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   AMATEUR II    -    Rückbau auf Amateur I und  Flugbetrieb mit Graupner Tipp-Anlage
 

 Wie war das damals in den Jahren um 1950 herum, als man mit Tipp-Anlagen
 geflogen ist?  Ich hatte das leider nie zu sehen bekommen und es ist heute
 schwierig Leute zu finden, die damals mit solchen Anlagen geflogen sind und er-
 klären können, wie es geht und was dabei besonders zu beachten ist. Nur ein
 schneller Zitterfinger wird dazu wohl nicht genügen. Was blieb mir also anderes
 übrig, als es selbst zu versuchen. Ein einfaches Modell, noch dazu mir Dreibein-
 fahrwerk schien mir dafür am Besten geeignet. Also fiel die Wahl auf den kleinen
 Graupner Amateur.

Erstflugvideo

 
 Um herauszufinden wie man mit einer Varioton Tipp-Anlage fliegt, habe ich schon vor vielen Jahren einen
 ersten Test mit einem Graupner Topsy gemacht, der jedoch nach einem einzigen Seitenruder-Tipp danach
 praktisch ohne Steuerung verlief. Durch die Vibrationen ist der Stromstcker aus der Buchse geruntscht und
 der Flieger wurde zum Freiflieger. Bei WIndstille spielte sich der Flugversuch so ab, dass das Modell in weiten
 flachen Kreisen aufstieg und nach dem Motor-Aus in einen idealen Gleitflug überging und am Flugplatz wieder
 landete. Hätte ich gesteuert, wäre es nie zu einem fast 5 Minuten dauernden Flug gekommen.

 Der zweite Versuch sollte mit einem RAINBOW (heute der neue Graupner Kapitän) gemacht, der zurm
 Einfliegen noch mit einer Proportionalsteuerung gesteuert worden ist. Erst nach dem Einfliegen hätte die
 Empfangsanlage gegen eine Tipp-Anlage ausgetauscht werden. Es kam nicht dazu, die Hochspannung-
 sleitung zog das Modell an und schon war der Tipp-Traum ausgeträumt.


 Nun suchte ich im Internet nach alten Graupner Modellbaukästen und konnte günstig einen  AMATEUR II
 ersteigern. Ich werde ihn jedoch entsprechend dem UR-Amateur-Plan umbauen, was meinen Anforderungen
 an das alte Modell entspricht.

 Die Graupner Tipp-Anlage habe ich schon früher besorgt und hoffe, dass sie beim Einsatz im Modell auch so
 gut funktionieren  wird wie am Bautisch.

 
 Baubericht

 Von Beginn an ging ich genau nach der Baubeschreibung vor und leimte die Rumpfseitenteile zusammen.
 Dann musste ich mich entscheiden, ob ich die Zweibein- oder die antike Dreibeinvariante realisieren möchte.
 Nach langem hin und her entschloss ich mich für die Dreibeinversion, aufbauend darauf, dass ich ohnedies
 einen starken 2,5 ccm-Motor einbauen werde, der das Mehrgewicht locker schaffen kann. Ein großer Brocken
 war dann auch die Ermittlung der Einbaulage der Varioton-Empfangsanlage in Zusammenhang mit der Einhal-
 tung des vorgeschriebenen Schwerpunktes.

 Der nächste Schritt war das Tüfteln, wie das Hauptfahrwerk montiert weren kann, denn der Varioton-Empfänger
 benötigt fast die gesamte Höhe des Rumpfes und es konnte daher die originale Einbauversion nicht realisiert
 werden. Entsprechend dem Ur-Plan konnte aber eine Lösung gefunden werden. Daher wurde das  Fahrwerks-
 oberteil um mehr als 90 Grad gebogen, sodass es an der Rumpfunterseite angeschraubt werden kann. Zur
 Umsetzung dieser Monatgemethode musste der Rumpfbodenaufbau umgeändert werden.


 Der Motorspant wurde anschließend an die Rumpfseitenteile angepasst, damit er dann später beim Verleimen
 genau sitzt. Schließlich wurden, um dem Rumpf langsam Körper zu geben, die Seitenteile mit den zuvor bereits
 einseitig angeklebten Hauptspanten verleimt. Nach dem Aushärten konnten die ersten Rumpfbodenteile ein
 gepasst und verleimt werden. Die Holzrundlinge die für die Haltegummi des Höhenleitwerks bestimmt sind,
 wurden nach einkleben der Versteifungen der Seitenwände eingepasst. Dann folgte die Geraderichtung des
 Rumpfes und die Aufleimung des Heckbodenteiles. Als nächstes folgte das zarte Servobrettchen, welches
 schon vorangepasst ist und jetzt fix verleimt werden konnte. Schließlich konnten die fehlenden Distanzhalter
 zwischen den Rumpfseitenteilen eingeklebt und nach dem Aushärten der Rumpfoberteil aufgeklebt werden. Der
 Tankeinbau folgte jetzt und die Lösung für den Tankraumdeckel, der ja in der Bauform der Urvariante des
 Amateurs nachempfunden werden sollte. Ich fand eine brauchbare Lösung und konnte dann endlich mit dem
 Endverschliff des gesamten Rumpfes beginnen.


 Das Höhenleitwerk folgte als nächster Schritt. Da es nicht wie vorgesehen angeklebt werden sollte, sondern
 abnehmbar wie beim Ur-Amateur geabaut wird, wurde zuvor der Bauplan dementsprechend umgezeichnet;
 ebenso für das Seitenruder, dessen heutige Form deutlich von der des Amateur 1 abweicht. Besonders die
 Anlenkung der beiden Höhenruderblätter war knifflig, da ja Gummiringe über diese Verbindung darüber
 gespannt werden. In dem Zusammenhang war auch die Anordnung der Ruderhebel im Voraus zu überdenken,
 denn die Bowdenzüge sollten alle unter dem Höhenruder verlaufen. Das gelang gut, stellt jedoch bei der
 künftigen Montage des Höhenruders vorsichtigen Umgang in Aussicht: Das Seitenruder wird im gekröpften
 Stahldraht eingehängt und dann erst am Rumpf aufgesetzt.
 Jetzt kann das Leitwerk mit den Gummiringen am Rumpf befestigt werden, wobei die Gummi zuerst hinten
 eingehängt werden sollten, dann erst vorn. Zuletzt wird der Gabelkopf über die Ruderhornkugel des Höhen-
 ruders geklipst - fertig.

 Der konservative Tragflächenbau ohne Überdrüber gelingt sehr gut, jedoch vermisse ich eine Schränkung des
 Tragflügels; ich habe diesbezüglich nachgeholfen und sie weist jetzt 2 Grad auf.

 Nun kann das ganze Modell komplettiert werden. Ganz besonders zu Prüfen ist die Einstellwinkeldifferenz von
 1 Grad, sowie die richtige Stellung der Tragflächen und des Höhenleitwerks. Alles eine heikle und langwierige
 Arbeit, aber sie muss getan werden, leider.
 
 In diesem Zusammenhang wurde auch der neue, kleinere Motor, ein OS Pet 099 (1,6ccm) eingebaut, der nach
 Expertenmeinung stark genug für das kleine Modell ist. Auch in der Praxis scheint die Leistung beim ersten
 Probelauf durchaus ausreichend; na ja, der Amateur ist ja kein Kunstflugzeug.

 Zum Motor nochg einige Bemerkungen:
 Schon lieb der Kleine. Na bis der die ersten Zündungen gemacht hat, das dauerte und mit dem E-Starter
 begann er dann auch zu laufen. Der vorgeschriebene 100 ccm -Tank ist um Klassen zu groß, denn dadurch
 kann das Tankniveau nicht optimal eingehalten werden. Also die Motoreinstellung passt nur gut eine Minute
 lang, dann wird der Motor mager und er steht schlussendlich. Nun kommt ein kleinerer Tank zum Einsatz,
 dessen Niveau durch mögliche Höherlegung der längeren Motorlaufzeit entgegen kommen sollte. Ungeachtet
 dessen habe ich ein Drucknippel im Schalldämpfer eingeschraubt, um eine bessere Treibstoffversorgung
 herzustellen. Doch das Ergebnis war nicht befriedigend. Der Grund dafür dürfte die hohe Undichtheit des
 Auspufftopfes zum Motorgehäuse hin, sein. Daher also die Hoffnung dass es mit dem kleineren Tank besser
 werden wird.
 Nachtrag zum Thema:
 Der neue Tank hat nun 30 ccm Volumen und passt sehr gut in das Konzept. Damit läuft der Motor etwas mehr
 als 5 Minuten (!) auf Vollgas. Nach wie vor ist die Einstellung nicht hundertprozentig befriedigend möglich, aber
 künftig läuft er zu Beginn eben etwas fetter. Das ist sicher nicht schlecht, denn dann steigt das Modell nicht
 gleich nach dem Startwurf so stark weg (besonders beim Erstflug günstig).


 Inzwischen wurde die gesamte Folienbespannung aufgebracht, samt Verzierungen usw. Ziemlich am Ende
 angelangt, wird  jetzt der Schwerpunkt ausgetestet, um die riesigen Empfangsanlage im Rumpf zu an der
 richtigen Stelle zu positionieren. Jetzt zeigt sich, dass man damit knapp zurecht kommt. Pproblematisch wurde
 der Einbau durch die auf die Schaltstufen aufgesteckten Rücklaufregler mit denen man die Rücklaufgeschwin-
 digkeit der Bellamatic nahezu so rasch einstellen kann wie die Anlaufzeit des Servos ist.
 Mit einem ganz dünnem Moosgummi-Dämpfungsbelag gelingt es, dass die Tragfläche aufgesetzt werden kann
 und nicht auf den 8-poligen Servosteckern anliegt. Erst wenn der neue Tank eingebaut worden ist, kann die
 Unterbringung der beiden Akkus (6V für Empfängerspannung, 2,4V für Servospannung) endgültig festgelegt
 werden.

 Nachtrag nach dem Tankeinbau: Es gelang nun doch alles gut unterzubringen und mit Dämpfungsmaterial zu
 polstern. Die Akkus konnten hinter dem Tank untergebracht werden und siehe da, der Schwerpunkt mit 72mm
 (Mittelwert) stimmt, wie das auch die Praxis gezeigt hat.


 Heute war ich "einwerfen". Das heißt nicht fressen, sondern das Modell mit Schwung in die Luft schleudern, um
 danach das Verhalten des Modells im Gleitflug beobachten zu können; natürlich wird das ohne laufenden Motor
 gemacht. Das Ergebnis war befriedigend und es zeigt sich klar, dass eine genaue Einstellung der EWD und des
 Schwerpunktes wesentlich dafür ist, dass man danach mit einem unbeschädigten Flugzeug heimgehen kann.
 Allerdings habe ich bei dem schwachen Wind schon feststellen können, dass das Höhenruder mit dem
 bisherigen Ausschlag relativ Giftig reagiert. Daheim wurde, es gibt ja bei der Anlage aber schon gar nix zu
 programmieren, die Anlenkung auf die innere und einzige Alternativbohrung umgehängt. Nun erscheint der
 Ausschlag etwa so groß, wie bei einem meiner Warbirds der Trimmweg, also rund 4mm je Richtung. Na ich bin
 gespannt wie sich das Modell fliegen lassen wird.


 Der Erstflug

 Bei leichtem Wind wurde also begonnen, das Modell für den Flug bereit zu machen. Die Einstellung der OS Pet
 1,6ccm Glühzünders war leicht und er lief rasch an. Gemessen an meinen anderen Modellen ist man von der
 geringen Motorzugkraft enttäuscht. Dennoch, die Leistung genügt vollkommen, um das Modell in die Luft zu
 bringen.

 Nach dem Handstart folgte die Stunde der Erkenntnis und mein lange ersehnter Wunsch, dieses Modell mit der
 in den Sechzigern üblichen Tipp-Fernsteuerung zu fliegen. - Nun, es war abenteuerlich doch gelang der "Säge-
 zahnflug" ohne Crash und Schäden Schäden.

 Die Ruderwirkung auf Höhe, noch mehr aber auf Seite, könnte/sollte deutlich reduziert werden. Natürlich benö-
 tigt man für das ungewohnte zitterartige Antippen der Steuerknüppel etwas Übung, wodurch die Kurven auch
 geschmeidiger ausfallen. - Irgendwann, nach der Kukurutzernte, werde ich es wohl nochmals versuchen.


 Bis zum nächsten Flug zu ändern: Seitengewicht und Schwerpunkt prüfen, Seitenruderweg reduzieren, 
 Höhenruderweg reduzieren??? (oder feinfühliger steuern).

 

       
so sah der Urahn des AMATEUR aus der Motor, ein russischer Meteor 2,5 ccm die Tipp-Fernsteuerung Varioton erste Arbeiten an den Rumpfseitenteilen
tüfteln wohin die Empfangsanlage passt das Bugfahrwerk   Einpassen des Hauptfahrwerkes
Die Fahrwerkspaltte schon eingeklebt Draufsicht auf Fahrwerk das Servobrettchen plus Servos und so sieht das im Rumpf mit Boden aus
jetzt noch mit dem Empfänger, Schalter und den Akkus Rumpf mit Rumpfboden  Rumpfheck mit Befestigungen für die Gummibänder für Höhenleitwerk  neues System Höhenruderverbinder
Rumpf mit eingebauten Bowdenzügen Ansicht Motorträger die Motormontage  
Bau des Höhenruders  das auf Amateur 1 rückgebaute Seitenruder  Höhenruder mit geänderter Ruderanlenkung  das geänderte Seitenruder - Anlenkung unter dem Flügel! 
so sieht das abnehmbare Leitwerk aus Hinteransicht den Leitwerks  Anlenkung der Ruder: Kugelgelenk=Höhenruder, Ruderhorn=Seitenruder der Beginn des Tragflächenbaues 
der OS Pet ist nun eingebaut hier mit dem Auspuff  nun ist der Flieger fast schon fertig.....  
    jetzt beginnt das Finish und jetzt ist es fertig
    jetz noch ganz und das nach dem erfolgreichen Einwerfen   
      mit dem Varioton S - Sender 
Vorbereitung für den Start Motoreinstellung optimieren der Start der Flug: Erstflugvideo
  Landeanflug Rückholung des unbeschädigten Moedells