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   SS FRANCE  -  Fertigbau des Rumpfes                                                           (New Maquette) 
                             Bau des Aufbaus und die Lackierarbeiten
                             Fertigstellung mit Details und Betriebsaufnahme
 
 
 Vorweg erwähnt:  Bedingt durch meine umfangreiche Beschreibung mei-
 ner mühsamen Bauerfahrungen beim Modell France, wurde der Bericht
 in drei Teile aufgeteilt, die in der Seitenüberschrift angeführt sind. Das
 Anwählen der Zeilen ermöglicht Interessenten rascher zu den jeweiligen
 Seiten zu geleiten.

 
 In einer Phase in der es mir gesundheiltlich nicht wohl fühlte hatte ich keine
 Kraft zum Modellbau. Ich überlegte, welche Projekte ich nach der Besse-
 rung beginne und was ich noch gerne Bauen würde. Da fiel mir das Ange-
 bot meines Freundes ein, der ein bereits begonnenes aber noch sehr rohes
 Modell der SS Fance, des französischen Transatlantik-Liners aus den
 1960zigern, auf seinem Dachboden lagerte und es mir angeboten hatte. Er
 kaufte das Modell vor Jahren auf einem Flohmarkt bei München.
 Mir war von Beginn an klar gewesen, dass mir das Modell jede Menge an
 Nachdenken abfordert, wie es weiter zu bauen ist und wie / ob der große 
 Arbeitsaufwand von mir bewältigt werden kann. Und Bauplan oder Bauanlei-
 tung zu dem großen Modell gab es anfangs auch nicht.

 Die France ist ein elegantes und eher selten zu sehendes Modellschiff. Das
 ist kein Wunder, denn fast knapp 1000.-€ für den Bausatz samt Beschlag-
 teilesatzt, das leistet sich nicht jeder.  Abgesehen von den Kosten muss
 man bei einem Holzbausatz mit reichlich Arbeit rechnen.
 Mit diesem Modell entferne ich mich von meinen bisherigen Modellen von
 Kriegsschiffen, was in der kriegerischen Welt nach 2022 mehr als ange-
 messen erscheint.

 Im Moment sehe ich mit unklaren Gefühlen dem künftigen Bauergebnis ent-
 gegen und ob es zum "Highlight" meines Modellbauerlebens wird.  Ein Pro-
 blem ergibt sich alleine schon aus dem Grund, wie und wo das große Schiff
 künftig untergebracht werden kann, und wie sich für mich als Einzelgänger
 am Fahrtag das Handling des Modells zeigen wird. Davor wird die Suche
 nach einer Bauanleitung und einem Plan sein müssen, denn das Schiff hat
 viele Bereiche, die ich als Landmensch und Modellflieger kaum kenne.

 Aus Gründen des Umfangs meiner Baubeschreibung wird der
 Bau des Aufbaus und der Lackierung      und...
 Fertigstellung und Betriebsaufnahme
 auf eigenen Seiten beschrieben. Die Zeilen unter der Seitenüberschrift
 ermöglichen das rasche Aufschlagen der Seiten.

 
Technische Daten der SS FRANCE, M 1:200:
 Länge: 1600mm. Breite:170mm, Höhe: 35cm, Fahrgewicht: ~7,0kg,
 Motore: 4 x 12V Motore (4000U/Min) vom Typ 31Z,
 Propeller: 4 x Ms 4Bl. Dm 35 (soll 30) - Form D, gegenläufig,
 Regler Antrieb: New Rain 60A,
 Regler Querstromruder: Hoite 60A,
 Akkus Antrieb: 2x 3S 3200, parallel,
 Akkus Querstromruder, Rauchgenerator: 2S 3200 Akku ,
 für Beleuchtung und Nebenfunktionen: eine LiIon-Zelle 2600

 
Fernsteuerung: Flysky FS-i6X (Nr 9),
 Funktionen: Fahrtsteuerung: vorw.-,rückw.-.,Geschwindigkeit, - Ruder,-
 Querstromruder 12mm, -Schaltung für Rauchgenerator, -Abschaltung
 der Außenwellen
 Manuell: Schaltung der Positionslampen und der Innebeleuchtung

 
Schiffshistorie nach Wikipedia
  Die SS France war ein Ozeandampfer der Compagnie Générale Transatlan-
  tique (CGT)[4], der von der Werft Chantiers de l'Atlantique in Saint-Nazaire,  
 
Frankreich, gebaut und im Februar 1962 in Dienst gestellt wurde. Von der Zeit
  ihres Baus im Jahr 1960 bis zum Bau der 345 m (1.132 ft) 
RMS Queen Mary 2
 
im Jahr 2004 war das 316 m (1.037 ft) lange Schiff das längste jemals
   gebaute
 Passagierschiff. Die France wurde 1979 von Norwegian Cruise
  Line (NCL) gekauft, in SS Norway umbenannt und erheblich modifiziert, um
  sie für 
Kreuzfahrten umzurüsten. Später wurde sie in SS Blue Lady umbenannt
  und 2005 zur Verschrottung verkauft, wobei die Verschrottung Ende 2008
  abgeschlossen wurde.


SS  FRANCE







ein Rundblick über den Istzustand
Rundblick









SS FRANCE bei Nacht

 







Innen- und Außenbeleuchtungstest







der derzeitige Bauzustand

Arbeitsliste-France


 Bestandsaufnahme, Reinigung und erste Arbeiten

 Nachdem ich den Rohbau der SS France übernommen hatte war schon absehbar, dass trotz des
 schon teils fortgeschrittenen Bauzustandes die Arbeiten zur Fertigstellung noch viel Zeit und Ideen
 brauchen werden. Das Modell wies die im Rohbaustadium angefertigten Teile wie den Rumpf und
 alle einzelnen Decks, die Schornsteine, Maste, das hintere und vorderes Deck, usw. auf. Alle Teile
 waren verogen und manchmal neu anzufertigen.
 Leicht verzweifelt hielt ich im Voraus schon Umsicht nach Bauberichten und Beschreibungen zum
 Modell, doch waren vorerst nicht allzuviele Tipps zu finden. Zum Glück fand ich via mein Forum  
 >rc-modell schiffe.de< Ansprechpartner und einen weiteren in Luxemburg, der selbst das Modell
 gebaut hat, noch dazu in "Museumsqualität".

 Vorweggenommen eine Zusammenfassung vor dem nahen Ende der Fertigstellung:
 Nach dem Abschluss der Arbeiten zur Aktivierung des eleganten Schiffsmodells wurde mir klar,
 dass der Erbauer das Modell weitgehend und mit viel Detailarbeit aufgebaut hat. Es scheint, als
 hätte er keinen Beschlagteilesatz besessen und daher viele Teile anstelle der Verwendung von
 Kunststoffteilen, aus dem Bausatz-Holz angefertigt.
 Erst im Zeitraum der Fertigstellung meiner France begann ich in diversen Bauberichten den
 Rohbau in vielen Schritten nachzuvollziehen und konnte die von ihm erbrachten Vorleistungen
 abschätzen. Sie waren gewaltig und für mich unleistbar. - Danke an den unbekannten Erbauer!
 Unverständlicher Weise schuf er seltsame Änderungen beim Einbau der Schiffswellen und der
 Umsetzung der Bauausführung bei den Decks, sieht man vielleicht davon ab, dass sie der
 Niedrighaltung des Schwerpunktes dienen sollten.- Ungeachtet dessen war der übernommene
 Bauzustand für mich ein immenser Vorteil, denn ich hätte diesen Arbeitsumfang NIE geschafft!
 Allerdings waren notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung einiger "Baufeher" ohne schwer-
 wiegender Eingiffe in den Altbestand des Rumpfes etc., nicht oder nur bedingt möglich, sodass
 durch meine Modellbauerfahrungen trotzdem die Abweichungen annähernd ausgeglichen wer-
 den konnten. Bedingt auch durch meine derzeitig gesundheitlich fragwürdige Situation war Zeit-
 druck gegeben, denn es war unklar, wie es mit mir weitergehen wird. Schließlich konnte  ich die
 Zeit gut nutzen und das Modell bestmöglich fertizugstellen. Damit kann es eventuell mein Sohn
 und die Enkel benützen.


 Erste Gedanken und Festlegungen zum bevorstehenden Bau

 Nach meiner Sorge wegend er seltsamen Verlegung der Stevenrohre gab mir mein luxemburgi-
 scher France-Freund einen Tipp und Bilder, wo man seine gelungene und exakte Anordnung der
 Motore und deren Zahnriemenantriebe zu den Schraubenwellen sieht. Dieses System macht die
 Laufgeräusche leise, da mit den Riemen kleine Achsabweichungen oder Unwucht ausgeglichen
 werden.
 Mein Rumpf lässt jedoch bereits die Antriebsproblematik erkennen, denn die Stevenrohre sind
 gänzlich falsch angeordnet und nicht mit Propellern in einer Ebene wie am Plan. Die Stevenrohr-
 enden liegen im Rumpf derart knapp über dem Rumpfboden, unmöglich, auf den Wellen Riemen-
 scheiben montieren zu können. Noch dazu hat der Erbauer die unteren Stevenrohre mit unter-
 schiedlichen Messingrohren seltsamst gestückelt.
 Das schöne und gute Konzept des Freundes ließe sich nicht zerstörungsfrei nachahmen und
 scheidet daher aus. Nach ersten Überlegungen dürfte es vom Erbauer wohl so gemeint worden
 sein, vier Motore nebeneinander am Boden zu halten, denn nur so erklärt sich, dass die langen
 Schraubenwellen so knapp über dem Schiffsboden liegen und bis zu den Motorwellen reichen.

 Der Rumpf ist bereits rohbaufertig gebaut und die Außenseiten glatt geschliffen. Bedingt durch
 langjährige ungünstige Lagerung bildeten sich viele Risse zwischen den Planken, die Nacharbeit
 erforderlich machten. - Einem Tipp folgend wurde außen keine GFK-Matte aufgebracht, jedoch
 innen mit Epoxydharz abgedichtet. Diese Variante kam mir gelegen, da die massenhaften ~1000
 Bohrungen für die Bullaugen bereits bestanden, später aber, wegen meiner innenseitigen GFK-
 Verstärkung neu zu bohren waren. Es ist für mich auch offen, ob und wie die Bullaugen wasser-
 dicht gemacht werden, wenn sie durchscheinend sein sollen, da ich eine Innenbeleuchtung ein-'
 bauen möchte. Auf die Nieten in den Bullaugenbohrungen verzichte ich, auch aus Kostengründen,
 denn deren Ränder sind zu breit und nicht maßstäblich, ... und massenhaft Arbeit.

 Beim Rumpf drängte sich weiters die Frage auf, ob das Modell, wie es den Anschein hat, mit be-
 weglichen Schlingerkielen auszustatten ist? Eine seltsame Konstruktion des Erbauers könnte dazu
 vorgesehen gewesen sein, doch wurde diese Idee bereits verworfen und die Öffnungen wurden mit
 Balsaklötzen verschlossen. In Forenberichten wurde diese Funktion nie beschrieben. Später wurden
 von mir etas vergrößerte Schlingerkiele sinngemäß zum Plan angebaut.
 
 Zur Fertigstellung des Modells war ein 400.-€-Beschlagteilesatz erforderlich. Überwältigend was
 in der Packung alles drinnen ist, aber keine Reling. Der Teilesatz wird im Verbund mit dem Plan
 den Bau der France erleichtern. Es war jetzt erkennbar, dass der Erbauer viele Teile aus Holz an-
 gefertigt hat, die im Beschlagteiesatz als Kunststoffteil vorhaden sind.

 Nachdem ich vor dem Baubeginn der France für meinen Freund Franz noch sein Wasserflugmodell
 Projekt "Taxi"  fertigbauen wollte, gab es in ruhigen Momenten Zeit, um nachzudenken wie der Wei-
 terbau mit den Decks etc. ablaufen könnte. Klar war, dass erst nachdem alle Rumpfeinbauten samt
 deren Problemlösungen fertig sind, mit den schon vom Erbauer teilweise angefertigten Rohbau
 Decks begonnen werden kann.
 Besonders das unterste Deck und dessen Auflage am Rumpf ist wichtig, da es alle anderen Decks
 trägt und somit Basis für ein großes bautiel bildet. Der Aufbau wird zum Tausch der Akkus, dem 
 Befüllen des Raucherzeugers und bei Servicearbeiten abgenommen bzw. aufgesetzt werden. Beim
 Fahrbetrieb muss er kippbar sein, damit für mich das Handling der Technik möglich ist.

 In den Foren wird davon berichtet, dass die plangemäßen Holzdecks sehr schwer sind, wodurch das
 Schlingerverhalten des Modells verstärkt wird. Es muss daher versucht werden am Aufbau Gewicht
 einzusparen. Und wie mir scheint, wollte der Erbauer durch seine Abänderung bei der Materialwahl
 und Bauausführung der Decks genau das erreichen. Nach meiner Sichtweise dürfte sich die aktuelle
 Lösung jedoch nicht wirklich bestätigen.
 
 Der weitere Baufortschritt wird nach dem Bilderblock beschrieben.

 Modell fertig vor Erprobung 
       
  SS France fertig
       
   
       
 Bilder vom übernommenen Rohbau 
       
 Beschlagteilesatz (385.-€)  SS France Rohzustand   viele teile vorgearbeiotet aber verzogen
     
ein Blick in den Rumpf ...    Bereich der gestückelten Stevenrohre  
     ? was ist das ? wozu ?  ausschiebares Teil. beidseitig,  2x ?
 Der Beginn der Bauarbeiten 
       

 Beginn der Arbeiten

 Der scheinbar endlos lange herumgelegene Bausatz ist sehr verstaubt. Um vor allem mit dem
 Runmpf eine saubere Arbeitsbasis zu haben, wurde er mit Seifenlösung überpinselt und mit
 Pressluft abgeblasen. Es blieb noch immer ein eher unansehnlicher Anblick bestehen.

 Nun konnte man bereits erkennen, dass die Stevenrohre vom Erbauer des Rohbaus, entgegen
 dem Plan völlig falsch eingebaut wurden. Und der Verlauf der Stevenrohre sieht eigenartig aus
 und er ist es auch: Die beiden unteren Wellenrohre sind stumpf und ohne Übergang gestückelt!
 Die bisherige Kittüberdeckung der Stückelungsstellen im Rumpf bröckelt ab. Hier muss auf im
 Rumpf mit Epoxyharz gearbeitet werden, damit der Bereich fest und dicht wird. Darüber hinaus
 ist die äußere Wellenlage wegen der falschen Einbauhöhe zu hoch liegend, die untere zu tief
 und dadurch die Propeller allenfalls schädigend positioniert, denn laut Plan sind sie auf einer
 Höhe einzbauen. - Die oberen Propeller werden erfahrungsgemäß Sprudeln bewirken und muss
 hier Abhilfe geschafen werden. Ein Ausbrechen dieser Stevenrohre würde nahezu den halben
 Rumpf beschädigen und kommt daher nicht infrage. Eine Problemlösung muss daher antriebs-
 seitig gefunden werden.

 Reinígung und Überarbeitung der Stevenrohre

 Mit einem 4mm Alustab wurde zuerst versucht auszuforschen, wie durchgängig die Steven-
 rohre sind und ob die sichbaren Stoßstellen zumindest fluchten. Die Rohre wurden mit Lösöl
 gereinigt und danach mit etwas Wellenfett befüllt und das Fett mit dem Alu Rundling fürs erste
 verteilt. Da sich dabei gezeigt hat, dass mit reichlich Reibwiderstand zu rechenen ist, werden
 zu beschaffende Motore künftig plagen müssen. Vielleicht bessern sich die Reibwerte bei
 neuen Nirosta-Wellen und einer längerem Einlaufphase? Zur Abhilfe wurden starke 12V Motore
 (4000U/Min) vom Typ 31ZY angekauft, denn sie sollten das Manko ohne große Kapazitätsver-
 luste schaffen können.

 Nach den ersten Arbeiten mit den Schraubenwellen wurde in den inzwischen eingetroffenen
 Plan Einsicht genommen. Dabei war die total falsche Einbaulage der Stevenrohre deutlich zu
 sehen. Aus der falschen Lage der oberen Propeller ergibt sich, dass sie bei Leistung sprudeln
 werden, da die Blattspitzen der 35mm Dm Props nur 5mm unter der Wasserlinie liegen. Es 
 wird angenommen, dass der Erbauer die Motore nicht in zwei hintereinander angeordneten
 Gruppen zu 2 Motoren anordnen, sondern zur Schwerpunktabsenkung alle vier nebeneinander
 und direkt am Schiffsboden platzieren wollte. Sein Konzept wurde übernommen, wobei die
 Bauart der Motore ideal passt.
 Zum Schutz des Rumpfes und insbesondere der tief liegenden Schraubenwellen und Propeller
 musste der Bau eines Modellständers dringlich vorgezogen werden.

 Das nächste Problem: Als Folge der Höhenlage der äußeren Propeller war auch klar geworden,
 dass der Verlauf der Wasserlinie nur 5mm unter der untersten Reihe der Bullaugen verläuft. Um
 jedoch die Propeller etwas tiefer unter Wasser zu bekommen, muss der Schwerpunkt des
 Modells mittels Bleizugabe tiefer gelegt werden, weswegen zur Sicherheit die unterste Reihe
 der Bullaugen zur Verhinderung von Wassereintritt verschlossen werden musste. Die Wasserli-
 nie liegt laut Plan nur 53mm über dem Kiel und sie wurde auf 55mm angehoben.

 Wegen deren misslicher Lage de Stevenrohre wurde schließlich begonnen, nach einer Lösung
 zur Verringerung der Reibungsverluste der Wellen zu suchen. Wie auf den Bildern vom Rumpf-
 inneren zu sehen,  ist  der Abstand der Wellenaustritte zum Schiffsboden nur etwa 5mm
 groß. Wegen der flachen Lage der Stevenrohre sind im Rumpf Maßnahmen zur Wellenabdich-
 tung notwendig. Es müssen daher unbedingt Stopfbuchsen eingebaut werden.
 Außen bei den Wellenhaltern bei den Props ist die Situation ebenfalls eigenartig gelöst, denn
 die Wellenhalter sind nicht mit den aus dem Rumpf herausragenden Stevenrohrenden verbun-
 den, sodass dort keine Stopfbuchsen eingebaut werden können. Das Vorbild hatte die Wellen
 nach deren Austritt aus dem Rumpf bis zu den Wellenabstützungen mit den Lagern frei laufen.
 Derzeit reichen die Stevenrohre bis unmittelbar vor die Wellenlager.

 Die Stopfbuchsen Story

 Inzwischen entstand die Idee, die Stopfbuchsen an den Rohrstutzen iin Betriebslage im Rumpf-
 inneren anzukleben. Die Buchsen wurden an die Rohrstummeln und an die vorhandenen Wel-
 lendichtringe und Kugellager angepasst. Um unter den Stevenstummeln Platz für die Stopfbuch-
 sen zu bekommen, mussten die Bereiche am Schiffsboden freigeschliffen werden.

 Für die Bauart der Stopfbuchsen war anfangs geplant, dass sie auf die Stevenstummel aufge-
 schoben werden. Am anderen Ende sollte in der Buchsenbohrung ein Dichttring 4x8x2mm
 und ausreichend Wellenfett, sowie ein, mit einer Teflonscheibe abgedeckt anliegendes Ach-
 sial-Kugellager, mit einem Stellring angepresst werden, damit kein Wasser in den Ruumpf ei-
 dringen kann. Doch die vorhandenen alten Dichtringe passten nicht genau, da sie geschrumpft
 und hart waren und kaum auf die 4mm Wellen aufgeschoben werden konnten. Diese Buchsen-
 version führte die Wellen nicht genau genug mittig, was bei Testläufen mit den passenden aber
 unverklebten Buchsen zu Laufproblemen geführt hatte. Eine geänderte Version wurde angefer-
 tigt und neue Dichtringe wurden besorgt.
 Die neu angefertigte Buchsengarnitur Variante 2 ist auf der Innenseite mit etwas Wellenfett,
 gefüllt. Danach folgt ein Dichtring 4x8x2 und ein nach außen beidseitig mit Abeckungen verse-
 henes Flanschkugellager 4x8x2mm. Das Lager liegt schließlich am Buchsenrand an und wird
 mit einer Teflonscheibe 4x10mm mit einem Stellring fixiert. Damit erscheint ein Wassereintritt
 nahezu ausgeschlossen.

 Mit  5-Minuten Epoxy wurden die neuen Buchsen in Betriebslage festgeklebt. - Die Montage
 erfolgte in Einbaulage mit den Kugellagern und den Wellen, um die genaue Führung der Wellen
 zu gewährleisten. Die Buchsen mit den Lagern wurden auf den Stevenrohren nur angestezt und
 nach dem Aufbringen des Harzes auf den Stevenrohren, mit einer Drehbewegung auf die Rohr-
 enden bis zumn Anschlag aufgedreht. Durch das unmittelbar nachfolgende Einschieben der
 Lager in die Buchsen, ergab sich beim Aushärten des Harzes der richtige Sitz der Buchsen
 auf den Stevenrohren.
 
 Schneiden der Propellergewinde

 Um die Stopfbuchsen in Betriebslage zu bekommen, mussten die Schraubenwellen beschafft
 und eingebaut werden. Mit der Bereitstellung der Nirosta-Schraubenwellen stellte sich plötzlich
 das Problem des Schneidens der Propellergewinde als Herausforderung dar. Auf den einzel-
 nen 4mm Wellen mussten 15mm lange Gewindeansätze für die Propeller geschnitten werden. 
 Unglücklicher Weise waren danch einige Gewinde nicht zentrisch gelungen und mussten am
 anderen Ende der Welle nochmals welche geschnitten werden. Danach konnte die Ablängung
 der Wellen im Hinblick auf den Einbau der Motore und der geplanten Feder-Wellenkupplungen
 vorgenommen werden.
 Für die Testläufe der Wellen wurden die neu angefertigten Stopfbuchsen erprobt. Bei den
 nachfolgenden Laufversuchen erwiesen sich die bisher montierten Federkupplungen nicht
 als optimal. Daher wurde auf starre Messingkupplungen zurückgegriffen.

 Eine kaum merkbar gekrümmten V2A-Welle fiel besonders "hörbar" auf, sodass sie durch
 einen Stahldraht aus dem Modellbaufachgeschäft ersetzt wurde. Allerdings hatte der Stahl-
 draht 4,1mm Durchmesser, wonach das Kugellager nicht aufgeschoben werden konnten.
 Mühsam musste auf der Drehbank die erfordeliche Länge mit Schleifpapier passend geschlif-
 fen werden. Das verwendete Schneideisen hatte rasch seine Schneide verloren, sodass ein
 neues besorgt wurde. Die Welle aus Stahl wurde jedoch zur Schonung des Schneideisens am
 Ende dunkelrotglühend erhitzt und an der Luft abgekült, und dann das Gewinde geschnitten. 

 Bei dem neu gekauften Schneideisen befand sich eine Vorrichtung zur mittigen Führung des
 Schneideisens am Stahldraht. Die Führungshilfe wird im Schneideisenhalter eingelegt und
 mit dem Schneideisen befestigt, wodurch das Schneiden zentrisch laufender Gewinde möglich
 wird. Da diese Stahldrahtwelle nicht ganz vibrationsfrei lief wurde später noch eine V2A Nirosta
 Stahlwelle angefertigt und eingebaut.

 Wegen der langen  Außenwellen entstand die Frage, weshalb sie schwergängig sind. Die
 Lösung zur Verbesserung war, die dortigen zusätzlichen Hilfs- Führungsrohre zwischen
 zwei Spanten vor dem Motorraum zu entfernen. Um das danach lange Wellenende besser zu
 führen, wurden neue Lagerböcke mit Messingbuchsen angefertigt und mit 5 Min Epoxyharz
 nahe den Wellenkupplungen angeklebt. Durch die neue Wellenführung verbesserte sich die
 Leichtgängigkeit der Außenwellen.

 Eine Motorbefestigung der speziellen Art wird benöigt
  
 Die aus Schwerpunktsgründen ideale Möglichkeit, die Motore tief am Schiffsboden nebenein-
 ander zu befestigen ist gut, aber wegen der geringen Einbauhöhe über dem Schiffsboden hei-
 kel zu lösen. Nach einigen Versuchen wurde die ungewöhnliche Lösung gefunden, die mit
 einem Schrumpfschlauch überzogenen Motore mit den Ms-Starrkupplungen positioniert, höhen-
 und lageangepasst mit einem Doppelklebeband provisorisch am Boden zu befestigen. Als die
 Lage mit den starren Kupplungen gut passte, die Wellen ruhig liefen, wurde seitlich neben den
 Motoren am Boden heller Montageklebstoff "Bostik Mammut" neben und unter die Motore ge-
 presst. Anfangs war noch kurzzeitig eine Lagenachbesserung möglich, weshalb die Motore
 einen Testlauf absolvierten. Am nächsten Tag war der Klebstoff felsenfest ausgehärtet. Die mit
 dem Schrumpfschlauch überzogenen Motore sind nun fix positioniert und können bei Bedarf
 nach Durchtrennen des Schrumpfschlauches entfernt werden. (Keine weitere Befestigung nötig)

 Nun konnten die Wellen provosorisch eingelaufen werden, wobei alle Motore parallel ange-
 schlossen und mit einem 3S 3300 Lipo Akku betrieben wurden. Zwischendurch wurden die
 Stellringe bei den Stopfbuchsen nachgestellt (Achsialspiel verringert), um geringere Laufgeräu-
 sche zu erreichen. Nach 30 Minuten wurden die Wellendrehzahlen gemessen, um im Vergleich
 zu den ersten Messungen Drehzahlunterschiede feststellen zu können.

 Leerlauf-Wellendrehzahlen im Rohbau nach 30 Minuten-Lauf:
 Mit Stopfbuchsen Var. 2 und nach dem Einlaufen der Wellen ergaben sich diese Drehzahlen:
 untere Wellen:  Motor 1 rechts: ~3000 U/Min,  Motor 2 links:  ~3000 U/Min,
 obere Wellen:   Motor 3 rechts: ~3000 U/Min,  Motor 4 links: ~3000 U/Min 
 (Keine Wechselstrom-Fehlmessung)
 Drehzahlunterschiede maximal +/- 100U/Min

 Stromaufnahme und Motortemperaturen:
 Bei dem Testlauf / Leerlauf der 4 Motore mit voller Akkuspannung wurden insgesamt 3,4A
 Stromaufnahme gemessen und die Akkukapazität sank in 30 Min von anfangs 71% auf 47%,
 was umgerechnet  792mAh Verbrauch ergibt.
 Die Motortemperaturen, berührungslos gemessen vor Nachbearbeitung der Stevenrohre:
 Motor1  36°, Motor 2  32°, Motor 3  42°, Motor 4  36°.
 Die Ursache der höheren Temperatur bei Motor 3 rührt von den, vom Erbauer ungünstig ge-
 stückelten Stevenrohr her. Durch Nachbohren an der Stelle verbesserte sich die Laufsituation.

 Zwischendurch-Gewichtsangabe:
 Rohbaurumpf mit Wellen und Motoren: 2780 g,
 Rohbaurumpf mit Motoren, Reglern, Wellen, großem Rauchgenerator, Querstromruder, Servo,
 Empfänger und 2 Akku-Packs: 4400g

 Unterbringung der Regler, des Querstrahlruders, des Rauchgenerators und der Akkus:

 Die Regler   werden auf einer demontierbaren Platte über den Motoren untergebracht.
 Es gibt zwei parallel geschaltete Regler für den Antrieb (innere und äußere Motore)  und 
 einen Regler für das Querstrahlruder.
 Jedem Motorpaar innen bzw. außen wird ein Regler zugeordnet, wobei die unteren Wellen
 mit einem Regler immer laufen. Die oberen äußeren Wellen sollen mit dem über ein V-Kabel
 geschalteten Regler mitlaufen, können jedoch mit dem Schaltkanal K5 zu- und abgeschaltet
 werden. Die Motorleistung dieser Motore wird im Sender fix so niedrig einprogrammiert, um
 das Sprudeln der oberen Propeller zu verhindern. (Oder kleinere Props nur 30 Dm)

 Das 12mm Querstrahlruder wurde so weit als möglich vorne eingebaut. Nach der Einmes-
 sung der Öffnungen für die Rohre im Rumpf konnten sie gebohrt und zum Einbau vorbereitet
 werden. Schließlich wurde das Ruder halbseitig in die Rumpfbohrung gesteckt und das zuvor
 in die gegenüberliegende Bohrung gesteckte Rohr am Ruder eingeschoben. Danach wurde
 mit ein Gemisch aus 5 Minuiten Epoxy mit Webrabal angerührt und auf die Rohrdurchbrüche
 aufgebacht. Mit dem Föhn wurde das Harz leicht verflüssigt, damit es gut verläuft und abdich-
 tet. Nach dem Aushärten wurden die Rohrüberstände abgeschliffen.

 Der Rauchgenerator groß Variante1, wird entfernbar am Boden vor den Motoren befestigt.
 Das ermöglicht die brauchbare Zugänglichkeit mit den Schläuchen zu den Schornsteinen und
 zur Nachfüllung von (Modellbahn-) Rauchöl. Die Stromversorgung erfolgte durch 3S-Lipo.
 Geschaltet wird der Raucher mit einem Dreistellungsschalter via ein Schaltservo.
 Infolge der hohen und nicht vorbildähnlichen Ausblasgeschwindigkeit trotz Verwendung von 6
 Vorwiderständen oder 2S Lipo wurde der Generator durch eine kleinereAuführung ersetzt.

 Der Rauchgenerator Variante 2 ist etwas kleiner und hat nur einen Heizwiderstand und einen
 kleineren Lüfter. Die bei Variante 1 raketenartige Ausströmgeschwindigkeit ist hier auch ohne
 Vorwiderstände merklich, aber besser geeignet. Später wurde der Raucher mit einem 2S Lipo
 betrieben wodurch die Rauchbildung vorbildähnlich wurde.

 Die Antriebsakkus    
 Ein 3S 3000 Lipo Doppelpack wird bugseitig flach ligend vor den Motoren langeordnet.
 Ein 2S 3200 Lipo Akku für den Rauchgenerautror für das Querstrahlruder etc. kann querlie-
 gend hinter den Motoren über den Schraubenwellen  untergebracht werden.
 Der Empfänger   und Servos werden über das BEC eines Reglers mit Strom versorgt.
 Für das Querstrahlruder   wird ebenfalls ein Regler verwendet, der mit dem linken Knüppel
 angesteuert wird.
 Die Beleuchtung im Rumpf wird durch drei 20cm lange und im Rumpf aufgelegte LED-Leucht-
 balken erfolgen. Für die Positionslampen und andere LED-Lichtquellen dient eine LiPo-Zelle.
 
 Arbeiten zur Verstärkung und Abdichtung des Innen- und Außenrumpfes

 Nachdem der Einbau der Motore, der Schraubenwellen der Regler usw. abgeschlossen war,
 konnte die Arbeit am Rumpf beginnen. Der Ausbau der bisher provisorisch montierten Steuer-
 rungsteile war erfolgt, sodass am Rumpf Reparaturen und Verstärkungen der Rumpfhaut mög-
 flich waren. Bereits frühzeitig wurden an der Außenseite des Rumpfes die vielen Risse mit
 Sekundenkleber dünn und mittel gefüllt und gefestigt.

 Nach einem Informationsaustausch mit meinem Kollegen aus dem Forum entstand die gute
 Idee, den Rumpf nur innenseitig abzudichten und zu verstärken, und die ohnedies schon
 brauchbar geglätette Rumpfhaut zu belassen und später lackierfähig vorzubereiten.
 Daher wurde der Rumpf innen bis in die Höhe der zweiten Bullaugenreihe ausgiebig und dick
 mit Microballon gemischtem Epoxydharz gestrichen und gefestigt und abgedichtet.
 Als nächster Schritt wurde der Bereich der Bullaugen zwischen den diversen Spanten nur ab-
 schnittsweise dünn mit Epoxydharz benetzt und Glasseidestreifen darauf aufgelegt und sie
 mit wenig Harz angepresst. Das Verfahren vermeidet das Verstopfen der Bullaugen mit Harz,
 festigt aber die Rumpfwand ausreichend stark.
 Das Durchbohren der Bohrungen für die Bullaugen erfolgte nach Aushärtung des Harzes von
 der Außenseite her. 

 Bevor die Herstellung einer lackierbaren Rumpfhaut begonnen werden konnte, mussten alle
 spürbar vorstehenden Plankennägel nachträglich mit einem passenden Duchschlag tiefer ge-
 setzt werden. Danach konnte der Rumpf an den Rissen usw. so lange gekittet und beschliffen
 werden, bis der Rumpf eine einwandfreie und lackierbare Form erreicht hatte. Die massig
 vorhandenen Bohrungen der Bullaugen wurden danach vorsichtig nachgebohrt.

 Schießlich folgte die Anfertigung der Schlingerkiele. Sie werden bei mir nur andeutungsweise
 die Form gemäß dem Plan haben und sind vergrößert, um das Schlingern zu unterdrücken.
 Die S-Kiele wurden aus 4mm vielfach verleimten Flugzeugsperrgholz angefertigt. Um sie fest
 mit dem Rumpf zu verbinden, wird jeder Teil mit zwei Schrauben von innen angeschraubt. Da-
 nach wurden die festgeschraubten Kiele oben und unten mit Sekundenkleber dick angeklebt.
 Durch Abdecken der jeweiligen Unterseite des Schlinerkiels wurde verhindert, dass der Kleber
 durchrinnen kann. Nach der Montage der vorderen und hinteren Schlingerdämpfer konnten die
 mittlern S-Dämpfer angefertigt und nur angeklebt werden. Anschließend wurden die Dämpfer-
 übergänge zum Rumpf gekittet und verschliffen.
 Zuletzt wurde der abgebrochene Rumpfspitz  am Bug mit einem Hartholzstück ausgebessert.

 Rauchgenerator, Schaltservo Einbau, Regleranordnung  mit Motorentest

 Raucher Variante 1: Davon ausgehend, dass eine starke Rauchbildung für das Schiff dem  Vor-
 bild nahekommt, wurde ein großer Rauchgeberator angekauft. Um die Schläuche zu den Schorn-
 steinen im Bezug auf andere technische Einrichtungen günstig verlegen zu können, musste ein
 am einzelnen Ausgang des raucherzeugers ein  T-Stück aus Kupferrohrteilen und Alu-Rohrstücken
 hergestellt werden. Die Kupferteile wurden verlötet, die Alurohre eingeklebt. Nun konnte man die
 künftige Lage der Rauchschläuche sehen und die drei Regler  für den Antrieb in ungestörter Lage
 platzieren.
 Bei den Versuchen zur Verlegung der Rauchrohre ergab sich, dass beim Aufsetzen des Aufbaus
 der große Raucherzeuger immer kippte. Zur Vermeidung des Kippens wurde der Raucher mit
 einem Kabelbinder am Bodenbrett lösbar befestigt. Zum allfälligen Ausbau sind Kabelverbindun-
 gen zu trennen.
 Allerdings war dann zu erkennen, dass für die Erprobung mit Rauch, die bereits vom Erbauer
 rohbaufertig hergestellten Schornsteine und deren Sockelgebäude in der Lage zum darunter lie-
 genden Deck nicht passten und noch weiter modifiziert werden mussten.
 Die Erprobung des Rauchers forderte den Einbau eines Schaltservos mit zwei Schaltstellungen
 samt Verdrahtung.

 Schließlich konnten 40ml Dampföl gefüllt und das Zuviel-Öl lt. Betreibshinweis abgesaugt werden.
 Schließlich wurde der Rauchgenerator an die 3S-Spannung angeschlossen und der Probebetrieb
 durchgeführt. Beim Betrieb mit den versuchsweise angesteckten Schornsteinen zeigte sich eine
 viel zu hohe, raketenteibewerkähnliche Ausströmgeschwindigkeit. Daher wurden 6 Stück 4,7Ohm
 2W Widerstände in Reihe zur Verringerung der Lüfterdrehzahl und der Ausblasgeschwindigkeit
 zwischengeschaltet. Der Probebetrieb war bis auf die hohe Ausblasgeschwindigkeit zufrieden-
 stellend, doch war die Blasgeschwindigkeit trotz der erlaubten Vorwiderstände noch immer sehr
 hoch. Daher wurde ein Versuch mit einem 2S Lipo vorgenommen. Die Ausblasgeschwindigkeit
 war geringer, doch die Dampfintensität ebenfalls. Für die Dochte und die Heizelemente ist die
 niedrigere Spannung günstig.- Nachdem es nicht wünschenswert ist, das schöne Schiff später
 nicht mit raketenartigen Rauchfahnen zu betreiben, wurde einen kleinerer Rauchgenerator
 beschafft. 

 Reparatur des Raucherzeugers:
 Zur günstigeren Einstellung der Anschlussfahnen am Raucher wurden die Schrauben gelockert,
 Muttern der Schrauben, sodass der Deckel abgenommen werden musste. Beim Hantieren zum
 Festziehen der Muttern wurde dann eín Heizwiderstand abgebrochen und musste erneuert werden.
 Laut Herstellerangabe muss der neue Heizwidersztand in der vorigen Einbaulage angelötet wer-
 den! Es dürfen nur Heizwiderstände für 11,1V eingebaut werden. Die Heizwiderstände haben
 einen Keramikkörper der mit feinem Widerstandsdraht umwickelt ist. Um den Widerstand sind
 zwei 5mm Dm-Dochte umgewickelt und mit Heftklammern eng am Widerstand angehalten. Die
 Dochte sollen in der Rauchkammer beim Zusammenbau nach einer Reparatur gut verteilt werden,
 damit sie das Rauchöl gut aufnehmen können. Bevor der Deckel mit den Heizwiderständen wieder
 montiert werden konnte, musste der Rand mit der bei den Ersatzzdochten mitgelieferten Silikon-
 Spritze abgedichtet werden. Das verhindert, dass im Rumpf Öldampf austritt und Schäden 
 verursacht.

 Raucher Variante 2:
 Anstelle des großen Raucherzeugers wird ein kleinerer mit zwei getrennten Schlauchanschlüs-
 sen und nur 30ml Dampföl verwendet. Es ist der gleiche Typ wie er in der SMS Radetzky verwen-
 det wird. Er ist für 11,1V ausgelegt und wird mit nur einem Heizwiderstand weniger Rauch erzeu-
 gen. Die erprobte Ausblasegeschwindigkeit lag bereits im brauchbaren Bereich, doch werden 6
 Vorwiderstände das Bild bei der Fahrt des Modells noch verbessern. - Die Erprobung mit 6 Vor-
 widerständen und einem 2S Lipo mit 7,4V scheint eine brauchbare Lösung zu sein, denn der
 Fahrtwind wird den Rauch vorbildähnlich verteilen.

 Ein "Raucherproblem" besteht noch, denn derzeit ist es noch nicht vorstellbar, den fertigen Aufbau
 mit den vielen Details dran, als Einzelperson in Schräglage zu halten, wenn zB. die Akkus etc.ange-
 schlossen werden sollen. Besonders die knickfreie Verlegung der Rauchschläuche wird spannend,
 denn die schon in angepasster Länge befindlichen dünneren Silikonschläuche (8 x 10mm) müs-
 sen bei den Anschlüsssen des Raucherzeugers eingesteckt werden. Dort ist es eng, sodass eine
 brauchbare Lösung gefunden werden musste, die Schläuche an den Rauchfangrohren leicht ein-
 schieben zu können. Daher wurden an den Rauchfängen die Rohre mit Rohrverlängerungen mit
 einem 45°- Knick befstigt, in  die der vom Rauchgenerator kommende Schlauch eingeschoben
 wird.  Für diese Handgriffe muss der Aufbau nicht sonderlich hoch aufgeklappt werden.

 Antriebserprobung und Regelraustausch

 Nach dem Abschluss des Einbaus des Rauchgenerators wurden die Motore erprobt. Um es ein-
 fach zu machen, wurden beide Reglerschalter parallel geschaltet. Um jedoch die Drehzahl der
 äußeren obern Wellen vermindern zu können, werden die Steuerwege im Sender so weit reduziert,
 dass die Propeller im Betrieb nicht sprudeln. Die unteren Propeller genügen für eine elegante Fahr-
 geschwindigkeit.
 Da nach derm Abschluss der Rumpf-Lackierung die erste Erprobung der Motore niergaben sich
 gravierende Fehler bei der Empfangsanlage. Die Motore liefen nicht ordnungsgemäß und der
 Sender gab ständig Alarmsignale ab. 

 Ruderanlage einrichten

 Schließlich konnte für die Unterbringung des Ruderservos ein Platz gefunden werden. Um all-
 fälligen Zugriff zum Servo und zum Ruderarm zu ermöglichen, wurde das darüberliegende Deck
 bei Bedarf entfernt eingerichtet.
 Entsprechend dem Plan wurde eine Kartonschablone des Ruders angefertigt. Nach meiner
 Erfahrung musste die Ruderfläche etwas vergrößert werden, aber die Form des Ruders über-
 nommen. Das Ruderblatt wurde aus 6mm Sperrholz angefertigt.
 Im Anschluss wurde die 3mm Ms-Ruderwelle hergestell und ein M3 Gewinde zur Befestigung
 des Ruderarms geschnitten. Der Ruderhebel wurde aus einem Servohebel mit großer Material.
 stärke angefertigt. Eine Einschlagmutter wurde mit Hitzeeinwirkung in den Kunsstoff eingepresst.
 Auf der Ruderwelle wurde eine Stoppmutter aufgeschraubt, die mit der Mutter im Ruderarm
 gegegezogen wurde. Zur Sicherung des Ruderhebels wurde oben eine Mutter angeschraubt.
 Das Ruderblatt wurde mit 5 Min Epoxy an der Ruderwelle angeklebt, mit porenfüller gestrichen,
 geschliffen, gekittet und neuerlich geschliffen. Es wurde später lackiert.
 
 Technische Einrichtungen werden angepasst -  Nachtrag zum Kapitel Regler

 Für die Antriebsregelung wurden anfangs zwei Hoite 60A Regler verwendet. Die Motorgruppe
 unten wird am K3 angesteckt, die oberen Motore am K5. Mit dem Mischer 1 wird K5 zu K3 mit
 Offset 0 zugemischt. Beide Reglerschalter wurden zusammengeschlossen und werden gleich-
 zeitig mit nur einem Schalter ein- und ausgeschaltet.
 Da die oberen Wellen bei höherer Drehzahl das Sprudeln der Propeller verursachen werden, kann
 eine brauchbare Wellendrehzahl nur im Sender über das Mix-Verhältnis eingestellt werden. Das
 kann genau erst im Fahrbetrieb erfolgen. Derzeit laufen die oberen Wellen immer mit den unteren
 Wellen mit, sind jedoch auf 70% per Mischfunktion reduziert.

 Erst nach der Lackierung des Rumpfes wurden die Regler wieder eingebaut und es ergab sich
 eine unlösbare Störung. Alle Versuche den Fehler zu lokalisieren scheiterten. Es stellte sich heraus,
 dass die parallel geschalteteten Hoite 60A Regler plötzlich ein Problem hatten, was via Telemetrie
 am Sender ein Alarmsignal auslöste.
 Anstelle der beiden 60A Regler wird nurmehr ein New Rain 60A-Regler eingesetzt. Die äußeren
 Wellen können mittels einer Schalktelektronik ab- und zugeschatet werden.
  
 Mit K4 wird der Hoite 60A Regler des Querstrahlruders angesteuert und damit die Drehzahl  und
 Wirkung des Ruders beeinflusst. Im Sender wurde vorerst der Steuerbereich beiden Drehrichtun-
 gen auf 50% reduziert, damit hohe Drehzahlen vermieden werden können. Der Motor ist für 7,4V
 ausgelegt und sollte nur kurzzeitig eingeschaltet werden.

       
 der Motorenpaltz Stevenrohrdesaster-gestückelt die sehr tiefe Laqge der Wellen man sieht, hier ist Umbau angesagt
neues Schneideisen mit Führung  die Buchsen sind angefertigt - ungenau?
Nein, Dichtringe sind geschrumpft
neue Var.1-Stopfbuchsen mit Dichtring ... zusammengebaut
probeweise Stopfbuchsen aufgesetzt erste Ansicht der Motore eine der seltsamen Wellenstützen
Muster-Stopfbuchse von Jörg D. meine Stopfbuchse Var.2 -  jedoch statt Teflonscheibe kommt Dichtring Ansicht untere Stopfbuchse  Var.2 Motore festgeklebt + Außenstützlager
Wellen nicht plangemäß eingebaut Anordnung der Propeller falsch  die plangemäße Wasserlinie WL  die geschlossenen Querschläge
 Blick ins Rumpfinnere Ansicht vordere Akkuposition  hintere Akkuposition  der Rauchgeneratror ist platziert 
der kleinere Rauchgenerator Variante 2 Schaltservo für Rauchgenerator zwei Querstromruder großes Querstrahlruder eingebaut
Ansicht aug Quérstrahlruder Querstrahlruder in gestrichenem Rumpf gestrichener Rumpf - saubere Optik  
provisorische Schlingerliele alle Schlingerkiele    probeweise Reglern und Rauchrohren 
Schaltplan für den Anschluss des  Rauchgenerators   Raucher mit Schaltservo und provisor. angeordneten Reglern und Akkus die vorbildfremde Ausbalsgeschwindig- keit mit Großrauchgenerator Regler eingebaut und kleiner Raucher
Rudersetrvo eingebaut Technikzentrale rohfertig  Ausblasgeschwindigkiet niedriger neue Eonbaulage Antriebsallus
 
Ruderwelle ,it Ruderarm eingebaut Steuergestänge  vergrößertes Ruderblatt  

 Noch vor der Inbetriebnahme zur ersten Fahrt des Modells, wurde vor dem Spant bei den Wellen-
 kupplungen zur Verhinderung, dass eingedrungenes Wasser zu den Motgoren fließen kann, eine
 Leiste unter den Antriebswellen eingeklebt. Weiters wurden bodennah neben dem Kiel in den zwei
 Spanten in Richtung der hinteren Stopfbuchsen Öffnungen zum Wasserablauf eingebracht. Im Be-
 reich der hinteren Stopfbuchsen wird eine selbsansaugende Pumpe mit Schrittmotor montiertt,
 die allfällig während dem Betrieb eingedrungenes Wasser fortlaufend abpumpt.
 


 Aus Gründen des Umfangs meiner Baubeschreibung wird der Bau der Decks und die Inbetriebnahme
 bzw. Fertigbau und Betriebsaufnahme  auf eigenen Seiten beschrieben. Der rote Text oder die zweite
 Zeile in der Seitenüberschrift ermöglichen das rascher Aufschlagen der Seite.