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Arbeiten
an Rumpfeinzügen für Geschütze und an den Öffnungen für die
Kasemattengeschütz Die Voraussetzung
für annähernd den genauen Nachbau des Schiffs, sind
aussagekräftige Pläne. Der Harhaus-Plan beinhaltet
auch einen Spantenriss und die
Front- und Heckansicht, der natürlich vorteilhaft
gewesen wäre. Mein von einem
Papierausschneidebogen vergrößerter Plan genügt mir, - muss genügen -, denn vom Unterwasserschiff gibt es
ohnedies einen
eigenen Plan vom GFK- Rumpf.- Unglaublich wie qualitativ gut die
Vergrößerung des Planes vom A3-Format des
Um- schlagplans des Ausschneidebogens gelungen ist. Der Vorteil des
M 1:100 Modellplanes ist, dass man sehr viele Details
genau sieht und für den Bau die Maße aus dem
Plan entnommen wer- den können. Für den Bau ist
es erforderlich, aus den beiden Ansichten die nachzubauenden Bau- teile gesondert vom Plan zu konstruieren.
Intermezzo - Lagerschaden
bei einer Schiffschraubenwelle, deren Reparatur mit
Wellendichtring Nachdem
die Gewichtsverteilung im Rumpf bei der Testfahrt im Pool abgeschlossen war, konnte mit dem Weiterrbau begonnen werden. Zum Baubeginn stand das
Modell im Modellständer am Bautisch und plötzlich
fiel auf, dass bei einer Welle einige Tropfen Wasser
austraten. Wie das Wasser in
die Welle gelangte ist vorerst unklar, denn ich dachte, dass das
gefüllte Wellenfett das verhindere. Nach
der Entfernung der Welle und durchblasen des Stevenrohres
wurde alles wieder eingebaut. Der Probelauf
erfolgte unter neuerlicher erheblicher Lärmbildung wegen angerosteter
Kugellager. Zuerst war angenommen worden, dass nur
das Endkugellager rostig sei. Nach der
Erneuerung des Flanschlagers der Welle, war das Laufgeräusch
etwas leiser und es wurde aber klar, dass ein,
in der langen Welle ein mittig sitzendes Kugellager
ebenfalls von Rost befallen ist. Daher wurden auch
Ersatzlager für das Mittellager beschafft, doch war nicht klar, wie das defekte
mittlere Lager aus
dem Stevenrohr entfernt werden kann. - Für die Endlager wurden Ersatzlager
mit Flansch, Type MF84ZZ,
angekauft und Ersatz Mittellager vom Typ MR84ZZ,
beide mit Metall- abdeckungen.
Eine Anfrage beim Hersteller der Stevenrohre ergab,
dass die Mittellager eingepresst seien
und nicht ersetzt werden können. (Was soll ich mir
von der Firma denken?- aber ich bleibe vornehm und
schweige). Man könne
es mit
Öl versuchen, das Lager leiser zu bekommen, bzw. im
Wasser würden die Lager ohnedies leise laufen. Ha,ha,ha. -
Die Unreparierbarkeit würde
bedeuten, dass die ge- samte Welle erneuert werden müsste, was heißt, dass sie
aus dem Rumpf herausgearbeitet werden müsste, wodurch
erhebliche Schäden hervorgerufen würden.
Da
ich nicht ganz unbeholfen bin war mir klar, dass das
Lager irgendwie in das Rohr hineinge- kommen
sein muss und dass es bestimmt nicht eingeklebt worden
ist. Daher
erfolgte ein Versuch, das defekte Lager aus dem
Steven Rohr herauszuziehen. Mit einer selbst angefertigten
Vorrich- tung, einer M4 Gewindestange und zwei
angefertigten Spezialmuttern aus Messing wurde versucht,
das Lager zum Propeller hin herauszuziehen.
Entgegen allen Befürchtun gen ließ sich das Lager
ohne
große Schwierigkeiten entfernen. Der Einbau
des neuen Lagers erfolgte im umgekehrten Sinn, doch wird das
Lager von der Motorseite her etwa 225mm tief eingezogen.
Nach Tipps aus dem Forum riet man mir, um Rostbefall
am Mittellager und Motorlager zu verhin- dern, muss
nach dem Propellerlager eine Wellenabdichtung
(Stopfbuchse) einzubauen,
die den Wassereintritt bis zum Mittellager und
danach verhindert. Dazu wurde ein Wellendichtring (Sim- merring,
Type NBR 4x8x2) verwendet. Als Schutz gegen Verrutschend
es Dichtringes wird
eine Messingbuchse mit einem M5
Gewinde (für allfälliges Hherausziehen) hergestellt und ins Steven Rohr nur so
weit hineingedrückt, dass der Dichtring Platz hat
und nicht am Flanschlager anliegt. Dann wird etwas
Wellenfett eingebracht und der Dichtring
eingeschoben und nochmals Wellenfett zugegeben. Jetzt kann die Welle mit dem Flanschlager
eingeschoben und befestigt werden. Die Wellen sind nach
dem Tausch aller Lager wieder laufruhig.
Wieter
mit Zeichenarbeit für das
Rumpfdeck usw. und der Start der Bauarbeiten für das
Deck Als erste Arbeit mit dem
Plan, wurden vier A3-Transparentpapiere zum
"Arbeitsplan" zusam- mengeklebt und
auf meinem Grundrissplan aufgelegt. Die Rumpfkontur wurde mittels
Blei Kurvenlineal durchgezeichnet. Der
Plan-Grundriss am Transparentpapier konnte jetzt am
Rumpf aufgelegt werden, um die Unterschiede vom
Prasky-Plan zum Modellrumpf sichtbar zu machen und auf
den
Transparentplan zu übertragen. Alles
passt weitestgehend, nur die Länge des Rumpfes ist am
Bug und Heck je 1cm kürzer, da ich für die
Vergrößerung die Länge
über den Bugsporn zur angegeben hatte anstelle der
Länge an Deck. Damit komme ich aber zurecht.
Am Plan
wird sichtbar, wie lang und breit die "Schusskanäle" sein
werden und ab wo das Deck zum Bug und zum
Heck hin etwas ansteigt. Wegen der Kompexität der Krümmungen in
Längs- und Querrichtung, werde ich auf die
Herstellung der Deck-Bompierung (in Querrichtung)
verzich- ten. Im Arbeitsplan konnten bereits die
genauen Maße der drei Deck-Teile bestimmt werden.
Es erweist sich, dass das Rumpfmittelteil als
gesamte Einheit abnehmbar hergestellt werden muss, weil
sonst die Maste und ihre Abspannungen
erhebliche Probleme bei der Handhabung brächten.
Bevor die Arbeiten an den Schusskanäle begonnen werden können, wurde nochmals
ein Schwimm- test zur vorläufigen Auswiegung des
Schiffes vorgenommen. Um bestmöglich die Wasserlinie zu erreichen, wurden letzte Bleizugaben
eingebracht,
sodass der Rumpf noch gut 1cm über der Was- serlinie liegt. Mit den bisherigen Bleizugaben und vier
3S-Lipo-Akkus, insgesamt 6,97 kg, sowie mit allen
anderen zum Betireb bereits eingebauten Einrichtungen,
bringt der Rumpf bereits 10
kg auf die Waage.(14kg wurden
prognostiziert)
Die Deckplatten und
Schusskanäle werden angefertigt Eine
der wohl schwierigsten Arbeiten am Schiffsmodell ist die
Anpassung und Befestigung der drei einzelnen
Deckabschnitte am Rumpf und weiters die heikle Anordnung der
Einbauhöhe der Böden und Seitenwände der Schusskanäle. Am
Beginn der Arbeit an den Schusskanälen mussten die jeweiligen Seitenteile der Länge nach aus der
Rumpfwand ausgesägt werden, weil der Italiener diese
Einrichtung nicht hatte. Trotz Markierung der
Sägelinie mit dem neuen Parallelreisser ist es
nur sehr schwierig zu erkennen,
ob jetzt die Unterkanten der Schusskanäle beidseits
gleich hoch verlaufen. Das ist für mich kaum
genau zu
erkennen. Durch eine neuerliche Überprpüfug der Höhe der Rumpfwände mittschiffs, musste zuvor die allfällige Seitenneigung des
Rumpfes am Modellstän- der geprüft und korrigiert werden.
Bevor
die Einpassung des Mitteldecks möglich war,
mussten beidseitig an den Innenwänden, als Auflageflächen
für das Deck, Kieferleisten mit Stabilit angeklebt werden.
Dadurch konnte auch eine gleichmäßige Krümmung der
GFK-Rumpfwände auf Decklänge erreicht werden. Weiters wurden
die Bordwandränder nach provisorischer
Befestigung des Decks an die künftige Deckhöhge von 4mm angepasst.
Auf der rechten Seite war GFK abzuschleifen und links
wirde eine 2mm Flugzeug- sperrholzstreifen
aufgeklebt und auf das Sollmaß abgeschliffen. Die Ausschnitte
für die Kasemattengeschütze
wurden noch nicht beachtet, da sie erst später herausgearbeitet
werden können.
Wesentlich war noch eine
optische Prüfung, die eine Kontrolle dafür ist, ob das das
Deck im rech- ten Winkel zur senkrechten
Rumpfachse liegt. Danach konnte das künftige Mitteldeck
provisorisch festgeschraubt
werden. Es zeigt sich dabei, dass das dünne 2mm Sperrholz
auf der U/nterseite Versteifungen mit 10x10
Kieferleisten braucht, um Verzüge zu unterbinden. Von nun an dient das Mitteldeck als Bezugsebene
für alle anderen Maße am Schiff, jetzt
speziell für die Schusskanalböden und das vordere
und hintere Deck. Nun wurden
die Schusskanal Bodenplatten-Bauteile, für den Heck- als auch
für den Bug der Schuss- kanäle, aus festem 4mm
Buchensperrholz ausgesägt und eingeklebt. Die beiden
liegenden "Bodenspanten" haben etwa eine U-Form, damit
beidseitig die gleiche Einbauhöhe gegeben ist und zusätzlich eine Querversteifung des Rumpf entsteht.
Die Vorarbeiten zur
Anpassung des Decks für Bug- und Heck begannen mit der
Höhenvermes- sung der Schusskanäle und der
Anfertigung der vorderen und hinteren Auflagen für die
Deckteile vorne und hinten. Nun konnte mit den
Deck-Arbeitsbauteilen für den Bug- und den Heckbereich
begonnen und die schon vorhandenen
Buchenpaneel-Arbeits-Musterdecks im Rumpf
eingepasst werden. Auf den Rumpfspanten in diesem Bereich
wurden Distanzstücke aufgeklebt, auf denen
künftig das Deck aufliegt und angeklebt wird.
Beim Bug und des Heck werden Kieferleisten an
der Rumpfwand mit Stabilit angeklebt, damit später
die Decks angeklebt werden können. Die über die neuen
Decks überstehenden Bordwandteile wurden abgeschliffen. Schließlich konnten die zu Beginn abgesägten Rumpfseitenteile bearbeitet und angepasst werden. Anschließend
wurden die Schusskanal-Seitenwände entsprechend den
Zeichnungsmaßen auf der inzwischen einge- klebten Bodenplatte mit Stabilit angeklebt.
Jetzt konnte ich die Decks aus 2mm
Flugzeugsperrholz zuschneiden und an den Rumpf und die Schusskanalwände
anpassen. Im Bugbereich müssen am Deck Ausschnitte für die künfrtige
Beplankung der Schutzbleche der
Ankerkettenzüge eingeplant werden. Im hinteren Deck ist ein Ausschnitt für einen Deckel herzustellen
gewesen, der den künftigen Zugang
zu den Ruderwellen und dem Ruderservo ermöglicht. Bevor beide Decks aufgeklebt werden können, müssen
auf der Unterseite diverse Verstärkungen für Dinge wie zB Geschützturm, Ankerspill,
sowie alle anderen Details am Deck, aufgeleimt werden. Alle Decks wurden mit Querversteifungen gegen
Verzug verstärkt. Sie werden so lange als möglich provisorisch
angeschraubt, um ggf. noch im Rumpf arbreiten
zu können.
Die Rumpf-Kasematten
Geschütze
werden gebaut Nachdem die Decks
inzwischen Rohbaufertig sind, konnten die acht Kasemattenstellungen in
den Rumpfwänden ausgesägt werden. Es werden auf
der Ebene unter dem Deck nur insgesamt 12 (eigentlich 20) Kasemattengeschütze gebaut.
Die Höhe der Kasematten Ausschnitte beträgt 10mm (beim Original 1m) und die Breite der
Öffnung beträgt nur 30mm. Nach dem Aussägen der Öffnungen werden die Kasemattenstellungen aus 1mm ABS-Teilen angefertigt.
Die
seitlichen Geschützstellungen bestehen je aus
einer Ober- und Grundplatte, zwei Seiten- teilen und
einer Rückwand. Damit ist nach innen hin auch
eine gewisse Abdichung gegeben. Aus 20mm Rundholz wird der
10mm hohe Drehteil hergestellt in dem
das Kanonenrohr eingeklebt ist. Der Drehteil wird mittig
mit M2-Schrauben drehbar befestigt, muss aber
vor dem definitiven Ein- bau mit Porenfüller und Lack behandelt
werden. Vor dem Einbau der Drehteile werden sie auf
der Ober- und Unterseite mit Vasilin bestrichen, damit
sie später durch die Lackierung nicht festkleben. - Die
gebauten 8 seitlichen Einheiten werden später innen an den Ausschnitt
in der Rumpfseitenwand geschoben
und mit 5-Min-Epoxy angeklebt. Zuletzt werden die seitlichen Abschrägungen zum Drehteil hin
von außen her einge- schoben und angeklebt. Erst
nach der Lackierung der Drehteile mit den Kanonenrohren kann
man die seitlichen Abdeckungen bei jeder Kasematte
angekleben und lackieren. Die
Kasemattengeschütze bei der gebogenen
Außenwand wurden extra angefertigt. Dazu wurde ein ABS-Streifen
aufgewickelt und mit dem Föhn erhitzt, damit er die
Krümmung behält und besser bearbeitbar ist. Da
der obere Rand als Anschlag für das Mitteldeck dient,
musste er mit einem weiteren ABS-Streifen verstärkt
werden. Danach wurden die Ausnehmungen für die
Kanonenrohre ausgeschnitten. Um die Bogenteile
in Form zu halten und den Drehteilen eine
Führungsebene zu geben, mussten aus 2mm Sperrholz Teile mit der Krümmung angefertigt werden.
Diese Teile wurden mit der Bohrung für die
Befestigung des Drehteiles versehen und danach auf den
ABS- Bögen angeklebt. Die Bögen wurden
schließlich an die Schusskanäle und die Rumpfwände
ange- passt und mit Sekundenkleber mitteldick
angeklebt.
Viel Zeichenarbeit
für die Aufbauten und andere Teile fällt an Nachdem die
Decks Rohbaufertig waren, konnte die Arbeit an der Herstellung
der Teile für die Aufbauten beginnen. Dazu musste
der Plan herangezogen werden, auf dem die einzelnen Teile
vermessen und auf Transparentpapier
aufgezeichnet wurden. Das Transparentpapier erlaubt nun, die Lage
der einzelnen Bauteile
am Planoriginal korrigiert aufzuzeichnen und
Teile für die Her- stellung zu konstruieren. Von
diesen Zeichnungen wurden auf Papier die Teile nochmal
aufge- zeichnet, um sie für später zu archivieren. Bei manchen Teilen wurden die Zeichnungen
direkt am Holz aufgezeichnet, danach ausgesägt und bearbeitet
und zuletzt auf Papier abgezeichnet.
Bedauerlicher Weise ist der schöne
Radetzky-Plan mit den zwei Ansichten des Schiffs, kein
Modell- Bauplan. Um die einzelnen Bauteile zu erkennen
und aufzeichnen zu können, bedarf es Fotos aus dem Internet
oder aus Büchern, wo man sehen kann, wie der
nachzubauende Teil aussieht und was er darstellt. Wie schon erwähnt, ist der
Ausschneidebogen M 1:250 eine sehr
hochwertige Hilfe, denn man sieht an den
auszuschneidenden Teilen, sehr genau, wie die
Bauteile aussehen sollten. Es gibt dort für jedes "Objekt"
meistens zwei oder mehr Ausschneideteile, aus
denen das Bauteil/ Bauwerk entsteht und somit ersichtlich wird,
was der Bauteil eigentlich darstellt. Dann
erst ist es möglich, aus dem Plan eine
Vorstellung vom Bauteil zu bekommen und es aufzeichnen
zu können. Es fiel auf, dass der vergrößerte Plan
M 1:100 nicht vollständig ausgezeichnet ist.
Einige wenige Teile mussten nach Fotos im Plan nachgetragen
werden. Um eine bessere Vorstellung vom
künftigen Ort der Aufbauteile zu bekommen, wurden die
Plan- skizzen direkt auf das Grunddeck übertragen.
Sie dienen zur "Kontrolle", ob die künftigen Bau- werke auch tatsächlich an den
vorgesehenen Stellen Platz
finden.
Sukzessive müssen die einzelnen
Baugruppen hergestellt und aufeinander abgestimmt werden,
bevor sie geklebt werden könnten. Die
obere Deckbeplankung mit
"Brettfurnier" wird auf den Deckeinheiten
aufgeklebt und an die Bordwände angepasst. Infolge
maßlicher Ungenauigkeiten wurden die Aufbauten
am Brettfurnier aufgesetzt. Dadurch konnte die
plangerechte (nach genauem Plan) Raumhöhe
eingehalten werden. Ausgehend von der Deckebene
kann dann die nächste Ebene und zuletzt die
Ebene mit der Brücke, sowie auch viele andere Teile hergestellt
und befes- tigt
werden.
Kurze Gedanken zum Mastenbau
werden vorweg hier notiert, damit
ich nichts vergesse: Ich habe bei Pagro
Pinselsets mit langen konischen Stielen entdeckt, die
ich verwenden
kann. Ebenso kann man schauen, ob die Pinselstiele
kleinerer Dimension für Kanonenrohre und Rahen passen. Da die Stiele maßlich
weiterstgehend mit dem Plan übereinstimmten, kaufte ich
einige Sets.
Nun wurde
im Heck-Deck der Deckel für den Zugriff zum Ruder und
dem Servo angefertigt. Wei- ters konnten für die
diversen niedrigen
Deckaufbauten wie Lüftungen und verschließbare
Abgänge etc. Holzleisten angekauft werden, die in
der Höhe passend sind.
Bau
der Kasematten Um endlich mit den
Deckaufbauten zu beginnen, wurde aus dem Grund und
Aufriss und zahlrei- chen Fotos, die
Konstruktion der beidseit je zwei Deck-Kasematten und deren
Dachkonstrukti- onen und dem Zugang zur Brücke begonnen. Danach wurden die
Teile auf 2mm Flugzeugsperr- holz aufgezeichtet, ausgesägt und danach
auf Papier übertragen (für alle Fälle). Unter
Zuhilfenah- me dieses Bauteils konnten die Wände aus 1mm
ABS an den Konturenverlauf angepasst und
angeklebt werden. Erst im nächsten Schritt wurden,
wie beschrieben, die beidseitzigen "Kasemattendächer"
ange- fertigt. Sie konnten danach angeklebt und mit Abstützungen versehen,
werden damit sie später mehr Klebefläche und mehr
Festigkeit haben. Die Dächer wurden innenseitig und am
Ende mit einer 2mm Sperrholzwand beklebt und
erhalten so ihre endgültige Form. Die Außenseiten der
Kasematten wurden aus ABS angefertigt, angepasst und angeklebt. Die
Befestigung am Schiffs- deck erfolgt zu einem späterten Zeitpunkt. - Als nächstes wurden die
Kasematten am Aufbau ein- gerichtet und mit ABS-Teilen zur
Aufnahme der Geschütze ausgebaut bzw. zur
Verstärkung der Außenwände eingeklebt.
Bau der Geschütztürme Bevor
es mit den unzureichenden Plandarstellungen
mit den schwierigen Aufbauten des Gefechts- standes
und der darüber liegenden Brücke weitergehen konnte,
wurden die Geschütztürme als Bauteile aus dem
Plan herausgezeichnet und für die Herstellung
aufbereitet. Mit der Darstellung der Geschütztürme
in den Planansichten sind Unklarheiten aufgetreten, die
eine genaue Nachbil- dung erschwert haben. Erst
anhand von Fotos aus einem später gekauften Buch über die
"Radetzky Klasse" wurde sichtbar, dass die
Dachbereiche der Türme mit minimalen Dachknick versehen
waren. Anhand der Planansicht wurden die
Trüme (leider) ohne Knick angefertigt.
Betreffend
die Herstellung gibt es für mich nur die Möglichkeit
Balsa und Sperrholz zu verwenden. Die Idee die
Türme tiefzuziehen oder gar auf einem 3D-Drucker
herzustellen, sind nicht realisier- bar. Am Papier
entstanden daher drei Risse beider Turmgrößen. Die
einfachste Methode ist die Herstellung aus Balsaleisten
20x20mm bzw 25x25mm, die auf das erforderliche Maß gemäß
der Konstruktion am Plan mittels einer
Bandsäge genau zugeschnitten wurden.
Mit den Leisten wurde ein Rahmen gebaut, der auf einer
2mm Sperrholzplatte aufgeklebt wurde. In
dieser Platte sind M4 bzw M3 (kleine Türme)
Einschlagmuttern eingeklebt, die zur späteren
Befestigung der Türme dienen. Der Zwischenraum zwischen
den Leisten wird auf der Oberseite mit
eingepassten Balsastücken und darüber mit einer 0,8mm
Sperrholzabdeckung verschlossen. Insgesamt
wird derart die richtige Turmhöhe erreicht. Die
Charakteristischen 45 Grad - Abschrägungen wurden
mit der Schleifscheibe hergestellt. Sowohl beim
Schleifen als auch beim Zuschnitt mit der Bandsäge, half
mir das von Hr. Czepa ge- schenkte Bandsäge-Schleif-Universalgerät sehr. Damit sind alle Schnitte im rechten Winkel und
für die heiklen Schleifarbeiten gibt es eine im Winkelbis
45° verstellbare Schleifauflage.
Schwierig war
die Erreichung der vorbildgemäßen Größe der
abzuschleifenden Flächen. Auf dem "Turmdach"
wird die Länge der Anschleifung aufgezeichnet und
schrittweise überprüft, ob der am Plan sichtbare
Linienverlauf erreicht wird. Beim Schleifen wurden aus dem Plan der jeweils tiefste Punkt herausgemessen und auf das
Holz übertragen. Auch die Endpunkte der Schleifflächen wur- den markiert, damit man die Endpunkte der
Schleifflächen erkennt. Beim Schleifen von Balsaholz geht es oft recht flott und es ist ein Seitenschliff
zu lange geworden. Schließlich ließ ich den Fehler, dessen Reparatur einen erheblichen Mehraufwand
bedeutet hätte, bestehen und schliff auch alle anderen
Türme derart ab, damit sie gleich aussehen.- Erstaunlich war, dass es mit den Maßen aus
dem Plan doch recht gut gelang, die richtigen Schrägflächen
herzustellen. Dennoch ist die genaue Form
der abgeschliffenen Stellen nicht genau eingehalten
worden.
Noch schwieriger gestaltete
sich die Herstellung der Rohrschlitze in den Türmen. Sie
müssen ge- fräst werden, doch wie? Das
Einspannen der Türme, oder des Handfräsers, bedarf
Überlegungen. Soll der Fräser brauchbar
befestigt werden können, ist noch die Frage zu klären,
wie eine ordent- liche Parallelführung mit dem
notwendigen Schwenkwinkel der Kanonenrohre, hergestellt
werden kann. Nun gut, die Halterung für den
Fräser wurde gebaut und der Fräser war einsatzbereit.
Für die Auflage der Türme wurde eine
Auflagefläche hergestellt. Die höhenbezogene Einrichtung
erfolgte mit einer angepassten
Abstützauflage. Der Rest war Handarbeit, wobei die erste
Tiefenfräsung gut funktionierte, Bei der Fräsung
der Schwenköffnungen war aber keine ausreichende Führung da,
weshalb das Ergebnis nicht optimal ausfiel. Es musste
gekittet und eine die Fehler überdeckende "Abdeckung",
eine Oval-Öse, gefunden werden.
Auf Seite 3
der Homepage wird die weitere Bearbeitung der
Geschütztürme etc. beschrieben.
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