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   SMS Radetzky
  
Endarbeiten bis zur Fertigstellung

  . Baubeginn,  Planung (Seite 1)
  . Deckbau, Stevenrohre, Kasematten, Geschütztürme, Relingbau, Lackierung (Seite 2)
  . Weiterbau der Aufbauten, Reling, Maste, Kräne, G-Türme und Details (Seite 3)
  . Bau der Aufbauten, Schornsteine, Maste, Kräne, Kasematten Deck, etc. (Seite 4)  
  . Fertigbau Brücke, Kasematten D., Schornsteine, Kräne, Maste Lackierung, Furnier (Seite 5)
  . Fertigbau und Vorbereitung zur Erprobung (Seite 6)
  . Bauteilzeichnungen (Seite 8)
  . Detailbilder vom Schiff
 
 

 Die langwierigen Endarbeiten laufen aus und Erprobungen folgen
 Bedingt durch mieses Aprilwetter schob sich die Trimmung und Erprobung der Radetzky weiter hinaus.
 Das wurde dazu genützt, die Maste mit den Rahen und deren Verspannungen auszustatten. Die kurzen
 Stiel-Rahen für Fahnenseil und für die Antennenabspannung wurden aus einem 3mm Buchenstab gefer-
 tigt. Alle Verspannungen wurden aus 0,3mm Stahldraht angefertigt. Beim Hauptmast wurde neben den
 Rahen auch das Toplicht befestigt und das Anschlusskabel entlang dem Mast punktuell angeklebt.
 Danach wurden alle Teile nachlackiert.

 Schließlich wurde der elektrische Anschluss für alle Positionslampen hergestellt. Beim Hauptmast mit
 demTop Licht wurde ein Steckersystem gebaut, welches erlaubt, den Anschlussdraht durch das kleine
 Loch neben dem Mast durchzufädeln, um den Mast ggf. herausziehen zu können. Wenn der Mast einmal
 fest verspannt ist, kann die Steckverbindung dauerhaft angesteckt bleiben.
 Damit Strom zu den Lampen kommt, ohne dass eine Kabelverbindung beim Aufsetzen des Decks be-
 nötigt wird, wurden Beryllium Kontakte an der Hinterseite des Mitteldecks angebracht. Sie wurden im
 Rumpf auf der Deckunterseite mit den  Kabeln der Positionslampen verbunden bzw. mit der Schaltelek-
 tronik verbunden.

 Das Warten auf Teile drängte dazu, andere Dinge weiterzubauen. Damit die Maste verspannt werden
 können, gibt es an Deck M2-Bodenhalterungen. Zum Spannen der Verbindungen werden dort Spann-
 schlösser eingehängt, in die der dazu abgewinkelte 0,3mm Stahldraht gesteckt und mit Quetschhülsen
 mit 0,8mm lichter Weite befestigt werden. Zur Sicherung wurde in die gequetschten Hülsen ein Tröp-
 chen dünner Sekundenkkleber gegeben.

 Die Spannschlösser M2 sind zwangsläufig beschafft worden, da ich mit der kleineren Version nicht
 mehr arbeiten kann. Ich sehe schlecht und kann die kleinen Dinger nimmer halten. Die Spannschlösser
 (Wantenspanner) sind natürlich weit von der maßstäblichen Größe entfernt und darüber hinaus, nicht
 mit den Bodenhaltern M2 kompatibel. Es musste eine abgeänderte Lösung gefunden werden. Um die
 Spannschösser mit kleinen Splinten fixieren zu können, mussten die Bohrungen in allen Teilen auf 1mm
 aufgebohrt werden. Die Befestigung der Spannschlösser an den Bodenbefestigungen erfolgt überwie-
 gend mittels 1mm Splinten die bei Bedarf (aber schweirig) lösbar sind und die Entfernung des Mastes
 möglich wäre.

 Der Fock- und Heckmast wurde inzwischen vollkommen nach Plan verspannt, sodass die Maste jetzt
 im rechten Winkel zum Deck stehen. Mit den Spannschlössern können die Maste in die richtige Posi-
 tion gezogen werden, - das funktioniert gut.

 Endlich kam auch das dunkelgraue Dekoband für den Wasserpass an und konnte gegen das graue
 Band ausgetauscht werden. Gleich nachfolgend wurden die Hallanker am Bug angeklebt.

 Um diverse Messingteile zu altern wurde versucht, mit einem Brünierungsmittel die Ankerkette, die
 kleinen Winden und die Poller zu schwärzen. Mag sein, dass ich es nicht richtig angestellt habe, doch
 war mir kein durchschlagender Erfolg vergönnt. Immerhin sehen die Dinge gealtert aus. Die nicht gut
 brünierten Ankerketten und Ankerspille wurden daher mit Schwarz überlackiert.

SMS Radetzky, 30.5.23         Fahrvideo      
    Bilder ohne Rettungsboote   
       
diverse Deteilfotos...      
       
 
 Erste Fahrerprobung
 Am 1. Mai 2023 nachmittags konnte endlich die Ersterprobung des Schiffes erfolgen. Mit dem Slip-
 wagen wurde das Modell vom Auto zum Steg getrragen, wobei die 100m Gehstrecke für mich eine
 Belastung waren. Dann konnte das Schiff zu Wasser gebracht und die erste Fahrt gestartet werden.

 Dabei zeigte sich, dass der Rumpfbug etwas tiefer als der Wasserpass eingetaucht ist. Das Schiff
 wurde aus dem Wasser geholt und 240g Blei entnommen. Das brachte eine Verbesserung und es
 scheint das Schiff jetzt gut zu liegen. Für die nächste Fahrt wurden im vorderen Drittel weitere 180g
 entnommen (insges. 460g).

 Betreffend die Fahrgeschwindigkeit fehlen mir Vergleichserfahrungen, doch scheint klar, dass die bei
 Volllast-Fahrt die Bugwelle des Modells zu  hoch ist. Daher wurde am Sender die Leistung auf 75%
 zurückgeregelt. Das ist noch immer zu schnell, denke ich.

 Der Fahrtest mit dem Modell hat fast eine Stunde lang gedauert. Dabei wurde durchschnittlich mit
 50% Leistung gefahren. Die Spannung der 3S Akkus fiel dabei von 12,6V auf 12,3V ab, was zeigt,
 dass der Stromverbrauch gering ist. Während der zum Test mit Volllast gefahrenen Strecken, stieg
 die Motortemperatur auf max. 40 Grad an. Bei reduzierter naturähnlicher Fahrgeschwindigkeit sank
 der Wert rasch auf 35 Grad ab. In Summe sind die Werte beruhigend und ist kein Lüfter erforderlich.

 Rauchgenerator nochmal eine Bemerkung
 Zum Thema Rauchgenerator ist zu sagen, dass das System gut funktioniert, natürlich nicht annä-
 hernd an die Rauchschwaden des Vorbildschiffes herankommt. Das ist insofern gut, da es dadurch
 nur sehr wenig Verschmutzung an Deck und Aufbauten gibt. Bei Schnellfahrt sieht man den Rauch
 mit dünner Fahne aus den Schloten entweichen, was ebenso bei Winböen zu bemerken war. Bei
 langsamer Vorbeifahrt in einigen Metern Entfernung, - und bei ausreichendem Rauchölvorrat -, ist
 der Rauch gut sichtbar.

 Nach Rücksprache mit dem Hersteller sollen in den leeren Generator 30ml Rauchöl eingefüllt
 und müssen sofort danach 25ml wieder abgesaugt werden. Mit dem verbleibenden Dampföl ist
 eine wesentlich längere Raucherzeugung möglich. Zum Nachfüllen nach längerer Fahrt dürfen 
 ggf. 3ml nachgefüllt werden.
 Bei einem Testlauf nach Vollbefüllung funktionierte die Raucherzeugung 15 Minuten lang.
Das
 Ende in der letzten Minute erkennt man, da der Rauch immer schwächer wird. Dann muss sofort
 die Heizunmg abgeschaltet werden und 1 Minute lang der Lüfter weitergelaufen lassen werden.
 Wird das Schiff lange abgestellt muss der Rauchgenerator abgesaugt und "leer geraucht" werden.

 Überprüpfung der Kugellager und Propellerdrehzahlen
 Da ich während dem Schreiben dieser Zeilen einen Herzschrittmacher implantiert bekommen musste,
 war danach keine anstrengende Arbeit möglich. Daher überprüfte ich u.a. das Laufgeräusch der Kugel-
 lager und die Drehzahlen der Propeller. Dabei ergab sich eine Differenz  von 200 U/Min. Um die
 Ursache zu finden ließ ich die Motore längere Zeit lang laufen. Dabei traten leichte Quietschgeräusche
 auf, die auf zu trockene Wellendichtringe hinwiesen. Daher wurden die Wellen ein Stück zurückgezogen
 und in den Stopfbüchsenbereich Wellenfett eingedrückt. Nach dem Zusammenbau liefen die Wellen
 wieder ruhig. Durch  Anpasung des Axialspieles verringerte sich die Drehzahldifferenz auf 50 U/Min.
 Bei Volllast drehen die Motore bei 12,6V derzeit  3740 U/Min.

       
Spannschloss M2x20 erste Mastverspannungen Anker angeklebt  die k.u.k. Flagge
Abspannungn vorderer Gefechtsturm Abspannungen Hauptmast   Abspannungen Schornsteine
    Fahrvideo  

 Weitere Detailarbeiten
 Nach der ersten Fahrerprobung konnten nun die restlichen Details wie Rettungsboote, Poller, Anker-
 winden, Spille, Ankerkette und die noch anzufertigende Reling am Deck, am Schiff installiert werden.
 
 Auch die Funkantennen am Top gehören zu den Details und sie wurden auf einfache Weise hergestellt.
 Auf den Fotos vom Vorbildschiff sind für mich die 4 Top-Antennen kaum zu erkennen, weil die Auflösung
 der alten Fotographien gering ist. Am Plan ist von den Antennnen, den Anspeisungsleitungen und den
 Fahnenschnüren nichts zu erkennen. Es muss wieder improvisiert werden.
 Die unteren Antennen (?) beidseits der Maste sind wie auch die Fahnenschnüre einfach hergestellt.
 Dazu wird jeder Antennendraht am Ende auf 1- 2mm Länge um 90 Grad abgebogen. Die gebogenen
 Stummel werden in 0,5mm Bohrungen in den Rahen eingesteckt und mit Sekundenkleber angeklebt.
 Jeder in der Länge zu einem Sammelpunkt abgestimmte Draht wird in der Bohrung am Bodenteil auf-
 genommen. Als alle Drähte eingesteckt waren wurden sie mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert.
 Am Fockmast sind zusätzlich noch die Fahnenschnüre angebracht. Leider sieht man auf meinen Bil-
 dern auch diese fast nicht.

 Während dem Warten auf die Spezialhülsen für die Abspannungen, wurden kleine Signalfahnen an-
 gefertigt. Auf weißem Perlonband wurden mit verschiedenen Lackstiften die Muster der Signalfahnen
 aufgezeichnet. Die Fahnen werden später auf den Fahnenschnüren mit Sekundenkleber angeklebt.
 Wie sie wirklich aussahen ist in meinen Quellen nicht zu erheben.

 Aus Verzweiflung vor der schwierigen Herstellung der Reling, - und das nach der vor zwei Tagen, am
 2  Mai 23, erfolgten Implantation eines Herzschrittmachers -, musste ich mich dann doch dieser Aufga-
 be einstellen. Mir ist mir unverständlich, dass es für M 1:100 keine fertige Reling-Meterware zu kaufen
 gibt. Ich hätte viel Geld dafür ausgegeben. Es blieb kein Auge trocken, ich musste wieder zu löten be-
 ginnen. Das Problem dabei ist, dass die Lötung von Messing mit Stahldraht schwierig ist. Ein gutes
 Flussmittel half, doch der 40W Lötkolben war das Problem, denn die Lötspitze hält durchgehend eine
 Stunde lang die Wärme nicht aus und beginnt einzubrennen. -  Schließlich gelang es mir, zwei Meter-
 stücke Reling herezustellen. Da an etlichen Stellen Lötpatzen blieben, mussten diese mit dem Hand-
 schleifer mühsam abgefräst werden. Mühsam, aber es gibt Schlimmeres.
 Die gelötete Meterware meiner Reling wurde in die benötigten Teile geteilt, gebogen und lackiert. Sie
 mussten noch liegen bleiben, da ich das vordere und hintere Deck noch nicht aufkleben konnte, da 
 eine nochmaligen Optimierung der Trimmung durchgeführt werden musste.
 
 In der Zwischenzeit konnte der Bau der zwei Kutter Bausätze begonnen werden, da die bereits ange-
 kauften Aeronaut-Kutter zu breit waren. Nach dem Eintreffen der Bausätze wurde der Bau begonnen
 und zeigte sich rasch, dass auch diese Boote zu breit und.seeeehr viel Arbeit sind. Um rascher ans
 Ziel zu kommen wurden daher die aus Tiefziehteilen bestehenden Aeronaut Kutterrümpfe zerschnitten,
 wobei im Kielbereich 10mm herausgeschnitten wurden. Ein neuer Kiel aus Sperrholz wurde angefertigt,
 auf dem die Kutterhälften angeklebt wurden. Ebenso wurde die Sitzplatte mittig um 10mm verkleinert,
 zusammengeklebt und seitlich mit den Bootsrümpfen verklebt. Nach dem Verschleifen wurde die Innen-
 seite der Kutter braun lackiert und danach die Rümpfe grau grundiert und danach mit Silbergrau ge-
 strichen.

 Endlich konnten die Bootstraversen  auf denen die Kutter liegen, in endgültiger Form gebaut und am
 Deck angebracht werden. Die Boote werden auf ihren Ständern mit einem Tupfen Silikon befestigt,
 sodass sie bei Bedarf entfernt werden  könnten.

 Eine weitere unangenehme Arbeit war zu erledigen, nämlich die niedrige Reling für die Geschütztürme
 anzufertigen, zu lackieren und anzubringen. Danach wurden die Kanonen auf den Geschütztürmen mit
 Doppelklebepads befestigt. Somit wäre auch dieses Kapitel zu ende gebracht. Ergänzend dazu wurde
 am Mitteldeck die Reling aufgebaut und angeklebt. Die Reling Abschnitte für die restlichen Decks
 wurden einbaufertig vorgebogen.

 Anschließend wurden die Leitern vom Deck zu den Schusskanalböden und bei den Ankern, und danach
 vier Rettungsringe entsprechend den Fotos vom Vorbildschiff angeklebt. Die Winden (Zweck unbekannt)
 neben den beiden Gefechtstürmen sowie die großen Lüfter wurden ebenfalls am Deck angeklebt.
 Damit die Zeit nicht ungenützt verstreicht, wurden Arbeiten vorgezogen, wie zB.die diversen Details wie
 Winden, Spille, Poller, Lüftungsdeckel, Lüfter, die Ankerketten usw. am vorderen bzw. hinteren Deck
 angebracht.
 
 Auswegloses Warten, bis ich wieder schwerer heben darf und die zweite Trimmfahrt durchführen kann,
 veranlasste mich, das Modell ohne weiterer Trimmfahrt fertigzustellen. Die Abschlussarbeiten umfassten
 das Aufkleben der Decks mit Silikon Kleber, die Aufklebung diverser Details wie Winden, Spille, Poller
 usw., und zum Abschluss die Montage der langen Relingabschnitte.

 Ich bin mit dem Entstehen und Aussehen des Radetzky sehr zufrieden, wissend, dass man viele Teile
 hätte genauer und besser herstellen können. Mir fehlten dazu die speziellen modernen Gerätschaften,
 die Experten verwenden, und vor allem bestand Zeitdruck. Speziell bei den Deckdetails ist mir oft die
 Lage der Dinge nicht ganz klar gewesen, da ich vom Schiffbau und den Einrichtungen an Deck, keine
 Ahnung habe. Und in meinem Plan sind an deren Stelle Kästchen eingezeichnet, aber nirgends steht
 ein Hinweis, was dort hingehört. Da halfen nur noch Bilder.

 Der Grund für den Zeitdruck den ich mir machte, das Schiff möglichst rasch - in 9 Monaten - fertigzu-
 stellen, wurde bestärkt, als ich nach der ersten Fahrt der Radetzky einen Schrittmacher bekommen
 musste. Leider bestehen noch andere Krankheitsanzeichen, die derzeit wie ein Damoklesschwert
 über mir hängen und ich hoffe, dass ich mir unnöige Sorgen mache.

 Gleichgültig wie auch immer, ich konnte meinen Enkeln ein nettes Schiffmodell bauen und hinterlassen,
 welches ihnen die Erinnerung an mich und an die historische österreichische Marine erhalten kann.

 Noch vor der nächsten Testfahrt wurde eine Änderung der Steuermöglichkeneben des Schiffs vorge-
 nommen. Bisher fahren wir unsere Schiffe immer mit dem rechten Steuerknüppel. Der Grund dafür ist,
 dass die Enkel das proportionale Steuern zweier Funktionen mit einem Knüppel üben können/sollen.
 Für mich ist die Änderung zusätzlich positiv, da ich jetzt mit der rechten Hand die Videokamera führen
 kann und mit Links mit dem linken Steuerknüppel das Schiff halbwegs gut steuern kann, ohne dabei
 den Gasknüppel berühren zu müssen. Die vorgewählte Fahrgeschwindigkeit bleibt daher unverändert,
 egal welche Kurven gesteuert werden.
 Um das zu umgehen, wurde im Sender ein Mixer (K 4 > K1)aktiviert, sodass zusätzlich mit dem linken
 Knüppel das Ruder gesteuert werden kann. Daraus entsteht eine der Modellfliegerei ähnelnde Steuer-
 technik, bei der rechte Knüppel das Querruder und mit dem linken Knüppel das Seitenruder gesteuert
 wird. Das ist ebenfalls eine hilfreiche Übungsmöglichkeit für die Enkel, falls sie später Modellfliegen
 wollen..

 Als letzte Ergänzung der Radetzky wurden die seitlichen Rettungsboote montiert. Dafür mussten aus
 2mm MS-Draht die Davits gebogen, am oberen Ende flachgeschlagen und mit einer 0,7mm Bohrung
 versehen werden. Der Hängedraht wird durch die Davits Böhrungen gefädelt und in den im Boot einge-
 brachten kleinen Bohrungen eingehängt. Am Schluss wurden die Aufhängungspunkte mit Sekunden-
 kleber fixiert. In einem 3mm MS Rohr, welches auf einer kleinen ABS-Platte angeklebt ist, werden die
 Davits eingesteckt und können jederzeit (bei Transport) entnommen werden.

 Die Jungfernfahrt wird unter den nachfolgenden Bildern beschrieben.

       
Zeichnung und fertige Funkantennen Antennen mit den Anspeisungsleitungen 4 Antennen sind oben sichtbar der Maschinenraum mit Motoren , Regler, Rauchgenerator mir t seinem Akku
untere Antennen (0,3mm Stahldraht) Ânsicht auf Antennen und Fahnenseikle    Admiralitätsanker montiert
  Propeller und Ruder das Torpedorohr aufgemalt  Deck-Reling vor dem Löten
Bau aus, da zu breit und zu viiiiel Arbeit Bild zum Größenvergleich breiter Kutter wird schmäler gemacht  
Ansicht Bootstraversen Ansichicht Rettungs- und Motorboote Seitenansicht5  
probeweise Reling und Geschütz aufgestellt Reling und Kanone fertig montiert Anicht mit Reling am Mitteldeck Vorderansicht (mit Rettungsringen)
Lüfter und Winden am Mitteldeck angheklebt Winden und L+üfter auch am hinteren Deck Befest5igung des großen Rettungsboot  
Montage kleine Rettungsboote   Boot hängt auf 0,3 Stahldraht  vordere Montagevariante  Bootee Heckvariante 
 
  Fahrberichte von der Jungfernfahrt und den nachfolgenden Fahrten

 Am 26. 5. 23 konnte die meiner Planung nach fertige Radetzky wieder ins Wasser gelassen werden.
 Zuvor war der Bug entlastet worden, sodass er der Wasserlinie angepasst wird. Tatsächlich hat sich
 die Entlastung positiv gezeigt, wiewohl nach der Fahrt nochmals 60g Blei entfernt wurden, die an an-
 derer Stelle provisorisch angeordnet wurden, da das Schiff minimal rechtslastig war.

 Die Fahrt wurde begonnen und die Geschwindigkeitsmarken am Sender überprüft, inwieweit sie einer
 realistischen Fahrgeschwindigkeit entsprechen. Bei voller Leistung (Sendereinstellung bei 75%) ergibt
 sich eine hohe Bugwelle. die sogar bis zu den Ankern hochsteigt. Bei der mittleren weißen Marke
 scheint eine etwas erhöhte Reisegeschwindigkeit erreicht zu werden. Eine Raste darunter, bei der
 kleinen roten Marke, stellt sich die ideale Fahrgeschwindigkleit für eine Paradefahrt ein.
 Die neue Möglichkeit der Rudersteuerung hat sich bewährt und ermöglicht eine gleichmäßige Fahrge-
 schwindigkeit, die auch beim Steuern von Kurven nicht verändert wird. Damit nähert sich die Fahrweise
 auch der des Vorbildschiffs.

 Bei der exakt einstündigen Fahrt wurde zu 70% mit halber Leistung gefahren. Die Motortemperatur hat
 sich bei 35 Grad eingependelt. Zwischendurch wurde 5 Minuten lang mit voller Leistung gefahren, wo-
 durch die Temperatur auf 40 Grad anstieg. Danach erfolgte wieder Fahrt mit halber Kraft, die eine
 Abkühlung der Motortemperatur brachte.
 Unglaublich niedrig stellte sich der Stromverbrauch ein. Die Akkuspannung sank von 12,6V auf 12,2V
 ab. Das Nachladen der Lipos ergab einen Stromverbrauch von 400mAh!, was sehr gering ist. Es würde
 also genügen, nur mit einem Lipo Paar zu fahren. -  Sollte nochmals eine Gewichtsreduzierung notwen-
 dig sein, könnte man das in Erwägung ziehen.
 Im Rahmen der Fahrt wurde auch der Rauchgenerator eingeschaltet. Mit dem vollen Vorrat an Rauchöl
 ist eine Rauchbildung von max.15 Minuten möglich. Das reicht für Vorbeifahrten an Zuschaiuern.

 Am 13.6.23 erfolgte die nächste Fahrt, bei der noch etwas an der Trimmung des Schiffs geändert wurde.
 Die einstündige Fahrt mit erhöhter Fahrgeschwindigkeit wegen Zuschauern führte zu einem Stromver-
 brauch von 1094mAh, was wiederum sehr gering ist. (Die Gesamtkapazität beträgt 12600 mAh)
 niedrig. Die Motortemperatur lag dabei bei 40 Grad. Die etwa 20 Minütige Einschaltung des Raucher-
 zeugers verbrauchte 1200mAh am 2S Raucher-Lipo.

 Der 28.9.2023 war die erste Fahrt im Hafenbecken der ehemligen Kroneuburger Schiffswerft. Das
 Tragen beim Transport des Schiffes über die Slipanlage zum Wasser (und vor allem zurück) war sehr an-
 strengend. Der dafür verwendete "Slipwagen" ist zu klein aber leicht. Ein größerer Slipwagen mit dem
 das Schiff geführt werden kann, wird für das Schiff angepasst und künftig verwendet werden.

 Zusammenfassung

 Der Fahrbetrieb mit der Radetzky ist völlig unproblematisch. Bedingt durch das Gewicht des Schiffs ist
 die Bremsstrecke nach dem Motor-Aus lange und bedarf eventuell Gegenschub bei Bremsungen.
 Einzig das Handling mit dem gewichtigen Modell am Weg zum Wasser bedarf großer Vorsicht, damit
 an den Rudern und Aufbauten kein Transportschaden entsteht.

 Rückblickend war der Modellbau astronomisch mehr Arbeit als von mir erwartet wurde. Für viele Dinge
 die hergestellt werden mussten, war eine Lösung zu erfinden, wie und woraus man sie herstellt. Müh-
 sam war die Arbeit, doch fast jeden Tag entstand etwas Neues. Die Kontrolle, ob die Teile so aussehen
 wie beim Vorbildschiff, war ebenfalls mühsam.- Bedingt durch meine nachlassende Sehkraft, schwin-
 dendes Fingerspitzengefühl und den selbst vorgegebenen Zeitdruck (wegen Krankheit), gelangen
 manche Teile nicht in optimaler Qualität. Nachdem das Schiff kein Museumsmodell werden, aber doch
 weitgehend ordentlich gebaut sein sollte, bin ich trotzallem dem Bauergebnis recht zufrieden. Das über-
 raschte mich zuletzt selbst und ich freue mich darüber.

 Für die Aufbewahrung und als Staub- und Lichtschutz wurde eine Box mit durchsichtiger Frontscheibe
 gebaut. Aufbewahrungsbox