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Anmerkung zur Handhabung der Seite
der SMS Radetztky: Die oberste Zeile im
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Vorweg eine Darstellung
meiner Baumotivation samt historischem Bezug
Bedauerlicher Weise
hatte ich während meiner Schulzeit in der Mittelschule
und danach, sehr wenig über die ehemalige
österreichische Marine, der fort- schrittlichen
Luftfahrt, dem Automobil- und Lokomotivbau etc .etc.
gehört. Durch den Modellbau von naturähnlichen
Flugmodellen, erkannte ich, dass über technische
Entwicklungen während der Monarchie im Unterricht
nichts berichtet wurde. Erst
durch Besuche im HGM (Heeresgeschichtlichen Museum in
Wien) begriff ich ein wenig, was die Österreichisch-Ungarische Monarchie einmal war, sowohl in
geografischer Größe des Staatenbundes, als auch mit den
damaligen Technik-Entwicklungen und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung.
Da ich mich erst seit 2019 mich mit
Modellschiffen anfreundete, war das Modell
eine Herausforderung, die ich zuvor nicht gesehen hatte,
die aber doch mit einem brauchbaren Ergebnis
endete.
Meine laienhaften historischen
Betrachtungen zur k.u.k. Marine: Ganz wesentlich für den
ex Großstaat war der
Zugang zum Meer, der in Triest als wichtiger
Handelshafen, gegeben war. In Pula lag die Kriegsmarine in ihrem
Heimathafen. Da die alliierten Staaten der Entente, darunter auch
das politisch unstete Italien, der Doppelmonarchie
Österreich-Ungarn scha- den wollten, versuchten
sie die Zufahrt zu den österreichischen Häfen im Mittelmeer zu blockieren
(Straße von Otranto). Damit die Häfen
erreichbar blieben und andererseits später die Transport- wege der Italiener am
Beginn des Weltkrieges in Richtung
Norden, zerstört werden konnten, wurden Seestreitkräfte eingesetzt. Diese zerstörten von See aus
zB. Bahnanlagen, Straßen, Gebäude (Ascona) und diverse Küstenbatte- rien in der Region, jedoch mit
nicht gerade überwältigender Auswirkung. Es wurde gespart und jeder Schuss wurde gezählt und
verbucht. Es sollen ins- gesamt kaum mehr als 1000 schwere Schiffskaliber
(30,5cm und 24cm) von den eingesetzten
Einheiten verschossen worden sein. Vorher, um 1900, galt die k.u.k. Marine immerhin als
achtstärkste Marine der Welt und sie war auf den
Weltmeeren auch in einigen militärischen Aktionen
im Verbund mit dem deutschen Staatenbund (Preußen) aktiv. Obige Auf- zählung ist jedoch eher
oberflächlich und unvollständig zu verstehen.
Bei meinen Nachforschungen
über die drei gebauten Schiffe der Radetzky- Klasse
(Radetzky, Zrinyi, Erzherzog Franz Ferdinand) stieß ich auf
eine Be- schreibung des Schiffstyps und deren Einsätze etc.
Dabei wird erwähnt, dass der Schiffstyp eine
Vorgängertype des damals bereits international modern- sten englischen Schlachtschiffstyps (Dreadnought) war,
also beim Stapellauf bekannter Weise schon eine
überholte Konstruktion war. Das tat
der Feuer- kraft zwar keinen Abbruch, jedoch die
Einsparungen bei diversen Anlagen ermöglichten keine
effektivere Ausführung.
Erkundet
man, worin die militärischen Einsätze des seit ~1910 in Dienst
be- findlichen Schlachtschiffs Radetzky bestanden, ist das
Ergebnis enttäuschend. Die erste Ausfahrt war
zu königlichen Feierlichkeiten in London, im Rahmen einer
internationalen Flottenparade. Bei zwei nenneswerten kriegerischen
Einsätzen war
sie dabei, wobei man auf italienischen Küstenstellungen be- findliche französiche
Marinegeschützstellungen bei Lovren eliminierte.
Die Radetzky erhielt dafür
Lob vom Flottenkommando. Ein zweiter Einsatz soll
noch vor dem
Erreichen des Kampfgebietes abgebrochen worden sein.
Irgendwie unklar erscheint mir, dass in den Kriegsjahren vor 1918 das
Schlachtschiff von Pola nach Cattaro überstellt wurde,
wo es untätig etwa zwei Jahre lang, bis zum Kriegsende, im Hafen lag.
In Seeschlachten war die Radetzky nie
eingebunden.
Der Ausgang des ersten Weltkriegs
beendete den Bestand der österrei- chisch- ungarischen Marine.
Deren
noch vorhandene Schiffe der Radetzky- Klasse
(und viele andere) fielen zuerst in den Besitz der
ehemaligen Kron- länder (später Jugoslavien).
Sie wurden danach als Wiedergutmachung an die
Siegerstaaten des ertsen Weltkriegs, an England,
Frankreich, Italien und USA (!) übergeben. Zwei Schiffe der Radetzky-Klasse wurden
den US-Alli- ierten zugesprochen, die sie aber nicht haben
wollten. Mit einem Trick wurden sie von der im Mittelmeer vertretenen alliierten US-Marine
(außerhalb der 3 Meilen Zone) an Italien übergeben, wo
sie später abgewrackt und zu Geld gemacht.wurden.
Nicht unerwähnt
soll hier bleiben,
dass es auch zivile Hochseeschiffahrt in der Monarchie
gab. Die größte Reederei war Austro-Americana (Fa. Schenker)
mit Sitz in Triest. - Traurig: In den Kriegswirren bekam das voll
mit Zivilisten besetzte Reiseschiff LINZ einen
Torpedotreffer und sank. Auch Handelsschiffe wurden
am Kriegsende konfisziert und an diverse Siegerstaaten verteilt.
Heute sorgt
der Österreichische Marine Verband (Ö.M.V.) für den
Erhalt der Erinnerungen an die Marine
Österreich-Ungarns. - Bedauerlicher
Weise hatte ich bei dem Versuch an Unterlagen für
mein Projekt zu kommen keine Antwort erhalten außer: "Tut
uns leid, dass wir erst nach drei Monaten antworten, aber der Kollege ist/war im Urlaub"
...... leider bis heute. Um den
historischen Hoirizont meiner Enkel zu
erweitern, und im Hinblick auf die
Globalisierung und die schleichende Auslöschung nationaler Werte ihnen
ein Erinnerungsstück daran zu hinterlassen, bemühte ich
mich, ihnen ein Schlachtschiff der k.u.k.
österreichischen Marine, die "Radetzky", zu bauen.
Es ist mir wichtig, an dieser Stelle zu sagen, dass
Krieg etwas Schreckliches ist und dieses entstehende und andere meiner "Kriegsschiffe", nicht zur
Ver- herrlichung von Kriegen angedacht sind. Im
Gegenteil, sie mögen zeigen, dass Krieg schließlich all
diese Schiffe, Flugzeuge und Waffen zerstört und
Millionen von Menschen großes Leid bereitet,
und auf Dauer kelnen Frieden bringt. - Jetzt
gerade (2022), ist im Ukraine-Krieg traurig mitzuerleben,
welches Leid und welche Verwüstungen ein Krieg mit sich
bringt.
Das Motto des Heeresgeschichtlichen
Museums in Wien war und ist zurecht: "Kriege gehören ins
Museum".
Vor dem Start des Baues der SMS Radetzky
Zum
Modell ist zu sagen, dass es der Nachbau eines
Schlachtschiffes (Linien- schiffes) der
Radetzky-Klasse ist und von mir im Betriebszustand
zwischen 1915 bis 1917 nachempfunden wurde. Die
Bauausführung als Museumsstück war bei meinem
ersten Schiffsprojekt nicht
angestrebt worden, Semi Scale wurde angestrebt
und erreicht.
Betreffend Baudurchjführung kann ich sagen,
dass mir aus Zeitgründen der Bau eines Rumpfes nicht möglich war. Daher verwende ich einen, dem Schiffs- rumpf der Radetzky-Klasse weitgehend und
maßstäblich entsprechenden Rumpf eines ähnlichen (feindlichen) italienischen Schlachtschiffes aus dieser Epoche. Der Rumpf musste aufwändig
an die Gegebenheiten des nachzubauenden Schiffstyps
angepasst und mit den Aufbauten der Redetzky- Klasse-Schlachtschiffe versehen werden.
- Mit dem geplanten Schiffsmodell- bau sah ich
zufireden einem mit Arbeit ausgefüllten Winter
22/23 entgegen.
Zuvor
mussten Pläne und Ansichten des österreichischen
Schiffstyps beschafft und zu Arbeitszeichnungen
umgearbeitet werden. Im August 22, war ich noch auf der Suche,
konnte mich aber nicht dazu entschließen 140.-€ für
zwei Plan- seiten im Maßstab M 1:100 (Fa.
Harhaus.de) zu bezahlen. Rückblickend ist zu sagen,
dass diese Pläne mehr Details gezeigt hätten und das
Geld wert ge- wesen wären.
Technische
Daten SMS Radetzky: Stapellauf in Triest
1909, Inbetriebnahme ~1911. ~1919 den USA zugespro- chen (als alliierte der Entente) und von diesen an Italien übergeben, wo sie 1920 abgewrackt wurde. Länge:
139m, Breite: 25m, Tiefgang: max. 8,1m, Verdrängung:
14.700t, Besatzung: 890 Mann, Maschinenleistung:
20.000PS, 3-fach-Verbundmaschinen. 2 Propeller, Höchstgeschwindigkeit:
20kn (37km/h)
Technische
Daten fertiges Modell M 1:100: Nachbau-Schiffszustand:
nach 1915 - 1917 (also ohne Torpedonetze) Länge: 1390mm,
Breite: 240mm, fahrbereit
Tiefgang: ~80mm, Fahrgewicht: 12.600g,
Fahrgeschwindigkeit: nicht gemessen,
Motore: 2 x Bühler
Motor 12V Typ 1.13.055.267, Laststrom 1,5A / 2,5Ncm, Propeller: 2 x
3 Blatt MS 55 DM /49 H,
Leerlaufdrehzahl Propeller bei 12,6V ~3800U/Min, im
Sender programmierte Betriebsdrehzahl
vorw.: ~1850U/Min, rückw: ~750U/Min,
Doppel-Kardangelenke, Kugelgelagerte Wellen 450mm, ein
Regler: New Rain 60A, Fahr Akkus: 4 x 3S 3300 Lipo parallel
(13200mAh), Rauchgenerator
Akku: 2S 3000 Lipo Stromverbrauch: Nach
einer Stunde durchgehender Fahrt mit erhöhter mittlerer Fahrge- schwindigkeit wurden
1090 mAh
verbraucht. Die 3S-Akkuspannung sank von 12,5V
auf 12,2V ab. Fernsteuerung:
Flysky FS-i6X 2,4Ghz, Funktionen:
Vorwärts-Stop-Retour, Ruder, Positions- lampen,
Rauchgenerator, sowie Telemetriesensoren für Akkuspannung und
Motor-Gehäusetemperatur
Farbgebung (in
Annäherung an den Bauzustand nach 1915): Aufbauten,
Geschütztürme, oberer Rumpf: RAL 7001, Silbergrau, Ebene
Flächen, ausgenommen Deck: RAL 7043, Verkehrsgrau B, Unterwasserrumpf:
RAL 6035, Perlgrün, Wasserpass: dunkelgrau
Gewichtsangaben: Rumpf
mit Bleizuladung und 4 Lipo Fahrakkus: 4765g Einbauten wie Motore, Steuerung, Akkus,
Rauchgenerator, etc: 1325g fertig gebautes, abnehmbares Mitteldeck: 1450g restlische Auf-
und andere Einbauten 4953g
Gesamtgewicht fahrbereites
Schiff:
12493g
Modell-Baubeginn: August 2022,
Bauende: Mai 2023, Baustunden: ~810.
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SMS Radetzky (30.5.2023)
Fahrvideo Waldteich


Radetzky im Werfthafen
(29.9.2023)
Fahrvideo Werfthafen

meine
Wissensquelle


Vorbild: Schlachtschiff
Radetzky
(1909)


Ansicht Radetzky 1910

mein Vorbildscxhiff, Zustand nach 1915



Plan Radetzky/Praszky

Plan zum gekauften Rumpf des Schlachtschiffes aus
Italien

Plan für meinen Bau

Radetzky Modell
M 1:1250 (Navis) |
Stückliste
Verwendten Werkstoffe und Einbauteile etc.
Arbeitenliste
Rumpf Arbeitsliste Rumpf Arbeitenliste
Fertigbau Arbeitsschritte und ungefährer Zeitaufwand Baubericht
Der Bau der Radtzky in kurzer Form Aufbewahrungsbox
Bau derTransort. und Aufbewahrungsbox
Für
Eilige: Detailaufnahmen
und Fahrfotos |
Ein Schlachtschiff der k.u.k
österreichisch-ungarischen Marine wird gebaut
Eingangs möchte ich festhalten, dass der Bau des
Schiffes nur mit Ansichts- und Grundrissplan die
Zeichnung aller Einzelteile erfordert, weil die nicht im Plan
dargestellt sind. Weiters ist der Bau von Baugruppen
unbedingt dem Baufortschritt anzupassen. MancheTeile / Baugruppen
müssen vorher hergestellt werden, da man
später dort keinen Zugriff mehr hat. Mein Baubericht ist
daher sehr lange ausgefallen, denn es gab
wesentlich mehr zu überlegen und zu bauen, als ich vor
dem Beginn erwartet hatte. Mit
Blauäugigkeit eines lange aktiven, heute alten
Modellfliegers, wagte ich mich an ein Projekt, dessen
Umfang ich am Beginn vollig unterschätzt hatte.
Schiffbau ist eine wesentlich universellere Aufgabe
als Flugmodellbau, selbst wenn es sich um
Scale-Flugmodelle handelt. Zum Glück fand ich
in einem Forum Freude, die mir erheblich halfen, da ich
vom Schiffbau und von Schiffstechnik so gut
wei keine Ahnung hatte. Inzwischen weiß ich (nur) ein wenig
besser Bescheid. Die in den vielen
folgenden Seiten beschriebene und bebilderte
Baubeschreibung zeigt den tat- sächlichen
Baufortschritt und Bauaufwand. Damit kann
interessierten Schiffmodellbau Anfängern an
solchen Projekten aufgezeigt werden, was bis zur
Fertigstellung des Modells alles notwendig ist.
Nach
der langen Einführung zu meinem neuen Projekt, kann es
mit der Arbeitsbeschreibung losgehen. Die
erste Arbeit begann im August 2022 und bestand darin, einen Ständer für das
entstehende Schiff und den dafür
angekauften Schiffsrumpf zu bauen. Dazu ist der Spantenrissplan
des polnischen Her- stellers sehr hilfreich
gewesen, den ich mir von M 1:250 auf M
1:100 vergrößern ließ. Der empfehlenswerte
polnischeHersteller lieferte
einen perfekt gefertigten Rumpf samt DVD mit
den Planansichten des italienischen
Schlachtschiffs. Mit dem auf Modellmaß
vergrößerten Rumpfplan konnte ich erstmals die Dimensionen und das Aussehen des
künftigen Modells sehen. - Jetzt erkannte ich, wie "zart" mein
11cm kürzerer Zerstörer Surcouf (Steingräber) im Verhältnis zum
künftigen Schlachtschiff ist.
Zum
Baubeginn kommt man im Seitenkopf mit dem Link: Baubeginn, Rumpf- Antriebs- und Steuerungseinbau, technische
Daten und Historie
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Bilder vom Vorbild für
den Bau .., und vom fertigen Modell |
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Prasky-Plan (M1:200), Ausschneidebog. |
Teilansicht vergrößert |
Teilansicht vergrößert |
Plan zum polnischen Rumpf |
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Radetzky |
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Kohle bunkern |
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Ausrüstungs-Appell |
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Zrinyi (ebenfalls Radetzky-Klasse) |
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Bilder vom fertigen
Modell |
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SMS Radetzky ist fertig |
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ohne Rettungsboote |
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