Willkommen
   
  Meine Modelle
   
  Neue Projekt/ae
   
  Motorensammlung
   
  Fernsteuerungssammlg
   
  Modellbau und -technik
   
  Modellbaumarkt
   
  FMBC Austria
   
   
   
  Modellflug und ÖAeC
   
  Links
   
   
   
   
   
   
   
   
   SMS Radetzky 
  
Deckbau, Kasematten, oberes Kasematten Deck, Geschütztürme und Steven-Lagertausch
 
   . Baubeginn, Planung (Seite 1)
   . Aufbauten, Brücke, Reling, Maste und Details, Lackierung (Seite 3)
   . Weiterbau der Aufbauten, Schornsteine, Schornsteine, Kräne etc. (Seite 4)
   . Fertigbau der Brücke, Kasematten Deck, Schornsteine, Bretter Furnier (Seite 5) 
   . Fertigbau und Vorbereitung zur Erprobung (Seite 6)
   . Endarbeiten bis zur Fertigstellung (Seite 7)
   . Bauteilzeichnungen (Seite 8)
 
 
 Jetzt beginnt die Fortsetzung der Baubeschreibung zum k.u.k. Schlachtschiff  Radetzkyerfolgt. Nach dem 
 Grundaufbau des Rumpfes geht es jetzt an die umfangreichen Arbeiten für das Deck und die Aufbauten.
 Bilder für den Bau 
       
 
Prasky-Plan vom Ausschneidebogen Kasematten mit Deck   Stopfbuchse mit Wellendichtring
 
 Baubeginn  Deck und Aufbauten


 Arbeiten an Rumpfeinzügen für Geschütze und an den Öffnungen für die Kasemattengeschütz

 Die Voraussetzung für annähernd den genauen Nachbau des Schiffs, sind aussagekräftige Pläne.
 Der Harhaus-Plan beinhaltet auch einen Spantenriss und die Front- und Heckansicht, der natürlich
 vorteilhaft gewesen wäre. Mein von einem Papierausschneidebogen vergrößerter Plan genügt mir,
 - muss genügen -, denn vom Unterwasserschiff gibt es ohnedies einen eigenen Plan vom GFK-
 Rumpf.- Unglaublich wie qualitativ gut die Vergrößerung des Planes  vom  A3-Format des Um-
 schlagplans des Ausschneidebogens gelungen ist. Der Vorteil des M 1:100 Modellplanes ist,
 dass man sehr viele Details genau sieht und für den Bau die Maße aus dem Plan entnommen wer-
 den können. Für den Bau ist es erforderlich, aus den beiden Ansichten die nachzubauenden Bau-
 teile gesondert vom Plan zu konstruieren.

 Intermezzo - Lagerschaden bei einer Schiffschraubenwelle, deren Reparatur mit Wellendichtring
 Nachdem die Gewichtsverteilung im Rumpf bei der Testfahrt im Pool abgeschlossen war, konnte
 mit dem Weiterrbau begonnen werden. Zum Baubeginn stand das Modell im Modellständer am
 Bautisch und plötzlich fiel auf, dass bei einer Welle einige Tropfen Wasser austraten. Wie das
 Wasser in die Welle gelangte ist vorerst unklar, denn ich dachte, dass das gefüllte Wellenfett das
 verhindere. Nach der Entfernung der Welle und durchblasen des Stevenrohres wurde alles wieder
 eingebaut. Der Probelauf erfolgte unter neuerlicher erheblicher Lärmbildung wegen angerosteter
 Kugellager. Zuerst war angenommen worden, dass nur das Endkugellager rostig sei. Nach der
 Erneuerung des Flanschlagers der Welle, war das Laufgeräusch etwas leiser und es wurde aber
 klar, dass ein, in der langen Welle ein mittig sitzendes Kugellager ebenfalls von Rost befallen ist.
 Daher wurden auch Ersatzlager für das Mittellager beschafft, doch war nicht klar, wie das defekte
 mittlere Lager aus dem Stevenrohr entfernt werden kann. - Für die Endlager wurden Ersatzlager
 mit Flansch, Type MF84ZZ, angekauft und Ersatz Mittellager vom Typ MR84ZZ, beide mit Metall-
 abdeckungen.

 Eine Anfrage beim Hersteller der Stevenrohre ergab, dass die Mittellager eingepresst seien und
 nicht ersetzt werden können. (Was soll ich mir von der Firma denken?- aber ich bleibe vornehm
 und schweige). 
 Man könne es mit Öl versuchen, das Lager leiser zu bekommen, bzw. im Wasser würden die
 Lager ohnedies leise laufen.  Ha,ha,ha. - Die Unreparierbarkeit würde bedeuten, dass die ge-
 samte Welle erneuert werden müsste, was heißt, dass sie aus dem Rumpf herausgearbeitet
 werden müsste, wodurch erhebliche Schäden hervorgerufen würden.

 Da ich nicht ganz unbeholfen bin war mir klar, dass das Lager irgendwie in das Rohr hineinge-
 kommen sein muss und dass es bestimmt nicht eingeklebt worden ist. Daher erfolgte ein Versuch,
 das defekte Lager aus dem Steven Rohr herauszuziehen. Mit einer selbst angefertigten Vorrich-
 tung, einer M4 Gewindestange und zwei angefertigten Spezialmuttern aus Messing wurde versucht,
 das Lager zum Propeller hin herauszuziehen. Entgegen allen Befürchtun gen ließ sich das Lager
 ohne große Schwierigkeiten entfernen. Der Einbau des neuen Lagers erfolgte im umgekehrten
 Sinn, doch wird das Lager von der Motorseite her etwa 225mm tief eingezogen.

 Nach Tipps aus dem Forum riet man mir, um Rostbefall am Mittellager und Motorlager zu verhin-
 dern, muss nach dem Propellerlager eine Wellenabdichtung (Stopfbuchse) einzubauen, die den
 Wassereintritt bis zum Mittellager und danach verhindert. Dazu wurde ein Wellendichtring (Sim-
 merring, Type NBR 4x8x2) verwendet. Als Schutz gegen Verrutschend es Dichtringes  wird eine
 Messingbuchse mit einem M5 Gewinde (für allfälliges Hherausziehen) hergestellt und ins Steven
 Rohr nur so weit hineingedrückt, dass der Dichtring Platz hat und nicht am Flanschlager anliegt.
 Dann wird etwas Wellenfett eingebracht und der Dichtring eingeschoben und nochmals Wellenfett
 zugegeben. Jetzt kann die Welle mit dem Flanschlager eingeschoben und befestigt werden. Die
 Wellen sind nach dem Tausch aller Lager wieder laufruhig.

 Wieter mit Zeichenarbeit für das Rumpfdeck usw. und der Start der Bauarbeiten für das Deck
 Als erste Arbeit mit dem Plan, wurden vier A3-Transparentpapiere zum "Arbeitsplan" zusam-
 mengeklebt und auf meinem Grundrissplan aufgelegt. Die Rumpfkontur wurde mittels Blei
 Kurvenlineal durchgezeichnet. Der Plan-Grundriss am Transparentpapier konnte jetzt am Rumpf
 aufgelegt werden, um die Unterschiede vom Prasky-Plan zum Modellrumpf sichtbar zu machen
 und auf den  Transparentplan zu übertragen. Alles passt weitestgehend, nur die Länge des
 Rumpfes ist am Bug und Heck je 1cm kürzer, da ich für die Vergrößerung die Länge über den
 Bugsporn zur angegeben hatte anstelle der Länge an Deck. Damit komme ich aber zurecht.

 Am Plan wird sichtbar, wie lang und breit die "Schusskanäle" sein werden und ab wo das Deck
 zum Bug und zum Heck hin etwas ansteigt. Wegen der Kompexität der Krümmungen in Längs-
 und Querrichtung, werde ich auf die Herstellung der Deck-Bompierung (in Querrichtung) verzich-
 ten. Im Arbeitsplan konnten bereits die genauen Maße der drei Deck-Teile bestimmt werden. Es
 erweist sich, dass das Rumpfmittelteil als gesamte Einheit abnehmbar hergestellt werden muss,
 weil sonst die Maste und ihre Abspannungen erhebliche Probleme bei der Handhabung brächten.
 
 Bevor die Arbeiten an den Schusskanäle begonnen werden können, wurde nochmals ein Schwimm-
 test zur vorläufigen Auswiegung des Schiffes vorgenommen. Um bestmöglich die Wasserlinie zu
 erreichen, wurden letzte Bleizugaben eingebracht, sodass der Rumpf noch gut 1cm über der Was-
 serlinie liegt. Mit den bisherigen Bleizugaben und vier 3S-Lipo-Akkus, insgesamt 6,97 kg, sowie
 mit allen anderen zum Betireb bereits eingebauten Einrichtungen, bringt der Rumpf bereits 10 kg
 auf die Waage.(14kg wurden prognostiziert)

 Die Deckplatten und Schusskanäle werden angefertigt
 Eine der wohl schwierigsten Arbeiten am Schiffsmodell ist die Anpassung und Befestigung der drei
 einzelnen Deckabschnitte am Rumpf und weiters die heikle Anordnung der Einbauhöhe der Böden
 und Seitenwände der Schusskanäle. Am Beginn der Arbeit an den Schusskanälen mussten die
 jeweiligen Seitenteile der Länge nach aus der Rumpfwand ausgesägt werden, weil der Italiener
 diese Einrichtung nicht hatte. Trotz Markierung der Sägelinie mit dem neuen Parallelreisser ist es
 nur sehr schwierig zu erkennen, ob jetzt die Unterkanten der Schusskanäle beidseits gleich hoch
 verlaufen. Das ist für mich kaum genau zu erkennen. Durch eine neuerliche Überprpüfug der Höhe
 der Rumpfwände mittschiffs, musste zuvor die allfällige Seitenneigung des Rumpfes am Modellstän-
 der geprüft und korrigiert werden.

 Bevor die Einpassung des Mitteldecks möglich war, mussten beidseitig an den Innenwänden, als
 Auflageflächen für das Deck, Kieferleisten mit Stabilit angeklebt werden. Dadurch konnte auch eine
 gleichmäßige Krümmung der GFK-Rumpfwände auf Decklänge erreicht werden. Weiters wurden
 die Bordwandränder nach provisorischer Befestigung des Decks an die künftige Deckhöhge von
 4mm angepasst. Auf der rechten Seite war GFK abzuschleifen und links wirde eine 2mm Flugzeug-
 sperrholzstreifen aufgeklebt und auf das Sollmaß abgeschliffen.
 Die Ausschnitte für die Kasemattengeschütze wurden noch nicht beachtet, da sie erst später
 herausgearbeitet werden können.

 Wesentlich war noch eine optische Prüfung, die eine Kontrolle dafür ist, ob das das Deck im rech-
 ten Winkel zur senkrechten Rumpfachse liegt. Danach konnte das künftige Mitteldeck provisorisch
 festgeschraubt werden. Es zeigt sich dabei, dass das dünne 2mm Sperrholz auf der U/nterseite
 Versteifungen mit 10x10 Kieferleisten braucht, um Verzüge zu unterbinden.
 Von nun an dient das Mitteldeck als Bezugsebene für alle anderen Maße am Schiff, jetzt speziell
 für die Schusskanalböden und das vordere und hintere Deck.
 Nun wurden die Schusskanal Bodenplatten-Bauteile, für den Heck- als auch für den Bug der Schuss-
 kanäle, aus festem 4mm Buchensperrholz ausgesägt und eingeklebt. Die beiden liegenden
 "Bodenspanten" haben etwa eine U-Form, damit beidseitig die gleiche Einbauhöhe gegeben ist
 und  zusätzlich eine Querversteifung des Rumpf entsteht.

 Die Vorarbeiten zur Anpassung des Decks für Bug- und Heck begannen mit der Höhenvermes-
 sung der Schusskanäle und der Anfertigung der vorderen und hinteren Auflagen für die Deckteile
 vorne und hinten. Nun konnte mit den Deck-Arbeitsbauteilen für den Bug- und den Heckbereich
 begonnen und die schon vorhandenen Buchenpaneel-Arbeits-Musterdecks im Rumpf eingepasst
 werden. Auf den Rumpfspanten in diesem Bereich wurden Distanzstücke aufgeklebt, auf denen
 künftig das Deck aufliegt und angeklebt wird. Beim Bug und des Heck werden Kieferleisten an der
 Rumpfwand mit Stabilit angeklebt, damit später die Decks angeklebt werden können. Die über
 die neuen Decks überstehenden Bordwandteile wurden abgeschliffen. Schließlich konnten die zu
 Beginn abgesägten Rumpfseitenteile bearbeitet und angepasst  werden. Anschließend wurden
 die Schusskanal-Seitenwände entsprechend den Zeichnungsmaßen auf der inzwischen einge-
 klebten Bodenplatte mit Stabilit angeklebt.  

 Jetzt konnte ich die Decks aus 2mm Flugzeugsperrholz zuschneiden und an den Rumpf und die
 Schusskanalwände anpassen. Im Bugbereich müssen am Deck Ausschnitte für die künfrtige
 Beplankung der Schutzbleche der Ankerkettenzüge eingeplant werden. Im hinteren Deck ist ein
 Ausschnitt für einen Deckel herzustellen gewesen, der den künftigen Zugang zu den Ruderwellen
 und dem Ruderservo ermöglicht. Bevor beide Decks aufgeklebt werden können, müssen auf der
 Unterseite diverse Verstärkungen für Dinge wie zB Geschützturm, Ankerspill, sowie alle anderen
 Details am Deck, aufgeleimt werden. Alle Decks wurden mit Querversteifungen gegen Verzug
 verstärkt. Sie werden so lange als möglich provisorisch angeschraubt, um ggf. noch im Rumpf
 arbreiten zu können.

 Die Rumpf-Kasematten Geschütze werden gebaut
 Nachdem die Decks inzwischen Rohbaufertig sind, konnten die acht Kasemattenstellungen in
 den Rumpfwänden ausgesägt werden. Es werden auf der Ebene unter dem Deck nur insgesamt
 12 (eigentlich 20) Kasemattengeschütze gebaut. Die Höhe der Kasematten Ausschnitte beträgt
 10mm (beim Original 1m)  und die Breite der Öffnung beträgt nur 30mm. Nach dem Aussägen
 der Öffnungen werden die Kasemattenstellungen aus 1mm ABS-Teilen angefertigt.

 Die seitlichen Geschützstellungen bestehen je aus einer Ober- und Grundplatte, zwei Seiten-
 teilen und einer Rückwand. Damit ist nach innen hin auch eine gewisse Abdichung gegeben. Aus
 20mm Rundholz wird der 10mm hohe Drehteil hergestellt in dem das Kanonenrohr eingeklebt ist.
 Der Drehteil wird mittig mit M2-Schrauben drehbar befestigt, muss aber vor dem definitiven Ein-
 bau mit Porenfüller und Lack behandelt werden.
 Vor dem Einbau der Drehteile werden sie auf der Ober- und Unterseite mit Vasilin bestrichen,
 damit sie später durch die Lackierung nicht festkleben. - Die gebauten 8 seitlichen Einheiten
 werden später innen an den Ausschnitt in der Rumpfseitenwand geschoben und mit 5-Min-Epoxy
 angeklebt. Zuletzt werden die seitlichen Abschrägungen zum Drehteil hin von außen her einge-
 schoben und angeklebt. Erst nach der Lackierung der Drehteile mit den Kanonenrohren kann man
 die seitlichen Abdeckungen bei jeder Kasematte angekleben und lackieren.
 
 Die Kasemattengeschütze bei der gebogenen Außenwand wurden extra angefertigt. Dazu wurde
 ein ABS-Streifen aufgewickelt und mit dem Föhn erhitzt, damit er die Krümmung behält und besser
 bearbeitbar ist. Da der obere Rand als Anschlag für das Mitteldeck dient, musste er mit einem
 weiteren ABS-Streifen verstärkt werden. Danach wurden die Ausnehmungen für die Kanonenrohre
 ausgeschnitten. Um die Bogenteile in Form zu halten und den Drehteilen eine Führungsebene zu
 geben, mussten aus 2mm Sperrholz Teile mit der Krümmung angefertigt werden. Diese Teile
 wurden mit der Bohrung für die Befestigung des Drehteiles versehen und danach auf den ABS-
 Bögen angeklebt. Die Bögen wurden schließlich an die Schusskanäle und die Rumpfwände ange-
 passt und mit Sekundenkleber mitteldick angeklebt.

 Viel Zeichenarbeit für die Aufbauten und andere Teile fällt an
 Nachdem die Decks Rohbaufertig waren, konnte die Arbeit an der Herstellung der Teile für die
 Aufbauten beginnen. Dazu musste der Plan herangezogen werden, auf dem die einzelnen Teile
 vermessen und auf Transparentpapier aufgezeichnet wurden. Das Transparentpapier erlaubt nun,
 die Lage der einzelnen Bauteile am Planoriginal korrigiert aufzuzeichnen und Teile für die Her-
 stellung zu konstruieren. Von diesen Zeichnungen wurden auf Papier die Teile nochmal aufge-
 zeichnet, um sie für später zu archivieren. Bei manchen Teilen wurden die Zeichnungen direkt am
 Holz aufgezeichnet, danach ausgesägt und bearbeitet und zuletzt auf Papier abgezeichnet.

 Bedauerlicher Weise ist der schöne Radetzky-Plan mit den zwei Ansichten des Schiffs, kein Modell-
 Bauplan. Um die einzelnen Bauteile zu erkennen und aufzeichnen zu können, bedarf es Fotos aus
 dem Internet oder aus Büchern, wo man sehen kann, wie der nachzubauende Teil aussieht und was
 er darstellt. Wie schon erwähnt, ist der Ausschneidebogen M 1:250 eine sehr hochwertige Hilfe,
 denn man sieht an den auszuschneidenden Teilen, sehr genau, wie die Bauteile aussehen sollten.
 Es gibt dort für jedes "Objekt" meistens zwei oder mehr Ausschneideteile, aus denen das Bauteil/
 Bauwerk entsteht und somit ersichtlich wird, was der Bauteil eigentlich darstellt. Dann erst ist es
 möglich, aus dem Plan eine Vorstellung vom Bauteil zu bekommen und es aufzeichnen zu können.
 Es fiel auf, dass der vergrößerte  Plan M 1:100 nicht vollständig ausgezeichnet ist. Einige wenige
 Teile mussten nach Fotos im Plan nachgetragen werden.
 Um eine bessere Vorstellung vom künftigen Ort der Aufbauteile zu bekommen, wurden die Plan-
 skizzen direkt auf das Grunddeck übertragen. Sie dienen zur "Kontrolle", ob die künftigen Bau-
 werke auch tatsächlich an den vorgesehenen Stellen Platz finden.

 Sukzessive müssen die einzelnen Baugruppen hergestellt und aufeinander abgestimmt werden,
 bevor sie geklebt werden könnten. Die obere Deckbeplankung mit "Brettfurnier" wird auf den
 Deckeinheiten aufgeklebt und an die Bordwände angepasst. Infolge maßlicher Ungenauigkeiten
 wurden die Aufbauten am Brettfurnier aufgesetzt. Dadurch konnte die plangerechte (nach genauem
 Plan) Raumhöhe eingehalten werden. Ausgehend von der Deckebene kann dann die nächste
 Ebene und zuletzt die Ebene mit der Brücke, sowie auch viele andere Teile hergestellt und befes-
 tigt werden.

 Kurze Gedanken zum Mastenbau werden vorweg hier notiert, damit ich nichts vergesse: Ich habe
 bei Pagro Pinselsets mit langen konischen Stielen entdeckt, die ich verwenden kann. Ebenso
 kann man schauen, ob die Pinselstiele kleinerer Dimension für Kanonenrohre und Rahen passen.
 Da die Stiele maßlich weiterstgehend mit dem Plan übereinstimmten, kaufte ich einige Sets.

 Nun wurde im Heck-Deck der Deckel für den Zugriff zum Ruder und dem Servo angefertigt. Wei-
 ters konnten für die diversen niedrigen Deckaufbauten wie Lüftungen und verschließbare Abgänge
 etc. Holzleisten angekauft werden, die in der Höhe passend sind.

 Bau der Kasematten
 Um endlich mit den Deckaufbauten zu beginnen, wurde aus dem Grund und Aufriss und zahlrei-
 chen Fotos, die Konstruktion der beidseit je zwei Deck-Kasematten und deren Dachkonstrukti-
 onen und dem Zugang zur Brücke begonnen. Danach wurden die Teile auf 2mm Flugzeugsperr-
 holz aufgezeichtet, ausgesägt und danach auf Papier übertragen (für alle Fälle). Unter Zuhilfenah-
 me dieses Bauteils konnten die Wände aus 1mm ABS an den Konturenverlauf angepasst und
 angeklebt werden.

 Erst im nächsten Schritt wurden, wie beschrieben, die beidseitzigen "Kasemattendächer" ange-
 fertigt. Sie konnten danach angeklebt und mit Abstützungen versehen, werden damit sie später
 mehr Klebefläche und mehr Festigkeit haben. Die Dächer wurden innenseitig und am Ende mit
 einer 2mm Sperrholzwand beklebt und erhalten so ihre endgültige Form. Die Außenseiten der
 Kasematten wurden aus  ABS angefertigt, angepasst und angeklebt. Die Befestigung am Schiffs-
 deck erfolgt zu einem späterten Zeitpunkt. -  Als nächstes wurden die Kasematten am Aufbau ein-
 gerichtet und mit ABS-Teilen zur Aufnahme der Geschütze ausgebaut bzw. zur Verstärkung der
 Außenwände eingeklebt.  

 Bau der Geschütztürme
 Bevor es mit den unzureichenden Plandarstellungen mit den schwierigen Aufbauten des Gefechts-
 standes und der darüber liegenden Brücke weitergehen konnte, wurden die Geschütztürme als
 Bauteile aus dem Plan herausgezeichnet und für die Herstellung aufbereitet. Mit der Darstellung
 der Geschütztürme in den Planansichten sind Unklarheiten aufgetreten, die eine genaue Nachbil-
 dung erschwert haben. Erst anhand von Fotos aus einem später gekauften Buch über die "Radetzky
 Klasse" wurde sichtbar, dass die Dachbereiche der Türme mit minimalen Dachknick versehen
 waren. Anhand der Planansicht wurden die Trüme (leider) ohne Knick angefertigt.

 Betreffend die Herstellung gibt es für mich nur die Möglichkeit Balsa und Sperrholz zu verwenden.
 Die Idee die Türme tiefzuziehen oder gar auf einem 3D-Drucker herzustellen, sind nicht realisier-
 bar. Am Papier entstanden daher drei Risse beider Turmgrößen. Die einfachste Methode ist die
 Herstellung aus Balsaleisten 20x20mm bzw 25x25mm, die auf das erforderliche Maß gemäß der
 Konstruktion am Plan mittels einer Bandsäge genau zugeschnitten wurden. Mit den Leisten wurde
 ein Rahmen gebaut, der auf einer 2mm Sperrholzplatte aufgeklebt wurde. In dieser Platte sind M4
 bzw M3 (kleine Türme) Einschlagmuttern eingeklebt, die zur späteren Befestigung der Türme dienen.
 Der Zwischenraum zwischen den Leisten wird auf der Oberseite mit eingepassten Balsastücken
 und darüber mit einer 0,8mm Sperrholzabdeckung verschlossen. Insgesamt wird derart die richtige
 Turmhöhe erreicht. Die Charakteristischen 45 Grad - Abschrägungen wurden mit der Schleifscheibe
 hergestellt.
 Sowohl beim Schleifen als auch beim Zuschnitt mit der Bandsäge, half mir das von Hr. Czepa ge-
 schenkte Bandsäge-Schleif-Universalgerät sehr. Damit sind alle Schnitte im rechten Winkel und für
 die heiklen Schleifarbeiten gibt es eine im Winkelbis 45° verstellbare Schleifauflage.

 Schwierig war die Erreichung der vorbildgemäßen Größe der abzuschleifenden Flächen. Auf dem
 "Turmdach" wird die Länge der Anschleifung aufgezeichnet und schrittweise überprüft, ob der am
 Plan sichtbare Linienverlauf erreicht wird.  Beim Schleifen wurden aus dem Plan der jeweils tiefste
 Punkt herausgemessen und auf das Holz übertragen. Auch die Endpunkte der Schleifflächen wur-
 den markiert, damit man die Endpunkte der Schleifflächen erkennt. Beim Schleifen von Balsaholz
 geht es oft recht flott und es ist ein Seitenschliff zu lange geworden. Schließlich ließ ich den Fehler,
 dessen Reparatur einen erheblichen Mehraufwand bedeutet hätte, bestehen und schliff auch alle
 anderen Türme derart ab, damit sie gleich aussehen.- Erstaunlich war, dass es mit den Maßen aus
 dem Plan doch recht gut gelang, die richtigen  Schrägflächen herzustellen. Dennoch ist die genaue
 Form der abgeschliffenen Stellen nicht genau eingehalten worden.

 Noch schwieriger gestaltete sich die Herstellung der Rohrschlitze in den Türmen. Sie müssen ge-
 fräst werden, doch wie? Das Einspannen der Türme, oder des Handfräsers, bedarf Überlegungen.
 Soll der Fräser brauchbar befestigt werden können, ist noch die Frage zu klären, wie eine ordent-
 liche Parallelführung mit dem notwendigen Schwenkwinkel der Kanonenrohre, hergestellt werden
 kann. Nun gut, die Halterung für den Fräser wurde gebaut und der Fräser war einsatzbereit. Für die
 Auflage der Türme wurde eine Auflagefläche hergestellt. Die höhenbezogene Einrichtung erfolgte
 mit einer angepassten  Abstützauflage. Der Rest war Handarbeit, wobei die erste Tiefenfräsung gut
 funktionierte, Bei der Fräsung der Schwenköffnungen war aber keine ausreichende Führung da,
 weshalb das Ergebnis nicht optimal ausfiel. Es musste gekittet und eine die Fehler überdeckende
 "Abdeckung", eine Oval-Öse, gefunden werden.

 Auf Seite 3 der Homepage wird die weitere Bearbeitung der Geschütztürme etc. beschrieben.

  

     
dervorläufig eingewogene Rumpf   Rumpfkontur vor Begradigung Deckschablonen aus Karton
die Ausschnitte für Schusskanäle    Bodenspant Schusskanmal vorne Bodenspant für Schusskanal hinten
  Mitteldeck eingemessen ... .... und provisorisch montiert Kieferleisten eingeklebt
der Schusskanal-Boden vorn der Boden hinten provisorisch aufgesdtelle ückwand Decks provisorisch montiert
Rumpf mit den Arbeitsdecks       
die Schusskanal Seitenwände angeklebt  vorläufige Draufsicht  Stevenabstützung festgeklebt erste Ansicht der fertigen Decks
Ausschnitte für Kasemattengeschütze  die Kasemattengeschütz-Gehäuse  vordere Kasematte  Rumpfansicht Kasematte vorne
Bogen-Kasemattenbauteil hinten  Ansicht kasematten vom Heck aus  Ansicht Rumpf mit vorderen Kasematten  die Kasemattengeschütze
das Eck-Kasemattengeschütz  alle Kasemattengeschütze eingekllebt  Ansicht mit Kanonenrohren  Heckanbsicht mit Kanonenrohren 
´Planung für die Aufbauten beginnen am Holz alles aufgezeichet. erste Aufbauten  Rohbau oberen Kasemattengeschütze 
    Aufnahmen fürKasemattengeschütze  
Bauzeichnung großer Turm Bauzeichnung kleiner Turm Prinzip-Bauzeichnung Anleitung Mittellagertausch 
Das Werkzeug vor der Welle  das Ausziehende  die Auszihmutter  Simmering (NBR 4x8x2)
Ansicht Stützbuchse mit Simmerring  Ansicht der gesamten Rohrabdichtung    
       
der rohfertig geschliffene große Turm  Turm passt zum Schiff  die M3 Mutter im kleinen Turm  alle vier kleinen ZTürme geschliffen 
 
Vorderansicht Heckansicht Seitenansicht (für Vergleich mit Plan)