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    Telecont- und Variophon-Steuerungen - Erfahrungen für Ankauf etc.         
   Rudermaschinen - Überblick und Erfahrungen               
 
 
 Für Eilige:
 Um Interessenten unangenehme Erfahrungen beim Kauf alter Tippsteuerun-
 gen zu ersparen bzw. aufzuzeigen worauf man achten soll, habe ich meine
 unerfreulichen und kostspieligen Erfahrungen zur den Robbe Telecont und
 den Graupner Variophon Steuerungen, sowie meine Selbshilfe zur Feststel-
 lung der Senderfunktion durch laienhafte Messungen nachstehend detailiert
 festgehalten.
 Nachdem Rudermaschinen für den Betrieb von Farensteuerungen wichtig
 sind wird darüber in gesonderter Seite berichtet.

 Die Vorgeschichte als Einleitung

 Nachdem ich seit meiner Jugend Interesse an den um 1960 erhältlichen Fern-
 steuerungen für Flugmodelle hatte und damals eine Telecont Steuerung sehen
 bekam, war es mein Bestreben, irgendwann so eine Steuerung zu bekommen.
 Noch in der Jugend hatte ich eine OMU 8K Steuerung mit riesige Röhren-Sen-
 der mit extra Bleiakku und Anoden Batterie sogar in Verwendung in einem
 Schiffsmodell, doch sind mehr Erinnerungen kaum mehr vorhanden. Sie hat ein-
 wandfrei funktioniert. - Und während der Suche nach einer Telecont Steuerung
 konnte ich eine komplette Variophon S 8K Steuerung kaufen, die ich bis heute
 verwende.
 Es macht mir Spaß mit meinen "Alltsteuerungen" nachvollziehen und erleben
 zu können, wie Modellbauer vor 60 Jahren ihre Modelle steuern konnten. Der
 Unterschied zu heutigen Steuerungen ist enorm.

 Meine Tipp-Steuerungen die viele Erkenntnisse brachten:
 
 OMU 8K Röhrensender mit Empfangsanlage mit Kinematic, Duomatic
 Variophon 4K Sender, defekt gekauft
 Telecont Sender S2 9K, 27mhz, ehemals Funktion unbekannt
 Variophpon S 8K, mit Empfangsanlage und Graupner Rudermaschinen
 Telecont S1 3K, 40mhz, mit Empfänger und Rudermaschinen, defekt
 Telecont E1 3K, 27mhz, Empfänger Grundstufe, defekt
 Telecont S2 9K, 27mhz, mit Empfänger und Ausbaustufe, defekt

 Robbe Telecont Erfahrungsbericht

 Zusammengefasst ist zu sagen, dass alle meine Telecont Sender und Emp-
 fänger nicht funktionierten, was nur weinige Gründe hatte.
 Bei den Sendern war immer der HF-Teil wegen Transistorschäden unbrauch-
 bar. Sie konnten nur mit neuen Silizium Transistoren, die eine neue HF-Plati-
 ne erforderten, repariert werden.
 Bei den Telecont Empfängern gibt es vor allem die Schwierigkeit von außen
 nicht immer erkennen zu können, ob es sich um einen 27mhz oder einen
 40mhz Empfänger handelt. Auf den Typenschildern ist das oft nicht einge-
 schlagen oder nicht beschriftet, sodass man die Empfangsfrequenz nicht er-
 kennen kann , da auch die optische Erscheinung identisch ist.
 Hat man das Glück ein Set kaufen zu können, könnte man davon ausgehen,
 dass die Sende- und Empfangsfrequenz zusammenpassen wird.
 Bei meinem 40mhz-Telecont Set war wegen der Unkenntlichkeit ein 27mhz
 Empfänger dabei und mein als 27mhz Empfänger gekauftes Stück aus einem
 Konvolut erwies sich als 27mhz Empänger. Die Empfänger wurden im Zuge
 der Reparaturen vom Elektroniker den jeweileigen Sendern zugeordnet.

 Grundsätzlich gibt es bei den Telecont Empfängern eine 3K Grundstufe, die
 mit einer 2K- oder 6K-Ausbaustufe erweitert werden kann.
 Die Rudermaschinen werden auf den Empfängern nach bestimmten Schalt-
 eignungen angesteckt, damit man mit den jeweiligen Senderfunktionen Ein-
 oder Zweikanal Rudermaschinen betreiben kann.
 Bei Graupners Varioton Anlagen gibt es einen Empfänger an den meherere
 Schaltstufen angesteckt werden können.

 Meine Rudermaschinen die aus dem Bereich Robbe stammen sind für mich
 nicht sehr für Einsätze geeignet. Einerseits zu groß, andererseits schwach
 und technisch eigenartig.
 Die Möglichkeit bei Telecont Graupner Rudermaschinen verwenden zu kön-
 nen ist erlösend, erfordert aber eine Änderung des Steckersystems an den
 Graupner RM-Kabeln. Die Graupner RM sind klein, leicht stark und heute
 noch beschaffbar

 Eine Telecont Steuerung mit Graupner Rudermaschinen wird in meinem
 Fahrgastschiffsmodell Liberty verwendet.

 Graupner Variophon Erfahrungsübersicht

 Deutlich funktionsfähiger erscheint das Graupner Variophon-/Varioton-System.
 Von meinen gekauften Sendern war der 4K Sender von vorneherein als defekt
 angekauft worden. Er gefiel mir und ich hoffte, ihn vielleich irgendwann aktivie-
 ren lassen zu können. Später habe ich das Gehäuse zum Einbau eines MPX-
 Senders mit den Steuerknüppen verwendet.

 Grundsätzlich gibt es bei Graupner nur 27,12mhz Sender, die als Variophon
 beschriftet sind. Bald wurden die Sender mit Wechselquarzen ausgestattet und
 als Variophon S bezeichnet. Diese Sender mit Wechselquarzen brauchen die
 neuen baugrößeren Superhet S Empfänger, wenn gleichzeitig andere Anlagen
 betrieben werden. Diese Sender sie können aber auch mit einer bestimmten
 Sendefrequenz die einfachen Pendelaudion Empfänger ansteuern.
 Pendelaudion Empfänger können nur von einem Sender gesteuert werden, so-
 dass ein Parallelnetrieb von zwei Modellen nicht möglich ist.
 An jedem Varioton Empfänger werden für einzelne Knüppelfunktionen oder
 Tasten die zugeordneten Schaltstufen am Empfänger angesteckt. An jeder
 Schaltstufe kann eine Rudermaschine angesteckt werden.

 Mein erstes angekauftes Variophon Set funktioniert bis heute. Andere später
 zugekaufte 8K- und 10K-Sender funktionierten weitgehend, was die Fähigkeit
 zum Senden betrifft. Ausfälle ergeben sich gelegentlich bei den wenig benutz-
 ten Tastern von K9 und K10 und/oder den Knüppelkontakten, die manchmal
 oxydieren.
 Mein erster Variophon S 8K-Sender wurde im Flugmodell Amateur und wurde
 bis heute im Torpedoboot Dachs (Zobel) zuverlässig verwendet. Doch ein nach-
 stehend beschriebener Frequenztest zeigte wechselnde Frequenzanzeigen auf,
 sodass  die Weiterverwendung unsicher wäre. Trotz Funktionskontrolle mit ei-
 nem Superhet Empfänger mit passendem Quatrz funktionierte die Steuerung in
 angemessener Reichweiet, wie früher aiuch.
 Nachdem ich mehrere Sender habe und solche mit höherer Ausgangsleistung.
 ist es vernünftiger so einen Sender künftig zu verwenden.

 Die 2025 als Zufallskauf erhaltene Variophon 40,68mhz Anlage wure vom
 Elektroniker überprüft und sie ist wie alle anderen Steuerungen von ihm abge-
 glichen worden und in einwandfreiem Zustand. Leider ließ sich nicht mehr
 eruieren, wer die Steuerung umgebaut hat, denn der muss Insiderwissen gehabt
 haben.

 Zum Schluss möchte ich erwähnen, dass auch die früheren Graupner Anlagen
 zB. die Bellaphon Anlagen 27mhz und 40mhz, sinngemäß zu den Varioton-
 oder den ähnlichen Telecont- Sendern funktionierten.

Telecont 9K Fernsteuerung
Funktionsvideo






Telecont im Fahrgastschiff Liberty
Fahrvideo Werfthafen






Variophon S 8K Fernsteuerung
Funktionsvideo







Variophon S 8K im Torpedoboot Dachs
Fahrvideo Waldteich






Variophon 8K 40,68 (EInzelstück)
Funktionsvideo





Variophon 40mhz in MS Helgoland
Funktionsvideo






Variophon 2 4K
Funktionsvideo






Variophon 2 im Segler Phönix







Rudermaschine Unimatic
 
 Meine einfache Messtechnik zur Feststellung der Sendeleistung


 Als Folge der oben umschriebenen oft unerfreulichen Erfahrungen mache ich nach dem Auspacken
 einer gekauften Steuerung zuerst den Test, ob am Sender mit angeschlossenem Akku zumindest
 ein vorhandenes Anzeigegerät (für Senderspannung oder Abstrahlung) oder mein  extra beschafftes
 einfaches Messgerät etwas anzeigt, sobald der Sender eingeschaltet wird.
 Im jeweiligen Sender sind jedoch Quarze erforderlich, die meistens fehlen. Die alten Tipp- und Pro-
 prtional Fersnteuerungen arbeiten mit AM Modulation und müssen derartige Quarze verwendet wer-
 den. Erst mit einem Quarz und mit angesteckter Antenne kann eine Funktionsprobe erfolgen.

 Kauft man sehr alte (vintage) Modellfernsteuerungen, so lernte ich aus meinen Erfahrungen mit meh-
 reren Zukäufen und den Erklärungen meines Elektronikers, dass man davon ausgehen muss, dass
 sie leider nicht mehr ordnungsgemäß und sicher funktionieren werden. Die Ursache liegt an nicht
 mehr einwandfrei arbgeitenden Bauteilen wie Germanium Transistoren, Eloks usw. Manche Geräte
 sind jedoch immer noch intakt, was aber eher selten ist und nur eine Zeitfrage, wann dort Ausfälle
 auftreten werden
.
 Um für mich als Elektronik-Laien doch eine erste Aussage über das Funktionieren eines Senders
 treffen zu können, habe ich mir zwei kleine Messgeräte beschafft, die eine von der Senderantenne
 ausgehende Energie und Frequenz anzeigen können. - Logisch, dass für Elektronik Fachleute die
 Methode als lachhaft erscheint, mir lässt sie doch erkennen, ob ein Sender noch Chancen hat, ver-
 wendet werden zu können.

                                     
                  yA-Messgerät                                                          Surecom-Funkmessgerät


 Die erste Idee war, nicht nur ein Lebenszeichen durch eine Zeigerbewegung des µA-Messgerätes
 zu erhalten, sondern einen Vergleich der Anzeige mit einem in Gebrauch stehenden Sender zu be-
 kommen. Dazu musste ich eine Methode finden, durch gleichartige Messdurchführung, brauchbare
 Vergleichswerte zu erhalten.

  Daher wurde die Antenne des yA-Messgerätes an die Antenne des Senders angelegt und das
 Messgerät so eingestellt, damit es einen Mittelwert auf der Skala anzeigte. So sieht man, dass die
 Antenne etwas ausstrahlt. Ein angezeigter Wert sagt aber nicht, ob die Sendeleistung für die Reich-
 weite zB für Modellflug ausreicht und ob die Sendefrequenz für einen Empfänger "verständlich" ist. 
 Eine Entscheidung über die Verwendbarkeit eines Sender ergibt sich erst aus dem Vergleich mit
 einem in Gebrauch stehendenden Sender.
 Jeder andere Sender wird mit dem Basiswert verglichen und so wird sichtbar oder abschätzbar,
 wie brauchbar der geteste Sender sein könnte.

 Für meinen Zweck genügte im ersten Schritt die vorhandene Ausrüstung mit dem µA-Meter. Doch
 auch die Anzeige einer Sendeleistung sagt noch nicht alles aus, denn auch die Frequenz die ge-
 sendet wird ist wichtig. Daher kaufte ich noch ein einfaches Surcom Frequenzmessgerät dazu.

                  
 Messung Sender 1:  25yA                                         Messung Sender 2:  15yA

 Zu obigen Bildern von den ersten Vergleichsmessungen an zwei Telecont S2 Sendern ist zu sagen,
 dass beide Sender meinen erprobten (kleinen) Reichweitentest auf 20m Entfernung im Hof erfolg-
 reich bestanden haben, obwohl der Empfänger mit nicht ausgerollter Empfängerantenne auf der
 Werkbank in meiner Werkstattgarage lag und die Senderantenne nicht ausgezogen war.
 Der zum Test herangezogene Sender war zuvor mit Anzeige NULL bei der Reparatur. Er ist nach
 seiner Reparatur bereits im Schiffsmodell Liberty erprobt und verwendet worden, wobei es keine
 Reichweitenprobleme gab.
 Daher nehme ich
 an, dass der andere Sender mit etwas geringerem Wert funktioniert. In wie weit
 bei der Anzeige eine Abweichung von +/-10µA eine tatsächliche Auswrikung hat, ist unerprobt.

 Da bei zugekauften Altanlagen meist der Quarz fehlt und unklar ist, mit welcher Frequenz bzw.
 Modulation sie arbeiten, beschaffte ich mir ein weiteres Messgerät, welches weit mehr anzeigen
 kann (als ich verstehe). Es hilft es mir, die genaue Sendefrequenz in analogen Zahlen ablesen zu
 können und es zeigt auch Leistungswerte an.

 Ein Beispiel:

 Bei einem Kauf eines Variophon Set Angebotes 2025 (Sender, Pendler Empfänger und 2 Schalt-
 stufen, Schalterkabel , Bellamatic) entstand beim ersten Test mit einem ausgerüsteten Segelflug-
 modell Chaos, weil der Sender trotz bestem µA-Abstrahlwert mit einem Varioton Empfänger
 (27mhz) nicht funktionierte.
 Zum Glück verfüge ich bereits über einige Sender und Empfänger, mit denen ich meine Tests
 durchführen kann. Daher wurde mit dem Pendler aus dem Set eine erste Probe durchgeführt, die
 ergebnislos verlief, da, wie sich danach ergab, der Senderakku nicht aufgeladen war. Nach Stirn-
 runzeln und Umschau fand sich ein kleiner Aufkleber auf dem Empfänger, auf dem 40,68 stand. 
 Doch bei Graupner gab es, soweit mir bekannt ist, keine Variophon-/Varioton Anlagen mit 40,68mHz.
 Die Frage, ob der Sender vielleicht tatsächlich mit 40,68mhz sendet, wurde erst nach Öffnung des
 Sendeteiles festgestellt und am Großquarz die Frequenz abgelesen. Tatsächlich wurde ein Groß-
 quarz mit 40,68mhz vorgefunden.
 Nun gab es bei Graupner nie eine Steuerung Variophon 40mhz zu kaufen, sodass mich die Frage
 plagte, was strahlt der Sender wirklich ab? Der Verkäufer konnte die Frage wegen des Umbaus
 nicht beantworten, da sein Vater schön länger verstorben ist und er davon nichts wusste.
 Um die Frequenz-Frage zuklären wurde ein Surecom Messgerät aktiviert und es zeigte den Wert
 40,6785mhz an.
 Die Erprobung mit dem zugehörigen Empfänger konnte erfolgreich abgeschlossen werden und
 von mir der Sender als sehr gut geeignet eingestuft, sodass er im Schiff MS Helgoland verwendet
 wird.
 
 Aber: Eine fundierte Aussage zur Sender- oder Empfängerfunktion kann nur von einem Fachmann
 mit einem Oszillographen getroffen werden!

 Durchführung einer Serien-Vergleichsmessungen an Variophon-Sendern mit einer Folge

 Um einen Überblick über die Sendestärke meiner diversen Variophon Sender zu bekommen,
 raffte ich mich zu einer Vergleichsmessung auf. Grundsätzlich funktionieren diese Sender, doch
 wollte ich genauer wissen, wie die Werte liegen, wieviel die Abweichung ausmacht und ob sie
 Auswirkungen auf die Verwendbarkeit hat.

                 
 Messung 40,68mhz-Variohon Sender                      Messung 27,12mhz-Varioton 2 Sender

 Mit dem µA-Meter wurde eine erste Messung am Einzelstück 40mhz Variophon Sender gemacht,
 dessen Ausschlag über den Endwert der Skala bei 50 hinausging. Die nachfolgende Messung
 am Variophon 2 Sender zeigte weniger an, sodass der Regler des Messgerätes nach mehreren
 Messungen anderer Sender auf einen künftig als Vergleichseinstellung dienenden Basiswert gestellt
 wurde. Mit einem grünem Stift markiert, wird diese Reglerstellung bei
allen weiteren Vergleichsmes-
 sungen verwendet.

 Klar ist, dass bei den Messungen die am Sender angesteckte Antenne immer gleichlang sein muss,
 also die normal zusammengeschobene Antenne am Sender verwendet wird, weil sich durch die 
 Länge der Vergleichswert verändert. Daher wird immer nur mit eingesteckter aber nicht mit ausge-
 zogener Antenne gemessen. Die Messung muss immer gleichartig erfolgen und ein Abstand zum
 Sendergehäuse von 5cm eingehalten werden. Die Antenne des Messgerätes wird mit dem roten
 Ring an der Senderantenne angelegt. So sollten sich grobe Messabweichungen verhindern lassen.

 Für Fachleute ist das bestimmt eine sehr fragwürdige Messmethode, doch mir reichen die sich
 daraus ergebenden Abweichungen zur Einschätzung der Verwendbarkeit eines Senders aus.

 Die auf dieser Basis gemessenen Vergleichswerte der Sender:

 Variophon 2 4K 40µA, (Segler Phönix), 
 Variophon S 8K (erster und in Verwendung stehender Sender) 20µA, (Schiff Dachs), -13,7dBm,
 wechselnde Sendefrequenz aber funktioniert,
 Variophon 4/8K (Franz), (neu dazugekommen, mit 1 Knüppel defekt), 25µA, -8dBm,
 Variophon 8K (Gerrit) 15µA,
 Variophon 8K (Horst-Silizium) 40µA,
 Variophon 8K (40mhz) 50µA, +2dBm,
 Variophon S 10K (aus 2025) 50µA, -3,2dBm,
 Variophon S 10K 15µA,
 Robbe Telecont S2 9K Nr1 (Horst-Silizium) 40µA, (Liberty Schiff), -4,4dBm,
 Robbe Telecont S2 9K Nr2 (Horst-Silizium) 12µA-20dBm, wechselnde Senderfeuqenz aber
 funktioniert

 Folgende Propotrionalsender wurden auch verglichen:
 Simprop Alpha 14K  50µA, (1965)
 Robbe Promars Topmodul 16K  50µA, (1980)
 Graupner MC 24 24K  50µA, (1975), +3dBm,
 Variophon-MPX-Umbausender 50µA, (Albin Köbis - Schiff)

 Es dürfte wohl so zu sehen sein, dass die tatsächlich einwandfreie Funktion von Sendern zwischen den
 Werten 40 und 50µA liegt. Von der Praxis her sind aber auch die Sender mit 15µA noch verwendbar.

 Anmerkung: Obige Auflistung wurde mit dBm-Werten (Dezibel Milliwatt,= Leistungsangabe ) des
 Surcom Messgeräts ergänzt. Zu den Angaben der Werte mit einem - Minus davor Dabei ist zu
 sagen, dass bei null Senedeleistung ein Messwert von -28dBm steht und im Balkediagramm kein
 Balken sichtbar ist. Je naher der Wert bei
0 ist, desto besser ist die Leistung, jemehr Minuswert,
 desto schwächer die Leistung.

 Eine Folge der Testserie:

 Ergänzend zu obigen "Laien-Tests" wurden einige Sender auch mit dem Surecom Messgerät wegen
 der Sendefrequenz und Sendeleistungswerte dBm gemessen.. Es
 ergab sich bei meinem bisher
 verwendeten Variophon S Gebrauchssender, dass er
keinen stabilen und annähernd bei 27mHz
 liegenden Frequenzwert wie sonst bei den anderen Sendern l
iefert, sondern ständig  zwischen 31,...
 bis 38,...mHz und mehr
wechselte.
 Die praktische Erprobung verlief trotzdem positiv, sowohl mit Pendler Empfänger als auch mit dem
 frequenzscharfen Superhet Empfänger. Die niedrige Senderabstrahlung ergab bei der Reichweiten-
 messung mit eingeschobener Antenne und Empfänger mit eigerollter Antenne in der Garage, nur 10m.
 Mit um zwei Elemente ausgezogener Antenne war wieder die Funkton gegeben. Der vor Jahren durch-
 geführte Flug mit dem Amateur Motorflugzeug und die Fahrten mit dem Zobel (Dachs) haben keine
 Störungen erkennen lassen.
 Dennoch verwende ich mein Messergebnis als Zeichen der Unsicherheit und verwende künftig den
 auf Si-Transistoren umgebauten Variophon Sender (Horst) für meine Modelle.

 Schlusswort:

 
Der Kauf von alten Fernsteuerungen ist (für mich) einerseits reizvoll, andererseits ein Risíko bei
 den Geldausgaben und dem was man dafür bekommt. Davon auszugehen, dass alles was ange-
 boten wird und schön aussieht, auch wirklich verwendbar ist, ist eine Trugschluss!

 Beim Kauf von  Fernsteuerungen aus den Jahren um 1960 scheint die Chance vollkommen

 funktionsfähige Sender und Empfänger zu bekommen eher eingeschränkt zu sein. Bei den
 Variophon-Steuerungen von Graupner hat offenbar die Verwendung qualitativ besserer Bauteile
 (daher teuer) eine lange Lebens- und Funktionsdauer ermöglicht. Meine Tipp-Sender haben
 allenfalls
Kontaktprobleme an den Mikroschaltern der Knüppel.
 Allerdings sehe ich bei meinen Varioton Empfänger Schaltstufen, dass dort die Bauteile Tran-
 sistore und
Elkos defekt werden und die sehr heiklen Relaiskontakte unter Oxydation leiden.
 Meine Kauferfahrungen bei Schaltstufen die als "funktioniert" angeboten werden, haben sich
 oft nur als Halbwahrheiten gezeigt,
da die Stufen nurmehr halbseitig auf einem Kanal funktionieren.
 Zugegeben, ich habe die wohl seltene Gelegenheit, alle meine Schaltstufen mit mehreren Sendern
 testen zu können, da wie gesagt, oft auch die Knüppelkontakte am Sender Kontaktproblemchen
 haben können. So ergibt sich dann doch, welcher Sender und welcher Empfänger in Ordnung ist.
 
 In wieweit man sich bei solchen Internetkäufen absichern kann ist für mich unklar. Ich denke bei
 gewissen Summen auch nicht länger darüber nach und hoffe, einmal einen Elektroniker zu finden,
 der die Schaltstufen repariert oder gar einen neuen Print anfertigt, der in das Blechgehäuse passt
 und
mit den zugehörigen Tonkreisen und mit modernen Halbleitern etc.funktioniert.

 Leider sehe ich die Situation bei meinen Robbe Telecont Tipp-Steuerungen negativer, denn die,
 die ich in die Hände
bekam, waren alle drei nicht mehr verwendbar. Hätte ich nicht mit Glück
 einen hervorroagenden Elektroniker und neuen Freund kennengelernt, der  die Dinger reparieren
 konnte, wären sie bestenfalls nur mehr
für die Vitrine zu gebrauchen. - So aber sehe ich und
 freue mich, dass meine Teleconts doch funkionieren und kann mich nur wundern, wie die Modell-
 bauer früher erfolgreich mit solchen Anlagen soger Vizeweltmeister im Kunstflug werden konnten.