecht. Leider war
 eine Schleifkohlen Anpressfeder von mir unglücklich ausgeglüht worden, wodurch sie die Anpresskraft verlor.
 Drückte ich während desd Motorlaufes ein wenig auf die Feder begann der Motor hochzudrehen. Leider hat
 der ursprünglich in der Lok befindliche Motor mit einem neueren Motorschild bestückt, sodass ich dort keine
 Anpressfeder verwenden kann. - Versuchsweise begann ich aus einer ähnlichen Zugfeder eine Anpressfeder
 herzustellen. der erste Versuch war ungenügend, denn der Anpressdruck dieser Feder war auch zu gering.
 Um  den Motor zum Einsatz zu bringen, muss ich eine Feder neu wickeln. Dazu benötige ich einen 0,15 mm
 Stahldraht, den ich wohl nicht bekommen werde. Folglich muss ich wieder auf die Zugfeder zurückgreifen und
 einen neuen Wickelversuch starten. Die Feder als Ersatzteil zu bekommen, scheint mir nicht möglich.- Die
 neue Feder gelang, wenngelich sie nicht optimal aussieht. Sie arbeotet jedenfalls perfekt.
 
 Fahrversuche
 
 Nach langem hin und her war also die Anpressfeder eingebaut und konnte ein Testlauf des Ersdatzt-Motor-
 drehgestells erfolgt. Perfekt lief der Motor in allen Richtungen.

 Trotzdem versuchte ich den original in der Lok eingebauten Motor wieder zu verwenden, doch haperte es an
 der Bogenfahrt der Lok. In einer Fahrtrichtung trat immer die Tendenz zum Umkippen auf. Auf gerader Unter-
 lage aufgestellt bemerkte ich, dass die Achsen des Motors nicht fluchten, die Räder nur auf drei Stellen am
 Gleis aufliegen. Weshalb das so ist kann ich nicht sagen, vermute es hängt mit dem von mir vorgenommenen
 Reparaturversuch, mit dem EInkleben der Lager im Alurahmen des Motors.

 Dann wurde die Lok mit dem Ersatzmotor komplettiert und das Kabel für die Beleuchtung angelötet. Die neuer-
 lichen Testfahrten verliefen erfolgreich. Der Motor klingt bei geringem Strom zwar kernig, läuft aber gut an. In
 Zukunft könnte eintreten, dass die Radschleifer ersetzt werden müssen, falls Kontaktprobleme eintreten. Derzeit
 hapert es beioim Befahren der Kleinbahn-Weichen. Die Stromversorgung funktioniert ja nur über die beiden
 Achsen des Motors, das ist nicht viel. Mit den jetzt steifer geführten Achsen des Ersatzmotors könnte es leichter
 zu einem Kontaktfehler kommen.


 
       
das Vorbikld (steht im DTM Berlin) meine umlackierte Piko E44 131 E 44 131, Piko, zweimotorig Vergleich mit der Serienlok E 44 131 
DR E 44 131, Piko, umlackiert
 
    Lokomotivvergleich Umlackiert / Serienlok   
der Motor vor Reparatur  Achsen ausgebaut  insatndgesetzter Motor   
rot lackierte Drehgestellblenden  die Teile der Lok  Lokrahmen schwarz gestrichen  Drehgestellrahmen aufgelegt 
der Zusammenbau beginnt  alles an Ort und Stelle  Ansicht des Antriebes  Vergleich E 44 1952 Fleichmann mit
E 44 131 Piko
Überarbeitung Fahrgestell, Ersatzmotor  der Ersatzmotor hat eine schwache Andruckfeder - ausgeglüht  Versuch mit Bastelfeder- nix gut  Feder besser und funktioniert 
       
 Lokomotiv-Vergleiche E 46 und Sammlung aller DDR-Altbauloks von Gützold/Piko 
       
meine Loks E 44 und E 46    E 46: li. als CSD E 499, re. BBÖ E 1041  
E 46 0701 und umlackierte Varianten    E 44 alle drei Bakelit-Varianten E 44 131 Bakeliot, umlackiert / Serienlok