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   Torpedoboot  Zobel   -   Deutsche Bundesmarine  (Graupner) 
 
 Ganz ganz selten kommt es im Leben vor, dass man ein, persönlich sehr wert-
 voll eingestuftes Geschenk, bekommt. Das passierte mir, denn mein Freund
 Ernst aus Krems, schenkte mir ein lange abgestelltes Torpedoboot, welches er
 von jemandem bekommen hatte, der es "Zobel" nannte. Es handelt sich dabei je-
 doch um das Modell des Bootes "Dachs" von Graupner. Das Boot ist bereits mit
 Motoren ausgerüstet gewesen, es fehlt nur das Lenkservo. Natürlich fehlen
 auch diverse andere Einrichtungen. Das Modell ist ein Modell aus Holz und wurde
 bei Graupner ab etwa 1956 als Schnellboot Dachs angeboten.

 Als Freund alter Modelle die eine Überarbeitung brauchen, kam mir das Ge-
 schenk sehr gelegen. Ich habe für mich und die Enkelkinder ja noch eine Motor-
 yacht, die alte Graupner Condor, gekauft, die ebenfalls zu überarbeiten ist. Da
 kam das Geschenk auch noch dazu und so werde ich mit feinen Arbeiten längere
 Zeit beschäftigt sein und danach drei schöne Schiffe habe. Allerdings habe ich an 
 dem flotten Modellschiff Zobel ein größeres Interesse als an der Condor, da es
 nahezu einsatzbereit ist und auch flott gefahren werden kann.
 Schon bei der Abholung wurde klar, dass der Erbauer das Boot "Zobel", das
 erste aus der Serie der späteren "Zobel-Klasse", nicht unbedingt optimal nachge-
 baut hat. Das macht mir aber nichts, denn die Verschönerungsarbeit macht mir
 immer großen Spaß. - Um bald damit fahren zu können, werden nur die für den
 Betrieb wichtigen Arbeiten ausgeführt.
 
 Technische Daten Zobel (=Dachs):
 Länge: 95cm, Breite: 15,5cm,  Gewicht: 3,1kg, Tiefgang: 50mm, Tempo: 4,8km/h
 Motore: 3 x Monoperm  6V, Regler: 2 x Robitronic RS 132 Speedstar 2,
 Akku: 2 x Lipo 2S2700 parallel, Propeller: 3 je 35mm Dm., 1 gegenläufig,
 Fernsteuerung: MC 24 2,4Ghz, - Fahrt-Stop-Retour, Ruder, (Radar, Licht)

Torpedoboot Zobel (Graupner)
Fahrvideo





 
Die erste Aufarbeitung des Schiffes beginnt

 Gleich nach dem Heimtransport wurde eine genaue Beschau des Bootes durchgeführt. Da das Modell lange
 Jahre gestanden haben soll, muss die Funktion der Motore und Stevenrohre zuerst einem Test unterzogen
 werden. Die Motoren laufen auch mit einem 4-Zelligen NiMh-Akku und machen einen guten Eindruck, schei-
 nen aber keine Kraftprotze zu sein. Der Fahrtest wird zeigen ob mehr Leistung und damit andere Motore not-
 wendig wäre.

 Vordringlich wurde der leichte Außenwandschaden ober der Wasserlinie mit Sekundenkleber behoben. Auch
 von der Innenseite wurde die Stelle mit Sekundenkleber versiegelt. Es war nur eine leichte Eindellung, die auf
 diese Weise verstärkt und abgedichtet woden ist. Der Balsaholz-Rumpf weist zahlreiche Eindruckstellen auf
 und ist auch im Bereich der Wellenaustritte kaum geschliffen worden. Daher wird das Modell ein wenig aufbe-
 reitet damit es für die ersten Erprobungsfahrten bereit ist. EIne weitgehende Ausbesserung diverser Bauteile
 wird im Winter erfolgen.

 Provisorischer Einbau eines Reglers und des Seitenruderservos

 Um eine Wasserung und Auswiegung des Bootes vornehmen zu können, wurde ein (Auto-) Regler, ein Jeti-
 Empfänger und das Seitenruderservo eingebaut. Ein Flachservo wird zur Steuerung verwendet, welches
 liegend eingebaut wurde.

 Betrieb werden zwei parallele Lipüos 2S 2700 mAh verwendet, welche vorläufig im Bugbereich unmittelbar
 vor den Motoren untergebracht wurden. Die Motore haben 6V Betriebsspannung, also muss beim Einsatz da-
 rauf geachtet werden, dass nicht zu lange mit voller Spannung gefahren wird.

 Die Fahrtsteuerung wird mit dem Gasknüppel vorgenommen. Bei der Inbetriebnahme des Modells ist  zu
 beachen, dass der Gasknüppel in Neutralstellung steht, was Motor AUS bedeutet. Knüppel nach vorne ist
 Vorwärtsfahrt, nach hninten Retourfahrt. Es werden immer alle drei Motore ein- und ausgeschaltet.

 Weitere Arbeiten mit Bleizugabe zur Trimmung des Bootes und an den Aufbauten folgen

 Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Auswiegung des Schiffes wurden zwei Wiegungen durchgeführt,
 bei denen einmal das Heckgewicht von 995g und das Gewicht des Buges mit 1003g ermittelt wurde. Das be-
 deutet, dass am Heck etwas mehr Gewicht angeordnet werden muss. Die beiden 2S Lipos werden bugseitig
 vor den Motoren am Boden liegend eingebaut, sodass  vorne weniger zusätzlicher Ballast in Form von Blei-
 platten etc., eingebracht werden muss. Insgesamt wurden bisher ca. 300g  unter den Schiffschraubenwellen
 und vor den Motoren ca.300g direkt am Rumpfboden angeklebt. Die ca. 450g der beiden liegenden Lipos
 werden den Bug tiefer legen als den Heckbereich. Derzeit ist das von Graupner angegebene Richtgewicht
 noch nicht erreicht. Da die Absicht besteht, das Blei so tief als möglich im Rumpf anzubringen kann im Heck-
 bereich maximal eine Lage Bleiplatten angeklebt werden. Erst bei der Auswiegung im Wasser wird sich zei-
 gen, wo noch Blei zugegeben werden muss.

 MIt dem Blei und den Akkus ergibt sich, dass der Bugbereich 1460g wiegt und das Heck 1400g. Damit
 sollte das Boot schon halbwegs entlang der Wasserlinie im Wasser liegen. Die Feintrimmung kann erst im
 Probebetrieb erfolgen. Mit diesen Werten kommt die Zobel der Gewichtsangabe von Graupner schon nahe.

 Um das Boot startklar zu machen, müssen die Aufbauten renoviert werden. Dabei wurde der vom Vorbesit-
 zer eingebaute Getriebemotor für die Radarantenne aktiviert. Um die Antenne rotieren lassen zu können,
 wurde ein zweizelliger NiMH Akku mit 900 mAh auf der Deckunterseite angeklebt. Weiters wurde eine Lade-
 buchse und ein Schalter in der Deckplatte eingebaut. Darüber hinaus werden die Positionslampen gegen
 solche mit Leuchtdioden ausgetauscht und am Mast eine Blink-Leuchtdiode angebracht, die auch zur Span-
 nungsüberwachung dient. Die Leitungen zu den Dioden und ggf. anderen Verbrauchern werden aus Lack-
 draht hergestellt und am Mast entlang angeklebt und danach grau überstrichen.

 Um die Deckaufbauten mit Strom zu versorgen zu können, ohne einen Kabelsalat im Rumpf zu haben, wurden
 am Heck und dazu passend auf dem Deck Kontaktflächen aus Berylliumblech angebracht. Die an Deck befind-
 lichen Verbraucher können nur funktionieren, wenn die Deckaufbauten am Rumpf aufgelegt werden. Wenn das
 Deck richtig aufliegt, kann es am Heck leicht niedergedrückt werden, damit der Kontakt hergestellt wird. Zur
 Sicherheit wurde ein Verriegelungshebel angebaut, der das selbständige Lösen des Decks verhindert. Sollen
 die Deckbeleuchtungen eingeschaltet werden, wird die kleine Schaltelektronik mit dem Schalter des Kanal 10
 aktiviert.
 
 Der Schwimmtest, die Auswiegung und die Behebung des Wassereintrittes bei den Rudern

 Endlich konnte das Boot in der Badewanne einem Schwimmtest unterzogen werden. Die schon zuvor im
 Rumpf gut verteilten Walzbleiplatten zeigten, dass das Boot vorne ein wenig zu tief liegt. Daher wurden hinter
 dem Empfänger eineinhalb Bleiplatten aufgelegt. Damit scheint das Boot  fürs Erste gut eingetrimmt. Auch
 der Antrieb wurde getestet und ist abzuwarten, wie flott das Boot fahren wird. Bei den Stevenrohren war kein
 Wassereintritt feststellbar. Der Tiefgang dürfte noch nicht ganz dem von Graupner angegebenen Wert entspre-
 chen und kann erst bei der Probefahrt optimiert werden.

 Während der Lauftests trat an den drei Ruderführungsrohren etwas Wasser ins Heckteil ein.  Zur Behebung
 des Mangels wurden die Ruder ausgebaut und die Ruderwellen vor dem Wiedereinbau eingefettet. Als zusätz-
 liche Abdichtung wurden auf die aus dem Rumpf vorstehenden Rohrenden kurze Silikonschläuche aufgesteckt
 die ca. 1mm die Stutzen überragen. Die Ruderwellen wurden so weit eingeschoben und festgeschraubt, dass
 die Schläuche am Ruder oben aufliegen und durch das Verengen des Silikonmaterials, an der Ruderwelle an-
 liegen und - hoffentlich - auch wirklich abdichten. -  Falls sich die Abdichtung im ersten Fahrbetrieb nicht aus-
 reichend bewährt und doch ein wenig Wasser ins Boot gelangt, wurde ein "halber Schott" eingeklebt, welcher
 das Auslaufen des Wassers in die Rumpfmitte verhindert.

 Einbau eines zweiten Reglers

 Infolge eines Reglerausfalls bei der alten Motoryacht Condor mitten auf einem Teich, fiel der Entschluss, in
 die Zobel einen zweiten Regler einzubauen. Mit Glück erhielt ich zwei Stunden nach dem Empfängerausfall
 bei der Condor, das nur mit einem Motor ausgerüstete Schiff wieder zurück. Die Ursache war ein überhitzter
 Regler, der abgeschaltet hatte. Allerdings ließ er sich nicht wieder einschalten. Erst nachdem der Regler
 abgeschaltet und dann wieder eingeschaltet worden ist lief der Motor wieder. Mit einem zusätzlichen Kühl-
 körper an der Unterseite des Reglers, kommt es imn Test am Bautisch zu keinen Anzeichen von Überhitzung.

 Um ein solches Debakel mit der Zobel zu verhindern, entschied ich mich wie oft in den Foren angeregt, einen
 zweiten Regler einzubauen, der nur den mittleren Motor mit Fahrstrom versorgt. Der Motor kann am Sender
 vom Gasknüppel weggeschaltet und mit dem daneben befindlichen Schieberegler gefahren werden. Es ist
 auch möglich nur mit dem Mittelmotor das Boot zu fahren.

 Fahrbericht

 Das Boot war schon sehr gut ausgewogen ins Wasser gelassen worden. Nach der ersten Fahrt wurden im
 Rumpfbug 150g Blei in Platten eingebracht, damit das Boot vorne etwas tiefer liegt und das Heck ein wenig
 höher kommt. Die Fahrgeschwindigkeit ist nach meinem Empfínden in Ordnung, reicht aber bei weitem nicht
 an die Fahrgeschwindigkeit der im Internet gezeigter Boote heran. Ich denke in den Jahren nach 1957 war
 das auch nicht so vorgesehen. Mit den beiden parallel geschalteten Akkus (5400mAh) kann man bei mittel-
 mäßigem Tempo sicher mehr als 15 Minuten lang fahren. - Es war schön, mit dem Schiff am Waldteich zu
 fahren.

 Anderung der Fernsteuerung

 Beim Transport des Bootes ohne Helfer bis zur Startstelle, ist die schwere MC 24 ein Handicap. Beim Patrol-
 boat des Konstantin wurde ja eine Exmitter EX 6 Proportionalsteuerung eingebaut, die einen kleinen leichten
 Handsender hat. Da es eine besser ausgestattete EX 7 gibt, wurde sie beschafft und sollte verwendet werden.
 Wie auch immer, die beiden Regler im Boot wollten den Steuersignalen jedoch nicht gehorchen, normale
 Servos aber problemlos.

 Bezugnehmend auf das Alter des Bootes (ab ~1956) wurde umgedacht und die, auf 2,4Ghz umgebaute Vario-
 prop 12 aus den 60-zigerjahren, zur Steuerung herangezogen. Eine getrennte Ansteuerung der Motore ist
 mangels Mischer nicht möglich, aber auch nicht notwendig.  Mit der alten Steuerung wurde auch die Yacht
 Condor gesteuert, die aber heuer schon am Dachboden untergebracht worden ist und deren Jeti 6K-Emp-
 fänger verwendet wird.

 Die Umstellung verlief problemlos und die Regler reagieren einwandfrei auf die Steuerbefehle. Mit dem K5
 kann die Beleuchtung ein und ausgeschaltet werden.


       
       
       
 
    die damals bei GR verwendeten Motore Rumpf-Frästeil - aus dem Prospekt
erste Fahrt am Waldteich       
   
 Die Aufarbeitung
       
so bekam ich das Schiff
     
die Monoperm 6V Motore      
schon etwas überarbeitet      
       
       
  Prop 35mm und Ruder mit Dichtungen
 
    einsatzbereite Technik Schiff mit der alten Varioprop12