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Anmerkung zur Handhabung der Seite
der SMS Radetztky: Die oberste Zeile im
Seitentitel beschreibt den Inhalt in dieser Seite. Die Zeilen darunter sind mit den jeweiligen
anderen Seiten verlinkt, z.B: Zur Seite 3
gelangt man, wenn die Zeile 3 angeklickt wird, usw.
Vorweg technische Daten des
Vorbildschiffs und vom Modell:
Technische
Daten SMS Radetzky: Stapellauf in Triest
1909, Inbetriebnahme ~1911. ~1919 den USA zugespro- chen (als alliierte der Entente) und von diesen an Italien übergeben, wo sie 1920 abgewrackt wurde. Länge:
139m, Breite: 25m, Tiefgang: max. 8,1m, Verdrängung:
14.700t, Besatzung: 890 Mann, Maschinenleistung:
20.000PS, 3-fach-Verbundmaschinen. 2 Propeller, Höchstgeschwindigkeit:
20kn (37km/h)
Technische
Daten fertiges Modell M 1:100: Nachbau-Schiffszustand:
nach 1915 - 1917 (also ohne Torpedonetze) Länge: 1390mm,
Breite: 240mm, fahrbereit
Tiefgang: ~80mm, Fahrgewicht: 12.600g,
Fahrgeschwindigkeit: nicht gemessen,
Motore: 2 x Bühler
Motor 12V Typ 1.13.055.267, Laststrom 1,5A / 2,5Ncm, Propeller: 2 x
3 Blatt MS 55 DM /49 H,
Leerlaufdrehzahl Propeller bei 12,6V ~3800U/Min, im
Sender programmierte Betriebsdrehzahl
vorw.: ~1850U/Min, rückw: ~750U/Min,
Doppel-Kardangelenke, Kugelgelagerte Wellen 450mm, ein
Regler: New Rain 60A, Fahr Akkus: 4 x 3S 3300 Lipo parallel
(13200mAh), Rauchgenerator
Akku: 2S 3000 Lipo Stromverbrauch: Nach
einer Stunde durchgehender Fahrt mit erhöhter mittlerer Fahrge- schwindigkeit wurden
1090 mAh
verbraucht. Die 3S-Akkuspannung sank von 12,5V
auf 12,2V ab. Fernsteuerung:
Flysky FS-i6X 2,4Ghz, Funktionen:
Vorwärts-Stop-Retour, Ruder, Positions- lampen,
Rauchgenerator, sowie Telemetriesensoren für Akkuspannung und
Motor-Gehäusetemperatur
Farbgebung (in
Annäherung an den Bauzustand nach 1915): Aufbauten,
Geschütztürme, oberer Rumpf: RAL 7001, Silbergrau, Ebene
Flächen, ausgenommen Deck: RAL 7043, Verkehrsgrau B, Unterwasserrumpf:
RAL 6035, Perlgrün, Wasserpass: dunkelgrau
Gewichtsangaben: Rumpf
mit Bleizuladung und 4 Lipo Fahrakkus: 4765g Einbauten wie Motore, Steuerung, Akkus,
Rauchgenerator, etc: 1325g fertig gebautes, abnehmbares Mitteldeck: 1450g restlische Auf-
und andere Einbauten 4953g
Gesamtgewicht fahrbereites
Schiff:
12493g
Modell-Baubeginn: August 2022,
Bauende: Mai 2023, Baustunden: ~810.
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SMS Radetzky (30.5.2023)
Fahrvideo Waldteich

Radetzky im Werfthafen
(29.9.2023)
Fahrvideo Werfthafen

meine
Wissensquelle


Vorbild: Schlachtschiff
Radetzky
(1909) |
Stückliste
Verwendten Werkstoffe und Einbauteile etc.
Arbeitenliste
Rumpf Arbeitsliste Rumpf Arbeitenliste
Fertigbau Arbeitsschritte und ungefährer Zeitaufwand Baubericht
Der Bau der Radtzky in kurzer Form Aufbewahrungsbox
Bau derTransort. und Aufbewahrungsbox
Für
Eilige: Detailaufnahmen
und Fahrfotos |
Ein Schlachtschiff der k.u.k
österreichisch-ungarischen Marine wird gebaut
Eingangs möchte ich festhalten, dass der Bau des
Schiffes, nur mit Ansichts- und Grundrissplan, die
Zeichnung aller Einzelteile für den Bau erfordert, weil die nicht im Plan
dargestellt sind. Weiters ist der Bau von Baugruppen
unbedingt dem Baufortschritt anzupassen. MancheTeile / Baugruppen müssen vorher hergestellt werden, da man
später dort keinen Zugriff mehr hat. Mein Baubericht ist daher sehr lange ausgefallen, denn es gab
wesentlich mehr zu überlegen und zu bauen, als ich vor dem Beginn erwartet hatte.
Mit
Blauäugigkeit eines lange aktiven, heute alten
Modellfliegers, wagte ich mich an ein Projekt, dessen
Umfang ich am Beginn vollig unterschätzt hatte.
Schiffbau ist eine wesentlich universellere Aufgabe
als Flugmodellbau, selbst wenn es sich um
Scale-Flugmodelle handelt. Zum Glück fand ich
in einem Forum Freude, die mir erheblich halfen, da ich
vom Schiffbau und von Schiffstechnik so gut wie keine Ahnung hatte. Inzwischen weiß ich (nur) ein wenig
besser Bescheid. Die in den vielen
folgenden Seiten beschriebene und bebilderte
Baubeschreibung zeigt den tat- sächlichen
Baufortschritt und Bauaufwand. Damit kann
interessierten Schiffmodellbau Anfängern an
solchen Projekten aufgezeigt werden, was bis zur
Fertigstellung des Modells alles notwendig ist.
Nach
der langen Einführung zu meinem neuen Projekt, kann es
mit der Arbeitsbeschreibung losgehen. Die
erste Arbeit begann im August 2022 und bestand darin, einen Ständer für das
entstehende Schiff und den dafür
angekauften Schiffsrumpf zu bauen. Dazu ist der Spantenrissplan
des polnischen Her- stellers sehr hilfreich
gewesen, den ich mir von M 1:250 auf M
1:100 vergrößern ließ. Der empfehlenswerte
polnischeHersteller lieferte
einen perfekt gefertigten Rumpf samt DVD mit
den Planansichten des italienischen
Schlachtschiffs. Mit dem auf Modellmaß
vergrößerten Rumpfplan konnte ich erstmals die Dimensionen und das Aussehen des
künftigen Modells sehen. - Jetzt erkannte ich, wie "zart" mein
11cm kürzerer Zerstörer Surcouf (Steingräber) im Verhältnis zum
künftigen Schlachtschiff ist.
Als
Motivation für Interessierte folgen vor dem Baubericht
Bilder vom Vorbild bis hin zum fertigen Modell.
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Bilder vom Vorbild für
den Bau ... |
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Prasky-Plan (M1:200), vom polnischen Ausschneidebogen |
Teilansicht vergrößert |
Teilansicht vergrößert |
Plan vom verwendeten GFK-Rumpf |
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Radetzky |
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Kohle bunkern |
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Ausrüstungs-Appell |
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Zrinyi (ebenfalls Radetzky-Klasse) |
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Bilder vom fertigen
Modell |
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SMS Radetzky ist fertig |
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ohne Rettungsboote |
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Der Fahrtag im
Werfthafen 28.9.2023 |
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Transport |
beim Ausladen |
Rauchgenerator Test |
Rauchrohre werden eingeschoben |
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Funktionsprobe |
Verladung auf die Sackrodel |
am Weg zum Wasser |
Fahrvideo Werfthafen
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die Fahrt im Werfthafen beginnt |
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Zuschauer beobachtet Abschaltung |
Fachsimpeln mit Zuschauer |
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Erste Fahrten im
Waldteich, 1., 26., und 30. 5. 2023 |
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Fahrbilder Waldteich. am 30.5.23 |
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Fahrvideo |
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Bauzustand 30.5.23 |
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Fahrbilder mit Reling, vom 26.5.23 |
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Fahrvideo ohne
Rettungsboote |
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Fahrbilder Erstfahrt, vom 1.5.23 |
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Der Bau beginnt |
Der
Bau eines Modells von einem in der Öffentlichkeit eher
unbekannten Vorbildschiffs, stellt eine
besondere Herausforderung
dar. Noch dazu, weil ich die letzten 45 Jahre lang nur Erfahrung
nur beim Bau und Flug von Flugmodellen gesammelt hatte und
jetzt merke, dass es einen erheblichen Unter- schied zum
Schiffbau gibt. Erschwerend ist der
Umstand, dass es kaum Pläne für das Schiff gibt und
die Zahl der aussagekräftigen Fotoansichten gering
ist. - Diese Erschwernisse machten das Pro- jekt
interessant aber sehr schwierig zu verwirklichen.
Der
Projektbeginn bestand
im Ankauf eines Rumpfes in meinem Wunschmaßstab M 1:100, der weit-
gehend der Form des nachzubauenden Schiffstyps entspricht.
Der Rumpf eines italienischen Schlacht- schiffs aus
dieser Zeit, dessen Form
für ein Pre
Dreadnought-Schiff wie mein Schlachtschiff-Projekt
passt, wurde gekauft. Hat man den
Rumpf und einen brauchbaren Plan, möglichst M
1:100, dann kann man mit den Überlegun- gen beginnen, wie man das Projekt startet und schrittweise
fortsetzt. Hat man Glück, wie ich, bekommt man aus dem Forum
> rc-modellbau-schiffe.de < wesentliche Hilfe
betreffend z.B. die Wahl der Motore, Propeller, Steven Rohre,
aber auch zur Verwendung von diversen Werkstoffen. Ohne diese Hilfe wäre schon der Baubeginn
chaotisch angelaufen.
Planbeschaffung für den Weiterbau
- schwierig Bei
meinen unergiebigen Kontakten zur Kennern der k.u.k.
österr. Marine blieb mir nur das Internet, um
zu sehen, wie und wo ich einen Plan auftreiben könnte.
Die Beschaffung eines als legendär beschriebe- nen
Planes von Hr. Ing. Prasky (Wien, verstorben), im
Maßstab 1:100, schien umnmöglich, geheimnis- voll, vor allem aber teuer
(Harhaus-Plan), Da fand ich ein Modell
der Radetzky, welches aus einem
Papier Ausschneidebogen
M 1:250 gefertigt werden kann. Aus den auszuschneidenden Teilen
lässt sich erkennen, wie die Aufbauten etc.
ausge- sehen haben. Zufällig enthält der Bogen auf der
Innenseite des Umschlages den Auf- und Grundriss der Radetzky
vom M 1:200 Plan (ebenfalls Ing. Prasky). Er zeigt das Schiff
jedoch nur über der
Wasserlinie. Um den Plan
verwenden zu können, konnte ich ihn auf den Modell-Maßstab M
1:100 ( Rumpflänge ist 1390mm) vergrößern lassen und arbeitete
fortan damit. Der 200er-Plan ist eine abgespeckte und nicht
immer vollständig und genau durchgezeichnete Dar- stellung, die wegen der
Vergrößerung natürlich nicht genauer geworden ist. Das
bedeutet, dass zB. flache Neigungen in diesem Plan
nicht zur Geltung kommen. Erst durch den Kauf
eines Buches über die "Radetzky.Klasse" bemerkte ich,
dass es kleine Abweichungen des Planes gibt. -
Nachdem ich mich beim Bau mit der Ausführung "Semiscale"
zufrieden gebe, genügt mein Plan. Soll das Schiff genau
nachgebaut werden, muss man die Harhaus-Pläne kaufen und
etliche Bücher dazu, um diverse Details
und die
Beschaffenheit der Aufbauten etc. genauer sehen, erkennen
und abmessen zu können.
Meine folgende Baubeschreibung enthält
alle meine Methoden, Hemmnisse und Erfolge beim Bau, um künftig nachlesen zu
können, ob und weshalb manches so geworden ist. Das könnte auch ande- ren Modellbauern eine kleine Hilfe
sein.
Überlegungen
wie der Italiener-Rumpf dem Rumpf der Radetzky-Klasse angepasst werden
kann: Nach langem Studium vieler
Fotos von den Vorbildschiffen und einer Fotoserie eines
Modells wie meinem, ebenfalls M 1:100, wurde mir
klar, dass mein Schiff (für mich) quasi ein fast ebenes Deck
hat, auf dem diverse Aufbauten stehen. Die
Überlegung ergab, dass das mitgeformte Deck des GFK- Rumpfes
abgetrennt werden muss. Daher wurde mit
dem Absägen der oberen Deck-Fläche, genau entlang
der Rumpfoberkanten, begonnen. Eine heikle Arbeit, da später
die Rumpfwände im Deckbe- reich sauber
geschliffen und gerade sein müssen. Darüber hinaus
müssen die beidseitigen Wandbe- reiche der
"Schusskanäle" (seitliche Einengungen am vordern und
hinteren Deck) ausgesägt werden, damit sie
später weiterverwendet werden können.
Weitere Überlegungen betrafen
die anstelle des Einzelruders des Italieners notwendige Doppel- ruderanlage
einbauen und anlenken zu können. Die nächste Frage war, wie das Deck künftig am Rumpf befestigt wird und wie groß
und wo werden Deckausschnitte sein, die den Zugang zu
den Motoren und Akkus etc. ermöglichen. Sinnvoll
wäre eine Lösung wie beim Surcouf, wo der gesamte Aufbau
samt den Masten mit ihren Abspannungen und Antennen abgenommen wird. Doch
die Form der Aufbauten der Radetzky-Klasse
lassen die Surcouf-Variante nicht zu, weshalb eine
Dreiteilung des Decks erforderlich wurde.
Daraus folgte,
dass das
Mittelteil mit den dort befindlichen Aufbauten und
den Masten, als ganzes Teil abgenommen werden muss.
Der Modellständer Um
für den Bau und später den Schiffsrumpf in geordneter
Position zu haben, wurde ein Schiffständer gebaut.
Aus
dem angepasst vergrößerten Spantenriss Plan konnte die Rumpfform bzw
Ständerform auf eine
Plastikfolie übertragen werden. Die Folien der zwei
Spanten wurden auf einem Karton aufge- klebt
und ausgeschnitten. Danach konnte die jeweilige Form
der Spanten bzw der Ständerfüße auf Holz
übertragen und ausgesägt werden. Mit der Stichsäge
wurden aus 2cm dickem Leimholz ausge- sägt.
und noch kleine Schleifarbeiten
zur Verbesserung des Aussehens vorgenommen. Anschließend konnten die Steher auf
einer Platte aufgeleimt und angeschraubt werden. Mehrfacher Anstrich mit
Porenfüller
und einige Schleifdurchgänge folgten nach. - Zuletzt wurden
Filzstreifen am Holz angeklebt, damit der Rumpf
geschützt aufliegt.
Arbeiten
an Rumpf und Spanten Am
Beginn musste, wie schon angekündigt, das zu entfernende Deck vom Rumpf abgesägt und
entfernt
werden. Dazu wählte ich einen kühlen Tag, da
ich wegen des dabei entstehenden unange- nehmen GFK-Staubes,
die Arbeit im Freien machte. Nach der Abtrennung des
Oberdecks konnte die Anpassung der etwas anderen Kielkontur
am Bug und Heck erfolgen. Der
Bugsporn musste ver- ändert werden, da er bei der Radetzky keinen Spitz
aufweist. Die durch die Konturanpassung ent- standenen Öffnungen am Heck und am
Bug, wurden vorerst mit Filler und Sekundenkleber verschlos- sen und später mit Epoxydharz und
Glasmatte verschlossen. Als nächste Arbeit
wurden nach dem Spantenriss des Rumpfes die Spanten aus 4mm Pappel-Sperr- holz ausgesägt.
Nachdem der Rumpfoberteil abgesägt und das Deck entfernt war, konnte überprüft
werden, wie gut die nach Spantenriss gearbeiteten Spanten
tatsächlich im Rumpf passen. Dazu wurde im Rumpf
lt. Plan die Sollposition jedes (zweiten) Spants markiert. Dann wurden die
Spanten an deren Position angehalten, wonach
sichtbar wurde, wie gut jeder passt und wo nachgearbeitet
werden muss. Schließlich
konnte nach dem Absägen des Oberdecks die Oberseite der
Rumpfwände auf Decklänge an die Form der Decklage im Bug- und Heckbereich angepasst
werden. Diese steigt gemäß Plan ein wenig nach oben an.
Ganz heikel war dann das
Einpassen der Schiffschaubenwellen und Motore. Deren
Lage musste gefunden und
auf die Spanten übertragen werden. Nach
den im Spantenriss eingezeichneten Wellen, Motore
und
den Rudern, konnten diese Ausschnitte und Formen auf die
Spanten übertragen und her- gestellt werden.
Stevenrohre einbauen Der Einbau
der Stevenrohre war eine Herausforderung, da der empfohlene
Propeller 55 Dm, aus meiner laienhaften Sicht, eigentlich zu groß
sein dürfte, leistungsgemäß aber nötig zu sein scheint.
Er reicht sehr nahe an den Rumpf heran. Dennoch wurde versucht mit den 55Dm-Props
weiterzuarbeiten. Um die
Wellen richtig zu positionieren wurde die Einhaltung der
im Spantenriss eingezeichneten Lage angestrebt. Verglichen mit einem Bild des
Originals scheinen dort die Props etwas näher zueinander angeordnet
zu sein. Das würde mir entgegen
kommen, doch wandern dadurch die Props wegen deren Durchmesser etwas weiter
nach hinten,in Richtung Heck. Es
musste also ein Kompromiss getroffen werden und eine zum Plan der Radetzky annähernd passende Positíon gefunden
werden. - Es erga- ben sich 45mm beidseits der Mittelachse, die
auch dem Plan des GFK-Rumpfes
entsprechen.
Danach musste eine Hilfskonstruktion mit
den zwei Stevenrohren in der gewünschten Einbauhöhe und
dem Abstand zueinander angefertigt werden. Damit
war möglich, am eingerichtet aufliegenden Rumpf die Bohrungen für die Stevenrohre markieren zu können.
- Nach
Herstellung der Durchbrüche für die Stevenrohre mussten die im Bereich der Motorwelle liegenden zwei Spanten
mit Bohrungen versehen werden, um die Rohre durchschieben
zu können. Um beim Einbauversuch die richtige
Wellenlage zu erreichen, musste ein Motor mit
einer fixen Wellen- kupplung provisorisch montiert
werden. Nun wurde mit Unterlegeholz die fast horizontale
Lage der Wellen und zusätzlich die Wellen im
Abstand von 45mm parallel zur Rumpfachse eingerichtet.
Die Lage der Welle wurde vermessen und markiert. Nachdem die Bohrungen
fertig waren wurden die jetzt noch losen Spanten mit Stabilit
angeheftet, damit bei einem Fehler später die Position
noch korrigiert
wer- den kann. Die empirisch ermittelten
definitiven Abstände von
Bohrungen und Rumpfdurchdringungen wurden im Plan
für eine allfällige spätere Nachschau eingezeichnet.
Aus der nun fixen Lage der
Stevenrohre entstand die Idee, die beiden Motore mit
einer kurzen starren Messing-Wellenkupplung 4
Dm zu verbinden. Es wurden aber, um einen ruhigen Lauf der Motore und
Wellen zu erzielen, später Kunststoff-Kardankupplungen
eingebaut. Damit konnten die Motore mit ihren Dreipunkt-Stirnbefestigungsbohrungen an ihrem Ende an einem
7mm Sperrholzspant angeschrschraubt werden.
Damit ist eine Feinjustierung der Laufachse möglich. Der Motorspant ist am
verstärkten Motor-Rumpfspant angeschraubt, damit die Motore
leicht aus- und eingebaut werden können. Um die Lage der Wellen bei den Rumpfdurchbrüchen zu fixieren,
wurden sie mit Stabilitklebepunkten befestigt. Die
endgültige Verklebung der Wellen und der
verbliebenen Öffnungen bei den Durchbrüchen,
wurde mit Epoxydharz und GFK-Mattenstücken
vorgenommen. Danach
erfolgte das Anheften aller anderen Spanten im Bodenbereich mit Stabilit. Da der
Rumpf im oberen Deckbereich ein wenig eingezogen ist, musste er
mit Zwingen an die U-förmigen Spanten an- gepresst werden. Um diese
dabei nicht zu brechen, wurden provisorisch Querstreben auf den
Spanten angeschraubt. Die Streben wurden nach der
Aushärtung der Klebestellen wieder entfernt, um bei den Arbeiten im Rumpf mehr Platz zu haben. Damit die Rumpfwand ideal am Spantenverlauf
anliegt, wurden beidseitig Kiefernleisten befestigt, die
durch drei Zwingen die Wand an die
Spanten gebracht haben. Jetzt konnten die Spanten
mit Stabilit Klebepunkten am Rumpf angeklebt
werden. Bei den Spanten die nicht genau anlagen
wurden kleine Holzkeile eingeschoben und
danach die Klebung vorgenommen. Schließlich ergab sich
ein zufrie- denstellendes Bild vom Verlauf der
Rumpfwände.
Nun konnten die Spanten an einer
Seite zur Rumpfwand hin mit Klebeband
abgeklebt werden, damit das auf der anderen Seite aufgebrachte Dickharz nicht ablaufen
kann. Zur Einbringung des Harzes musste der
Rumpf vertikal stehen, damit das Harz eine
gute Verbindung mit dem Holzspant und dem Rumpf bilden
kann. Dieser Art konnten auch Spalten zwischen
Spanten und Rumpfwand verschlossen werden. Damit
ist eine ausreichend gute Verbindung zwischen
Spanten und Rumpf gegeben. Motoreneinbau Als nächtser Arbeitsvorgang konnte der Motorträger-Spant angefertigt werden. Am festen 7mm-Sperr- holz wurden beide Motore mit ihrem hinteren
Stirnende angeschraubt. Die genaue Position der Motore musste von
den Schiffschraubenwellen mittels übergeschobenem
Messingrohr am provisorisch befestig- ten Motorspant übertragen werden.
Nach Anpassung der Motore wurden sie erstmals
angeschraubt. Die montierten Motore
sahen gut aus, doch wird sich beim Testlauf zeigen, ob sie auch ruhig laufen.
- Nein! Der nachfolgende Probelauf jedes
Motors zeigte, dass die verwendeten Kardangelenke, trotz
gestreck- tem
Einbau, erhebliche Geräusche verursachen. Es
liegt an den Metalleinsätzen der Gelenke, die trotz schrittweiser
Verdrehung der
Wellen-Mitnehmer
keinen genauen zentrischen Lauf erreichen lassen und daher immer Vibrationen mit Geräuschen entstehen. Mit
nur lose angeschraubten Motoren ließ sich ein fürs
erste annehmbares Laufgeräusch einstellen.
Doch
ist das keine brauchbare Lösung.
Daher
musste der Motoreinbau abgeändert werden, wobei der Motorträger
um drei 4mm dicke Sperr- holz Zwischenstücke
und eine Lage Gummi (Ex Autoschlauch, ~ 1mm dick) weiter vom
Wellenende weg- gerückt wurde. Durch
entsprechende Einstellung der Dreipunkt- Motorhalerungen
konnte die Geräusch- entwicklung deutlich
verringert werden. Die Motor-Probeläufe mit Lipos von 3S
und 2S verliefen danach problemlos und leise.
Eine
Erprobung der Motore und Schiffschraubenwellen wurde
gleichzeitig auch für eine Drehzahlmes- sung genützt. Beide Motore
laufen bei 12,16V mit konstanter Leerlauf Drehzahl
vorwärts von 3820 U/Min und bei auf 80%
reduziertem Retourlauf mit 2640 U/Min. Der
Drehzahlunterschied zwischen den Moto- ren beträgt nur 40 U/Min - Nach
dem Schwimmbadtest waren Lagertäusche infolge
Rostbildung erfor- derlich geworden.
Um
künftig nach Erneuerung der Kugellager den
Wassereintritt zu verhindern, wurde jede
Schrauben- welle mit einer Stopfbuchse versehen. Der
abdichtende Simmerering verringerte die Drehzahl um
unge- fähr 100 U/Min.
Ruderanlage
Nach den Arbeiten für den Einbau der Stevenrohre und der Einharzung aller
Spanten etc. konnte
die Positionierung der Doppelruder
beginnen. Zum Zweck der Orientierung wurde auf dem Spantenriss die Lager der Schiffschrauben und Wellen
eingezeichnet. Anschließend konnten auf einem, über den
Plan gelegten Blatt Transparentpapier, das Ruder und die anderen notwendigen Dinge eingezeichnet werden. Gegenüber
der Konstruktion ergab sich, dass die mögliche Lage der beiden Ruderwellen nicht einge- halten werden konnte und die Ruderführungen
näher zu einander gerückt werden mussten.
Die Ruder wurden durch Verklebung je zweier
2mm Sperrholz-Ruderscheiben direkt an den mit Einker- bungen
versehenen 3mm Messing-Ruderwellen mit
Stabilit angeklebt. Anschließend wurden sie
zurecht- geschliffen, damit sie lackierfähig
wurden.
Zur Führung und Befestigung der
Ruderführungsrohre wurde der Spant 1 zusätzlich
angefertigt. Nach Anpassung der Einbaulage
des Spants an die Ruderform und den Einschlagwinkel,
konnte der Spant schließlich mit Stabilit eingeklebt werden. Um ausreichend Einschlag zu erhalten, mussten
die Rudewel- len
etwa 10mm näher zu einander gerückt werden. Jetzt konnten die Bohrungen für die Rohre im Rumpf gebohrt
werden. Danach wurden die Führungsrohre angeklebt.
Anschließend konnten die ausserhalb des Rumpfes befindlichen
Stützverkleidungen der aus dem
Rumpf herausstehenden Rohre hergestellt und angeklebt
werden. - Trotzdem gleicht die Ruderanordnung doch sehr
der von der Radetzky.
Zur Steuerung der Ruder wurden
Ruderhebel aus GFK-Abfallstücken hergestellt. Für die Anlenkung
wird ein 3,5kgcm-Servo
verwendet, welches auf einer zwischen Spant 1 und 2 einzupassenden
Sperr- holzplatte befestigt wird. Das Servo
soll leichtgängig sein, damit beim Anstoß an den Rudern
deren Be- schädigung vermieden wird. Zuletzt wurde ein
Servobrett für das Ruderservo eingebaut. Der Test
der Ruderfunktion verlief erfolgreich.
Regler-,
Akku- und Empfängersituierung Für den Einbau des Reglers (vorläufig nur einer) und
des Empfängers wurde zwischen den Spanten eine Sperrholzplatte
für dessen Montage eingebaut. Zwischen den Spanten vor den Motoren werden die
vier Lipo-Akkus untergebracht. (Wegen des geringen
Stronmerbrauchs genügen auch zwei Akkus) Um bei einer demnächst
vorgesehenen ersten Wasserung (Stapellauf) die Ruder und
Spanten aus Sperrholz gegen Wassereintritt zu
schützen wurden sie mehrfach mit Porenfüller gestrichen.
Der inzwi- schen mit Bleiplatten belegte Rumpfboden wiegt inzwischen über 5 kg. und man wird sehen, wie weit die Soll Wasserlinie von der
derzeitigen entfernt ist. Nach dem Wassern
zeigte sich, dass der Bug viel zu hoch liegt
und daher wurden vorhandene 600g Bleiplatten
eingebracht. Das brachte eine Absenkung des
Bugs. In Summe wird wohl nochmal so viel Blei
eingebracht werden müssen, um mit den noch anzufertigenden
Aufbauten die Wasserlinie zu erreichen.
Der
erste Fahrtest, 1. 9 2022 Der "Stapellauf" verlief überraschend gut, denn man sah, dass
die Berechnungen des Experten Jörg stimmten. Das
Modell wird kein "Schleicher" sein, insbesondere,
wenn die Props tief genug im Wasser laufen werden. Die
Dimensionierung und Anordnung der Ruder passt ebenfalls
hervorragend; steuerbare Rückwärtsfahrten sind
auch ohne zweiten Regler problemlos möglich. Nach der ersten
Testfahrt wurde der Rumpf am Heck und am Bug gewogen,
um die Gewichtsverteilung zu sehen. Klar war, dass noch
mehr Gewicht in den Rumpf muss. Insgesamt wurden noch ca.
2kg Blei im Rumpf verteilt, wobei die
Gewichtsverhältnisse wie zuvor aufgeteilt worden sind. Außerdem wurden die Telemetriesensoren für
Motortemperatur und Akkuspannung nachgerüstet,
damit beim künftigen Fahrbetrieb die Erwärmung der Motore überwacht werden kann. Nach einigen Tagen
mit unbewegten Wellen enstand bei einem Testlauf lautes
Laufgeräusch bei den Kugellagern. Das bedurfte
deren Tausch, der sich als nicht einfach herausstellte.
Darüber wird später gesondert berichtet.
Der
nächste
Fahrtest im Pool erfolgte bald
danach und war sofort ersichtlich, dass
die neu zugegebenen Bleiplatten anders verteilt werden
müssen, um den Rumpf in eine waagrechte
Position zu bekommen. Zuletzt waren vom Bug weg die
Zusatzgewichte wie folgt verteilt: Zwischen
Bug und Spant 20 1200g, zwischen 20 und 18 0g, zwischen 18 und 16 120g, zwischen 16
und 14 240g, zwischen 14 und 12 1420g,
zwischen 12 und 10 260g, zwischen 10 und 8 600g , zwischen 8 und 6 480g, zwischen 6 und
4 600g und zwischen 4 und 2 720g. Insgesamt
wurden bisher 4800g (60 Walzblei Platten) Gewicht im Rumpf untergebracht.
Zuzüglich des früher gemessenen Gewichts des
mit Motoren, Regler, 4 x 3S 3000 Lipos, Empfänger und
Ruderservo ausgerüsteten Rumpfes mit 2800g, hat der Rumpf
nun 10kg
erreicht! Beim nächsten Fahrtest wird man sehen,
wie weit der Rumpf noch über der Wasserlinie liegt.
Die ersten Fahrten am
Waldteich am 1, 5 2023 und danach Bei
wunderbarem Wetter schleppte ich die gewichtige Radetztky im
fast Fertigzustand zum Waldteich. Lediglich
die 6 Rettungsboote über den Bordwänden fehlten noch,
doch zur Erprobung der Wasserlinie und der Feintrimmung
des Schiffs war die Fahrt sehr erfolgreich. Leider
hatte ich nach Hause zurückgekehrt das Problem, dass ich einen
Herzschrittmacher eingepflanzt bekommen
musste. Wieder arbeitsfähig wurden die letzten
Details am Schiff ergänzt und folgten zwei weitere
Testfahrten am Waldteich, die dazu dienten,
die Lage des Schiffs zu optimieren. Als Tupfen am
"i" wünschte ich mir eine Fahrt im Werfthafen, bei der die andere Kulisse das Schiff realistischer
erscheinen lassen könnte.
Die Fahrt im
Werfthafen am 28. 9. 2023 Nachdem
die Wetterlage ideales Wetter bot, wurde die Radetzky
aus der Schutzbox entnommen und für den
Betrieb vorbereitet. Alles passte und Freund Peter half
beim Anfertigen von Bildern und dem Video aus
stehender Position. Der
Zusammenbau des Schiffs war getan, sodass der Transport
zum Wasser beginnen konnte. Anders als beim
Teich ist der Weg zum Wasser mit dem Schiff am
Slipwagerl länger und mit dem vorhandenen Slipwagen eine Qual. Das mit 13 kg doch schwere
Schiffsmodell auf der schmalen Aufstandsfläche war für mich eine Belastung, doch schaffte
ich es. Das Wassern war spannend, da das zu
Wasser bringen durch das nach vorne Bücken, in
den Bandscheiben
bemerkbar wurde. Doch es gelang und die Fahrt
konnte beginnen. Nach etwa einer halben Stunde
endete der Fahrtag. Das Schiff wurde aus dem Wasser
gehoben und der nun noch beschwerlichere Weg auf der
Slipanlage nach oben, wurde wirklich zur Qual. Besonders die Sorge wegen der Abkippgefahr des Modells vom schmalen
Wagen, erhöhte die Belastung zusätzlich. Mit vier eingelegten Schnaufpausen konnte das
Schiff oben beim Auto abgestellt werden. Für die
nächsten Fahrten muss unbedingt muss ein anderer
Slipwagen mit größerer Auflagefläche und größeren
Rädern beschafft werden, damit das Modell gerollt und
nicht getragen werden muss. Weiter zu den nächsten Seiten durch Anklicken der
gewünschten Seite oben im Seitenkopf:
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Vorarbeit für Bau des Mpdellständers |
Spantzenriss mit Einbautensituierung |
der angekaufte GFK-Rumpf |
Ständer rohbaufertig |
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Bühler Motor 12V, 4750 U/Min Leerl. |
Stevenrohr 450mm lang |
Propeller 55Dm/49H |
Regler New Rain 480A |
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das Deck abgetrennt |
Heck abgeändert |
entstandene Öffnung |
nun mit Matte und Harz verschlossen |
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Bugänderung mit Matte und Harz |
Test der Propelleranordnung |
so ist sie beim Original |
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die rohen Spanten |
markieren mit Spezialgerät |
pro9beweise Spanten eingesteckt |
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Vorrichtung zum Anzeichnen der Wellen |
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Welln eingerichtet und angeheftet |
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Spanten provisorisch angeklebt |
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Ansicht der Position der Motore |
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markieren der Motormitte |
der eingebaute Motorspant |
Ansicht auf Motore und Kupplungen |
Motorbefestigung neu mit Gummidämpfer, neue Kardean
Kupplungen |
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Konstruktrion der Ruderform |
der Ruderspant |
das Heck mit den Ruderrohren |
beide Ruder in Rohform |
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Ansicht der prov. montierten Ruder |
Ruderservo und Anlenkunegn eingebaut |
Heckansicht Modell |
eckansicht |
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Blick auf die Motore |
Einbauten fürFahrbetrieb eingebaut |
Rumpf mit 2600g Bleiplatten belegt |
erster Schwimmtest |
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provisorische Beladung Testfahrt 2 |
mit zusätzlichem Gewicht und Sensoren |
im Heckberciht kam etwas dazu |
auch am Heck Zusatzblei |
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