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    GB - BR  "City of London", 46245  (Hornby Dublo)  -  Servicearbeiten
    GB - BR  "Duchesse of Montrose", 46232  (Hornby Dublo)  -  Reparatur
    GB - L.N.E.R.  "Flying Scotsman", 4472  (Hornby Dublo)  -  Reparatur
    GB - BR  4P "42308"    (Hornby)  -  Reparatur
    GB - BR  3M "82004"   (Hornby Triang)  -  Servicearbeiten                    
    GB - BR  4P "80033"    (Hornby Dublo)  -  Reparatur
   


    Meine "Mallard" - Loks von Hornby-Dublo

     Meine  Dieslloks von Hornby-Dublo

   
 Postübergabestation von Hornby Dublo




 

 Das ungeplante Entstehen einer kleinen Hornby-Sammlung:

 Bedingt durch den in einem Monat bevorstehenden unglücklichen BREXIT,
 wollte ich noch unter normalen Bedingungen eine preiswerte, echte alte eng-
 lische Modellbahn Dampfloks von Hornby in der Spurgröße 00 kaufen, ohne
 vermutete Zoll- und Versandprobleme, wie in Vor-EU-Zeiten, erleben zu müs-
 sen. In der Folge wurden dann doch noch weitere Loks erstanden......, die zwei
 Dieselloks vom Jänner wurden schon mit zusätzlichen Zollkosten belegt.
 

 Mich begeistern eben alte Loks in Metallbauweise. Dazu zählen auch die alten
 Loks von Hornby, die auch unter der Markenbezeichnung Triang oder Dublo in
 Spur 00 verkauft wurden. Mit Spannung warte ich darauf, die Bauweise der
 Hornby, Dublo und Triang Loks kennen zu lernen und zu sehen wie gut sie lau-
 fen.
Um den Dingen auf den Grund zu gehen, erstand ich zuerst eine Schnell-
 zuglok mit der Achsfolge 2 C' 1, die "City of London". Um die Lok für Wag-
 gons mit Normkupplungen verwenden zu können, wurde die Kupplung umge-
 baut. Wie es mit der Aufarbeitung der Lok lief, folgt weiter unten.
 
 Da ich an der "London" Gefallen gefunden hatte, wollte ich noch eine legendäre
 Lok zukaufen. Der "Flying Scotsman" war mit der Aussage angeboten wor-
 den, dass er nicht erprobt werden konnte, da die Anlage des Testers bei der
 Erprobung "den Geist aufgegeben" hat. Preislich war sie daher günstig. Bei
 der Lok ergab sich eine größere Reparatur, die aber gut abgeschlossen werden
 konnte. Optisch war die Lok in Ordnung und sie sieht nach der Reinigung des
 Lok- und Tendergehäuses fast wie neu aus. Doch zeigten sich später schwere
 Mängel am Fahrwerk, die zu dessen Ersatzt veranlassten.

 Ergänzend dazu kaufte ich, in Erwartung Loks mit Metallgehäuse zu erhaschen,
 noch rasch eine Class 4P "42308" und eine Lok Class 3M "82004" dazu.
 Letztere Lok ist von Triang-Hornby, eine schon alte, leider unglücklich nach-
 lackierte und auf 42001 umnummerierte Lok, die aber sehr preisgünstig war.
 Diese Lok sieht gealtert aus. Allerdings besitzt sie ein Kunststoffgehäuse. Der
 Unterschied bei den jeweiligen Lokversionen ist an den Modellnummern zu
 erkennen.

 Die Lok der Class 4P ist bereits eine moderne Version von Hornby. Jetzt lernte
 ich langsam den Unterschied zwischen den Herstellern kennen, wobei diese
 Loks noch alle Made in England sind. Neuerdings kommen sie auch aus China.
 Es wird  interessant sein, wie diese Loks laufen und welche Geräuschkulisse sie
 dabei verursachen. Beim Test zeigte sich, dass die modernen Loks alle zu leicht
 sind und weniger Zugkraft haben, weil sie kein Metallgehäuse haben.

 Danach folgte der Kauf der britischen Lok, einer "Duchesse of Montrose".
 Damit ist wieder eine schwere Lok mit Metallgehäuse dazugekommen, die wohl
 in den Jahren ab 1953 produziert worden sein dürfte. Sie ist auch als schadhaft
 verkauft worden, denn am vorderen Laufgestell fehlt ein Laufrad. Ein Ersatz fand
 sich in meinen Lagerbeständen. Später fiel mir auf, dass die Lok vom Dreileiter-
 system auf Zweileitertechnick umgebaut worden ist. Sie fährt sehr gut, aber sie
 ist umgekehrt gepolt.

 Der Kauf einer Class 4P Lok wie zuvor, einer "80033", einer Altversion mit
 Metallgehäuse, sollte den Abschluss meiner Hornby-Aktivitäten machen. Die
 Zweileiterlok war sehr günstig zu haben, da sie einen Fehler am Motor haben
 soll, wioe der Verkäufer angab. Auch sonst macht sie einen gebrauchten Ein-
 druck und wird es einige Arbeit benötigen, sie wieder in einen ansehnlichen
 Zustand bringen. Schon rasch bewahrheitete sich, dass der Anker einen Kurz-
 schluss in einer Wicklung hat und erneuert werden muss. Offenbar ist einese
 Wicklung durch Überbelastung infolge einer steckender Antriebsachse durch-
 gebrannt, was die Lok unbrauchbar gemacht hat.

 In der Folge kaufte ich noch drei Loks von der Type A4, der Rekordlok "Mallard",
 wie der "Silver King" und zweier "Sir Nigel Gresley". Diese Lokomotiven
 werden gesondert beschrieben und gezeigt unter:                 Mallard-Loks
 
 Zur Abrundung der kleinen Sammlung alter Hornby Dublo Lokomotiven besorgte
 ich Diesellok D 8017 und eine Deltic Diesel. Noch kurz nach dem Brexit im
 Jänner 2021 hoffte ich, mit Glück noch ohne Zollzahlung bei Käufen ind England
 durchzurutschen. Bei einer der Loks gelang es irgendwie. Vermutlich ist noch
 nicht allen klar, wann Zoll zu vberrechnen ist oder nicht. Die zweite Lok kam
 schon mit Zollvoirschreibung beim Angebot bei ebay in die Anpreisung. Dafür
 war auch kein Zoll nachzubezahlen.                  Mehr darüber:   Dieselloks

 Als Tupfen am "i" kaufte ich noch eine originelle "Postübergabestation", die
 denen im täglichen Bahnbetrieb nachempfunden ist. Ich kenne keinen anderen
 Hersteller der eine derartige Sache anbietet. Die gekaufte Version ist eine der
 alten, die noch aus der Hornby Dublo Nachkriegs-Dreileiterzeit stammt.
 Bei der Vorbeifahrt des Zuges können nach Wunsch und Tastendruck, elektro-
 mechanisch im Postwagen die Türen geöffnet, bei denen Poststücke abgewor-
 fen und aufgenommen werden können. Siehe dazu:    Postübergabestation


"City of London" 46245,  (Hornby-Dublo)
Video

"Flying Scotsman", 4472, (Hornby)
Video

"Duchesse of Montrose", 46232
 (Hornby Dublo)
Video

Class 4P, 42308 (Hornby)
Video

Class 3M "82004" (Hornby Triang)
Video

Class 4P "80033" (Hornby Dublo)
Video

Class 4A "7" (Hornby Dublo)
Video

Class 55 "Deltic Diesel" (Hornby Dublo)
Video

Postübergabestation (Hornby Dublo)
Video
 City of London,  46245 (Hornby Dublo)
 
 Service der Lok Coronation Class "City of London", 46245 (BR.)


 Nach dem Eintreffen  fand ich eine Lok die gebraucht ist und kleine Lackschäden
 aufweist. Der Test mit Stromkabeln verliegf erfreulich, den die Lok lief in beiden
 Richtungen zufriedenstellend. Mit geringsten Mengen Sprühöl wurde die staubige
 Lok außen abgepinselt und trocken gewischt. Nun sieht sie viel besser aus und 
 macht optisch einen sehr guten Eindruck.

Fahrvideo

 Technisch wurde sie auch überprüft. Vermutlich (nach Internetberichten) ist der Motor Magnet schon schwach,
 sodass der Motor erst mit 6 - 7V  zu laufen beginnt. Nach Abnahme des Gehäuses fand ich ein sehr sau-
 beres Fahrgestell vor. Beim Testlauf am Rollenprüfstand entstand ein wenig Geruch nach Öl und man sah
 am Kollektor, dass fallweise und kurz die Funken rund um den Kollektoroberteil standen. Daher erfolgte eine
 Kollektorreinigung mit Waschbenzin, die sofort eine Verbesserung gebracht hat. Offenbar war das obere
 Lager des stehenden Ankers zu stark geölt worden und das Öl gelangte auf den Kollektor und verunreinigte
 ihn sehr. Nach der Reinigung begann der Motor schon bei 6V zu laufen und er lief danach anstandslos.
 
 Schraubt man das Lokgehäuse auf das Fahrgestell, ist eine kleine Laufgeräuschentwicklung zu hören, die
 durch das Metallgehäuse verstärkt wird. Die Geräuschentwicklung hält sich jedoch in Grenzen und ist mit
 der anderer alter Metallgehäuseloks vergleichbar. -  Abhilfe bei der Geräuschentwickung erreicht man,
 indem man das untere Motorlager vorsichtig ölt (das obere weniger) und indem man das Antriebszahnrad
 und Ankerwellenmitte verstellt. Danach läuft die Lok deutlich leiser und schöner.

 Weil die Lokomotive so schön läuft und der Tender eine Normkupplung für oftmaligen Gebrauch bekommen
 hat, habe ich noch einen Raucherzeuger (Seuthe 10, mit Kabeln, 10-16V) eingebaut. Jetzt haben die Enkel
  noch mehr Spaß!
 
 
Hornby Dublo "City of London"  
       
und so sieht das Fahrgestell aus Motor mit stehender Ankerwelle   Ansicht Kollektor  
 Flying Scotsman, 4472  (Hornby)  

 Viele Reparaturarbeiten beim "Flying Scotsman", 4472 (L.N.E.R.)


 Um eine zweite alte Hornbyl Lok zu haben, noch dazu in der Farbe Grün, be-
 schaffte ich wie immer, eine preiswerte Lok. Wie vom Verkäufer angegeben, hat
 sie ein Problem, denn vermutlich liegt ein Kurzschluss vor. Nachdem die Lok ein-
 getroffen war versuchte ich sie laufen zu lassen, was aber nicht gelang. Nachdem
 das Lokgehäuse angenommen war, zeigte sich der Motor beim Kollektor und am
 Chassis darunter total verschmutzt, wodurch der Motor stockte. Nach einer Reini-
 gung mit Waschbenzin lief die Lok, doch stellte ich beim Antriebsrad einen deut-
 lichen Seitenschlag fest. Darüber hinaus war in der Lok ein Decoder (?)  einge-
 baut, den ich entfernte und die Lok normal beschaltete.  Erst jetzt wurde mir klar,
 dass diese Lok jüngerer Bauserie entstammt, auch wenn der Decoder nachge-
 rüstet worden sein dürfte. Die Lok ist keine Dublo-Version mit Metallgehäuse.

Fahrvideo
 Jetzt er kenne ich langsam die Unterschiede zwischen Hornby, Hornby Dublo oder Triang Hornby. Aber
 schön ist die Lok schon.

 Von allem kaputt war  bis  zur Reparatur
 
 Wegen der starken Verschmutzung muss nun das Fahrgestell zerlegt und total gereinigt werden. Auch die
 Radschleifkontakte zur Stromabnahme müssen überarbeitet und verlängert werden, damit sie künftig bes-
 ser anliegen. Am Motor wurde eine Schleifkohle überarbeitet und für ihre komplette Auflage am Kollektor
 gesorgt. Mit gereinigtem Fahrgestell und Achslagern konnte der erste Motorlauf vorgenommen werden.
 Dabei zeigte sich, dass die Radschleifer mehrfach zurechtgebogen werden mussten, damit die Kontakte
 bestmöglich funktionieren. Am Lokprüfstand wurde die Lok laufen gelassen, damit sich der Kollektor und
 die Radschleifer einlaufen. Nachdem der Einlaufvorgang fertig war, zeigte sich das, da die Lok nun in bei-
 den Richtungen gleich schnell dreht.
 
 Der Prüfstand lauf ließ das enorme Achsspiel der Antriebsachse erkennen. Alles Mögliche wurde versucht,
 den Rädern mit viel Seitenschlag entgegen zu wirken. Doch nichts nützte, denn das Achsspiel machte alle
 Bestrebungen zunichte. Das schlechte Fahrwerk äüßerte sich auch beim Fahren, denn die Lok drohte
 durch das Wackeln der Lok in Kurven umzufallen. Schrecklich. Auch das Zusammenspiel der Vorlaufachsen
 und des Nachläufers war katastrophal und speziell auf den KLEINBAHN-Weichen chaotisch.
 
 Am Nachläufer selbst war ebenfalls Arbeit angesagt, denn eine Radscheibe war auf der Kunststoffachse
 gebrochen und dümplete irgendwie dahin. Die gesamte Achse wurde ausgebaut und die halbseitigen Kunst-
 soffteile der dort abgebrochenen Räder abgezogen. Die Bruchstücke wurden als neue Führungselemente
 verwendet, wobei in den Radscheiben Bohrungen für diese Stücke gebohrt wurden. Die Bruchstücke wer-
 den für den schlagfreien Lauf in den Radscheiben mit Superkleber eingeklebt und die beiden Räder auf
 der Stahlachse mit einem Distanzstück zur Spurhaltung aufgeschoben und festgeklebt. Die Achse konnte
 danach wieder eingebaut werden und sie passt und läuft perfekt.

 Wegen der heiklen und schadhaften Achsgeometrie der Lok ist klar, dass die Lok auf der Konstibahn vor-
 aussichtlich nicht zum Favoriten unserer Hornby Sammlung werden wird.

 Reparaturversuch Einbau neuer Achslager an der Antriebsachse

 Die Lok fährt jetzt zwar gerade noch  brauchbar, doch "stolpert" sie bei der Retourfahrt bei der hinteren
 Antriebsachse.  Auf Dauer kann das so nicht bleiben. Mich stört das, ich hatte Zeit und begann die Lok zu
 zerlegen und die Antriebsachse auszubauen. Schon nach dem Abziehen der Räder konnte man die ausge-
 arbeiteten Achslager sehen. Die Achse sass im Antriebszahnrad sehr fest und musste herausgeschlagen
 werden. - Die Lager sind keine Kunststoffbuchsen sondern Alu-Lagerbuchsen, die massiv im Lokrahmen
 eingepresst sind. Da sie nicht ausgebaut  werden konnten, mussten sie ausgebohrt werden.
 Aus Messing stellte ich neue Lagerbuchsen her, die eingedrückt und mit Loctide eingeklebt wurden. Um das
 Zahrad wieder fest zu bekommen, wurde die Welle mit einer Beißzange leicht eingekerbt. Nun konnte die
 Achse durch das erste Lager eingeschoben und im Bereich des Sitzes des Zahnrades mit Loctide
 bestrichen werden. Durch geringes Zurückziehen des Achse konnte das Zahnrad eingefädelt und die Achse
 weiter in das zweite Lager eingedrückt werden. Durch Vermessung wurde drauf geachtet, dass die Achs-
 stummel für die Räder beidseits gleich lang sind. Nun wurde das erste Rad aufgepresst und danach das
 zweite Rad.

 Bei der Überprüfung des genauen Laufes der Räder wurde festgestellt, dass ein Radreifen schräg sitzt und
 das Rad dadurch einen Seitenschlag hat. Mit einer Zange konnte der Radreifen wieder in die richtige Posi-
 tion gebracht werden. Das zweite Rad mit der Kunstsdtoffbuchse wurde ebenfalls mit Loctide grün aufge-
 schoben. EIn nachflogender Probelauf war erfolgreich, denn die Räder liefen weitgehend schlagfrei und mit
 normalem Lagerspiel. Doch bei der Montage der Schubstangen zeigte sich, dass das augfeschobene Rad
 um 180 Grad verdreht aufgepresst hätte werden sollen. Durch das neuerliche Abziehen wurde die Qualität
 der Kunststoffbuchse schlechter. Um doch einen guten Halt zu erreichen wurde der Achsstummel eingekerbt
 und das Rad mit UHU-PLUS Endfest 300 angeklebt. Es hält bisher.

 Wie sich bei den Testläufen der Achse mit angebauten Schubstangen zeigte, rutscht das Antriebszahnrad
 noch  immer durch, weil die Schubstangen scheinbar einen großen Widerstand erzeugen. Das Zahnrad
 musste neuerlich mit Loctide geklebt werden, es wurde nach mehreren Versuchen aber nicht mehr fest.

 Schließlich war meine Geduld am Ende und ich sah mich im Internet um, ob ich ein gebrauchtes Fahrwerk
 finde. Es fand sich ein gutes Fahrwerk das auch eine Brennkammerfeuer Imotation eingebaut hatte. Nach
 dem EIntreffen wurde das Fahrgestell mit Waschbenzin gereinigt und geschmiert. Danach wurden die Schub-
 stangen montiert und ein Test der Laufeigenschaft des Fahrwerks ohne Motor durchgeführt. Es eckte fallwei-
 se und bei der genauen Kontrolle ergab sich, dass ein Rad auf seiner Achse um wenige Grade verdreht wer-
 den mussten, damit die vordere Achse nicht verkantet wird. Die vordere Achse hat wohl im Lauf der Jahre
 auch viel Spiel bekommen, doch ist das nicht kritisch. Nach der Spannungsfreimachung des Kurbeltriebes
 läuft nun alles perfekt. Dnach konnte der Motor wieder eingebaut und die ganze Lok komplettiert. Die Test-
 fahrt war ein voller Erfolg und die Lok läuft problemlos auf den Trix Express Pappgleisen.


       
Hornby "Flying Scotsman"      
 
  so kam die Lok an  - schmutzig Reparaturbeginn am Radschleifer  Schleifer verlängert 
Antrieb jetzt sauber    reparierte Nachläufer Steuerung vor dem Achslagertausch
man sieht das ausgearbeitete Alu-Lager das Altlager ist ausgebohrt  Montageproblem Kunststoffbuchse  ein Hamo-Schleifer ist befestigt
   
unten das "néue" Fahrwerk  das neue Brennkammerfeuer     
  Duchesse of Montrose, 46232 (Hornby Dublo)

 Reparatur der Lok Coronation Class "Duchesse of Montrose", 46232 (BR)


 Endlich kam das Paket aus GB an und ich öffenete es sofort, um zu sehen, wie
 der Zustand der Lok ist und wie groß der angegebene Schaden ist. Die Lok ist
 in einem brauchbaren Zustand und sie ist bestimmt aus der Produktionszeit vor
 1955, da sie auch noch einen Tender mit Blechgehäuse hat. Auffällig ist, dass 
 sie umgekehrt gepolt ist, also wie eine Kleinbahn Lok in die andere Richtung
 fährt. Offenbar wurde die Lok vom Vorbesitzer von der ursprünglichen Dreileiter-
 version für das Zweileitersystem umgebaut.

Fahrvideo
 
 
Nach dem "Kabeltest" auf den Rädern bewegte sich der Motor nicht. Doch noch vor einer Zerlegung der Lok
 wurde das fehlende Rad am Vorläufer ersetzt. Zufällig gab es ein ähnliches Speichenrad aus Metall, welches
 auf die Achse passte. Nach der Montage des Rades konnte es mit matt schwarzer Farbe gestrichen werden.
 Im Fahrbetrieb muss dann noch die Spurweite eingestellt werden.

 Anschließend wurde das Lokgehäuse abgenommen und das Fahrgestell genau untersucht, ob mechanische
 Fehler bestehen. Es konnten keine gefunden werden, also konnte mit der Großreinigung mit Waschbenzin
 begonnen werden. Dabei wurde keine starke Verschmutzung zu bemerken, doch beim Motor und der An-
 triebsschnecke gab es doch noch Schmutz. Als die Reinigung fertig war, wurde wieder ein Test mit Kabeln
 vorgenommen und der Motor begann langsam anzulaufen. Ein Blick auf die Räder zeigte, dass leider auch
 Seitenschläge vorhanden sind, die aber rasch mit Vorsicht etwas verbessert werden konnten. Nach mehr-
 maligem Lauftests kam es immer wieder dazu, dass der Motor nicht von allein anlief. - Dieses Problem
 kennt man auch von alten Kleinbahn Loks bei denen oft die Schleifkohlen klemmen und nicht gut am Kollektor
 anliegen.

 Motor-, Radschleifer - und Servicearbeiten

 Um den Motor in Schuss zu bringen wurde zuerst die obere schraubbare Lagerung gelockert, danach mit
 Schraubensicherungsmittel grün dezent benetzt und neu justiert. Die sonst vorhandene Kontermutter fehlt
 hier und sie konnte wegen des Witworth Gewindes der Schraube nicht durch eine M4-Mutter ersetzt werden. 
 Nach Aushärtung des Schraubensicherungsmittels wurde in die hohle Lagerschraube und in das untere An-
 kerlager dezent Öl gegeben. Das half ein wenig, doch dann wurde klar, dass es nur noch an den Schleifkoh-
 len liegen konnte, weil diese wegen Verschmutzung nicht genügend beweglich waren und deswegen zu
 schwach am Kollektor anlagen. Die später erfolgende Erneuerung des Motor Magneten löst das Problem!

 Anschließend wurden die Radschleifer neu ausgerichtet, damit sie besseren Kontakt geben. Beim Test lief
 die Lok nun mit erhöhter Spannung in beiden Richtungen an und die leichte Ölung der Radachsen machte
 sich positiv bemerkbar.  Im Zusammenhang mit der Verbesserung der Radschleifer wurde klar, dass diese
 Lok von der ursprünglichen Dreileiterversion in eine Zweileiterversion umgebaut worden sein dürfte.

 Da die alte Lok in Bogenfahrten "schlingert", wurden die Radstellungen überprüft. Es stellte sich heraus,
 dass die vordere Antriebsachse eine ausgeleierte Lagerung hat, die durch die ungenaue Radstellung
 (90-Grad-Versatzt zur gegenüberliegenden Seite) im Zusammenhang mit den Schubstangen entstanden
 sind. Die Korrektur aller Radstellungen brachte Besserung. Allerdings bestand auf der vorderen Achse noch
 das Problem, dass die Radscheiben nicht rund liefen. Durch sanfte Verstellung konnte das Schlingern der
 Räder verbessert werden, doch ergibt sich Schlingern weiterhin infolge der ausgeleierten Achslagerung.
 Eine sehr alte Lok eben. - Eine neue Lagerung der Achse ist nicht sinnvoll, da die Lok als "Spiellok" dienen
 soll, wo es auf exakten Lauf nicht ankommt. Fährt die Lok langsamer, merkt man das Schlingern kaum.

 Zuletzt konnten einige Stellen am Lokgehäuse mit Farbe ausgebessert werden, damit die gut laufende Lok
 auch wieder etwas besser aussieht.

 Der Tender neigt zum Entgleisen

 Bei ausgedehnten Solo-Testfahrten der Lok kristallisierte sich heraus, dass bei Langsamfahrt der Tender
 bei geschobener Fahrt auf Weichenzungen entgleist. Speziell bei Retourfahrt, beim Anfahren von Weichen-
 zungen, stieg die vordere Achse auf der Weichenzunge auf und entgleiste. Als erste Maßnahme wurde der
 leichte Tender mit etwar 60g Blei beschwert, wodurch sich keine Verbesserung ergab. Schließlich zeigte
 sich, dass die Höhe der Spurkränze der Räder geringer als bei anderen Loks und Wagen ist, wodurch
 diese Tendenz verstärkt wird. Die Spurweiten der drei Achsen ist gleich und mit Kleinbahn vergleichbar.

 Das als Verbesserung angedachte oftmalige Zurechtbiegen der Weichenzungen brachte auch keine Ver-
 besserung, daher war der Fehler am Tenderfahrgestell zu suchen.

 Merke: Nie die Weichen bearbeiten, wenn sie andere Loks und Wagen anstandslos befahren können !!!

 Zur Verbesserung der Fahreigenschaften wurde anfangs den Achsen durch Verbiegen der Achshalterung
 etwas mehr seitliches Spiel gegeben, wodurch sich keine wesentliche Verbesserung ergab. Schließlich
 wurde festgestellt, dass durch Verringerung der Spurweite der mittleren Achse um ca. 1mm das Problem
 verringert werden konnte. - Grund:  Das kurveninnere Rad der Mittelachse zwingt den Tender jetzt an der
 gegenüberliegenden inneren Weichenzunge in die Kurve. Dadurch wird die vordere Achse nach  innen ge-
 zogen und das Aufsteigen der Führungsachse auf der äußere Weichenzunge verhindert und sie bleibt im
 Gleis.- Auch bei gezogener Fahrt kommt es kaum mehr zur Entgleisung des Tenders, gleichgültig bei
 welcher Fahrgeschwindigkeit.

 Dazu muss man aber sagen, dass die Gleise der Testbahn auf einem Spielteppich "aufgenagelt" sind und
 dadurch eine unebene Gleisfahrbahn entsteht. Der Teppich ist nicht mit der Holzplatte verleimt und begann
 im Lauf der Zeit Wellen zu bilden. Noch dazu hängt die Bahnplatte um 20cm über die Unterlage drüber und
 hat sich ein wenig gesenkt. Also eine schwierige Gleislage für heikle Loks und Waggons.

 Bei nachfolgenden langwierigen Fahrtests ergab sich wegen der buckeligen Strecke bei höherer Fahrge-
 schwindigkeit, dass die Nachlaufachse abhebt und seitlich wegschwenkt. Trotz Aufklebens eines kleinen
 Bleigewichtes konnte der Fehler nicht ausreichend behoben werden. Erst nach Herstellung eines Beryllium-
 federblechleins konnte endlich eine deutliche Verbesserung erzielt werden.

 Umpolung der Lok  -  es geht aber auch anders  -  man lernt nie aus!

 Die Lok ist vom Beginn an entgegen der genormten Fahrtrichtung gefahren. Möglicher Weise ist das bei den
 Dreischienen Loks so gewesen und wurde bei der Umrüstung auf das Zweileitersystem belassen. Für den
 Fall, dass ich einmal die Lok auf einer Modellbahnanlege fahren lassen kann, ist eine Umpolung vonnöten.

 Zu diesem Zweck muss der Motor zerlegt und der Anker ausgebaut werden. Danach muss der hintere, direkt
 an Masse liegende Messing Kohlenhalter ausgebaut werden. Da dieser leicht eingepresst ist, bedarf das
 des Auspressens von der Ankerseite her und dem vorsichtigen Herausziehen mit einer Spitzzange. Danach
 muss die Messinghülse ausgebessert und wieder rund gemacht werden, denn sonst klemmt die Schleifkohle.
 Die Messinghülse wurde in einen etwas festeren Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Um die Hülse in den
 Motorblock zu bekommen, miss die vorhandene Bohrung auf 4,5mm Durchmesser aufgebohrt werden. Mit
 Gefühl muss die Hülse in die Bohrung geschoben und dann mit Nachdruck bis zum Ende eingedrückt werden.
 Am ankerseitigen Überstand der Hülse wird der Schrumpfschlauch und die Hülse mit einen kleinen Tropfen
 dünnem Sekundenkleber gesichert.
 
 Nun muss die Verdrahtung geändert werden und ein Kabel vom Schleiferanschluss zur hinteren Kohlehalte-
 rung gezogen werden. Der vordere Stromanschluss muss jetzt mit dem Massepol verkabelt werden. Fertig.
 Die Isolierung der hinteren Kohlenhalterung ist auch bei der Umrüstung solcher Loks für den allfälligen Be-
 trieb mit einem Fahrtrichtungsumschalter (Uhlenbrock) notwendig, was hier aber nicht verwirklicht wurde.

 Nach Montage der Schleifkohlen konnte die Testfahrt zur EInlauffase der Schleifkohlen beginnen. Die Lok
 läuft nun in der Norm-Fahrtrichtung. Um sie zum Ziehen von Waggons mit Normkupplungen verwenden zu
 können, wurde am Tender eine Märklin Bügelkupplung angebracht.

 Später stellte sich heraus, dass die obige Umpolung wesentlich einfacher möglich gewesen wäre, nämlich
 allein durch die 180-Grad-Drehung des Magneten! - Eigentlich logisch, aber .....

 Merke: Bedarf es zum Anfahren der Lok hoher Spannungseinstellung am Trafo und /oder läuft die Lok bei
 Fahrtrichtungsumschaltung nicht mehr an, ist daran die schwache Kraft des Motormagneten daran schuld.
 Der Magnet sollte getauscht werden.


  Austausch des alten Magneten gegen einen Neodym-Magneten
 
 Wegen der hohen Stromaufnahme und den schlechten Fahrtrichtungsänderungen wird klar, dass bei der
 Lok ein neuer Magent eingebaut werden muss. Die Beschaffung aus GB ist durch den Brexit horribel gewor-
 den, doch nach Wochen kommen die Magnete dann doch noch an: Der österreichische Zoll wollte die
 Magnete nicht annehmen; daher Verzögerung bis....

 Die Lok läuft nach kleinen Reparaturen am Fahrwerk und dem Austausch der sich auflösenden Kunststoff
 Vorläuferräder gegen andere Vollscheiben-Räder, sehr gut, sodass der Magnettausch sehr sinnvoll ist. Nach
 dem Tausch des Magneten fuhr die aufwendig umgepolte Lokomotive wieder in die Falsche Fahrtrichtung.
 Ärgerlich, das kann nicht sein, - oder es liegt an der EInbaulage des neuen Magneten. - Der umgekehrte EIn-
 bau des Magneten bestätigte es, sofort läuft die Lok wieder in die richtige Fahrtrichtung.

 Diese stabile Lok kann jetzt den Enkeln (und mir) beim Spielen viel Spaß bereiten.

       
Hornby Dublo "Duchesse of Mintrose"      
       
     
Untersicht mit Schleiferhalterung      
Ankaufszustand - verschmutzt     gereinigt und wieder lauffähig 
      Berylliumfeder drückt Nachläufer nieder
der Motor im Originalzustand die Hülse muss ausgezogen werden Hülse mit Schrumpfschlauch die Hülse wird eingepresst 
rechts die nun isolierte Hülse Ansicht der anliegenden Schleifkohlen  die neue Verkabelung  der neue Masseanschluss 
   Class 4P  "42308" (Hornby) ,
 
 Reparatur der Lok Class 4P, 42308 (BR)


 Die Lokomotive ist optisch in sehr gutem Zustand angekommen.  Sie entspricht
 meinen Vorstellungen von alten Loks mit Metallgehäusen nicht, denn sie ist mo-
 derner Bauart und daher mit Kunststoffgehäuse. Lediglich das Fahrgestell ist
 aus Metall.- Der übliche Qualitätstest, ob der Motor anständig läuft, wurde durch-
 geführt und der Motor lief minimal an und in der Gegenrichtung aber nicht. Also
 musste die Lok zerlegt werden, um den Fehler zu finden.

Fahrvideo
 
 
Der übliche Qualitätstest, ob der Motor anständig läuft, wurde durchgeführt und der Motor lief minimal an
 und in der Gegenrichtung aber nicht. Also musste die Lok zerlegt werden, um den Fehler zu finden. Nach-
 dem das Lokgehäuse abgenommen war, konnte der erste Fehler rasch gefunden werden, denn ein Rad-
 schleifkontakt hatte sich in den Speichen des Antriebsrades eingefädelt. Um ihn zu beheben musste der
 Motor ausgebaut werden. Nun konnte der Schleifer abgezogen, gerade gebogen und wieder eingefädelt
 werden. Danach wurde der Motor wieder eingebaut und die Lok lief wieder.

 Allerdings zeigte sich ein weiterer Fehler, nämlich ein zu großes Axialspiel der Motorachse.  Das führt zu
 einem unschönen Laufgeräusch in einer Fahrtrichtung. Als Gegenmaßnahme wurde die Kunststoff-Motor-
 schnecke in Richtung Motor verschoben. Das half die Antriebsgeräusche bei Rückwärtsfahrt angenehmer
 zu machen.

 Der Fahrtest auf der unebenen Konsti-Teststrecke verlief problemlos und mit niedrigem Geräuschpegel.
 Mit vier alten Hornby Schnellzugwagen bespannt, ergab sich auch nach mehreren Minuten Fahrt kein Fehler.
 Hängt man sieben Wagen an die Lok, dann ergeben sich Schwächen bei der Zugkraft. -  Mit dieser Lok ist
 die Sammlung um eine interessante Loktype reicher geworden, doch wird nach einer Lok mit Metallgehäuse
 umgeschaut.

       
Hornby Class 4P      
       
 
das Innenleben   der Schleifkontakt in den Speichen  
   Class 4P  "80033" (Hornby Dublo) ,
  Reparatur der Lok Class 4P, 80033 (BR)

 Die Lokomotive ist beim Verkauf als fehlerhaft beschrieben worden. Was genau
 der Fehler ist, wurde mir nicht klar, es könnte sich aber um einen Schaden an der
 Ankerwicklung handeln. Allgemein ist zu sehen, dass die Lok schon sehr stark ge-
 braucht worden sein dürfte. Da ich  Winter-Arbeit suche, passt der niedrige Kauf-
 preis in mein Konzept, auf diese Weise zu einer alten Lok mit Metallgehäuse zu
 kommen, die dann auch zugkräftig ist.

Fahrvideo
 Die übliche Vorgangsweise zeigte, dass sich die Lok nicht bewegt. Bei der Lok
 befand sich ein Zettel, auf dem der Fehler mit der Wicklung (Coil) angegeben war. Bei der optischen Be-
 schau stellte ich fest, dass sich die vordere Antriebsachse nicht seitlich bewegen lässt und nicht drehbar
 ist. Vielleicht ist das der eigentliche Fehler?

 Nachdem die Lok zerlegt war und die Innenbeschau möglich war, zeigte sich nach Demontage der Schleifer-
 abdeckung, dass die Achse durch eine zu lange Schraube blockiert wurde. Die Kürzung der Schraube löste
 dieses Problem rasch. Anschließend wurde der Motor demontiert und der Anker ausgebaut.

 Bei der Überprüfung der Ankerwicklungen konnte eine abgerissene Wicklung gefunden und instandgesetzt
 werden. Der Durchgang war in allen 3 Wicklungen gegeben, doch lief der Motor nur schwach und nur in eine
 Richtung. Selbst mit mehr Spannung als 12V ergab sich keine Normalisierung der Motorlaufes. Die Überprü-
 fung des Widerstandes jeder Ankerwicklung ergab, dass eine Wicklung nur einen sehr geringen Durchgangs-
 widerstand hat, also "durchgebrannt" (?) war. Das könnte zustandegekommen sein, als der Vorbesitzer
 durch die Blockade der Antriebsachse den Motor hat durchbrennen lassen. Somit muss der Anker gegen
 einen funktionierenden ersetzt werden.

 Der Anker wurde ersetzt und die Lok wieder zusammengebaut. Der erste Testlauf war entmutigend, doch die
 Nacharbeit an den schrägen Schleifkohlen brachte ein wenig Verbesserung. Offenbar müssen sich die harten
 Schleifkohlen erst ein wenig einlaufen. Tatsächlich verbesserte sich die Sache nach langem Testlauf. Hier
 zeigte sich, dass die Lok rückwärts schneller fährt und kräftiger ist. Vier Hornby Triang Schnellzugwagen brem-
 sem die Lok in Vorwärtsfahrt deutlich ein. Offenbar wird irgendetwas warm und beginnt zu bremsen? Die Fahr-
 spannung war dabei auf max 14V eingestellt. -  Mit den leichten Horny Kesselwagen stellt sich das Kraftpro-
 blem nicht, die Lok fährt gut. Im Vergleich zieht eine BR 80 von Kleinbahn locker die vier Hornby Schnellzug-
 wagen.

 Interessant war, was die Berylliumklammer mit der Blechplatte hinter dem Magneten berwirkt, wozu sie dient.
 Bei den Hornby Ersatzteilen fand ich so ein Ding, welches als Motorbeeinflussung oder Motorbeschleuniger
 bezeichnet wurde. Das erinnerte mich, dass ich bei den ersten Testfahrten mit dem ersetzten Anker das
 Blechplättchen am Magneten anliegen ließ, was zur Folge hatte, dass die Lok nicht anzulaufen begann. Ohne
 Plättchen lief sie. Da die Lok ohne Plättchen besser lief, wurde es weggelassen.

 Dennoch ließ mir der Geschwindifkeitsunterschied je Fahrtrichtung keine Ruhe. Im Internet fand ich ein Horn-
 by Video, welches die Wartung und Reparatur solcher Motore zeigte. Im Video wurde gezeigt, dass der Luft-
 spalt zwischen dem Anker und der Magnetwinkel oft zu groß ist und die Loks dann mit höherer Stromaufnah-
 me und langsamer fahren. Wie im Video gezeigt, wurde jeder Winkel im Bereich des Ankers näher zum Anker
 gebogen.  Im Zuge der Verbiegung der Magnetwinkel wurde mit den gekauften Ersatzteilen auch ein anderer
 Magnet mitgeschickt. und eingebaut. Es war mir nicht möglich einen Zugkraftunterschied zwischen den Mag-
 neten festzustellen, er blieb aber in der Lok, die tatsächlich ohne übermäßige Erwärmung nach langer Fahr-
 zeit und konstant etwas schneller fuhr.
 Vielleicht spielte auch die Verstellung des Zahnradeingriffs in der Ankerschnecke eine Rolle, denn das
 Antriebszahnrad wurde geringfügig verschoben, sodass es bei der seitlichen Achsverschiebung gleichweit
 von der Ankrmittelachse abweicht.
 
 Nach dem der Brexit voll zugeschlagen hat, gab es mit der Beschaffung von neuen Neodym Magnete als
 Ersatz für die 60 Jahre alten, eine ziemliche Zeitverzögerung. Als der Magnet dann endlich da war wurde er
 eingebaut. Schon beim Aufdrehen der Spannung auf unter 5V begann die Lok wunderbar langsam zu laufen.
 Bei schneller Fahrt mit 12V bekommt man den Eindruck, sie ist zu schnell und man könnte den Geschwindig-
 keitsregler wieder einbauen und das Tempo reduzieren. Im Langzeittest mit 7 alten Hornby Schnellzugwagen
 trat´kein Einbruch der Leistung auf. Auch das Wechseln der Fahrtrichtung funktioniert jetzt immer ohne
 Anstoßen. Ich bin froh, dass ich´etwas dazugelernt habe und werde noch andere Altloks mit neuen Magneten
 bestücken.

       
Hornby Class 4P      
das Innenleben der defekten Lok  siehe seltsame Kupferklammer ? sichtbar die nun gekürzte Schraube  Ansicht Radschleifer 
der defekte Anker - Kabelbrunch  der reparierte Anker     
  Class 3M "82004" (Triang)

 Servicearbeiten an der Triang Lok Class 3M,  82004
(BR)

 Das Erproben der Lok nach dem Eintreffen fand mit großen Interesse statt, denn
 der Verkäufer beschrieb den Test bei ihm so, dass die Lok seine Anlage aus-
 schaltete, sprich, dass die einen elektrischen Defekt hat. Die anfänglich nicht so
 schön aussehende Lok macht doch einen brauchbaren Eindruck. Doch der Test
 mit der einfachen Anspeisung der Lok mit einem Kabel lief die Lok an und kurz
 danach rauchte es stark aus dem Gehäuse heraus. Ein typisches Zeichen für
 einen am Kollektor verölten Motor.

Fahrvideo
 
 Die Reparatur begann mit der Abnahme des Gehäuses, welches nicht wie von mir angenommen, aus Guss
 bestand. Danach wurde sofort eine Totalreinigung mit Waschbenzin durchgeführt. Besonders der Motor
 wurde gut gereinigt und der anschließende Lauftest verlief erfolgreich. Danach mussten nur noch die Rad-
 schleifer nachgebogen und die Räder besonders gut gereinigt werden. Das verhalf sofort zu einer guten
 Funktion der Lok. Anschliessend ließ ich die Lok einige Zeit am Rollenprüfstand laufen und es kam zu keinen
 Störungen. Schließlich wurde die Lok wieder komplettiert. Der Lauf der Lok auf den Rollen war nicht sehr
 ruhig, doch muss man das bei dem fortgeschrittenen Alter von etwa 50 Jahren in Rechnung stellen.
 Die Kupplungen bleiben im Originalzustand, da die Lok nur mit den Triang-Schnellzugwagen behängt werden

 soll.

 Endlich konnte der Fahrtest durchgeführt werden und siehe da, die Lok läuft gut, wenn auch nicht überhörbar.
 Das Kunststoffgehäuse wirkt wie bei vielen Modellbahnloks wie eine Lautsprechermembrane. Doch ist das
 störende Geräusch erträglich. Die Lok läuft problemlos auch durch die engen Bögen und über die Weichen.
 Würde das Gehäuse in Originallackierung sein, wäre die alte Triang Lok ein "Hingucker". Ich bin zufrieden,
 denn wir haben jetzt eine weitere verwendbare englische Lok in der Sammlung.

       
 Hornby Triang  Class 3M      
       
  das Fahrgestell   Ansicht des überholten Motors