Die Fertigstellung des
Schiffes beginnt mit vielen kleinen Schritten Endlich
ist die grobe Arbeit am Bau des Modells getan. Doch
jetzt beginnt erst das Feintunig, also die
unzähligen Detailarbeiten. Zuvor musste aber noch die
Trimmung des Schiffes erfolgen, damit die Lackierung
des Unterwasserrumpfes möglich wird. Als letzte Arbeiten
am Rumpf wurden zwei Zugstreben eingebaut,
die die eher leichten Spanten in Rumpfmitte
zusammenhalten bzw. damit man den Rumpf beim
Transport sicher anheben kann. Die Strebe beim Motorspant ist
abnehmbar, damit der Motorenausbau weiterhin einfach bleibt.
Rauchgenerator
- Nr 1, ein
Fehlgriff Um dem Schiff Leben
einzuhauchen, wurde ein Test am angekauften Rauchgenerator
Nr 1 durchge- führt. Grundsätzlich würde er
funktinieren, doch nach etwa 5 Minuten Testlauf begannen
die Rauch- austrittsnippel aus dem Gehäuse zu
fallen und im Inneren
der Rauchkammer sah man hellglühendes Metall. Diese
Version ist unbrauchbar, denn auch mit nur 2S
Lipo-Spannung begann es im Inneren zu glühen.
Rauchgenerator
- Nr 2, der passt
Daher
wurde ein neuer Rauchgenerator Nr.2 Version ALU.
7,4V mit zwei Rauchrohren beschafft. Er
ist solider und überdachter und funktioniert. Mehr dazu
siehe unten. Test
des vorhandenen Slipwagens für künftige Wasserungen Der
bereits vorhandene Slipwagen wurde erprobt, damit man
abschätzen kann, ob das Schiff damit zu Wasser
gebracht werden kann. Wie die Probe zeigte, ist es
möglich, doch erfordert das erhöhte Gewicht des Schiffes besonders große Aufmerksamkeit beim
Hantieren. Das Schiff sollte immer mit den
Rudern voran getragen werden!
Feinarbeiten an den Aufbauten -
Maste, Rahen, Rettungsboote, ... Um die Zeit bis zur
Wasserprobe zu nützen wurden die Dachbereiche der
Geschütztürme mit Dunkel- grau
gestrichen. Jetzt wird das Modell schon immer
vorbildähnlicher und es macht mir Freude, es an- zusehen.
Weiters wurden die Befestigungspunkte der Rahen auf den
Masten markiert, um sie nach Anfertigung der
Rahenbefestigungen montieren zu können. Danach wurden
die Rahenbefestigungen aus Ms-Rohrstücken angefertigt und die
beiden Einzelteile zusammengelötet. Da
geschulte Augen auf den Bildern der Radetzky erkannt
haben, dass zwischen den Schornsteinen ein Bock für
die Ablage der Kranarme vorhanden ist, baute und klebte
ich so ein Bauwerk an. Ob die Höhe passt, das kann man am Originalfoto
nicht abschätzen, doch zu den Kränen
am Modell passt sie aus technischer Sicht
einwandfrei dazu.
Um
mit den Halterungen für die Rettungs- und Motorboote
voran zu kommen, wurden diese nach dem Plan
gezeichnet und hergestellt. Allerdings passten die
Traversen nicht so wie im Plan eingezeichet, sodass
Änderungen nötig wurden. Ebenso ist es mit der
Beschaffung der Barkasse und den großen
Rettungskuttern,
die auf dem zur Verfügung stehenden Raum untergebracht
werden müssen. Mangels Kaufmöglichkeit
mussten zwei Holzbausätze von Mantua gebaut werden, um
die ca.125mm langen Motorboote für die Bestückung
des Schiffes zu bekommen. Erst wenn die zwei großen
Rettungsboote fertig gebaut sind, kann die endgültige
Montage der Bootsträger vorgenommen werden. Die
Befesti- gung der Träger wird durch dezente
einseitige Klebungen am Kasematten-Deck erfolgen. Die Boote
werden zuletzt mit Silicon
"angeheftet" um nicht verloren zu gehen. Zuletzt wurden die Laufbretter
seit- lich neben den Schornsteinen angeklebt. Je
näher die Fertigstellung des Modells naht, müssen die
feineren Arbeiten erledigt werden. Das sind vor
allem die Verspannungen der Maste und der Rahen mit den
von mir dafür vorgesehenen 0,3mm Stahldrähten,
die erst nach der Trimmung des Schiffs verwirklicht
wurden Die
Befestigungspunkte an den Masten wurden mit
kleinen Ringschrauben, an Deck mit M2-Ringschrauben
vorgenommen, die entsprechend dem Plan zu situieren
waren. Zur Befestigung der
Abspannungen und zur Einrichtung der Maste wurden
Wantenspanner M2 verwen- det, die auf einer
Seite eine Gabel haben, auf der anderen eine Öse für den
Abspanndraht. Der Spann- bereich wird etwa 12mm
betragen und reicht aus, um die Maststellung zu
verändern.
In der Wartepause wurden die 3
Hall Anker (Kunststoff, Fa. Engel) zurechtgebogen, damit sie in die
Kettenrohre hineinpassen. Danach konnten sie
lackiert werden. Weiters wurden die mittschiffs
ausla- denden kleinen Hilfsrahen für die Maste hergestellt,
lackiert und für
die spätere Montage vorbereitet.
Und
oberhalb der großen oberen großen Rahe befindet sich auf jedem Mast
ein Mastkorb. Die Her- stellung der Mastkörbe
stellte eine heikle Aufgabe dar. Die Lösung bestand
zuletzt
darin, dass in An- lehnung an das Vorbild, der untere
Teil des Mastkorbes mit einem Windschutz verkleidet war.
Um diesen Effekt zu erzielen, wurde eine
Holzscheibe verwendet, auf der 6 vorgebogene 0,7mm
Stahldrähte angeklebt wurden. Zusätzlich wurde
der untere Mastkorbbereich unten mit einem Schrumpf- schlauch überzogen und oben eine Scheibe als
Abschluss/Dach angeklebt. Nach der Bemalung
ent- steht der Eindruck, dass ein Windschutz aus
Segeltuch den Unterteil des Korbes abdeckt.
Weiters wurde ein nach hinten leuchtendes Toplicht für den Hauptmast
gebaut, dessen dünne Kabel werden durch kleine Ausfräsungen im Mastkorb durchgeführt und entlang der
Hinterseite des Mastes zum Deck und in den Rumpf geführt.
Rauchgenerator Version
Nr.2 wird eingebaut Der
neue Raucher sieht nicht nur wesentlich gebrauchsfähiger
aus, er ist es auch. Von der Größe (der eigentlich
kleinen Version Alu 7,4V) passt er zwischen die Spanten hinter
den Motoren in Richtung Heck. Die 90g Mehrgewicht,
plus etwa 80g Servogewicht, muss ich bugseitig ausgleichen. Der erste
Betrieb zeigte, dass eine ausreichende Rauchmenge
erzeugt wird.
Der Raucher
wird mittels einem Schaltservo über einen
Dreistellungsschalter ein- und ausgeschaltet. Die
Raucherzeugung erfolgt in der dritten Schalterposition
ständig mit Nennspannung 7,4V. Der Lüfter wird
ebenfalls mit dieser Spannung betrieben, jedoch muss er
zum Zweck der Abkühlung der Heizung in der
mittleren Schalterstellung weiterlaufen, um die Heizung abzukühlen! Nach
ca. 5 Minuten Betrieb ist die Rauchölmenge 3ml verbraucht. Um die
allfällig beim Betrieb des
Rauchers entstehende Wärme ableiten zu können, oder
kühlere Luft in den Rumpf zu lassen, wurden unter
einem kleinen Gebäude Bohrungen im Deck angefertigt.
Unter der Maschinenraum-Lüftung wurde ebenfalls
eine kleine Öffnung angefertigt. Ersatz-Heizelemente
Auswahlkriterien sind: Leistung: 8W, Docht: schwarz 5mm
So
funktioniert der Rauchgenerator: Der
Betrieb des Rauchgenerators wird vom Sender gesteuert.
Vor dem Betrieb muss der Sender eingeschaltet
werden. Dann wird der Raucher-2S Lipo Akku und alle
Fahrakkus angesteckt
und der Betriebsschalter der Empfangsanlage
eingeschaltet. Zur Befüllung nach längerer
Lagerung des Modells werden 30ml Rauchöl
eingespritzt und 25ml gleich danach wieder
abgesaugt. Wird während des Fahrbetriebes nachgefüllt, müssen 3ml Rauchöl
eingespritzt werden. Unbedingt zu
beachten ist, dass der Generator nie sofort abgeschaltet
wird, sondern zur Abkühlung der Lüfter etwa 1
Minute lang weiterlaufen muss.! Beim Betrieb
müssen die beiden Rauchschläuche
bis zur schwarzen Markierung in den Schorn- stein-Alu-Rohren
eingeschoben werden. Um die Schläuche gut einschieben
zu können, muss das Hauptdeck einseitig schräg auf
der gegenüberliegenden Deckdauflage liegen und etwas
hochge- hoben gehalten werden. Erst
danach kann das hintere Hauptdeckende eingesteckt werden und
vorne das aufgelegte Deck niedergedrückt
werden, damit die Verriegelungsbolzen einrasten können.
Sinngemäß umgekehrt die Prozedur am
Betriebsschluss. - Am Ende des Betriebes muss das Rauchöl
verbraucht werden, damit der Rauchgenerator
langfristig leer ist.
Testvideo
Schaltelektronik für Positionslampen Um
die Positionslampen schalten zu können, wurde eine
fernöstliche Schaltelektronik gekauft und ein- gebaut.
Sie kann bis 28V und max. 8A belastet werden. Für die
6V-Lämpchen mit dem NiMH 5 Zeller-
2700 Akku genügt das bei Weitem. - Die Elektronik wurde
neben dem Empfänger befestigt. Der Akku für
die Beleuchtung liegt unter der Empfängerplatte zwischen
den Steven Rohren. Vorbereitungen für die Wasserprobe des
Rohbauschiffes Mangels brauchbarem Wetters
wurde vor dem Wassern des Schiffes das Fahrgewicht ermittelt. Der- zeit beträgt es 12.700g und wird sich nach dem Trimmen vermutlich noch etwas
verändern. Nun wäre das Modell für die Wasserprobe
und einen Fahrtest fertrig.
Über das Ergebnis
und mehr wird im
nächsten Abschnitt (Seite 7) berichtet.
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